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Artikel Tagged ‘Schule’

Mysteriös!

23. September 2009

Nun, von Orten, die nicht gefunden werden können, außer von denen, die schon wissen, wo diese Orte sich befinden, hat der geneigte Leser sicherlich schon gehört. So auch ich. Doch – dass sich so etwas in der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” findet, war mir bisher nicht bekannt.

In der Hochschule war ich nämlich heute, und im Treppenhaus der 3. Etage begegnete mir folgendes Plakat:

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Der interessierte Student begibt sich nun also in die 4. Etage, um den Raum No. 455 auf dem Etagenplan zu finden.

Etagenplan in der 4. Etage der HfM "Hanns Eisler"

Wenn sich nun jemand denkt – “mysteriös!” - dann kann ich versichern: Das war auch mein erster Gedanke. Ich stand ein paar Minuten vor diesem Plan und suchte R. 455, bis ich schließlich verzweifelt aufgab.

Sollte jemand den R. 455 auf diesem Plan finden, möge er mir dies bitte mitteilen, zum Beispiel in Kommentarform… Dankeschön!

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Sag Hallo zu Onkel Scharfschütze!

24. Mai 2009

Nun feier(te)n wir ja am heutigen Tage dieses großartige Ereignis, das in aller Munde ist… natürlich geht es, wir erwarten es, um den Geburtstag des großen Komponisten Richard Wagner, der nachgefeiert wird – der eigentliche Geburtstag vom Richard ist der 22. Mai 1813, aber wie wir wissen, lässt es sich am Samstag besser feiern.

Doch geht es, wie der Titel ansatzweise vermuten lässt, nicht darum. Viel unbedeutender natürlich, gab es da noch den 60. Geburtstag unseres lieben Grundgesetzes

Wie der ahnungslose und mindestens genauso hilflose Student am Freitagmorgen, in meinem Falle gegen 10 Uhr, erfahren durfte, fand der offizielle Teil der Feierlichkeiten zum runden Geburtstag bereits an genau diesem Freitag statt – und das nicht irgendwo, sondern im und um das Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin.

Schon Tage zuvor rückten Polizistenscharen am Gendarmenmarkt an, ein paar Absperrzäune im Gepäck, die bereits locker aufgestellt wurden. Am Freitag wurde die Lage verschärft, indem die Lücken zwischen den Zaunteilen geschlossen und damit der gesamte Gendarmenmarkt abgeriegelt wurde. Nur ein einziges Portal an der Seite des deutschen Doms blieb offen, dort jedoch stand eine Mannschaft von Sicherheitspersonal, die an Geräten, die man sonst vom Flughafen kennt, auf die nächste Leibesvisitation lauerten.

Der Grund, wie ich später aus aktuell informierten Hochschulkreisen erfuhr: Frau Merkel und Herr Köhler sollten zu Besuch kommen.

Ich jedenfalls kam unter Inkaufnahme von Umwegen schließlich doch zur Hochschule und arbeitete mich (zu Fuß!) in die fünfte Etage vor, wo mein Seminar stattfinden sollte – Instrumentation, 3 Stunden, bis 13 Uhr – alles noch harmlos.

Es schloss sich eine Stunde Kompositionsunterricht an. Und jetzt wird’s gruselig. Mit meinem Lehrer zog ich in einen anderen Raum um, einen Raum, dessen Fenster dem Gendarmenmarkt zugewandt sind. In diesem konkreten Fall hieß das, man sah das Konzerthaus von hinten – das Dach des Konzerthauses, aus der 5. Etage.

Zunächst fiel es uns noch gar nicht auf – bis ein Professor von nebenan hereinschneite und uns auf das Schauspiel hinwies: Allein auf dem für uns sichtbaren Dachabschnitt hockten drei Gestalten, jeder in schwarz gekleidet, vollkommen vermummt, ein Fernglas um den Hals und – jetzt kommt’s – einem Scharfschützengewehr in den Händen.

