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Man kann meiner Kaffeetasse Emails schreiben…
Haha, pünktlich zum Wochenanfang habe ich nun herausgefunden, wie das funktioniert – quasi die Weltformel entdeckt.
Eine kleine – aber dennoch sehr feine – Einstellung (die allerdings nicht im üblichen Konfigurationsmenü, sondern nur online zu bewerkstelligen ist) erlaubt es mir, eine selbstgewählte Emailadresse an meine Kaffeetasse (und zukünftig auch alle anderen Dinge, die ich mit meinen ztamp:s, den Werkzeugen der absoluten Macht, bekannt mache) zu vergeben.
Die ist nun cup@things.violet.net. Verspürt also jemand das dringende Bedürfnis, eine Frage an meine Kaffeetasse zu richten – nur zu!
Jegliche Emails werden mir das nächste Mal von meinem Computer (bzw. meinen Hasen) vorgelesen, wenn ich das nächste Mal Kaffee trinke
Ich freu mich auf Nachrichten!
UPDATE: Natürlich freut sich meine Kaffeetasse über Nachrichten, nicht ich. Wie konnte ich das nur verwechseln…
Das Spieglein (er)kennt die Oyster Card…
Oh ja, richtig gehört/gelesen!
Der frisch aus Frankreich importierte mir:ror (RFID-Lesegerät) fragt mich, sobald ich die Oyster-Card, die Anton mir zu diesem Zwecke geliehen hatte, an ihm vorbeiführe, mit welcher Applikation bzw. mit welchen Applikationen ich diesen RFID-Chip verknüpfen möchte…
Ich bin mal wieder begeistert…
Schöne Grüße vom Hasen (:
Die Hasen (nano:ztags), die ztamp:s und der mir:ror sind da!
Und sie arbeiten auch schon fleißig – zur späten Stunde nur ein kurzer Hinweis auf die ersten Ergebnisse: Mein Computer liest mir bei Kontakt mit einem Hasen das Wetter von morgen bzw. die neuesten Nachrichten-Headlines von Spiegel Online (wahlweise auch Tagesschau) vor. Meine Kaffeetasse schreibt auf Twitter, dass ich Kaffee trinke (zu begutachten auf meinem Twitter).
Ich bin ehrlich begeistert – und weitere Beobachtungen & Erfahrungen gibt’s in den nächsten Tagen.
Good night, everyone
Marcus entdeckt flickr :)
Nun, heute war es so weit und ich habe etwas ausprobiert, wovor ich mich jahrelang gedrückt habe: flickr.
Ein wenig abschreckend war flickr für mich schon immer, allein aufgrund der Tatsache, dass man Fotos nur schwer direkt aus einer Bildverwaltungs-Software wie Lightroom hochladen kann; Upload zu facebook funktioniert dagegen tadellos aus Lightroom heraus, weshalb ich bisher meine Fotos nur ins Picasa-Web oder zu facebook hochgeladen hab.
Doch damit ist jetzt Schluss. Ich hab beschlossen, mich dem allgemeinen flickr-Hype zu unterwerfen und nun auch meine Flaggschiffe von Fotos (nun ja, momentan stehen da auch noch Ruderboote drin, aber das soll sich mit der Zeit ändern) hochzuladen und möglichst viel Feedback aus der großen, weiten, weltumspannenden flickr-Community zu empfangen – das ist das wichtigste.
Meinen Fotostream mit bislang 21 Fotos drin findet man nun unter http://www.flickr.com/photos/marcusmerkel/. Viel Spaß!
Eine Prüfung für Absoluthörer – Teil 2
Nun zum Geschehen hinter der Tür des Prüfungsraumes…
Hineingebeten wurde ich, legte dann meine Sachen ab, bis mir ein Stuhl vor dem Flügel angeboten wurde – der natürlich so stand, dass ich anschließend mit dem Rücken zum Flügel, ergo auch mit dem Rücken zum Prüfer, und mit dem Gesicht zum Zweitprüfer saß, der Formulare ausfüllte, jedoch aufmerksam zuzuhören schien.
Erste Aufgabe: Akkorde hören. Da war erst ein fünfstimmiges Ungetüm von einem Durakkord mit großer Septime – der war recht schwierig, da ein Akkordton verdoppelt war, ich in diesem Fall den verdoppelten Ton immer als Oberton seines Originals höre und anschließend verzweifelt nach dem 5. Akkordton suche. Ein wenig Glockengeläut vom französischen Dom erschwerte die Suche.
