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Artikel Tagged ‘Hanns’

Begegnung die zweyte

7. Oktober 2009

Geschichten vom ahnungslosen Studenten, Teil Zwey.

Nun ja, liebe Leser, der Schock ist noch ganz frisch.

Soeben komme ich aus der Hochschulmensa, um sogleich Richtung U-Bahn den Gendarmenmarkt zu überqueren. Wie jeden Tag. Auf dem Gendarmenmarkt ist es ruhig. Die üblichen Touristen und eine Schülergruppe.

Nun, plötzlich strömt aus dem Konzerthaus zu meiner Linken eine kleine Gruppe von Menschen und läuft unbeirrt in Richtung Deutschen Dom. Männer in Anzügen. Männer mit Funkgeräten. Und in der Mitte… na?

Ein Foto konnte ich leider nicht mehr machen. Meine Handykamera war einfach zu langsam. Vom Aufklappen des Objektivs bis Kamerabereitschaft vergingen gefühltermaßen Stunden.

So entging mir ein Bild vom regierenden Bürgermeister Berlins, Herrn Klaus Wowereit, das ich ansonsten jetzt hier stolz präsentiert hätte.

An meiner Paparazzo-Karriere muss ich ein anderes Mal arbeiten. Tja – shit happens! :)

PS: Was war das eigentlich für eine Veranstaltung im Konzerthaus heute? Der Festakt zur Eröffnung der Asien-Pazifik-Wochen!

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Mysteriös!

23. September 2009

Nun, von Orten, die nicht gefunden werden können, außer von denen, die schon wissen, wo diese Orte sich befinden, hat der geneigte Leser sicherlich schon gehört. So auch ich. Doch – dass sich so etwas in der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” findet, war mir bisher nicht bekannt.

In der Hochschule war ich nämlich heute, und im Treppenhaus der 3. Etage begegnete mir folgendes Plakat:

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Der interessierte Student begibt sich nun also in die 4. Etage, um den Raum No. 455 auf dem Etagenplan zu finden.

Etagenplan in der 4. Etage der HfM "Hanns Eisler"

Wenn sich nun jemand denkt – “mysteriös!” - dann kann ich versichern: Das war auch mein erster Gedanke. Ich stand ein paar Minuten vor diesem Plan und suchte R. 455, bis ich schließlich verzweifelt aufgab.

Sollte jemand den R. 455 auf diesem Plan finden, möge er mir dies bitte mitteilen, zum Beispiel in Kommentarform… Dankeschön!

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Aktuelle Anekdoten aus der Musikhochschule, Teil 2

12. Mai 2009

In der Hochschule erlebt bzw. sieht man schon so Sachen. Auch Erinnerungen an ältere Zeiten werden ab und an zu Tage gefördert…

Mendelssohn Klavierabend

Nun, dieses Zettelchen, das einem neben der Fahrstuhltür begrüßt, riecht ganz streng nach Nostalgie, denn – wie war das doch zur Zeit der Aufnahmeprüfungen? Da hingen doch diese Anmeldelisten für die Klavierprüfung: “Hong, Hong, Hong, Hong, Hong… Kim, Kim, Kim…” (Artikel auf AM BLOGgen von damals).

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Ein letztes Mal…

11. Mai 2009

… Fahrstuhl fahren!

Nun kommt am heutigen Tage der ahnungslose und (natürlich wie immer) unschuldige Student in die Hochschule für Musik “Hanns Eisler”, betritt das Gebäude der Hochschule, das sich hinter dem Konzerthaus am Gendarmenmarkt lokalisiert, und sucht den Weg in die 3. Etage.

Man gelangt zum Fahrstuhl, dem Gerät, das, so erinnert man sich gern, einen oft gerettet hat, wenn man 3 Minuten vor (bis 5 Minuten nach, alles ist drin) Unterrichtsbeginn in der Hochschule erscheint und der aufzusuchende Unterricht natürlich in der 5. Etage statt findet.

Nun ahnt man ja nichts böses, und doch begegnet einem an der Fahrstuhltür ein Zettel mit der folgenden Aufschrift:

Ab dem 12.05.2009 ist dieser Fahrstuhl längerfristig gesperrt.