Und als ob das noch nicht für den Schrecken des Tages ausgereicht hätte – wohlgemerkt, man konnte den Knaben direkt in die Augen sehen, denn sie saßen/hockten uns auf Augenhöhe gegenüber:
Mein Lehrer öffnete einmal das Fenster, denn die Luft im Raum war tatsächlich ganz schrecklich; sofort fuhr einer der Scharfschützen samt Gewehr in der Hand herum, mein Lehrer “der zielt auf uns!”, geht zügig vom Fenster weg und setzt sich friedlich wieder auf seinen Stuhl.

Der abschreckende Charakter der ganzen Veranstaltung wurde durch die schöne bayrische Blasmusik auf dem Platz auch nicht wesentlich gemildert…

Sicherlich ein besonders beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass höchstwahrscheinlich einer der Onkels auf dem Konzerthaus nur dafür abgestellt ist, die Fassade der Hochschule zu überwachen. Besonders natürlich für die Lehrer, die das einen ganzen Tag aushalten mussten.

Fenster öffnen wird zur Mutprobe.

Nach dem Unterricht ging ich schließlich wieder hinunter auf die Straße – immer noch schallte die bayrische Blasmusik (die Kapelle war immerhin besser als die, die ich vor 2 Wochen am Brandenburger Tor ertragen musste) herüber – und ich schaute nach oben.

Tatsächlich sah man rein gar nichts: Weder das Aufblitzen einer Reflexion von Sonnenlicht in einem Fernglas, noch einen der netten Onkels auf dem Dach selbst…

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Aktuelle Anekdoten aus der Musikhochschule, Teil 2

12. Mai 2009

In der Hochschule erlebt bzw. sieht man schon so Sachen. Auch Erinnerungen an ältere Zeiten werden ab und an zu Tage gefördert…

Mendelssohn Klavierabend

Nun, dieses Zettelchen, das einem neben der Fahrstuhltür begrüßt, riecht ganz streng nach Nostalgie, denn – wie war das doch zur Zeit der Aufnahmeprüfungen? Da hingen doch diese Anmeldelisten für die Klavierprüfung: “Hong, Hong, Hong, Hong, Hong… Kim, Kim, Kim…” (Artikel auf AM BLOGgen von damals).

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Ein letztes Mal…

11. Mai 2009

… Fahrstuhl fahren!

Nun kommt am heutigen Tage der ahnungslose und (natürlich wie immer) unschuldige Student in die Hochschule für Musik “Hanns Eisler”, betritt das Gebäude der Hochschule, das sich hinter dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt lokalisiert, und sucht den Weg in die 3. Etage.

Man gelangt zum Fahrstuhl, dem Gerät, das, so erinnert man sich gern, einen oft gerettet hat, wenn man 3 Minuten vor (bis 5 Minuten nach, alles ist drin) Unterrichtsbeginn in der Hochschule erscheint und der aufzusuchende Unterricht natürlich in der 5. Etage statt findet.

Nun ahnt man ja nichts böses, und doch begegnet einem an der Fahrstuhltür ein Zettel mit der folgenden Aufschrift:

Ab dem 12.05.2009 ist dieser Fahrstuhl längerfristig gesperrt.

Das Studentenhirn arbeitet, wie so oft, auf Hochtouren und ermittelt mit einigem Aufwand die schockierende Gewissheit: Das ist ja morgen!

In stiller Trauer fährt man im Folgenden mit dem Fahrstuhl, einem, wie es nun plötzlich scheint, guten alten Freund – war er doch vor wenigen Tagen noch die “dämliche alte Schrottkiste mit Eigenleben” (selbstverständlich nur ein winziger Auszug aus der Bezeichnungsvielfalt, die sich unter Studenten einbürgerte – ein Großteil derer ist der für den Online-Gebrauch üblichen Zensur zum Opfer gefallen, sollte man noch erwähnen).