Zweiter Akkord. Der war etwas einfacher, das Glockengeläut hatte aufgehört und ich war etwas schneller.
Ohne Vorwarnung wurde mir nun eine Skale vorgespielt – in der dreigestrichenen Oktave beginnend ein f phrygisch abwärts, allerdings so schnell, dass man noch den Fahrtwind von der Handbewegung spürte
Rhythmus klopfen – war dagegen einfacher, als ich erwartet hätte. Keine besondere Herausforderung.
Ich war bis hierhin schon ordentlich aufgeregt und dachte, ich hätte das schlimmste überstanden… dachte ich.
Erst jetzt begann der lustige Teil. Meinen Prüfern war anzumerken, dass sie bereits mehrere Stunden lang mündliche Abschlussprüfungen im Fach Tonsatz abgenommen hatten, denn sie hatten ein unbändiges Bedürfnis nach Unterhaltung.
Der geneigte Leser sollte wissen: Eines der wenigen Dinge, mit denen man den Absoluthörer wirklich ärgern kann, ist das relative Hören (also das Hören von Beziehungen, Intervallen, völlig losgelöst von absoluten Tonhöhen – was das auch so schwer macht). Man gibt dem Absoluthörer eine Melodie vor und sagt ihm, er soll sie auf einer anderen Tonhöhe beginnen.
Und genau das sollte ich tun: Da war eine Melodie, einst ersonnen vom Herrn Johannes Brahms, die ich statt A-Dur in F-Dur singen sollte. Auch das war noch recht harmlos, schließlich merkt man beim Hören des Gesungenen, ob man sich noch in einer Dur-Tonart bewegt oder nicht.
Anschließend gab er mir einen Zettel in die Hand mit lauter sauber durchnummerierten Tonreihen – Allintervallreihen, das sind Zwölftonreihen, in denen jedes der 11 in der Oktave enthaltenen Intervalle genau einmal vorkommt. Zunächst sollte ich Nummer 36 singen – allerdings nicht, wie es auf dem Blättle stand, sondern alles eine Terz tiefer – und anschließend Nummer 45, eine Sekunde tiefer.
Der geneigte Leser sollte wissen, dass mir dieses Horrorszenario bereits in meiner Aufnahmeprüfung begegnete: Der Professor wusste um mein absolutes Gehör, weshalb ich die Allintervallreihe an der Tafel einen Tritonus tiefer singen sollte. Damals landete ich statt bei h (wie es hätte sein sollen) auf c. Und der Professor hatte seinen Spaß daran. Ich nicht. Ganz und gar nicht…
Dieses Mal jedoch sollte mir das Glück beschieden sein, mein Trauma zu überwinden und auf dem richtigen Ton zu landen (es folgte eine Günther-Jauch-Szene: “Bist du dir sicher oder möchtest du die Reihe lieber noch einmal wiederholen?” – “Ich bin sicher.”, bis die Bestätigung des Tons durch das unbestechliche Klavier folgte).
Der Zweitprüfer hatte keine Fragen mehr an den Angeklagten (Zitat: “Ich denke, das ergibt ein klares Bild”), und so wurde ich hinausgebeten, um grob geschätzt 30 Sekunden später wieder hineingebeten zu werden.
Mir wurde nun mitgeteilt, dass die Jury sich entschlossen hatte, mir eine runde Eins zu geben – und man gratulierte zum Abschluss aller drei Prüfungen (Vordiplom, Diplom schriftlich, Diplom mündlich) mit glatter Eins.
