Presse

Überblick

„Così fan tutte“ im Cuvilliés-Theater München, Kammeroper München

„Süddeutsche Zeitung“ am 05. Dezember 2019 zur Vorstellung am 04. Dezember 2019

Von Klaus Kalchschmid

„Doch Mozarts genial vielschichtige Musik behauptete sich in der unter Marcus Merkel exzellent dargebotenen Kammerfassung des Orchesterparts von Vladimir Beleaev.“

„Die Fledermaus“ (Premiere), Oper Graz

„Der neue Merker“ am 28. Oktober 2019, Print Ausgabe 11/2019, zur Vorstellung am 27. Oktober 2019

Von Sieglinde Pfabigan

„Wie auch mein Kollege Walter Nowotny in seiner Premieren-Rezension festhält, darf man als Stars des Abends den Dirigenten und inmitten einer generell guten Sängerbesetzung die Sängerin der Adele bezeichnen.

Der junge, aus Berlin gebürtige Dirigent Marcus Merkel, dessen Grazer "Figaro" mich bereits begeistert hatte, verstand es, aus der Johann Strauß-Partitur alles herauszuholen, was an vergnüglicher Aussage, Beschwingtheit, Kantabilität, Komik, Witz, Ironie und - purer Schönheit enthalten ist. Locker, transparent, ohne jegliche Spannungseinbuße, auch nicht beim Übergang zwischen Sprechszenen und Musiknummern, gab er nicht nur die nötigen Einsätze, sondern bot jenes Faszinosum, das man als Nachschöpfung des Originals bezeichnen könnte. Ihm beim Dirigieren zuzuschauen, müsste auch tauben Besuchern klar gemacht haben, was da gespielt wird - "gespielt" im doppelten Sinn: von den Personen auf der Bühne (bei Johann Strauß, versteht sich) und deren Darstellern. Merkel (eine Freude für den "Merker!“) versteht es, an jeder Stelle, wo Strauß in der Dynamik, von einem Motiv, einer Ton- oder Taktart, einem Tempo zum anderen, oder ein Sänger zwischen verschiedenen vokalen Aussagen wechselt, die jeweilige Generalpause oder auch nur Atempause zu einem neuen Spannungsmoment zu machen. Tempi sind niemals gekünstelt, nie überdreht, sondern der Notenvorgabe entsprechend. Dass er die "Fledermaus" auswendig dirigiert, verstärkt den Eindruck, dass er alles "intus" hat, was der Komponist niedergeschrieben hat. Dass er es zumeist mit vergnügtem Antlitz tut, erhöht das Vergnügen, ihm dabei zuzuschauen. Es war der für mich beste Einfall des Regieteams, das Orchester auf der Höhe der Parkettsitze zu platzieren, sodass der davor stehende Maestro das Hauptaugenmerk auf sich zog. (Übrigens dirigiert er auch die laufen- den Reprisen von "Don Carlo", dessen Premiere die Chefdirigentin des Hauses, Oksana Lyniv geleitet hatte.)“

„Der neue Merker“ am 19. Oktober 2019, Print Ausgabe 11/2019, zur Premiere am 19. Oktober 2019

Von Walter Nowotny

„War dieses Regiekonzept natürlich sehr umstritten, so war die musikalische Seite eindeutig gelungen. Das lag vor allem an dem ausgezeichneten Dirigenten Marcus Merkel und den bestens disponierten Grazer Philharmonikern. Bereits für die perfekt gelungene, schmissige Ouvertüre gab es begeisterten Applaus und der Dirigent und das Orchester hielten das hohe Niveau bis zum Ende durch. Dem Dirigenten gelang es nicht nur, Orchester, Chor und Solisten auf der Bühne und im Zuschauerraum zusammenzuhalten, sondern es gelang ihm, mit richtigen Tempi und dynamischen Abstufungen eine insgesamt perfekte Realisierung der Partitur, der noch einige Stücke von Johann Strauß hinzugefügt wurden (u. a. der Ägyptische Marsch op. 335 und die Polka Schnell "Unter Donner und Blitz" op. 324).“

Bachtrack am 20. Oktober 2019 zur Premiere am 19. Oktober 2019

https://bachtrack.com/de_DE/kritik-strauss-die-fledermaus-von-mayenburg-merkel-feldhofer-oper-graz-oktober-2019