Im Unterricht nun geben die Lehrer und Professoren Ratschläge, wie man mit diesem Problem umgehen könnte – “Also ich werde heute noch 20 Mal mit dem Ding hoch und runter fahren, denn das gibt’s ja ab morgen nicht mehr… das empfehle ich Ihnen natürlich auch!”

Andere Stimmen, ich vermute sie im Foyer, munkeln, dass ein Großteil der Hochschulbelegschaft, Lehrkörper sowie Studierende, im weiteren Verlauf des aktuellen Semesters wohl einiger Kilos ledig werden wird…

So viel also zu Abnehm-Tipps für den Sommeranfang! ;)

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Notenpapier for everything!

3. Mai 2009

Es wird mal wieder Zeit für eine ordentliche Schulreform in Berlin, eine, die dem Laien wie dem Fachmann so einleuchtend erscheint, dass darüber nicht erst hart diskutiert werden muss – wie wir es zuweilen beispielsweise mit dem Modell “Einheitsschule” erleb(t)en…

Mein Vorschlag daher: Eine Papier-Reform muss her!

Man überlege sich das – der arme Schüler hat nun schon mit Schulbüchern mehr als genug zu schleppen, da verlangt manch Lehrer auch noch verschiedene Papiersorten… Liniertes, kariertes Papier wird hier gefordert, und der ein oder andere Musiklehrer erdreistet sich auch noch, nach Notenpapier zu fragen.

An dieser Stelle käme der Kompromiss des Jahrhunderts ins Spiel: Für alle Aufgaben und Lebenslagen benutzen wir einfach Notenpapier!

Durch intensive persönliche Langzeiterfahrung kann ich guten Gewissens versprechen, dass damit alle Probleme gelöst sind, denn ich schreibe seit gut 2 Jahren ausschließlich auf meinem selbstgedruckten Notenpapier. Flexibel lässt es sich (solang die Notenlinien im richtigen Abstand gedruckt sind) sowohl als konventionelles Noten- als auch als liniertes Papier nutzen, führen wir noch senkrechte (hellere) Linien im richtigen Abstand ein, haben wir kariertes Papier.

Natürlich würde ich dem Land Berlin einen Exklusiv-Vertrag für das neue “Schulpapier” anbieten, das Land Berlin verteilt das über die Bezirke in die Schulen und die Schulen verkaufen es zu Schleuderpreisen (das Zeug wird natürlich vom Land subventioniert) an die begeisterten Schülermassen. Innerhalb von geschlagenen 1,5 Stunden nach Eintreffen der Lieferung sind die Papiermassen verkauft und der Ruf nach mehr wird laut…

Was sagt ihr dazu? Klingt doch prächtig, nicht wahr? :)

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Einmal nach Polen und zurück…

1. April 2009

Marcus war heut’ in Polen. Nicht lange, aber kurz…

Der Hintergrund der ganzen Geschichte: Fahrschule. Irgendwann kommt der geneigte Fahrschüler an den Punkt, wo er gewisse Sonderfahrten zu bewältigen hat. Eine davon ist die sogenannte “Überlandfahrt”. Die war heute dran. Man plane dafür lediglich etwa 5 Zeitstunden und die entsprechenden finanziellen Mittel ein.

Meine Überlandfahrt heute ging um 8.30 Uhr los. 8.30 Uhr hier in Mitte. Selten bin ich so früh aufgestanden, zuletzt muss das vor Jahren gewesen sein… So jedenfalls kam mir das vor, als ich mich quasi mitten in der Nacht auf den Weg zur besagten Fahrschule gemacht hab.

Nun habe ich heute zum ersten Mal den 5. Gang meines lieben Wagens benutzt und habe mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h experimentieren dürfen. Landstraße ist schon wat feinet, weiße Bescheid, Schätzelein…

Der eigentliche Spaß ergab sich dann aber erst auf der Rückfahrt aus Polen: Die Route führte über Hohenwutzen, Schiffmühle und Bad Freienwalde zurück nach Berlin. Hohenwutzen ist der Ort, in den man, Polen verlassend, einfährt, anschließend gelangt man an eine Ampelkreuzung zweier Landstraßen bei Schiffmühle.