So steh ich nun, wissend, dass ich durch diese drei Prüfungen, die ich dieses Semester schon freiwillig über mich ergehen ließ, hoffentlich nie wieder in diesem Leben Gehörbildung machen muss (außer vielleicht dieses Fach eines Tages mal unterrichten). An jeder anderen Uni oder Hochschule kann man auf eine Anerkennung dieses Abschlusses hoffen
Was haltet ihr von…
Marcus bei den ‘lebensrettenden Sofortmaßnahmen’
In diesem Moment befinde ich mich in einem Gebäude am Alex und belege den Kurs ‘Lebensrettende Sofortmaßnahmen’, der abgeschlossen sein muss, bevor man die Zulassung zur Fahrprüfung beantragen kann. Und hier sitz ich seit um 12. Bis 18.30 soll der Spaß dauern – immerhin gibts WLAN…
UPDATE: Der Kurs dauerte doch nur bis 17.00 – und ich wäge mich nunmehr in der Gewissheit, Menschen aus Kraftfahrzeugen bergen, sie in die stabile Seitenlage befördern und reanimieren zu können. Selbstverständlich nicht nur das – aber das wird mir jetzt zu viel, als dass ich mir den Versuch gestatten würde, es vollständig aufzuzählen…
Automatische Updates
Dass man tagelang nicht viel von uns hört, liegt nicht etwa daran, dass einer von uns Schule hat und sich der andere kränkelnd zu Hause auszukurieren versucht – nein, wir versuchen seit grob geschätzt 48 Stunden quasi ununterbrochen ein System-Update durchzuführen…
Zwar ist WordPress seit der Version 2.7 so freundlich, einem das Update der WordPress-Installation (von 2.7 auf 2.7.1) erleichtern zu wollen, indem es anbietet, das Update selbst zu übernehmen (der geneigte Leser sollte wissen: Normalerweise darf der Administrator einer WordPress-Installation zu diesem Zwecke jede einzelne Datei selbst mit der Datei der neueren Version ersetzen), dennoch sind wir, Anton und Marcus, mangels Kleingelds für die Beschäftigung von 1-Euro-Jobbern im Admin-Bereich, seit geraumer Zeit damit zugange, diesem Mechanismus und (vor allem) seinen Fehlern auf die Schliche zu kommen.
Wie es aussieht, werden wir uns bald im Kampfe ergeben und doch manuell updaten, da es bisher einfach nicht funktionieren will, wie es scheint – und im ganzen großen weiten Internet scheint es auch niemanden zu geben, der das gleiche Problem hat(te) und uns jetzt weiterhelfen könnte – oder unsere Suchbegriffe bei Google sind nicht pfiffig genug.
Hoffen wir also, dass eines schönen sonnigen Februarmorgens der Update-Hinweis am oberen Rand des Admin-Fensters verschwunden ist…
How-to: Wie man zu einer Kehlkopfentzündung kommt
Ein neues How-to auf AM BLOGgen: Der Weg zur Kehlkopfentzündung, schnell, direkt und unkompliziert.
Man besorge sich eine handelsübliche Erkältung (mancherorts auch unter dem Stichwort “grippaler Infekt” zu finden) und trage sie eine Weile mit sich herum, kuriere sich fast aus, jedoch nur fast, schließlich wollen wir ja nicht gesund werden.
In den nächsten Tagen begnüge man sich mit dem scheinbar unterschwelligen Schnupfen und denke sich – so schlimm wird’s schon nicht sein. Am besten fängt man zu genau diesem Zeitpunkt an, die Sängerkarriere weiter zu verfolgen, singe munter weiter, als wäre nichts.
Wenn man sich dann wundert, dass man vom “normalen” Bass ganz langsam oder auch schlagartig zum schwarzen Bass wird, freue man sich seines Lebens und seiner scheinbar besseren Chancen in der Sängerwelt.
Nach ein paar Tagen freudigen Sangesmutes, in denen man natürlich – wie könnt’ es denn anders sein – auch noch mehrere Chöre zu Proben angeleitet hat und – man möchte schließlich seine Autorität bestärken – den Herren und Damen Sängern so einiges vorgesungen hat, stehe man nun da mit einer schlagartig tieferen Sprechstimme und einem sängerischen Tonumfang jenseits von Gut und Böse, so etwa hinunter bis zum Kontra-A.
Auf die Empfehlung seiner Gesangslehrerin lasse man sich beim HNO-Arzt untersuchen und nun endlich Kehlkopfentzündung diagnostizieren.
Hinweis: Dieser Beitrag könnte autobiografische Details aus jüngsten Erlebnissen des Autors übernommen haben.
Nicht der Dirigent wählt den Taktstock, der Taktstock wählt den…
Freitag, der 23. Januar 2009, war ein historisches Datum. Es sollte sich an diesem Tag mein Leben mehr oder weniger grundsätzlich ändern. An diesem Tag nämlich war ich zum ersten Mal in meinem Leben bei Dussmann in der Noten- & Musikalienabteilung.
Für Unwissende & Ahnungslose: Das ist die Abteilung, für deren Erreichung man zunächst einen kleinen Innenhof überqueren muss. Dann jedoch – unverhoffterweise – taucht man ein in eine Welt voller Noten – und offensichtlich auch vieler Dinge, die das Musikerherz sonst noch begehrt, das kann ich mittlerweile aus eigener Erfahrung sagen.