Von Isabella Steppan

„Ein reiner Genuss waren hingegen die Grazer Philharmoniker unter Marcus Merkel, die schon für die Ouvertüre heftig akklamiert wurden. Zurecht, denn wie sich das Orchester in den Wogen der Musik bewegte, mit Tempi und Dynamik spielte und die Noten perlen und schimmern ließ, war bewundernswert. Vom Graben auf Parkett-Ebene geholt waren die Musiker außerdem noch unmittelbarer an ihrem Publikum dran, überzeugten nicht nur als umsichtige Sängerbegleiter, sondern ganz besonders auch in den orchestralen Passagen. Die Polka Unter Donner und Blitz gestaltete Merkel klischeebefreit, jung und frisch und mit dem nötigen Drive. Dabei trug das Orchester jedoch nie zu dick auf, sondern wahrte stets eine differenzierte Gestaltung.“

„Nichts ist schwerer als die leichte Muse, heißt es. Die Inszenierung von Maximilian von Mayenburg bestätigt diese These; die musikalische Umsetzung der Grazer Philharmoniker unter Marcus Merkel widerlegt sie.“

Der Opernfreund am 20. Oktober 2019 zur Premiere am 19. Oktober 2019

https://www.deropernfreund.de/graz-12.html

Von Hermann Becke

„Wie schon so manches Mal in der letzten Zeit in Graz retten die musikalischen Leistungen den Abend! Beginnen wir mit dem jungen Berliner Dirigenten Marcus Merkel. Er ist seit der Saison 2015/16 am Grazer Haus - zunächst als Korrepetitor und nun als Kapellmeister. Er hat sich bereits vielfach als Einspringer in Oper und Konzert bewährt, hatte schon Premieren und Wiederaufnahmen zu betreuen und bewies auch diesmal nicht nur seine auffallende musikalische Begabung, sondern auch die Fähigkeit, Orchester, Chor und Solisten mit energischer Hand zusammenzuhalten und ausgewogenes Musizieren zu ermöglichen. Das war diesmal schon wegen der ungewohnten Gegebenheiten wahrlich nicht einfach. Das Orchester saß nämlich auf dem Niveau der ersten Parterre-Reihen. In der Mitte musste ein Durchgang frei bleiben, weil Chor, Ballett, Statisterie und die Solisten wiederholt aus dem Zuschauerraum durch das Orchester aufzutreten hatten - auch das ein längst abgenutzter Regieeinfall, um zu dokumentieren, dass das Publikum Bestandteil des Ganzen ist. Marcus Merkel dirigierte ohne Pult und Partitur vollkommen auswendig. Dass da keine größeren Pannen passierten, ist seiner Koordinations- und Improvisationsgabe zu danken. Die Grazer Philharmonikerwaren blendend disponiert und musizierten animiert, ohne sich vom Bühnengeschehen ablenken zu lassen. An ihren Mienen glaubte ich allerdings ablesen zu können, was sie von dem Regiespektakel hielten. Und sie spielten nicht nur ausgezeichnet - auch als Chor haben sie sich bewährt, weil zum Einzug des Prinzen Orlofsky der Egyptische Marsch von Johann Strauß eingefügt wurde, bei dem sie wie die Wiener Philharmoniker beim Neujahrskonzert stimmkräftig den Refrain sangen. Natürlich war durch die ungewohnte Aufstellung die Klangbalance zwischen Orchester und Bühne permanent ein wenig gefährdet. Aber man hatte vorgesorgt: vor den Blechbläsern waren durchscheinende „Lärmschutzwände“ aufgebaut und der Dirigent führte die Solisten achtsam. Also: großes Kompliment an Orchester und Dirigent!“

Kronen Zeitung am 20. Oktober 2019 zur Premiere am 19. Oktober 2019

https://www.krone.at/2026810

Von Michaela Reichart

„Der Anfang ist noch vielversprechend

Markus Merkel führt die Grazer Philharmoniker ohne Scheu vor knalligen Effekten durch die schmissige Ouvertüre. Den ganzen Abend über bleibt er der Fels in der Brandung, der selbst die am wenigsten schlüssigen Ideen des Regisseurs musikalisch wieder solide zusammenführt.“

