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Artikel Tagged ‘Musik’

Die Entscheidung ist gefallen!

20. März 2009

Das Benefizkonzert, das die Nachfolge von “2^3 x Wohltemperiertes” vom letzten Jahr antritt, wird wieder in der RLO-Aula (Kissingenstraße 12 in Pankow) stattfinden.

Der Termin steht auch schon fest: 3. Juli 2009, 19.00!

Nun kommet in Scharen, sehet, höret und staunet :)

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Jetzt kommt de Frühling, de Schimmel isht blaun!

19. März 2009

Dieser wunderschöne Satz beschreibt nicht nur die aktuelle Situation vor meiner Haustür, nein, es handelt sich hier auch um ein Zitat vom vergangenen Sonntag.

Da sang und dirigierte ich um 11 Uhr im Curt-Sachs-Saal des Musikinstrumentenmuseums an der Philharmonie in der “Deutsch-Japanischen Matinee” Lieder, Duette und einen Chor, allesamt von Felix Mendelssohn-Bartholdy – auch dabei waren meine Gesangsklasse (Klasse von Prof. Faltin) der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” und die Gesangsklasse (Prof. Ogura) von der Elisabeth Universität in Hiroshima. Japaner und Deutsche also in einem Konzert. (Kasse öffnete 60 Minuten vor Beginn… Karten waren 35 Minuten vor Konzertbeginn vergriffen!)

Ein japanischer Bass suchte sich im Vorfeld das Mendelssohn-Lied “Jetzt kommt der Frühling” aus, erste Liedzeile lautet hier: Jetzt kommt der Frühling, der Himmel ist blau.

Ich habe mir von einem absoluten Experten sagen lassen, dass der Laut “Hi” im Japanischen nicht existiert, genauso wenig gibt es dort den Laut “U” isoliert.

Und so wurde daraus dann “Jetzt kommt de Frühling, de Schimmel isht blaun”… :)

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Marcus hat den kürzesten…

16. März 2009

… Taktstock gekauft, der bei Dussmann zu kriegen war. Ich weiß, nicht sehr konsequent, sich einige Wochen nach dem längsten Stöckchen (45 cm) gleich das kürzeste (38 cm) zu Gemüte zu führen, aber man ist ja jung und darf noch ausprobieren.

Fotos gab’s ja gestern schon, deshalb erspar ich euch diesen Teil heute und lass in den nächsten Tagen Erfahrungsberichte folgen :)

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Oh oh… (& Ankündigung)

10. März 2009

Kaum arbeitet Marcus in seinen Ferien mal ein wenig, schon sieht es so aus, als wär er im Urlaub. Tatsächlich wird er jedoch lediglich ein wenig schlampig im Bezug auf AM BLOGgen. Er weiß, darauf stehen hohe Strafen, deshalb an dieser Stelle das Versprechen zur Besserung – dazu jedoch noch eine kleine Ankündigung!

Auch in diesem Jahr wird es, wie schon 2008, ein Benefizkonzert von Josua & Charlotte Petersen, meiner Schwester und mir geben! Letztes Jahr trug das selbige den Namen “2^3 x Wohltemperiertes”, einen Namen für dieses Jahr haben wir noch nicht, kommt schon noch.

Besetzung steht schon, Programm auch (so gut wie) – es wird viel Kammermusik geben (mehr als letztes Jahr!) – nur eine Location brauchen wir noch.

Vorschläge? :)

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Eine Prüfung für Absoluthörer – Teil 2

17. Februar 2009

Nun zum Geschehen hinter der Tür des Prüfungsraumes…

Hineingebeten wurde ich, legte dann meine Sachen ab, bis mir ein Stuhl vor dem Flügel angeboten wurde – der natürlich so stand, dass ich anschließend mit dem Rücken zum Flügel, ergo auch mit dem Rücken zum Prüfer, und mit dem Gesicht zum Zweitprüfer saß, der Formulare ausfüllte, jedoch aufmerksam zuzuhören schien.