Am Eingang geht man vorbei an einer im Vergleich zum restlichen Hause von der Größe her geradezu niedlichen Kasse, bis man zu den in vielfältigen Regalen befindlichen Tonnen von Musikalien gelangt.
Die Objekte meiner Begierde musste ich nicht lange suchen, sie präsentierten sich mir aufdringlicherweise gleich, nachdem ich von meiner Begleitung auf die Treppe hingewiesen wurde und ich damit die zweite Etage der Einrichtung entdeckte. An einem dennoch unscheinbaren Holzschrank mit mehreren (mit Schlössern versehenen) Schubladen fand sich neben mehreren Beschriftungen wie “Stimmgeräte”, “Metronome”, “Stimmgabeln” auch das magische Wort: “Taktstöcke”.
Damit kann ich’s ja jetzt sagen: Wir befinden uns mitten in der heiß ersehnten Folge 2 der Serie “Marcus & sein Taktstock”.
Fast noch nicht glauben könnend, was ich da entdeckt hatte, fragte ich einen nicht weit entfernten Verkäufer, ob er mir diese spezielle Schublade vielleicht öffnen würde, vorausgesetzt natürlich, er besitzt einen Schlüssel…
…und dann stand ich auch schon neben der Schublade, die offene Schublade zwischen mir und dem Verkäufer, dem Mann meines Vertrauens.
Es gibt da noch etwas, was du, geneigter Leser, über Taktstöcke wissen solltest: Taktstöcke sind nicht wie Pinsel – man sucht sich nicht einfach einen aus, der einem gefällt und legt sich eine Riesensammlung an, weil man ja noch einen breiteren und einen flacheren braucht… Eher lässt sich die Wahl eines Taktstocks mit der Wahl des Zauberstabs in der allgemein recht beliebten Bestseller-Reihe “Harry Potter” vergleichen. Dort heißt es, nicht der Zauberer sucht sich den Zauberstab, sondern der Zauberstab sucht sich den Zauberer. Vergleichbar sagte ich, nicht wahr? Na ja, vielleicht übertreibe ich auch ein wenig. Vielleicht…
Der Verkäufer fragte, mich aus den inneren philosophischen Abhandlungen über Wahl von Taktstöcken reißend, was ich mir denn vorgestellt hätte, ob ich überhaupt eine genauere Vorstellung von meinem Wunschmodell hätte. Da ich in den letzten 17,5 Jahren lediglich zwei Taktstöcke besessen hatte, hatte ich – milde ausgedrückt – nicht ausreichend Ahnung, um die Frage des werten Herren Verkäufer erschöpfend zu beantworten. Ich sagte, dass es wohl am besten für mich wäre, etwas auszuprobieren, bis ich den richtigen gefunden hätte.
Natürlich hatte ich mir schon etwas vorgestellt: Am Tag davor sah ich im Konzert einen Dirigenten (Sakari Oramo war es) mit einem unheimlich langen Taktstock und wollte es nun mit einem etwas längeren Modell versuchen. Und nun ja, kein Anspruch an die Qualität des Taktstocks, aber an die Quantität seiner finanziellen Gewichtung: Zu teuer sollte er auch nicht sein.
Ich schaute mich in den schier unendlichen Weiten dieser zugegeben nicht allzu großen Schublade um und führte mir die Preisschilder zu Gemüte. Bei etwa 5€ ging’s los, arm konnte man an Taktstöcken für etwa 80€ aber auch werden. Stell dir mal vor, so ein Ding für 80€ zerbricht… Da machst du dir ja lebenslang Vorwürfe!
Qualitativ – nun, da gab es Taktstöcke aus unterschiedlichen Materialien (Holz und Kunststoff), verschiedenartige Griffe (von der kleinen Kugel bis zur dünnen, langgezogenen Eierform alles dabei), verschiedene Griffmaterialien (Kork oder Holz), und natürlich verschiedene Längen…
Einen durchschnittlich langen Taktstock griff ich aus der Schublade heraus, ich wollte keine Holzkugel am Ende als Griff, deshalb nahm ich einen mit dünnem, längeren Holzgriff. Natürlich bringt das Ansehen wenig, man muss sein “Instrument” schon in der Hand halten, um es beurteilen zu können – daher ließ ich die Versiegelung öffnen – dann den Stock einmal in die Hand gelegt und sehr schnell gewusst: Der ist es nicht – daher gleich zurück zur offenen Schublade.