Mozart „Große Messe in c-Moll, KV 427“, Berliner Dom

IOCO am 16. März 2019 zur Aufführung am 9. März 2019

https://www.ioco.de/2019/03/16/berlin-berliner-dom-junge-philharmonie-berlin-c-moll-messe-ioco-kritik-16-03-2019/

Von Michael Stange

„Marcus Merkels Dirigat ist es zu danken, dass trotz der schwierigen Akustik des Berliner Doms eine brillante Aufführung gelang. Die Chöre und das Orchester waren fein aufeinander abgestimmt klangen kraftvoll, glänzend, bewegt und anrührend. Die Leitung von Chor und Orchester zeichnete sich durch Feuer, Kraft, aber auch durch ruhige Erhabenheit und innige Momente aus. Merkel entlockte dem Orchester einen ausgefeilten Goldglanz und eine Klangschönheit die ihresgleichen suchen. Ein begnadeter junger Ausnahmemusiker stand am Pult, der mit immenser Meisterschaft eine gloriose Aufführung leitete. Glückliches Graz, das diesen Kapellmeister an seinem Opernhaus hat.“

Rossini „Il Barbiere di Siviglia“ (Wiederaufnahme), Oper Graz

Der Opernfreund am 6. Oktober 2018 zur Wiederaufnahme am 5. Oktober 2018

https://www.deropernfreund.de/graz-12.html

Von Hermann Becke

„Sehr erfreulich war auch die Leistung des 27-jährigen Dirigenten Marcus Merkel. Er hielt Orchester und Bühne sicher und straff zusammen und gestaltete vor allem die berühmten Rossini-Crescendi völlig bruchlos. Aber er ließ auch den Solisten und den mit schönen Leistungen aufwartenden Instrumentalsoli der Grazer Philharmoniker immer genügend Raum zur musikalischen Entfaltung, ohne dadurch den Bogen des Gesamtzusammenhangs zu beeinträchtigen. Man muss kein Prophet sein, wenn man Marcus Merkel eine erfreuliche Karriere voraussagt, die er schon jetzt auch international begonnen hat.

Mozart „Le Nozze di Figaro“, Oper Graz

Online Merker am 19. März 2018 zur Vorstellung am 18. März 2018

https://onlinemerker.com/graz-le-nozze-di-figaro/

Von Sieglinde Pfabigan

„Aber das eigentliche „Wunder“ ging von zwei Instanzen aus, die perfekt harmonierten, dem Dirigenten und dem offenbar grundmusikalischen Regisseur. Bei ersterem wunderte es mich nicht wenig, denn Marcus Merkel hatte nicht die Premiere geleitet, da er aber ohne Partitur vor Augen das musikalische Geschehen souverän steuerte, war ihm die Bühne offenbar genauso wichtig wie das klangliche Ergebnis aus dem Graben. Ich würde sagen: es war alles in allem eine gegenseitige Handreichung, nicht nur von Szene zu Szene, sondern von Phrase zu Phrase, zwischen Wort und Ton, Schritt für Schritt und Gesicht zu Gesicht. Es wurde alles gleichsam greifbar, was Mozart und da Ponte in ihr Meisterwerk hineingezaubert haben. [...]

Marcus Merkel macht aus der Ouvertüre kein Prestissimo, das ja von Mozart auch nicht vorgesehen ist. Der erste presto/pp Takt gibt das Wesentliche vor: Streicher und Fagott amüsieren sich, geheime Umtriebe sind in Vorbereitung, Spiel im Spiel. Nach entscheidenden Einsätzen weiß Merkel genau, wo er laufen lassen kann. Das beherrscht er perfekt. Aber auch, wie Spannung zu erzielen ist, wie man Generalpausen hierzu einsetzt, wie die vom Hammerklavier begleiteten Rezitative vor allem den verbalen Mitteilungen oder dem Fortgang der Handlung dienen, aber doch auch emotional Interesse erwecken. Ein steter Wechsel, wie natürlich von Mozart vorgesehen, zwischen markanten Aussagen (seitens der Bühne, textlich und gesanglich) und Hingabe an große Gefühle befriedigt Geist und Seele. Vor allem aber beglückte mich, dass der Orchesterklang – ein großes Lob auch dem Grazer Philharmonischen Orchester! – immer rund und schön sein durfte, vom ersten bis zum letzten Takt der Oper. Das ist und bleibt die Basis für Mozarts Erfolge seit Anbeginn.“

