Archiv

Artikel Tagged ‘zeit’

Zeit für Neues!

21. Juli 2009

Im Allgemeinen wie im Speziellen lieben wir den Trott, in dem wir uns tagtäglich wiegen. Aber ist das auch das Beste?!

Wohl mag es das scheinbar einfachste sein. Routinen, die wir lieben und nicht so gerne aufgeben. Gewohnheiten, die uns lieb und teuer geworden sind. Dinge, ohne die wir glauben, nicht leben zu können. Doch unser Leben verändert sich. Und unser Leben verändert uns. Die Meisterschaft erreichen wir, wenn wir unser Leben verändern. – Zeit für Neues!

Die Vorzeichen könnten besser nicht sein: Eine Gesellschaft, die – wenn auch ausbauwürdig – toleranter und freiheitlicher denn je ist. Eine, in der wir Schritt für Schritt beginnen zu begreifen, dass Integration funktionieren kann, wenn wir nur wollen. Eine Gesellschaft, die so komplex geworden ist, dass jedes Rädchen wichtiger denn je ist.

Jeder, der dies verneint, übersieht einen sehr wichtigen Fakt: Wenn er der Meinung ist, keine Rolle in der Gesellschaft zu spielen, dann nur, weil er es glaubt. Weil er nicht an sich glaubt. Ich glaube daran, dass jeder seinen Platz in der Gesellschaft hat und finden kann. Wir müssen ihn nur lassen. Und wir müssen uns überlegen, was wir überhaupt wollen. Von uns, von unserem Leben, von “den anderen”, wobei diese Bezeichnung zeigt, wie groß die Diskrepanz zwischen Individuum und Gesellschaft ist: Müsste es nicht “von den unseren” heißen? – Zeit für Neues!

Sicherlich dürfen wir uns nicht von unseren Ursprüngen entfernen und sicherlich wäre es fatal, das Gewesene zu übersehen, ist es doch mehr als nur ein Indikator, wohin unser Weg uns führt und doch: Waren es nicht immer die Menschen, die den Aufbruch gewagt haben, die UNS als Menschheit vorangebracht haben?

Sicherlich. Der Aufbruch ist mühsam. Er ist mit Risiken verbunden. Jeder, der zum ersten Mal einen unbekannten Schritt getan hat, weiß das. Jeder, der zum ersten Mal geliebt hat, ist nicht selten gefallen. Jeder, der zum ersten Mal für etwas Neues eingetreten ist, ist nicht selten gefallen.  Tragischerweise ist  der erste Fall zumeist nicht der letzte. Und doch sollte uns all das nicht abschrecken, neue Wege zu gehen.

Gerade Zeiten, in denen die Wege festgefahren und die Probleme groß scheinen, können wir darauf vertrauen, dass es sich lohnt. Was hinter dem Horizont vorfinden werden, wird nicht die Lösung aller Probleme sein und schon gar nicht der Ort, an dem die Menschheit verweilen kann. Es ist unser Wesen, dass wir immer weiter streben. Müssen. Würden wir es nicht tun, wären wir verloren. Denn dann hätten wir uns aufgegeben.

Wir haben derzeit so viele Möglichkeiten wie nur wenige vor uns. Der Mensch ist vor Millionen Jahren ausgezogen, um die ganze Welt zu bevölkern. Und jetzt, nach einer langen Zeit der Wanderschaft, kommen wir in der globalisierten Welt wieder zusammen und können bestaunen was funktioniert hat und uns fragen, wie wir Dinge, die immer noch nicht funktionieren in den Griff bekommen. Altes sehen und Gutes schützen. Und doch: Zeit für Neues!

Der Mensch kennt kein Ziel. Der Mensch kennt den Weg. Der Mensch ist der Weg. Der Weg beinhaltet, dass man sich auf Neues, Unbekanntes einstellen muss. Das mag zunächst abschreckend scheinen. Ist aber etwas ganz und gar wunderbares. Denn nur das Neue kann uns – in Verbindung mit dem Alten – zu neuen Höhenflügen inspirieren.

Wie in jedem Jahr gibt es auch in diesem Menschen, die sich auf ihren Weg in das “richtige Leben” machen. Dieses kleine – nur in schriftlicher Form zum Besten gegebene – Machwerk soll meine kleine Botschaft an all diese Menschen darstellen und zeigen, was ich ihnen aufrichtig wünsche und welche Herausforderungen auf sie warten.