Die längsten Taktstöcke waren daran zu erkennen, dass sie schräg in der Schublade lagen. Einen davon nahm ich heraus, schließlich, erinnerte ich mich, wollte ich ein längeres Modell. Abermals ließ ich die Versiegelung öffnen, und schwang die Neuentdeckung einmal hin und her.
Ein wunderbares Gefühl. So ausgeglichen.
45 cm Länge, als Stabmaterial Holz, dazu ein relativ langer Holzgriff (der für meine Begriffe von der Form her einem Halbkugelkegel, also einem Kreiskegel, an dessen Kreisgrundfläche eine Halbkugel angesetzt ist, ähnelt), und dermaßen perfekt ausbalanciert… Legt man den Taktstock an genau der Stelle, wo der Griff endet, auf einen Finger, befindet er sich im Gleichgewicht. Und da man den Stock an dieser Stelle meist mit den Fingerspitzen berührt, hat man dieses wunderbar ausgelichene Gefühl.
Nach etwas weniger als zwei Minuten war klar: Der ist es, der soll es sein. Nun hatte man bei Dussmann gar kein Transportbehältnis, das für einen Taktstock von 45 cm lang genug gewesen wäre, deshalb besorgte ich mir einfach das längste vorhandene und ging zur Kasse. Alles zusammen 9,50€!! Dieser Taktstock hatte unfassbarerweise nur 7,50€ gekostet.
So viel also zur Auswahl- und Kaufzeremonie. Im nächsten Beitrag der Serie Marcus & sein Taktstock gibt’s Geschichten von den ersten Praxistests, die unter wissenschaftlich streng kontrollierten Normalbedingungen auf der Probenfahrt nach Pec pod snezkou vom 24. bis 31. Januar 2009 statt fanden.
Ich hab den längsten…
… Taktstock, den es bei Dussmann zu kaufen gab.
45 cm Länge, relativ langer Holzgriff. Genau am Ende des Griffs ausbalanciert. Ich liebe ihn.
Mehr zu meinem neuen Taktstock und ersten Praxistests in weiteren Folgen der Serie “Marcus & sein Taktstock”. Das war Folge 1
Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker
Nun schon vor ein paar Tagen kam ich in den unglaublichen Genuss eines Saisontickets für die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker.

DIE sagenumwobene Digital Concert Hall. Nicht nur in der Philharmonie hatte ich davon und darüber gelesen (im Backstage-Bereich des großen Saals hingen Zeitungsartikel darüber im Schaukasten), auch im Medium Internet fand diese Innovation aus dem Hause Philharmonie allgemeine Bewunderung.
Und das zu Recht, wie ich jetzt herausfinden durfte.
Mit dem Kauf eines Saisontickets hat man (zum jetzigen Kaufzeitpunkt jedenfalls) die Möglichkeit, sich alle aufgezeichneten Konzerte bis zum August 2008 zurück (!) anzuschauen. Diese Konzerte fanden teilweise zwar schon vor der Eröffnung der Digital Concert Hall statt, wurden aber offensichtlich schon aufgezeichnet – in manchem Konzert, das ich beispielsweise im Oktober besucht habe, wunderte ich mich auch, dass die an den Seitenrängen befestigten Kameras sich unablässig drehten und offenbar mal auf diverse Instrumentengruppen oder -solisten, mal auf den Dirigenten zielten.
So fand das eigentliche Eröffnungskonzert für die Digital Concert Hall erst am 6. Januar 2009 statt, jedoch kann ich mir Konzerte bis zum 29. August 2008 zurück anschauen. Ich muss ehrlich sagen: Ich bin begeistert.
Nun zur Qualität
Bildtechnisch qualitativ wunderbar, alle Filme stehen in drei verschiedenen Qualitätsstufen zur Verfügung, vor der Anmeldung in der Digital Concert Hall oder dem etwaigen Kauf eines Tickets kann man sich mittels des auf der Website angebotenen Stream-Tests vergewissern, dass die eigene Internetbandbreite den Datenstrom auch vernünftig tragen kann. Ist man erst einmal dabei, sich ein Konzert anschauen, kann man auch den (von mir mittlerweile sehr begehrten, auf einem 26-Zoll-Monitor wirkt das einfach zu schön) Vollbildmodus anwählen.