Das Studentenhirn arbeitet, wie so oft, auf Hochtouren und ermittelt mit einigem Aufwand die schockierende Gewissheit: Das ist ja morgen!

In stiller Trauer fährt man im Folgenden mit dem Fahrstuhl, einem, wie es nun plötzlich scheint, guten alten Freund – war er doch vor wenigen Tagen noch die “dämliche alte Schrottkiste mit Eigenleben” (selbstverständlich nur ein winziger Auszug aus der Bezeichnungsvielfalt, die sich unter Studenten einbürgerte – ein Großteil derer ist der für den Online-Gebrauch üblichen Zensur zum Opfer gefallen, sollte man noch erwähnen).

Im Unterricht nun geben die Lehrer und Professoren Ratschläge, wie man mit diesem Problem umgehen könnte – “Also ich werde heute noch 20 Mal mit dem Ding hoch und runter fahren, denn das gibt’s ja ab morgen nicht mehr… das empfehle ich Ihnen natürlich auch!”

Andere Stimmen, ich vermute sie im Foyer, munkeln, dass ein Großteil der Hochschulbelegschaft, Lehrkörper sowie Studierende, im weiteren Verlauf des aktuellen Semesters wohl einiger Kilos ledig werden wird…

So viel also zu Abnehm-Tipps für den Sommeranfang! ;)

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Die Prime Time der Hochschule

6. April 2009

Das kann mir nunmehr niemand ausreden: Donnerstag, 16 Uhr, ist beste Sendezeit in der HfM “Hanns Eisler” Berlin.

Denn auf keine andere Weise ist zu erklären, dass drei Kurse, von denen ich – wie könnte es anders sein – in meiner Eigenschaft als Student der Komposition natürlich alle drei belegen muss, sämtlichst um diese scheinbar extrem beliebte Zeit stattfinden?

Bei den konkurrierenden Kursen handelt es sich nun um Tonsatz, Formenlehre und Analyse von Musik des 20./21. Jhd. – alle drei müsste und würde ich liebend gern besuchen, wenn die Sache mit der Zeit nicht im Wege stünde.

Vielleicht findet sich ja in ein paar Tagen, unter Zuhilfenahme vielfältiger Telefonaktionen, ein Ansatz einer Lösung…Hilfreiche Vorschläge sind natürlich auch in Kommentarform gern gesehen! ;)

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Jetzt kommt de Frühling, de Schimmel isht blaun!

19. März 2009

Dieser wunderschöne Satz beschreibt nicht nur die aktuelle Situation vor meiner Haustür, nein, es handelt sich hier auch um ein Zitat vom vergangenen Sonntag.

Da sang und dirigierte ich um 11 Uhr im Curt-Sachs-Saal des Musikinstrumentenmuseums an der Philharmonie in der “Deutsch-Japanischen Matinee” Lieder, Duette und einen Chor, allesamt von Felix Mendelssohn-Bartholdy – auch dabei waren meine Gesangsklasse (Klasse von Prof. Faltin) der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” und die Gesangsklasse (Prof. Ogura) von der Elisabeth Universität in Hiroshima. Japaner und Deutsche also in einem Konzert. (Kasse öffnete 60 Minuten vor Beginn… Karten waren 35 Minuten vor Konzertbeginn vergriffen!)

Ein japanischer Bass suchte sich im Vorfeld das Mendelssohn-Lied “Jetzt kommt der Frühling” aus, erste Liedzeile lautet hier: Jetzt kommt der Frühling, der Himmel ist blau.

Ich habe mir von einem absoluten Experten sagen lassen, dass der Laut “Hi” im Japanischen nicht existiert, genauso wenig gibt es dort den Laut “U” isoliert.