9 people like this post.

Post to Twitter

  • Share/Bookmark

Peet , , , , , , , , ,

Die Anfänge des Spiegels

27. April 2009

Das Magazin “Der Spiegel” ist ja nun schon eine Weile auf dem deutschen Markt und hat sich schon vor Jahrzehnten als politisches Wochenmagazin etabliert, zum Ärger der Auflagen der anderen, wie z.B. dem Focus oder dem Stern. In der Presselandschaft redet man vom Spiegel als das “Leitmedium”, so groß sei der Einfluss des Magazins.

Auch ich habe mir öfter mal den Spiegel gekauft und ihn auch mal als Probe-Studenten/Schülerabo gehabt. Seit einigen Wochen lese ich nun die “Zeit”, ein anderes bedeutendes Wochenblatt, ebenfalls wie der Spiegel aus Hamburg. Mit der Zeit fällt einem auf, dass die Zeit, die ja in Zeitungsform auf übergroßem Papier gedruckt wird, irgendwie anspruchsvoller ist. So eine Art “Spiegel” in Zeitungsform für die Intellektuellen?

Worauf ich eigentlich hinaus will, möchte ich an ein paar Beispielen aufzeigen: Man nehme eine beliebige Ausgabe des “Spiegels” der letzten Jahre (ich habe Nr. 33 / 2008 mit dem Titel “Macht das Internet doof?”) und lese sich von jedem Artikel den ersten Absatz durch:

Seite 24 “Hessisch Roulette”:

Es war ein Versuch, ein vorerst letzter, angestrengter Versuch, und er ist schief gegangen. Kurt Beck konnte sich nicht durchsetzen. Mal wieder nicht. Dabei hatte sich der SPD-Chef redlich bemüht am vergangenen Donnerstagnachmittag bei seinem vertraulichen Treffen mit der hessischen Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti in Mainz. [...]

Seite 28 “Heiteres Beruferaten”:

Mindestens einen Fürsprecher hat Gesine Schwan bei den Linken noch. Vor kurzem saß Parteichef Lothar Bisky mit der SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten in Frankfurt (Oder) bei einer Podiumsdiskussion und war ganz angetan von der Frau Professorin. Beim Hinausgehen entfuhr ihm ein Satz, dessen prophetischer Wert sich jetzt erst erweist. Er hoffe, murmelte der Chef, dass nun in seiner Partei niemand auf dumme Gedanken komme.

Seite 33 “Kleine Welt”:

Wenn Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, 63, ins Büro geht, führt sein Weg an der Vergangenheit vorbei. Große Fotografien seiner Amtsvorgänger schmücken das Eingangsfoyer des Dienstsitzes an der Berliner Scharnhorststraße; 13 würdevoll blickende Herren in Schwarzweiß und Sepia [...]

Seite 54: “Die Grenzen des Anstands”:

Muhammad Yunus gehört zu den Guten. Er steht in einer Reihe mit Nelson Mandela, Martin Luthner Kind, Mutter Teresa. Wie sie erhält er den Friedensnobelpreis, wie sie glaubt er an die Reformierbarkeit des Menschen. [...]

Seite 59: “Der Deutschland-Test”

Özhan K. sitzt vor seinen Richtern. Er kennt das schon. Es ist nicht das erste Mal. Vor gut drei Jahren saß er in einem ähnlichen Raum, vor ihm fünf Richter, ihnen zur Seite der Staatsanwalt. Er verlas das Verbrechen im nüchternen Jargon der Juristen. [...]

Irgendwo klingt das alles gleich. Es fängt an mit einem einfachen Satz “Person x macht irgendwas” oder “Wenn Person x morgens in sein Büro geht…” Das kann man eigentlich mit jeder beliebigen “Spiegel”-Ausgabe tun. Man wird leider kaum etwas anderes finden, vor allem nicht im Politik-Teil am Anfang. Ist irgendwie schade, aber es scheint der Stil dieses “Leitmediums” zu sein. Mittlerweile verstehe ich auch meine Tante, die über den Spiegel meinte: “Den kriegt man doch in ner halben Stunde durch”. Wenn man sich den Spiegel anguckt, stimmt das irgendwo.