Erste Aufgabe: Akkorde hören. Da war erst ein fünfstimmiges Ungetüm von einem Durakkord mit großer Septime – der war recht schwierig, da ein Akkordton verdoppelt war, ich in diesem Fall den verdoppelten Ton immer als Oberton seines Originals höre und anschließend verzweifelt nach dem 5. Akkordton suche. Ein wenig Glockengeläut vom französischen Dom erschwerte die Suche.
Zweiter Akkord. Der war etwas einfacher, das Glockengeläut hatte aufgehört und ich war etwas schneller.

Ohne Vorwarnung wurde mir nun eine Skale vorgespielt – in der dreigestrichenen Oktave beginnend ein f phrygisch abwärts, allerdings so schnell, dass man noch den Fahrtwind von der Handbewegung spürte ;)

Rhythmus klopfen – war dagegen einfacher, als ich erwartet hätte. Keine besondere Herausforderung.

Ich war bis hierhin schon ordentlich aufgeregt und dachte, ich hätte das schlimmste überstanden… dachte ich.

Erst jetzt begann der lustige Teil. Meinen Prüfern war anzumerken, dass sie bereits mehrere Stunden lang mündliche Abschlussprüfungen im Fach Tonsatz abgenommen hatten, denn sie hatten ein unbändiges Bedürfnis nach Unterhaltung.

Der geneigte Leser sollte wissen: Eines der wenigen Dinge, mit denen man den Absoluthörer wirklich ärgern kann, ist das relative Hören (also das Hören von Beziehungen, Intervallen, völlig losgelöst von absoluten Tonhöhen – was das auch so schwer macht). Man gibt dem Absoluthörer eine Melodie vor und sagt ihm, er soll sie auf einer anderen Tonhöhe beginnen.

Und genau das sollte ich tun: Da war eine Melodie, einst ersonnen vom Herrn Johannes Brahms, die ich statt A-Dur in F-Dur singen sollte. Auch das war noch recht harmlos, schließlich merkt man beim Hören des Gesungenen, ob man sich noch in einer Dur-Tonart bewegt oder nicht.

Anschließend gab er mir einen Zettel in die Hand mit lauter sauber durchnummerierten Tonreihen – Allintervallreihen, das sind Zwölftonreihen, in denen jedes der 11 in der Oktave enthaltenen Intervalle genau einmal vorkommt. Zunächst sollte ich Nummer 36 singen – allerdings nicht, wie es auf dem Blättle stand, sondern alles eine Terz tiefer – und anschließend Nummer 45, eine Sekunde tiefer.

Der geneigte Leser sollte wissen, dass mir dieses Horrorszenario bereits in meiner Aufnahmeprüfung begegnete: Der Professor wusste um mein absolutes Gehör, weshalb ich die Allintervallreihe an der Tafel einen Tritonus tiefer singen sollte. Damals landete ich statt bei h (wie es hätte sein sollen) auf c. Und der Professor hatte seinen Spaß daran. Ich nicht. Ganz und gar nicht…

Dieses Mal jedoch sollte mir das Glück beschieden sein, mein Trauma zu überwinden und auf dem richtigen Ton zu landen (es folgte eine Günther-Jauch-Szene: “Bist du dir sicher oder möchtest du die Reihe lieber noch einmal wiederholen?” – “Ich bin sicher.”, bis die Bestätigung des Tons durch das unbestechliche Klavier folgte).

Der Zweitprüfer hatte keine Fragen mehr an den Angeklagten (Zitat: “Ich denke, das ergibt ein klares Bild”), und so wurde ich hinausgebeten, um grob geschätzt 30 Sekunden später wieder hineingebeten zu werden.

Mir wurde nun mitgeteilt, dass die Jury sich entschlossen hatte, mir eine runde Eins zu geben – und man gratulierte zum Abschluss aller drei Prüfungen (Vordiplom, Diplom schriftlich, Diplom mündlich) mit glatter Eins.

So steh ich nun, wissend, dass ich durch diese drei Prüfungen, die ich dieses Semester schon freiwillig über mich ergehen ließ, hoffentlich nie wieder in diesem Leben Gehörbildung machen muss (außer vielleicht dieses Fach eines Tages mal unterrichten). An jeder anderen Uni oder Hochschule kann man auf eine Anerkennung dieses Abschlusses hoffen :)

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Nicht der Dirigent wählt den Taktstock, der Taktstock wählt den…

11. Februar 2009

Freitag, der 23. Januar 2009, war ein historisches Datum. Es sollte sich an diesem Tag mein Leben mehr oder weniger grundsätzlich ändern. An diesem Tag nämlich war ich zum ersten Mal in meinem Leben bei Dussmann in der Noten- & Musikalienabteilung.