Und so wurde daraus dann “Jetzt kommt de Frühling, de Schimmel isht blaun”… :)

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Eine Prüfung für Absoluthörer – Teil 2

17. Februar 2009

Nun zum Geschehen hinter der Tür des Prüfungsraumes…

Hineingebeten wurde ich, legte dann meine Sachen ab, bis mir ein Stuhl vor dem Flügel angeboten wurde – der natürlich so stand, dass ich anschließend mit dem Rücken zum Flügel, ergo auch mit dem Rücken zum Prüfer, und mit dem Gesicht zum Zweitprüfer saß, der Formulare ausfüllte, jedoch aufmerksam zuzuhören schien.

Erste Aufgabe: Akkorde hören. Da war erst ein fünfstimmiges Ungetüm von einem Durakkord mit großer Septime – der war recht schwierig, da ein Akkordton verdoppelt war, ich in diesem Fall den verdoppelten Ton immer als Oberton seines Originals höre und anschließend verzweifelt nach dem 5. Akkordton suche. Ein wenig Glockengeläut vom französischen Dom erschwerte die Suche.
Zweiter Akkord. Der war etwas einfacher, das Glockengeläut hatte aufgehört und ich war etwas schneller.

Ohne Vorwarnung wurde mir nun eine Skale vorgespielt – in der dreigestrichenen Oktave beginnend ein f phrygisch abwärts, allerdings so schnell, dass man noch den Fahrtwind von der Handbewegung spürte ;)

Rhythmus klopfen – war dagegen einfacher, als ich erwartet hätte. Keine besondere Herausforderung.

Ich war bis hierhin schon ordentlich aufgeregt und dachte, ich hätte das schlimmste überstanden… dachte ich.

Erst jetzt begann der lustige Teil. Meinen Prüfern war anzumerken, dass sie bereits mehrere Stunden lang mündliche Abschlussprüfungen im Fach Tonsatz abgenommen hatten, denn sie hatten ein unbändiges Bedürfnis nach Unterhaltung.

Der geneigte Leser sollte wissen: Eines der wenigen Dinge, mit denen man den Absoluthörer wirklich ärgern kann, ist das relative Hören (also das Hören von Beziehungen, Intervallen, völlig losgelöst von absoluten Tonhöhen – was das auch so schwer macht). Man gibt dem Absoluthörer eine Melodie vor und sagt ihm, er soll sie auf einer anderen Tonhöhe beginnen.

Und genau das sollte ich tun: Da war eine Melodie, einst ersonnen vom Herrn Johannes Brahms, die ich statt A-Dur in F-Dur singen sollte. Auch das war noch recht harmlos, schließlich merkt man beim Hören des Gesungenen, ob man sich noch in einer Dur-Tonart bewegt oder nicht.

Anschließend gab er mir einen Zettel in die Hand mit lauter sauber durchnummerierten Tonreihen – Allintervallreihen, das sind Zwölftonreihen, in denen jedes der 11 in der Oktave enthaltenen Intervalle genau einmal vorkommt. Zunächst sollte ich Nummer 36 singen – allerdings nicht, wie es auf dem Blättle stand, sondern alles eine Terz tiefer – und anschließend Nummer 45, eine Sekunde tiefer.

Der geneigte Leser sollte wissen, dass mir dieses Horrorszenario bereits in meiner Aufnahmeprüfung begegnete: Der Professor wusste um mein absolutes Gehör, weshalb ich die Allintervallreihe an der Tafel einen Tritonus tiefer singen sollte. Damals landete ich statt bei h (wie es hätte sein sollen) auf c. Und der Professor hatte seinen Spaß daran. Ich nicht. Ganz und gar nicht…

Dieses Mal jedoch sollte mir das Glück beschieden sein, mein Trauma zu überwinden und auf dem richtigen Ton zu landen (es folgte eine Günther-Jauch-Szene: “Bist du dir sicher oder möchtest du die Reihe lieber noch einmal wiederholen?” – “Ich bin sicher.”, bis die Bestätigung des Tons durch das unbestechliche Klavier folgte).

Der Zweitprüfer hatte keine Fragen mehr an den Angeklagten (Zitat: “Ich denke, das ergibt ein klares Bild”), und so wurde ich hinausgebeten, um grob geschätzt 30 Sekunden später wieder hineingebeten zu werden.