Das ist wiederum das Schöne an der “Zeit”. Wie der Titel schon erkennen lässt, braucht man seine Zeit, um durch die “Zeit” zu kommen. Man fühlt sich immer etwas schuldig, wenn man es nicht einmal geschafft hat, durch die wichtigsten Teile (Politik, Dossier, Wirtschaft, teilweise Wissen) zu kommen. Das sagen auch andere befreundete Leser (“Die Zeit ist das Geld wert, wenn ich die ersten vier Teile komme”). Feuilleton und Literatur gucke ich meist nur in der Inhaltsliste nach, “Chancen” ist eigentlich nicht viel, das meiste sind ja Stelleninserate für Professuren. Eigentlich müsste man das schaffen. Nun ja, ich hoffe, ich schaffe das jetzt in meiner schulfreien, jedoch nicht prüfungsfreien Zeit ;)

1 people like this post.

Post to Twitter

  • Share/Bookmark

Anton, Medien , , ,

How-To: Experience your adrenaline in the morning…

24. April 2009

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, wie man am Morgen am besten wach wird?!

Was habt ihr probiert?! Kalt Duschen? Frühsport? Wildfremde Leute anrufen? Nun. Hier ein weiterer guter Tipp:

Man stelle sich am Abend zuvor den Handy-Wecker, wohlgemerkt Vibrations-Alarm, verbringe weiterhin einen lustigen Abend und lege sich irgendwann ins Bett. Zum krönenden Abschluss genieße man noch ein wenig Musik mit seinen In-Ear-Kopfhörern (achte hierbei, wie ich mir sagen ließ, unbedingt auf die Lautstärke, um seine heißgeliebten Ohren nicht zu schädigen) und schlafe derart ein. Nun warte man auf den nächsten Morgen. Und: Oh Schreck. Man hört irgendwas dumpf-bassiges, merkt das Bett vibrieren und fühlt sich leicht betäubt. A bissl psycho, dies Erlebnis (was aber an seiner Lohnenswertigkeit nichts ändert ;) ) und vor allen Dingen die Frage: “Boah, fühl’ ich mich scheiße taub, wie lang mag das Ding jetzt wohl schon rumtönen?” und bekommt urplötzlich eine Riesenpanik ob der Frage, wie lang man jetzt denn wohl schon verpennt hat. Adrenalin schießt in den Kopf und in den restlichen Körper, der Körper fährt hoch und der Puls jagt von 0 auf 150 in unter 3 Sekunden: “Scheiße! Wie viel Zeit hab’ ich noch? 5? 3? 2 Minuten?” Man sehe auf den Wecker und stelle fest, dass noch über 30 Minuten sind und man eigentlich noch beruhigt vier, fünf Minütlein nachruhen könne. Ob des Adrenalins ist dies aber schlicht unmöglich. So ist man viel früher wach und kann morgens nicht nur das nötigste machen, sondern kann sich beflissentlich und vorbildhaft auf den Tag vorbereiten. Auch eine Art, wach zu werden… ;)

Und jetzt die Frage an euch: Wie werdet ihr am besten wach?! Wenn ihr auch eine kreative Art kennt, schreibt sie uns per Postkarte oder postet sie einfach als Kommentar zu diesem Artikel! ;)

3 people like this post.

Post to Twitter

  • Share/Bookmark

How-to, Peet , , , , , , , , , ,

Frohe Ostern everybody!

10. April 2009

Liebe Freunde der leychtfüßigen Ostergestaltung,

nun sitz ich hier zwischen Gras, Baum und Blümelein auf der Wiese in einem wunderschönen kleinen Ort (nun, es schimpft sich ‘Stadt’, aber gut…) mitten in der Brandenburger Prignitz und finde doch noch ein W-LAN in der Wildnis, das es mir ermöglicht, diese Zeilen zu tippen.

Euch allen wünsche ich wunderschöne Osterfeiertage mit viel Entspannung, schönem Wetter und netten Menschen um euch! Lasset die Seele a bisserl baumeln und genießet die beginnende Frühlingszeyt!

Es grüßet aufs herzlichste aus der Prignitz

Marcus – stellvertretend für’s ganze AM-BLOGgen-Autorenteam (das jedoch gerade vom Winterschlaf in die Frühjahrsmüdigkeit übergegangen zu sein scheint)

1 people like this post.

Post to Twitter

  • Share/Bookmark

Marcus , , , , , , , , , , , , ,

Belagerung wegen Erschöpfung aufgegeben…

4. April 2009

Nix war’s mit großartig neuen Artikeln für AM BLOGgen.