Und genau diese Ampelkreuzung wurde am heutigen Vormittage hunderten Autofahrern zum Verhängnis. Genau dort nämlich begann ein Stau, der etwa 5-6 km bis Bad Freienwalde hinein und auch wieder hinaus führte, also tatsächlich bis über den Ortsausgang von Bad Freienwalde… Etwas derartiges hatte auch mein Fahrlehrer noch nicht gesehen. Pointe der Geschichte: Mein Fahrlehrer sah in dem Stau seinen Vater, offenbar auf dem Weg nach Polen… Live-Kommentar: “Ick gloobs ja nich, 6 km Stau und mein Vadder stellt sich hinten an… Der is Rentner, der hat die Zeit…”

So viel jedenfalls zu meiner Tagesbeschäftigung heute bis 13 Uhr. Als letztes Highlight bleibt noch zu vermelden, dass ich von einem Bus-Fahrschüler nach Hause gebracht wurde… bis vor die Haustür mit dem Riesending. Die Leute, die an der Bushaltestelle in der Köpenicker Straße sehnsüchtig die BVG herbeisehnten, staunten nicht schlecht ;)

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Das Auto, der Hagelsturm & ich.

24. März 2009

Wie sieht’s aus, kleiner Kurzfilm?

Ich in Auto. Auto in Hagelsturm. Hagelsturm in Berlin.

Ja, so war das: Kaum saß ich 10 Minuten in diesem wundervollen VW Golf, war auf dem Weg in Richtung Pankow, fuhr gemütlich die Prenzlauer Allee hoch, da verdunkelte sich langsam der Himmel und ohne Vorwarnung rauschte da ein Hagelsturm auf mich zu.

Ich entschied mich, in Absprache mit Auto und Fahrlehrer, zum entschlossenen Kampf: Das Auto und ich gegen den Hagel. Gut, der Hagel schien zunächst im Vorteil, denn ich konnte nach etwa 10 sec rein gar nichts mehr durch meine Windschutzscheibe erkennen, doch fand ich wenig später die ultimative Waffe, mit der ich zum Gegenschlag ausholte – den Scheibenwischer.

Wie konnte es anders sein, natürlich blies der Hagelsturm, der gar keine andere Wahl hatte, obwohl er von einem Gewitter kurzfristig Verstärkung erhielt (Feigling!), nach wenigen Minuten zum Rückzug, ich und mein Fahrlehrer hielten zur Feier des Tages erstmal bei Konnopke in Weißensee und ließen ‘ne ordentliche Currywurst kommen… :)

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Eine Prüfung für Absoluthörer – Teil 2

17. Februar 2009

Nun zum Geschehen hinter der Tür des Prüfungsraumes…

Hineingebeten wurde ich, legte dann meine Sachen ab, bis mir ein Stuhl vor dem Flügel angeboten wurde – der natürlich so stand, dass ich anschließend mit dem Rücken zum Flügel, ergo auch mit dem Rücken zum Prüfer, und mit dem Gesicht zum Zweitprüfer saß, der Formulare ausfüllte, jedoch aufmerksam zuzuhören schien.

Erste Aufgabe: Akkorde hören. Da war erst ein fünfstimmiges Ungetüm von einem Durakkord mit großer Septime – der war recht schwierig, da ein Akkordton verdoppelt war, ich in diesem Fall den verdoppelten Ton immer als Oberton seines Originals höre und anschließend verzweifelt nach dem 5. Akkordton suche. Ein wenig Glockengeläut vom französischen Dom erschwerte die Suche.
Zweiter Akkord. Der war etwas einfacher, das Glockengeläut hatte aufgehört und ich war etwas schneller.