Bernstein „Candide“ konzertant, Oper Graz 

Kronen Zeitung am 12. März 2018 zur Premiere am 10. März 2018

Von Michaela Reichart

„[...] Das Ergebnis ist ein Riesenspaß, nicht nur für das Publikum, sondern sichtbar und spürbar auch für die hinreißenden Solisten, den Chor, das Orchester und den energischen Dirigenten Marcus Merkel. [...] Eine umwerfend komische Iris Vermillion, die bezaubernde Sieglinde Feldhofer und die herrlichen Sänger/Komiker David McShane, Manuel von Senden und Dariusz Perczak sowie ein perfekt einstudierter Chor mit tollen Solistenleistungen einiger Herren und ein sichtlich animiertes Orchester unter der energiegeladenen und sehr souveränen Leitung von Marcus Merkel machen dieses stilistisch so vielfältige Werk zu einem runden Ganzen, das nicht nur musikalisch überzeugt, sondern auch bestens unterhält.“

Kurier am 13. März 2018 zur Premiere am 10. März 2018

Von Helmut Christian Mayer

„[...] Denn es war erfreulich, mit wie viel Stilsicherheit und Geschmack sich dabei das Grazer Philharmonische Orchester und der homogen singende Chor des Hauses unter Marcus Merkel der Partitur widmeten und mit welch mitreißendem Verve und rhythmischer Exaktheit das Werk umgesetzt wurde.“

Orchesterkonzert am 22. Januar 2018, Musikverein Graz

Kronen Zeitung am 24. Januar 2018

Von Martin Gasser

„Dem Einspringer Marcus Merkel gelang eine sehr überzeugende Darstellung, weil man den bombastischen Cinemascope-Schinken [Anm.: Rimski-Korsakow – Scheherazade] nicht noch weiter aufblähte, sondern sich auf die Kraft der Musik verließ.“

Bellini „Norma“, Oper Graz 

www.drehpunktkultur.at am 1. Juni 2017 zur Vorstellung am 28. Juni 2017

http://www.drehpunktkultur.at/index.php/rest-der-welt/oesterreich/10894-die-liebe-in-zeiten-der-besatzung

Von Heidemarie Klabacher

"Die pulsierende, immer mit Verve vorwärtsdrängende Basis für die Leistungen der Vokalisten legte in dieser Aufführung Marcus Merkel am Pult des Grazer Philharmonischen Orchesters. Hat man aus dem Orchestergraben der Grazer Oper in letzten Produktionen vor allem laute Töne gehört, ließen in dieser „Norma“ von den ersten Takten an geschmeidige, beredt phrasierte Klänge aufhorchen. Die Kriegsaufrufe und sonstigen Bellini’schen Eruptionen gestaltete Marcus Merkel mit Energie mehr, denn mit purer Lautstärke. Die intimen Szenen ließ er dagegen mit so farbkräftigen wie fein differenzierten Orchesterfarben ausmalen."

Strauss „Ariadne auf Naxos“, Theater Carré Amsterdam, Nederlandse Reisopera

„bachtrack.com“ am 8. Oktober 2016 zur Vorstellung am 6. Oktober 2016

https://bachtrack.com/de_DE/review-ariadne-naxos-nederlandse-reisopera-amsterdam-october-2016

Von Nicolas Nguyen 

"Musically, things are just as enjoyable. In the pit, Marcus Merkel conducted the North Netherlands Orchestra in a performance that expertly balances finesse and liveliness. The musicians were audibly inspired and the woodwinds especially played exquisitely."

Beethoven „Fidelio“ konzertant, Stadthalle Fürth,

FÜRTHER NACHRICHTEN vom 14. Juli 2016 zur Aufführung am 12. Juli 2016

Von Günter Greb

"Mit durchgehend forschen Tempi und einer auffallend orgiastischen Klangsteigerung im Finale hält Marcus Merkel den Apparat aus Solisten, Chor und Orchester souverän zusammen; übrigens dirigiert er die ganze Oper auswendig, eine seit Karajans Zeiten wohl nur höchst selten erbrachte Glanzleistung."

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