Für Unwissende & Ahnungslose: Das ist die Abteilung, für deren Erreichung man zunächst einen kleinen Innenhof überqueren muss. Dann jedoch – unverhoffterweise – taucht man ein in eine Welt voller Noten – und offensichtlich auch vieler Dinge, die das Musikerherz sonst noch begehrt, das kann ich mittlerweile aus eigener Erfahrung sagen.

Am Eingang geht man vorbei an einer im Vergleich zum restlichen Hause von der Größe her geradezu niedlichen Kasse, bis man zu den in vielfältigen Regalen befindlichen Tonnen von Musikalien gelangt.

Die Objekte meiner Begierde musste ich nicht lange suchen, sie präsentierten sich mir aufdringlicherweise gleich, nachdem ich von meiner Begleitung auf die Treppe hingewiesen wurde und ich damit die zweite Etage der Einrichtung entdeckte. An einem dennoch unscheinbaren Holzschrank mit mehreren (mit Schlössern versehenen) Schubladen fand sich neben mehreren Beschriftungen wie “Stimmgeräte”, “Metronome”, “Stimmgabeln” auch das magische Wort: “Taktstöcke”.

Damit kann ich’s ja jetzt sagen: Wir befinden uns mitten in der heiß ersehnten Folge 2 der Serie “Marcus & sein Taktstock”.

Fast noch nicht glauben könnend, was ich da entdeckt hatte, fragte ich einen nicht weit entfernten Verkäufer, ob er mir diese spezielle Schublade vielleicht öffnen würde, vorausgesetzt natürlich, er besitzt einen Schlüssel…

…und dann stand ich auch schon neben der Schublade, die offene Schublade zwischen mir und dem Verkäufer, dem Mann meines Vertrauens.

Es gibt da noch etwas, was du, geneigter Leser, über Taktstöcke wissen solltest: Taktstöcke sind nicht wie Pinsel – man sucht sich nicht einfach einen aus, der einem gefällt und legt sich eine Riesensammlung an, weil man ja noch einen breiteren und einen flacheren braucht… Eher lässt sich die Wahl eines Taktstocks mit der Wahl des Zauberstabs in der allgemein recht beliebten Bestseller-Reihe “Harry Potter” vergleichen. Dort heißt es, nicht der Zauberer sucht sich den Zauberstab, sondern der Zauberstab sucht sich den Zauberer. Vergleichbar sagte ich, nicht wahr? Na ja, vielleicht übertreibe ich auch ein wenig. Vielleicht…

Der Verkäufer fragte, mich aus den inneren philosophischen Abhandlungen über Wahl von Taktstöcken reißend, was ich mir denn vorgestellt hätte, ob ich überhaupt eine genauere Vorstellung von meinem Wunschmodell hätte. Da ich in den letzten 17,5 Jahren lediglich zwei Taktstöcke besessen hatte, hatte ich – milde ausgedrückt – nicht ausreichend Ahnung, um die Frage des werten Herren Verkäufer erschöpfend zu beantworten. Ich sagte, dass es wohl am besten für mich wäre, etwas auszuprobieren, bis ich den richtigen gefunden hätte.

Natürlich hatte ich mir schon etwas vorgestellt: Am Tag davor sah ich im Konzert einen Dirigenten (Sakari Oramo war es) mit einem unheimlich langen Taktstock und wollte es nun mit einem etwas längeren Modell versuchen. Und nun ja, kein Anspruch an die Qualität des Taktstocks, aber an die Quantität seiner finanziellen Gewichtung: Zu teuer sollte er auch nicht sein.

Ich schaute mich in den schier unendlichen Weiten dieser zugegeben nicht allzu großen Schublade um und führte mir die Preisschilder zu Gemüte. Bei etwa 5€ ging’s los, arm konnte man an Taktstöcken für etwa 80€ aber auch werden. Stell dir mal vor, so ein Ding für 80€ zerbricht… Da machst du dir ja lebenslang Vorwürfe!