Ohne Vorwarnung wurde mir nun eine Skale vorgespielt – in der dreigestrichenen Oktave beginnend ein f phrygisch abwärts, allerdings so schnell, dass man noch den Fahrtwind von der Handbewegung spürte ;)

Rhythmus klopfen – war dagegen einfacher, als ich erwartet hätte. Keine besondere Herausforderung.

Ich war bis hierhin schon ordentlich aufgeregt und dachte, ich hätte das schlimmste überstanden… dachte ich.

Erst jetzt begann der lustige Teil. Meinen Prüfern war anzumerken, dass sie bereits mehrere Stunden lang mündliche Abschlussprüfungen im Fach Tonsatz abgenommen hatten, denn sie hatten ein unbändiges Bedürfnis nach Unterhaltung.

Der geneigte Leser sollte wissen: Eines der wenigen Dinge, mit denen man den Absoluthörer wirklich ärgern kann, ist das relative Hören (also das Hören von Beziehungen, Intervallen, völlig losgelöst von absoluten Tonhöhen – was das auch so schwer macht). Man gibt dem Absoluthörer eine Melodie vor und sagt ihm, er soll sie auf einer anderen Tonhöhe beginnen.

Und genau das sollte ich tun: Da war eine Melodie, einst ersonnen vom Herrn Johannes Brahms, die ich statt A-Dur in F-Dur singen sollte. Auch das war noch recht harmlos, schließlich merkt man beim Hören des Gesungenen, ob man sich noch in einer Dur-Tonart bewegt oder nicht.

Anschließend gab er mir einen Zettel in die Hand mit lauter sauber durchnummerierten Tonreihen – Allintervallreihen, das sind Zwölftonreihen, in denen jedes der 11 in der Oktave enthaltenen Intervalle genau einmal vorkommt. Zunächst sollte ich Nummer 36 singen – allerdings nicht, wie es auf dem Blättle stand, sondern alles eine Terz tiefer – und anschließend Nummer 45, eine Sekunde tiefer.

Der geneigte Leser sollte wissen, dass mir dieses Horrorszenario bereits in meiner Aufnahmeprüfung begegnete: Der Professor wusste um mein absolutes Gehör, weshalb ich die Allintervallreihe an der Tafel einen Tritonus tiefer singen sollte. Damals landete ich statt bei h (wie es hätte sein sollen) auf c. Und der Professor hatte seinen Spaß daran. Ich nicht. Ganz und gar nicht…

Dieses Mal jedoch sollte mir das Glück beschieden sein, mein Trauma zu überwinden und auf dem richtigen Ton zu landen (es folgte eine Günther-Jauch-Szene: “Bist du dir sicher oder möchtest du die Reihe lieber noch einmal wiederholen?” – “Ich bin sicher.”, bis die Bestätigung des Tons durch das unbestechliche Klavier folgte).

Der Zweitprüfer hatte keine Fragen mehr an den Angeklagten (Zitat: “Ich denke, das ergibt ein klares Bild”), und so wurde ich hinausgebeten, um grob geschätzt 30 Sekunden später wieder hineingebeten zu werden.

Mir wurde nun mitgeteilt, dass die Jury sich entschlossen hatte, mir eine runde Eins zu geben – und man gratulierte zum Abschluss aller drei Prüfungen (Vordiplom, Diplom schriftlich, Diplom mündlich) mit glatter Eins.