Mir wurde nun mitgeteilt, dass die Jury sich entschlossen hatte, mir eine runde Eins zu geben – und man gratulierte zum Abschluss aller drei Prüfungen (Vordiplom, Diplom schriftlich, Diplom mündlich) mit glatter Eins.

So steh ich nun, wissend, dass ich durch diese drei Prüfungen, die ich dieses Semester schon freiwillig über mich ergehen ließ, hoffentlich nie wieder in diesem Leben Gehörbildung machen muss (außer vielleicht dieses Fach eines Tages mal unterrichten). An jeder anderen Uni oder Hochschule kann man auf eine Anerkennung dieses Abschlusses hoffen :)

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Eine Prüfung für Absoluthörer – Teil 1

12. Februar 2009

Nun versprach ich ja vor zwei Tagen bereits, die Kurzauswertung meiner mündlichen Abschlussprüfung in Gehörbildung noch über die Ergebnisverkündung hinaus zu erweitern. Et voilà…

Um 12.20 Uhr sollte es los gehen – deshalb war ich Punkt 12 Uhr in der Hochschule, um mich noch einmal zu vergewissern, wo genau die Prüfung überhaupt stattfinden soll. Außerdem schaute ich mir die Liste der Prüflinge vor mir an – für 11.40 Uhr war eine weibliche Studentin eingetragen, für 12.00 Uhr ein männlicher, und um 12.20 Uhr sollte ich dran sein.

Nun begab ich mich zum Raum der Räume und sah einige Minuten später, wie ein Mädel den Raum verließ… Kurz zurück zur Liste, meine Überprüfung ergab: Das einzige Mädchen auf dieser Liste war die 11.40-Kandidatin. Offenbar ist der Ablauf leicht verspätet? Die Studentin wurde in einen Vorbereitungsraum geführt, aus dem sie 10 Minuten später wieder erschien und wenig später erneut in den Prüfungsraum gebeten wurde. Mein Lehrer, der Prüfer, an dieser Stelle zu mir: “Marcus, wir sind ein wenig im Verzug… dauert noch ein klein wenig.”

Es war nun 12.20 Uhr, eigentlich hätte ich jetzt den Raum betreten sollen… Aber man hat ja Zeit.

Wenig später tauchte ein männlicher Kollege auf. Der sah fast so aus, als hätte er (normalerweise) 12.00 Uhr Termin zur Tonsatz-Prüfung gehabt. Eine kurze Frage an ihn, und die Bestätigung meiner Vermutung folgte.

Für mich hieß das: Ich gehe lieber noch mal im Foyer einen Kaffee trinken – das tat ich dann auch. Nach 10 Minuten kam ich wieder in die 5. Etage zurück und sah noch den Rücken des Kollegen, der vor mir zur Prüfung gemeldet war, in der Tür verschwinden. Also noch 20 Minuten bis zu meiner Prüfung.

Zum Geschehen hinter der Tür des Prüfungsraum im Teil 2

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Der Komödie zweiter Teil – Finale! :)

10. Februar 2009

So, das war’s. Soeben bin ich wohlbehalten wieder zuhause angekommen und habe die Gewissheit, nie wieder in meinem Leben an irgendeiner Uni oder Hochschule irgendwelche Gehörbildung betreiben zu müssen. Ein sehr schönes Gefühl, kann ich nur sagen :)

Da ich bald wieder mit meiner heiß geliebten Deutschen Bahn (zu diesem Thema empfehle ich, den entsprechenden Artikel auf der Startseite von www.marcusmerkel.de zu konsultieren) nach Brandenburg los muss, um dort mit diversen Chören zu proben, bleibt mir nur, kurz das Ergebnis meiner Abschlussprüfung in Gehörbildung zu kredenzen: Insgesamt 1,0 – in der soeben erfolgten mündlichen Prüfung also auch eine runde ’1′.