Qualitativ – nun, da gab es Taktstöcke aus unterschiedlichen Materialien (Holz und Kunststoff), verschiedenartige Griffe (von der kleinen Kugel bis zur dünnen, langgezogenen Eierform alles dabei), verschiedene Griffmaterialien (Kork oder Holz), und natürlich verschiedene Längen…

Einen durchschnittlich langen Taktstock griff ich aus der Schublade heraus, ich wollte keine Holzkugel am Ende als Griff, deshalb nahm ich einen mit dünnem, längeren Holzgriff. Natürlich bringt das Ansehen wenig, man muss sein “Instrument” schon in der Hand halten, um es beurteilen zu können – daher ließ ich die Versiegelung öffnen – dann den Stock einmal in die Hand gelegt und sehr schnell gewusst: Der ist es nicht – daher gleich zurück zur offenen Schublade.

Die längsten Taktstöcke waren daran zu erkennen, dass sie schräg in der Schublade lagen. Einen davon nahm ich heraus, schließlich, erinnerte ich mich, wollte ich ein längeres Modell. Abermals ließ ich die Versiegelung öffnen, und schwang die Neuentdeckung einmal hin und her.

Ein wunderbares Gefühl. So ausgeglichen.

45 cm Länge, als Stabmaterial Holz, dazu ein relativ langer Holzgriff (der für meine Begriffe von der Form her einem Halbkugelkegel, also einem Kreiskegel, an dessen Kreisgrundfläche eine Halbkugel angesetzt ist, ähnelt), und dermaßen perfekt ausbalanciert… Legt man den Taktstock an genau der Stelle, wo der Griff endet, auf einen Finger, befindet er sich im Gleichgewicht. Und da man den Stock an dieser Stelle meist mit den Fingerspitzen berührt, hat man dieses wunderbar ausgelichene Gefühl.

Nach etwas weniger als zwei Minuten war klar: Der ist es, der soll es sein. Nun hatte man bei Dussmann gar kein Transportbehältnis, das für einen Taktstock von 45 cm lang genug gewesen wäre, deshalb besorgte ich mir einfach das längste vorhandene und ging zur Kasse. Alles zusammen 9,50€!! Dieser Taktstock hatte unfassbarerweise nur 7,50€ gekostet.

So viel also zur Auswahl- und Kaufzeremonie. Im nächsten Beitrag der Serie Marcus & sein Taktstock gibt’s Geschichten von den ersten Praxistests, die unter wissenschaftlich streng kontrollierten Normalbedingungen auf der Probenfahrt nach Pec pod snezkou vom 24. bis 31. Januar 2009 statt fanden.

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Der Komödie zweiter Teil – Finale! :)

10. Februar 2009

So, das war’s. Soeben bin ich wohlbehalten wieder zuhause angekommen und habe die Gewissheit, nie wieder in meinem Leben an irgendeiner Uni oder Hochschule irgendwelche Gehörbildung betreiben zu müssen. Ein sehr schönes Gefühl, kann ich nur sagen :)

Da ich bald wieder mit meiner heiß geliebten Deutschen Bahn (zu diesem Thema empfehle ich, den entsprechenden Artikel auf der Startseite von www.marcusmerkel.de zu konsultieren) nach Brandenburg los muss, um dort mit diversen Chören zu proben, bleibt mir nur, kurz das Ergebnis meiner Abschlussprüfung in Gehörbildung zu kredenzen: Insgesamt 1,0 – in der soeben erfolgten mündlichen Prüfung also auch eine runde ’1′.

Momentan bin ich rundum glücklich… Weitere Berichte von der Prüfung und ihrem Verlauf folgen heute Abend, nach meiner Rückkehr aus Brandenburg! :)

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Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker

9. Februar 2009

Nun schon vor ein paar Tagen kam ich in den unglaublichen Genuss eines Saisontickets für die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker.

Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker

DIE sagenumwobene Digital Concert Hall. Nicht nur in der Philharmonie hatte ich davon und darüber gelesen (im Backstage-Bereich des großen Saals hingen Zeitungsartikel darüber im Schaukasten), auch im Medium Internet fand diese Innovation aus dem Hause Philharmonie allgemeine Bewunderung.