So steh ich nun, wissend, dass ich durch diese drei Prüfungen, die ich dieses Semester schon freiwillig über mich ergehen ließ, hoffentlich nie wieder in diesem Leben Gehörbildung machen muss (außer vielleicht dieses Fach eines Tages mal unterrichten). An jeder anderen Uni oder Hochschule kann man auf eine Anerkennung dieses Abschlusses hoffen :)

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Marcus bei den ‘lebensrettenden Sofortmaßnahmen’

15. Februar 2009

In diesem Moment befinde ich mich in einem Gebäude am Alex und belege den Kurs ‘Lebensrettende Sofortmaßnahmen’, der abgeschlossen sein muss, bevor man die Zulassung zur Fahrprüfung beantragen kann. Und hier sitz ich seit um 12. Bis 18.30 soll der Spaß dauern – immerhin gibts WLAN…

UPDATE: Der Kurs dauerte doch nur bis 17.00 – und ich wäge mich nunmehr in der Gewissheit, Menschen aus Kraftfahrzeugen bergen, sie in die stabile Seitenlage befördern und reanimieren zu können. Selbstverständlich nicht nur das – aber das wird mir jetzt zu viel, als dass ich mir den Versuch gestatten würde, es vollständig aufzuzählen… ;)

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Eine Prüfung für Absoluthörer – Teil 1

12. Februar 2009

Nun versprach ich ja vor zwei Tagen bereits, die Kurzauswertung meiner mündlichen Abschlussprüfung in Gehörbildung noch über die Ergebnisverkündung hinaus zu erweitern. Et voilà…

Um 12.20 Uhr sollte es los gehen – deshalb war ich Punkt 12 Uhr in der Hochschule, um mich noch einmal zu vergewissern, wo genau die Prüfung überhaupt stattfinden soll. Außerdem schaute ich mir die Liste der Prüflinge vor mir an – für 11.40 Uhr war eine weibliche Studentin eingetragen, für 12.00 Uhr ein männlicher, und um 12.20 Uhr sollte ich dran sein.

Nun begab ich mich zum Raum der Räume und sah einige Minuten später, wie ein Mädel den Raum verließ… Kurz zurück zur Liste, meine Überprüfung ergab: Das einzige Mädchen auf dieser Liste war die 11.40-Kandidatin. Offenbar ist der Ablauf leicht verspätet? Die Studentin wurde in einen Vorbereitungsraum geführt, aus dem sie 10 Minuten später wieder erschien und wenig später erneut in den Prüfungsraum gebeten wurde. Mein Lehrer, der Prüfer, an dieser Stelle zu mir: “Marcus, wir sind ein wenig im Verzug… dauert noch ein klein wenig.”

Es war nun 12.20 Uhr, eigentlich hätte ich jetzt den Raum betreten sollen… Aber man hat ja Zeit.

Wenig später tauchte ein männlicher Kollege auf. Der sah fast so aus, als hätte er (normalerweise) 12.00 Uhr Termin zur Tonsatz-Prüfung gehabt. Eine kurze Frage an ihn, und die Bestätigung meiner Vermutung folgte.

Für mich hieß das: Ich gehe lieber noch mal im Foyer einen Kaffee trinken – das tat ich dann auch. Nach 10 Minuten kam ich wieder in die 5. Etage zurück und sah noch den Rücken des Kollegen, der vor mir zur Prüfung gemeldet war, in der Tür verschwinden. Also noch 20 Minuten bis zu meiner Prüfung.

Zum Geschehen hinter der Tür des Prüfungsraum im Teil 2

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Der Komödie zweiter Teil – Finale! :)

10. Februar 2009

So, das war’s. Soeben bin ich wohlbehalten wieder zuhause angekommen und habe die Gewissheit, nie wieder in meinem Leben an irgendeiner Uni oder Hochschule irgendwelche Gehörbildung betreiben zu müssen. Ein sehr schönes Gefühl, kann ich nur sagen :)

Da ich bald wieder mit meiner heiß geliebten Deutschen Bahn (zu diesem Thema empfehle ich, den entsprechenden Artikel auf der Startseite von www.marcusmerkel.de zu konsultieren) nach Brandenburg los muss, um dort mit diversen Chören zu proben, bleibt mir nur, kurz das Ergebnis meiner Abschlussprüfung in Gehörbildung zu kredenzen: Insgesamt 1,0 – in der soeben erfolgten mündlichen Prüfung also auch eine runde ’1′.