Tontechnisch – nun ja. CD-reif ist der Sound nicht; nicht, dass ich das erwartet hätte, aber ein hochfrequentes Schnarren bei jedem höheren Pegel nervt auf die Dauer eines Stücks, einer Sinfonie oder ähnlichem von vielleicht 60 Minuten dann doch etwas. Es klingt, als würde man eine Sound-Datei über Handylautsprecher eines älteren Handys abspielen, da tritt das gleiche Phänomen auf – natürlich ist in der Digital Concert Hall bei weitem nicht so dramatisch und im Umfang nicht zu vergleichen! Es scheint sich mir nur – allein aufgrund der Klangcharakteristik – um das gleiche Grundphänomen zu handeln.
Insgesamt jedoch…
…bin ich ausgesprochen zufrieden, das kann ich einfach nicht anders sagen. Bisher habe ich mir ausnahmslos jeden Tag 1-4 Konzerte angeschaut, Tendenz sogar eher noch steigend.
Allein die Möglichkeit, sich ein Konzert mehrmals ansehen zu können – oder auch Konzerte, die man selbst besucht hat, wieder erleben (und damit auch spontane Höreindrücke überprüfen) zu können – ist atemberaubend, finde ich.
Die Digital Concert Hall hilft mir persönlich in Sachen Werkkunde. In den Programmen der angebotenen Konzerte sind mitunter Werke dabei, die ich nicht auf CD besitze – hier sind also Neuentdeckungen möglich.
Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache, dass man nun von vielen Stücken sofort eine Aufnahme der Berliner Philharmoniker griffbereit hat – auch, wenn es die noch nicht auf CD gibt. Man stöbert einfach nach dem Konzert im Archiv und kann dann auch Interpretationen vergleichen (für mich momentan extrem interessant: Vergleich der Brahms-Interpretationen von Carlos Kleiber, Herbert von Karajan und Sir Simon Rattle)!
Ich kann ein Abonnement also nur wärmstens empfehlen und hoffe, dass jeder, der sich jetzt von meiner Begeisterung anstecken ließ, an der Digital Concert Hall mindestens genauso viel Freude hat wie ich!
Wo ist die verdammte Kaffeetasse?
… frag ich mich jeden Morgen wieder, denn ich nehme sie jeden Tag nach dem Frühstück neu gefüllt in mein Zimmer mit, um sie dann genüsslich langsam, aber stetig zu leeren.
Sie könnte quasi überall sein. Auch das Zimmer könnte sie gewechselt haben – denn ich nehme sie manchmal zum Klavier üben mit
Es beginnt also täglich eine Reise in die Welt der Vergangenheit, ich scheitere dann jeweils kläglich daran, die Ereignisse nach dem gestrigen Frühstück noch einmal in Gedanken durchzuspielen. Und ich begründe das an dieser Stelle immer gern mit “Ja, in meinem Alter…”.
Weitere Nebenwirkung der täglichen Suche: Der Beginn des Frühstücks verzögert sich, teilweise sogar für die ganze Familie. Knurrende Mägen, sehnsüchtige Blicke oder im Extremfall auch schlechte Launen könnten bei meinem Eintritt in die Küche die Folge sein. Es gilt also, sich zu beeilen.
So, gefunden! Ich bin dann weg
Fotovorstellung: Das Eichhörnchen
Wie das eben immer so ist, am Tag vor der Abiturprüfung im Leistungsfach Musik hat man üblicherweise natürlich nichts besseres zu tun, als sich in den Schlosspark in Pankow zu setzen, die Flora und Fauna zu genießen und Fotos zu schießen.
Ein mögliches Ergebnis eines prä-abiturialen Tages möchte ich hiermit vorstellen: Das Eichhörnchen.

Was hälst du, lieber Leser, von dem Foto?
Sollte man am Tag davor generell andere Motive schießen oder sich gleich ein anderes Hobby suchen?
Ich bin gespannt auf dein Feedback


Anton (20), bald Student in Mittweida und leidenschaftlicher Filmemacher, (derzeit unserer Fahne entflohen unter antonschubert.de), Peter (20), Mensch im Übergangsjahr und leidenschaftlicher Textmacher und Marcus (19), Kompositionsstudent und leidenschaftlicher Musikmacher, sind die Autoren dieses kleinen Blogs. Wir schreiben über alles, was uns interessiert, oder wovon wir denken, dass es euch interessieren könnte. Jeder ist herzlich eingeladen, nach Herzenslust zu kommentieren und/oder Beiträge anderer Art zu leisten. Wir freuen uns!
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