Und das zu Recht, wie ich jetzt herausfinden durfte.

Mit dem Kauf eines Saisontickets hat man (zum jetzigen Kaufzeitpunkt jedenfalls) die Möglichkeit, sich alle aufgezeichneten Konzerte bis zum August 2008 zurück (!) anzuschauen. Diese Konzerte fanden teilweise zwar schon vor der Eröffnung der Digital Concert Hall statt, wurden aber offensichtlich schon aufgezeichnet – in manchem Konzert, das ich beispielsweise im Oktober besucht habe, wunderte ich mich auch, dass die an den Seitenrängen befestigten Kameras sich unablässig drehten und offenbar mal auf diverse Instrumentengruppen oder -solisten, mal auf den Dirigenten zielten.

So fand das eigentliche Eröffnungskonzert für die Digital Concert Hall erst am 6. Januar 2009 statt, jedoch kann ich mir Konzerte bis zum 29. August 2008 zurück anschauen. Ich muss ehrlich sagen: Ich bin begeistert.

Nun zur Qualität

Bildtechnisch qualitativ wunderbar, alle Filme stehen in drei verschiedenen Qualitätsstufen zur Verfügung, vor der Anmeldung in der Digital Concert Hall oder dem etwaigen Kauf eines Tickets kann man sich mittels des auf der Website angebotenen Stream-Tests vergewissern, dass die eigene Internetbandbreite den Datenstrom auch vernünftig tragen kann. Ist man erst einmal dabei, sich ein Konzert anschauen, kann man auch den (von mir mittlerweile sehr begehrten, auf einem 26-Zoll-Monitor wirkt das einfach zu schön) Vollbildmodus anwählen.

Tontechnisch – nun ja. CD-reif ist der Sound nicht; nicht, dass ich das erwartet hätte, aber ein hochfrequentes Schnarren bei jedem höheren Pegel nervt auf die Dauer eines Stücks, einer Sinfonie oder ähnlichem von vielleicht 60 Minuten dann doch etwas. Es klingt, als würde man eine Sound-Datei über Handylautsprecher eines älteren Handys abspielen, da tritt das gleiche Phänomen auf – natürlich ist in der Digital Concert Hall bei weitem nicht so dramatisch und im Umfang nicht zu vergleichen! Es scheint sich mir nur – allein aufgrund der Klangcharakteristik – um das gleiche Grundphänomen zu handeln.

Insgesamt jedoch…

…bin ich ausgesprochen zufrieden, das kann ich einfach nicht anders sagen. Bisher habe ich mir ausnahmslos jeden Tag 1-4 Konzerte angeschaut, Tendenz sogar eher noch steigend.

Allein die Möglichkeit, sich ein Konzert mehrmals ansehen zu können – oder auch Konzerte, die man selbst besucht hat, wieder erleben (und damit auch spontane Höreindrücke überprüfen) zu können – ist atemberaubend, finde ich.

Die Digital Concert Hall hilft mir persönlich in Sachen Werkkunde. In den Programmen der angebotenen Konzerte sind mitunter Werke dabei, die ich nicht auf CD besitze – hier sind also Neuentdeckungen möglich.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache, dass man nun von vielen Stücken sofort eine Aufnahme der Berliner Philharmoniker griffbereit hat – auch, wenn es die noch nicht auf CD gibt. Man stöbert einfach nach dem Konzert im Archiv und kann dann auch Interpretationen vergleichen (für mich momentan extrem interessant: Vergleich der Brahms-Interpretationen von Carlos Kleiber, Herbert von Karajan und Sir Simon Rattle)!

Ich kann ein Abonnement also nur wärmstens empfehlen und hoffe, dass jeder, der sich jetzt von meiner Begeisterung anstecken ließ, an der Digital Concert Hall mindestens genauso viel Freude hat wie ich! :)

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Fotovorstellung: Das Eichhörnchen

8. Februar 2009

Wie das eben immer so ist, am Tag vor der Abiturprüfung im Leistungsfach Musik hat man üblicherweise natürlich nichts besseres zu tun, als sich in den Schlosspark in Pankow zu setzen, die Flora und Fauna zu genießen und Fotos zu schießen.