Momentan bin ich rundum glücklich… Weitere Berichte von der Prüfung und ihrem Verlauf folgen heute Abend, nach meiner Rückkehr aus Brandenburg! :)

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Der Komödie zweiter Teil zweiter Teil ;)

9. Februar 2009

Wie der geneigte Leser ja bereits weiß, hatte ich am vergangenen Samstag statt – wie geplant – einer Prüfung (Diplomvorprüfung Gehörbildung) dann doch zwei Prüfungen. Unvorgesehenerweise kam dann nämlich noch die Abschlussprüfung (die Prüfung zum Diplom) in Gehörbildung hinzu – zumindest der schriftliche Teil.

Nach Abschluss dieser Übung von etwa einer Stunde erhielt ich schließlich noch die freundliche Einladung zum mündlichen Teil der Prüfung. Und der soll morgen stattfinden.

Nun, ich bin gespannt, anders kann ich das nicht sagen – mündliche Prüfung heißt eben, nicht nur Diktate und Diktate und… Diktate (hatte ich Diktate schon erwähnt?), sondern im Gegenteil auch in direkter Konversation mit dem (am Klavier sitzenden) Prüfer Intervalle und Akkorde erkennen; er spielt, ich antworte. Weiterhin wird verlangt, einen Rhythmus (in der Aufnahmeprüfung waren Triolen & Quintolen drin und mein Lehrer meinte, das wird schwerer als Aufnahmeprüfung!) und eine Melodie (natürlich möglichst atonal, also keine Spur von D-Dur oder so, einfach kreuz und quer durch den freitonalen Tonhöhengarten) vom Blatt oder von der Tafel zu singen bzw. zu klopfen.

Das kann spaßig werden – wie gesagt, mein Lehrer meinte, es wird schwieriger als die Aufnahmeprüfung.

Natürlich gehe ich, wie immer, furchtbar optimistisch da ran. Spätestens morgen gegen 13.00 Uhr weiß ich mehr.

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Schöne Ferien-

4. Februar 2009

-TERMINE…

Wie immer voll ins Schwarze getroffen: Die Ferientermine für Schüler und Studenten in Berlin liegen natürlich genau nebeneinander.

Heißt im Klartext, diese Woche (vom 2. Februar) kommen die lieben Berliner Schüler in den Genuss ihrer heiß geliebte Woche Winterferien – auf die sie ja letztes Jahr bekanntermaßen verzichten mussten (ja ja, die Sparmaßnahmen des Berliner Senats…).

Ab der nächsten Woche dagegen erfreut sich die liebe Studentengemeinschaft ihrer Semesterferien, die dann auch gleich mal bis zum 5. April dauern. Das ist schon schön, so 8 Wochen Ferien – das kann ich mittlerweile schließlich aus Erfahrung am eigenen Leibe sagen :)

Dagegen möcht ich nichts sagen… ABER: so direkt aneinander vorbei? Das könnte man ja ruhig auch mal ordentlich planen.

Ich bin deshalb dafür, in den kommenden Monaten einen Generalputsch zu veranstalten und die Weltferienplanung zu übernehmen. Peter, ich rechne mit dir. Mit dem Putschen hast du schließlich Erfahrung.

Wer macht noch mit?

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Neues aus dem Nebengebäude I

22. Januar 2009

Es ist doch immer wieder schön, mit was für einer hohen Trefferquote es mein Musik LK schafft, beim Weg aus dem Musikraum das heutige Essen bei Bärenmenü zu erraten. Das ist unsere neue Anfang-der-Pause-Beschäftigung ;)
Ganz besonders leicht riecht man Milchreis/Griesbrei, Nudeln mit Tomatensauce bzw. mit Jägerschnitzel, Eintöpfe und Eierkuchen. Dann verbreitet sich dieser Duft schön durchs gesamt Nebengebäude, schließlich kann die Luft ja durch jede der geschätzten 1,5 Millionen Löcher, Risse und sonstige Spalten dieses alten DDR Plattenbaus!