Entnervt, frustriert und desillusioniert muss ich feststellen, dass mein Genius ob heutiger 4 Stunden sportlicher Betätigung im Freien schlicht und einfach versagt und ferner keine produktiven Ideen mehr hervorbringt. Dabei wollt’ ich eigentlich doch noch so viel dummes Zeug posten…

Allein es fehlt mir die Kondition und die Konzentrationsgabe und meine Beine schreien nach dem Bett. Schade, schade, aber ich werde ja noch ein paar Tage, Wochen und Monate auf dieser tollen Plattform verbringen… Auch wenn diese Besetzung fehlgeschlagen ist, gilt weiterhin folgendes Motto:

Heute ist nicht aller Tage.

Ich komm’ wieder, keine Frage!

Post to Twitter

  • Share/Bookmark

Peet , , , , , , , , , ,

Die Zeitumstellung…

29. März 2009

Hallo an den geneigten Leser,

was soll der Spaß von wegen Zeitumstellung eigentlich?! Ich weiß es nicht wirklich. Es kommt wohl aus Zeiten, wo es noch ökonomisch sinnvoll war. Es ist eigentlich auch relativ egal, ich will jetzt gar keine Wikipedia-Artikel wiedergeben, die direkte Auswirkung dessen ist jedenfalles die Tatsache, dass wir morgen alle um gefühlt 10:00 Uhr aufstehen, obwohl es real schon 11:00 Uhr ist. Das ist gerade für Christen nicht unproblematisch. Nun bin ich Gott sei Dank (ich bitte diesen Ausdruck mal in der dialektischen Wirkung zu bedenken!) keiner, aber es gibt ja hin und wieder doch ein paar Leute, die kurz auf knapp um 10:05 Uhr beim örtlichen Pfaffen auf der Matte stehen. Gibt es da Sonderregeln für die Zeitumstellung?! Oder wird abgebimmelt, wenn keiner kommt (also zumindest in evangelischen Kirchen, in katholischen machen die ja auch ohne Zuschauer Party…)?!

Fragen über Fragen…

Und was passiert eigentlich mit diesem Artikel?! Ich hab’ ihn Spaßes halber mal für 3:00 Uhr am 29.03.2009 vorgemerkt. Kommt der dann erst um 4:00 Uhr?! Oder schon um 2:00 Uhr, was gleichsam 3:00 Uhr ist?! Und als tiefer greifende Frage: Gibt es philosophisch gesehen also Tatsache eine Minute, in der zwei Uhrzeiten richtig sind?! Widerstrebt das nicht der Logik?!

Wer steckt dahinter? Hat das alles einen Sinn?! Und warum soll ich jetzt wieder früher aufstehen?!

Keiner weiß es…

In der Hoffnung, so viele wie möglich verwirrt zu haben, blicke ich gespannt der Veröffentlichung dieses Artikels ins Auge… :D

Update:

Ich hab’s nachgeschaut: Ich hab’ den Server erfolgreich verwirrt… :D Um 2:00 Uhr/3:00 Uhr war noch nichts drauf! Endlich kam er erst um 4:23 Uhr… ;)

Post to Twitter

  • Share/Bookmark

Peet , , , , , , , , , ,

Fotografieren auf der Straße – was darf ich (nicht)?

24. Februar 2009

Martin Gommel von kwerfeldein.de hat heute ein Interview mit dem Rechtsanwalt Philipp Dorowski zum Fotografieren auf der Straße veröffentlicht.

Das Interview finde ich gut gelungen, eine äußerst interessante und recht umfangreiche Darstellung. Genauso wertvoll finde ich das Angebot des Autors, noch eigene weitere Fragen zu stellen, die in einem zweiten Interview beantwortet werden können.

Von mir kommt nun so eine: Wie verhält sich das mit der Einverständnis von abgelichteten Personen auf Langzeitbelichtungen wie dem Foto unten, wo diese nur noch schemenhaft zu erkennen sind?

Via Illustris
Via Illustris

Es sind hier hunderte Personen drauf, die in der langen Belichtungszeit über die Allee gelaufen sind, viele davon sind jedoch nur noch als Schatten auszumachen… Was also sagt das Gesetz hierzu?

1 people like this post.

Post to Twitter

  • Share/Bookmark

Foto, Marcus , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Twitter links powered by Tweet This v1.5.3, a WordPress plugin for Twitter.