Momentan bin ich rundum glücklich… Weitere Berichte von der Prüfung und ihrem Verlauf folgen heute Abend, nach meiner Rückkehr aus Brandenburg! :)

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Der Komödie zweiter Teil zweiter Teil ;)

9. Februar 2009

Wie der geneigte Leser ja bereits weiß, hatte ich am vergangenen Samstag statt – wie geplant – einer Prüfung (Diplomvorprüfung Gehörbildung) dann doch zwei Prüfungen. Unvorgesehenerweise kam dann nämlich noch die Abschlussprüfung (die Prüfung zum Diplom) in Gehörbildung hinzu – zumindest der schriftliche Teil.

Nach Abschluss dieser Übung von etwa einer Stunde erhielt ich schließlich noch die freundliche Einladung zum mündlichen Teil der Prüfung. Und der soll morgen stattfinden.

Nun, ich bin gespannt, anders kann ich das nicht sagen – mündliche Prüfung heißt eben, nicht nur Diktate und Diktate und… Diktate (hatte ich Diktate schon erwähnt?), sondern im Gegenteil auch in direkter Konversation mit dem (am Klavier sitzenden) Prüfer Intervalle und Akkorde erkennen; er spielt, ich antworte. Weiterhin wird verlangt, einen Rhythmus (in der Aufnahmeprüfung waren Triolen & Quintolen drin und mein Lehrer meinte, das wird schwerer als Aufnahmeprüfung!) und eine Melodie (natürlich möglichst atonal, also keine Spur von D-Dur oder so, einfach kreuz und quer durch den freitonalen Tonhöhengarten) vom Blatt oder von der Tafel zu singen bzw. zu klopfen.

Das kann spaßig werden – wie gesagt, mein Lehrer meinte, es wird schwieriger als die Aufnahmeprüfung.

Natürlich gehe ich, wie immer, furchtbar optimistisch da ran. Spätestens morgen gegen 13.00 Uhr weiß ich mehr.

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Der Komödie zweiter Teil

7. Februar 2009

Nun, wie gesagt, die erste Prüfung war absolut harmlos.

Mein Lehrer in Tonsatz und Gehörbildung, der auch mein Prüfer heute war, mir also die Akkorde, Skalen, Kadenzen, Gedächtnisdiktat usw. kredenzt hatte, war mit dem Ergebnis der Vordiplomprüfung – es wurde natürlich gleich ausgewertet – 40 von 40 Punkten erreicht – zufrieden, überlegte kurz und sagte dann zu mir:

Sag mal Marcus, ich habe heut einfach die Abschlussprüfung schon mitgebracht… hättest du Lust? Wir würden dann einfach jetzt ‘ne halbe Stunde Pause machen und die dann schreiben.

Bei mir natürlich die bloße Panik: Abschlussprüfung, das heißt ja Diplomprüfung (!), und das heißt doppelt so schwere Prüfung wie diese winzige Diplomvorprüfung gerade eben.

Nach einigem hin und her entschieden wir aber, dass wir nach einer kurzen Pause mit der Abschlussprüfung fortfahren werden – wie kann es auch anders sein.

Während der folgenden dreißig Minuten fragte ich mich nur noch, ob die Entscheidung jetzt klug & mutig oder töricht & übermütig war.

Nach einem köstlichen Becherchen Kaffee aus dem hochschuleigenen Automaten (wobei man zugeben muss, der Kaffee ist wesentlich besser als der aus dem alten Automaten – die wurden vor wenigen Wochen erneuert – und man kann sich jetzt den Gang in die Caféteria des Konzerthauses gegenüber sparen) ging’s los. Abschlussprüfung Gehörbildung.

Harmlos war das nicht mehr, lustig auch nicht. Statt einfacher Kadenz nun eine Kadenz mit Modulation, statt einstimmigem Gedächtnisdiktat nun ein zweistimmiges von Bach, statt zweistimmigem Diktat ein vierstimmiges aus der Kunst der Fuge von Bach – und hinzu kam noch ein freitonales dreistimmiges Diktat von Wagner-Regeny.

Etwa eine Stunde später war ich fertig. Mit den Nerven und mit der Prüfung. Mein Lehrer wertete meine Werke aus und sagte dann

39 von…

Es folgte eine kleine Pause. In mir wuchs der Gedanke “WO IST DER VERDAMMTE FEHLER?” heran, denn in der Vordiplomprüfung waren es noch 40 zu erreichende Punkte gewesen.