Achso und: Nein, ein saniertes Nebengebäude werden einige der ältesten Jahrgänge garantiert nicht mehr als Schüler erleben… Traurige Wahrheit, zumal sich ja noch ganz andere Probleme auftun…

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Was nimmt der Durchschnitts Pec-Fahrer so alles mit?

20. Januar 2009

marcuslaptoppecAlso wenn ich mir so angucke, was Marcus und ich letztes Jahr nach Pec mitgenommen haben und was wir vorhaben, dieses Jahr mitzunehmen, dann sieht das in etwa so aus:

Neben den Klamotten, bei mir zusätzlich Skiausrüstung, und der Waschtasche (auch “Kulturbeutel” genannt) sind das Laptop, Digitalkamera, meine Videokamera mit Netzteil, Basisstation und Firewire Kabel, massenweise DV-Tapes, externe Festplatte für das DV-Material, Sicherheitsschloss für den/das Laptop, Aktivboxen, evtl. Grafiktablett für Videoschnitt, iPod und Kabel, Videokabel für den Fernseher im Essenraum, CD und DVD Rohlinge (falls man auf einmal noch ein Geburtstagsgeschenk braucht (was gut passieren kann^), Taschen für alle möglichen Geräte (Laptop, Digitalkamera, iPod, Videokamera). Mal gucken, wo ich noch schnell ein Kamerastativ herbekomme… Ich drehe sonst immer alles aus der Hand (ich weiß Bildstabilisatoren sind meist elektronisch aber der von SONY ist recht gut) aber für das Abschlusskonzert ist das immer ganz praktisch, wenn man sich da nicht ein Stativ aus Papierkörben und Bierdeckeln bauen muss :D

Also gut, Marcus und ich sind vielleicht nicht die durchschnittlichen Pec-Fahrer, vor allem wenn man sich Marcus’ Technikarsenal von 2008 anschaut:

Laptop, MIDI-Keyboard, MIDI-Box, Drucker (!!), Boxen und knapp 500 Blatt Papier. Das führte dann dazu, dass das MIDI-Keyboard zum Teil auf meinem Teil des Bettes lag, wenn Marcus nachts bis halb 4 komponiert hat. Aber dank Kopfhörern konnte ich trotzdem schlafen (:

Gleichzeitig hoffe ich darauf, alles wieder unbeschädigt wieder mit nach Berlin nehmen zu können, letztes Jahr waren ein paar Schüler der Meinung gegen unser Zimmerfenster Schneeballschlacht führen zu müssen und wir haben es auch noch provoziert und ein paar Bälle landeten auf dem Fensterbrett oder weiter drinnen… Aber Laptops können das ja ab :D

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich mit meiner Videokamera mache, wenn ich Skifahren bin. Ich hätte schon Lust, sie einen Tag mal mit auf die Piste zu nehmen, wenn schönes Wetter ist. Bei den Pisten in Pec kann man das auch noch verantworten (sind ja schließlich hellblau auch wenn rot dransteht). Andererseits kann ich sie auch in der Baude bei den nicht-Skifahrern lassen und sie filmen lassen. Mal schauen, was rauskommt^^

Fest steht: ich hab schon den Anfang des Filmes angefangen zu planen (im Gegensatz zum Film von 2008, der komplett im Schnitt entstanden ist). Wahrscheinlich “Barfuß” von Clueso, vielleicht mit erweitertem Anfang oder “New York Awakes” aus dem Soundtrack von “World Trade Center” von Craig Armstrong. Wo allerdings das mit dem WTC nicht so ganz passt… Na mal sehen.

Ich gehe davon aus, dass andere Pec Fahrer mit ihrer Digitalkamera ausreichend ausgestattet sind (:

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