Ein mögliches Ergebnis eines prä-abiturialen Tages möchte ich hiermit vorstellen: Das Eichhörnchen.

Das Eichhörnchen

Was hälst du, lieber Leser, von dem Foto?
Sollte man am Tag davor generell andere Motive schießen oder sich gleich ein anderes Hobby suchen?

Ich bin gespannt auf dein Feedback :)

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Meine erste Prüfung im Studium…

6. Februar 2009

…findet morgen früh um 10 Uhr in einem der Räume der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” statt und wird die Vordiplomsprüfung im Pflichtfach Gehörbildung sein.

Schuld eigene, könnte man jetzt sagen – und hätte Recht damit. Denn eigentlich käme diese Prüfung erst in 3 Semestern (also am Ende des 4. Studiensemesters) auf mich zu.

Im Gegensatz zur Abschlussprüfung (also quasi Diplomprüfung) in Gehörbildung, die aus einem schriftlichen und praktischen/mündlichen Teil besteht, wird das morgen eine höchstens einstündige schriftliche Prüfung sein.

Die große Abschlussprüfung werde ich wahrscheinlich am Beginn des nächsten Semesters (Zeitraum 6. April) nachholen.

Nun denn, ich bin gespannt, was da auf mich zu kommt… und werde heute mal früh schlafen gehen. :)

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Woher der typische California-Drogen-Sound wirklich stammt…

4. Februar 2009

Wir kennen und lieben ihn (ja gut, fast) alle: Diesen ganz typischen Sound von Songs wie “California Dreaming” oder “San Francisco”.

Der klingt ja einfach mal nach einem süß duftenden Studio, schließlich hatten die Musiker vorher ordentlich was zu rauchen. So jedenfalls klingt die Stimme auf der Aufnahme von “San Francisco”. Oder auch die (nebenbei viel zu tiefe) Flöte im Flötensolo von “California Dreaming”.

Nur, wo kommt das jetzt wirklich her? Vorstellbar wär es ja, dass gewisse Mittelchen da nachgeholfen haben – wie sagte schon Götz Alsmann “Eine gewisse Affinität zum Alkohol ist beim Musiker ja nicht von der Hand zu weisen.” – und so verhält es sich ja vielleicht auch mit Rausch- und Genussmitteln ganz anderer Art. Man kennt das ja – sie kamen mit dem Erfolg nicht klar…

Die Wahrheit ist aber, wie ich gestern in einer äußerst unterhaltsamen Vorlesung erfuhr, eine ganz andere…

Der am 25. Dezember des Jahres 1940 im kleinen Städtchen New York geborene amerikanische Musikproduzent Harvey Phillip “Phil” Spector begründete mit von ihm in den frühen 1960er Jahren produzierten Songs die sogenannte “wall of sound“. Gemeint damit ist der besonders volle Klang der reichhaltigen Hintergrundinstrumentierung eines Songs. So setzte Spector meist großes Orchester und mehrere Schlagzeuge ein (die dann alle den selben Beat spielten).

Es ergab sich auf den auf diese Weise produzierten Platten ein riesiger, flächiger Sound, wonach der Begriff “wall of sound” geprägt wurde – und der in der Folge viele Nachahmer fand.

Nun wäre das alles ja nicht so dramatisch, wüsste man nicht, dass das Verfahren der mehrspurigen Aufnahme noch nicht sehr alt ist. Heutzutage nimmt man zuerst die Begleitinstrumente auf, Schlagzeug, Bass, Gitarren, Keyboards … usw., bis man die Stimme und Backgroundstimmen darauf setzt.

Damals aber gab es ein einziges Mikrophon. Und eine Bandmaschine mit einer Spur. Also musste das gesamte Ensemble und die ganze Aufnahme live auf dieses Tonband.

Teilweise bis zu vier Schlagzeuger, ein riesiges Orchester, die gesamte restliche Band und – nicht zu vergessen – Sänger – mussten sich alle in einem Raum versammeln, um den Song aufzunehmen. Mischen konnte man mangels mehrerer Spuren nicht, die Lautstärke der Ensemblemitglieder wurde demnach durch den Abstand vom Mikrophon geregelt, so mussten beispielsweise die Schlagzeuger ganz nach hinten.

Auch der Sound von “San Francisco” oder “California Dreaming” fällt unter die Kategorie “wall of sound” – Phil Spector fand eben viele Nachahmer…

Da der Song perfekt auf die Platte musste, man sich also keine Fehler leisten konnte, im Studio aber nun mal etwa hundert Leute saßen und das ganze bei der Aufnahme selbst dann wiederholt werden musste, wenn sich der Sänger ein einziges Mal eine kleine Unsauberkeit geleistet hatte, war die notwendige Folge: Vor den Aufnahmen – Proben ohne Ende.

Für jeden dieser Songs wurde tatsächlich ewig geprobt, bis dann, irgendwann, nach einem ganzen Tag (an dem immer noch derselbe Song gespielt wurde), der Song endlich zufriedenstellend aufgenommen und im Kasten war.

Nach einem nervenraubenden Tag Probenarbeit waren die meisten Musiker einfach am Ende ihrer Kräfte – und das ist auch schon das Geheimnis des sagenumwobenen California-Drogen-Sounds. Nicht der Joint davor, sondern die Erschöpfung durch stundenlange Proben!

Ich empfehle, sich noch einmal mit diesem Wissen Scott MacKenzie’s “San Francisco” anzuhören – und sich dieses Mal nicht mehr zu fragen “Was hat der Junge genommen!?”, sondern die ewige Probenarbeit zu würdigen.

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Erste Probe mit Chor UND Orchester (:

29. Januar 2009

So, wir haben jetzt unsere erste Probe mit Chor und Orchester hinter uns: Adiemus. Das Orchester probte nämlich von 19:30 bis 20:15, der Chor stieß zur gleichen Zeit hinzu und der Spaß begann. Ein Problem haben wir Tenöre allerdings derzeit: Ludwig und Ingo machen Percussion, Alex hat wenig Stimme und Matthias krank. Somit blieben ganze zwei. Aber das schaffen wir trotzdem alles (:

Wir sitzen derzeit im Flur der 1. Etage (und das NACH 22:00 Uhr^^) und quatschen… Hr. Henkel steht derweil am Treppenhaus und überwacht den Flur. Normalerweise ist ja Punkt 22 Uhr Schluss hier. Hr. Römer beschwert sich noch dass das WLAN an seinem Laptop nicht funktioniert während es bei Marcus und mir geht. Er will das abschalten lassen ;)

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TEQUILA… FERTIG!!

23. Januar 2009

Liebe Freunde der leichten Unterhaltung und des zeitgenössischen Crossovers,

ich darf hiermit stolz verkünden, mein Arrangement zu “Tequila” gestern vollständig fertig gestellt und bereits (samt Instrumentalstimmen) ausgedruckt zu haben.

Die Partitur umfasst nun 21 Seiten (wobei die Noten sehr klein gedruckt sind) und die Stimmen sind, je nach Menge des zu spielenden, 2 bis 7 Seiten lang. Mein “Tequila” bringt es auf eine Länge von nun knapp 7 Minuten.

Ich wünsche allen beteiligten Instrumentalisten viel Spaß beim Spielen und Proben in der kommenden Woche (mit mir als unerbittlichem Probenleiter und Dirigenten) – und der werten Zuhörerschaft viel Spaß beim Frühlingskonzert der rlo, wo dieses Stückchen Musik zu Gehör gebracht werden wird!

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Neues aus dem Nebengebäude I

22. Januar 2009

Es ist doch immer wieder schön, mit was für einer hohen Trefferquote es mein Musik LK schafft, beim Weg aus dem Musikraum das heutige Essen bei Bärenmenü zu erraten. Das ist unsere neue Anfang-der-Pause-Beschäftigung ;)
Ganz besonders leicht riecht man Milchreis/Griesbrei, Nudeln mit Tomatensauce bzw. mit Jägerschnitzel, Eintöpfe und Eierkuchen. Dann verbreitet sich dieser Duft schön durchs gesamt Nebengebäude, schließlich kann die Luft ja durch jede der geschätzten 1,5 Millionen Löcher, Risse und sonstige Spalten dieses alten DDR Plattenbaus!

Achso und: Nein, ein saniertes Nebengebäude werden einige der ältesten Jahrgänge garantiert nicht mehr als Schüler erleben… Traurige Wahrheit, zumal sich ja noch ganz andere Probleme auftun…

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TEQUILA! und andere leckere… Musikstücke :)

21. Januar 2009

Am 12. Januar wurde ich gefragt, ob ich nicht für das Frühlingskonzert der rlo ein Arrangement für den Instrumentalsong “Tequila” schreiben möchte, und zwar in einer Besetzung für Orchester UND Bigband.

Von Anfang an war mir klar, dass die Partitur für dieses kleine Stückchen Musik mindestens die Größe von DIN A3 erreichen wird, bei rund 30 Systemen… da muss man schon ein wenig im Notensatzprogramm hoch- bzw. hinunter scrollen, um die ganze Partitur gesehen zu haben.

Auch wenn mir bereits das schon bestehende Bigband-Arrangement von “Tequila” vorliegt, ist es doch ein ganz schönes Stück Arbeit: Immer noch bleibt zu entscheiden, welche Teile man übernimmt – wobei man dann natürlich noch den Orchesterpart zur Bigband ergänzen muss, wobei natürlich die jeweilige Qualifikation des Orchesterspielers auf seinem Instrument berücksichtigt werden sollte; man hat zu überlegen, ob und welche Teile man ergänzt, man demnach hinzukomponiert, und wie die formale Gewichtung nach einer solchen Ergänzung aussieht (also muss möglicherweise in der anderen Hälfte des Stücks auch noch etwas hinzugefügt werden?).

Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen und baute vor das eigentliche Thema jede Menge Eigenes – die eigentliche, bekannte Melodie erscheint deshalb erst nach ca. 3 Minuten. Was vorher kommt, unterliegt selbstverständlich noch strengster Geheimhaltung und darf beim Frühlingskonzert dieses Jahr in Erfahrung gebracht werden. :)

Bis Freitag morgens muss das Ding fertig sein – die A3-Partitur muss schließlich im Copyshop noch gedruckt werden und die instrumentalen Einzelstimmen für die Orchestermitglieder wollen auch bis spätestens zur Abfahrt nach Pec noch formatiert und gedruckt sein. Es bleibt also spannend.

Zumindestens aber bin ich bis jetzt schon weiter fortgeschritten mit meinem orchestralen Großprojekt als letztes Jahr: Letztes Jahr schrieb ich für das Orchester der rlo eine Stummfilmmusik zur “Puppe”, einem – übrigens überaus überraschend lustigen – Stummfilm von Ernst Lubitsch. Angefangen damit hatte ich am 8. Januar 2008, da ich bis zum 6. Januar noch eine andere Komposition fertigzustellen hatte (das war damals “Ausectrea”). Das einleuchtende Problem: Die Pecfahrt begann am 20. Januar. Zwar habe ich bis dahin Tag und Nacht gearbeitet, aber doch war bis zum 20. Januar morgens um 2 Uhr (um 6.30 Uhr ging’s los mit dem Bus nach Pec) lediglich ein Drittel der Komposition (von insgesamt 30 Minuten Dauer etwa 10 Minuten) fertiggestellt; für die verbleibenden 20 Minuten lag lediglich eine motivisch-thematische Konzeption sowie ein grundlegendes Formmodell vor.

Für meinen Aufenthalt in Pec 2008 hieß das: Tag und Nacht schreiben, kaum Freigang. Meist bis halb sechs morgens geschrieben, 90 Minuten schlafen, sich das Frühstück ans Bett bringen lassen, die Orchesterstimmen schnell ausdrucken und unter die Leute bringen, vielleicht danach noch etwas schlafen und dann weiterschreiben… Am vorletzten Tag der Pecfahrt hatte ich “Die Puppe” dann endgültig fertig geschrieben und mir fielen mehrere Tonnen Geröll (die üblichen Steine wären einfach zu wenig) vom Herzen.

Dieses Jahr wird jedoch alles anders, da ich bereits bei rund 60% des Arrangements bin und für meine Begriffe recht schnell vorankomme. Hoffe ich.

Ab diesem heutigen Tage nehme ich Wetten an… wer wettet gegen mich? :)

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