… 39 Punkten.

Puuuuuh…

Erleichterung machte sich breit. Natürlich wäre es nicht dramatisch gewesen, wenn ein Punkt fehlte – höchstens eine Ehrenangelegenheit.

Nun habe ich noch einen Termin für nächsten Dienstag, zum mündlichen Teil der Prüfung, das heute war ja “nur” der schriftliche. Die mündliche Prüfung wird allerdings nicht mehr so lange dauern, den längsten Teil habe ich hinter mir.

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Die ersten zwei (!) Prüfungen…

7. Februar 2009

Oh ja, zwei sind es geworden…

Nun erscheint man als gewissenhafter Student um 10 Uhr morgens zur Prüfung, und sieht sich voller Vorfreude in der Gewissheit, spätestens um 11 Uhr mit einem abgeschlossenen Vordiplom im Pflichtfach Gehörbildung aus der Hochschule zu marschieren.

So hätte es sein sollen. Doch es kam ganz anders…

Noch etwas verschlafen begann für mich die Vordiplom-Prüfung. Erste Aufgabe: Skalen hören. Keine größere Schwierigkeit, ging in Ordnung. Zweite Aufgabe: Dominantseptakkorde hören und Lagen notieren. Auch in Ordnung. Dritte Aufgabe: Kadenz hören, Bassstimme notieren und Funktionen zuweisen. Ging gut. Viertens: Rhythmusdiktat, nicht besonders lang – wunderbar.
Nun aber fünftens: (Einstimmiges) Gedächtnisdiktat! Ich wusste, mir ist das schon immer etwas schwer gefallen. Eine Melodie wird einem drei Mal vorgespielt, danach aufschreiben, das Ganze. Ich wurde leicht unruhig, was aber unbegründet war, es waren dann doch nur 4 3/4-Takte…
Sechstens: Noch ein zweistimmiges Diktat (glücklicherweise ohne Gedächtnis, nur hören und aufschreiben), Bach war es, glaub ich – und das ging schnell vorbei.

Was ich nicht wusste: All das war absolut harmlos!

Fortsetzung folgt nach meinem Mittagessen :)

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Meine erste Prüfung im Studium…

6. Februar 2009

…findet morgen früh um 10 Uhr in einem der Räume der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” statt und wird die Vordiplomsprüfung im Pflichtfach Gehörbildung sein.

Schuld eigene, könnte man jetzt sagen – und hätte Recht damit. Denn eigentlich käme diese Prüfung erst in 3 Semestern (also am Ende des 4. Studiensemesters) auf mich zu.

Im Gegensatz zur Abschlussprüfung (also quasi Diplomprüfung) in Gehörbildung, die aus einem schriftlichen und praktischen/mündlichen Teil besteht, wird das morgen eine höchstens einstündige schriftliche Prüfung sein.

Die große Abschlussprüfung werde ich wahrscheinlich am Beginn des nächsten Semesters (Zeitraum 6. April) nachholen.

Nun denn, ich bin gespannt, was da auf mich zu kommt… und werde heute mal früh schlafen gehen. :)

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Aktuelle Anekdoten aus der Musikhochschule, Teil 1

22. Januar 2009

Wie jedes halbe Jahr bricht auch in diesem Januar wieder eine ganz besondere Zeit an: Die Aufnahmeprüfungen für potenzielle neue Studenten kommen! Als schon länger eingebürgerter Student erkennt man das daran, dass einen Leute auf Englisch (oder auch Französisch, Italienisch, Koreanisch, Chinesisch, Japanisch…) nach dem Weg zum Prüfungsamt fragen oder dass recht umfangreiche Menschenmengen wartend das Foyer der Hochschule bevölkern.

Um den folgenden kleinen Satz richtig verstehen zu können, sollte man nun noch wissen, dass 95 Prozent aller dieser Aufnahmeprüflinge aus fernöstlichen asiatischen Ländern stammen. Koreaner scheinen es besonders auf unsere Hochschule abgesehen zu haben, sie bilden, so scheint es jedenfalls, wenn man das Foyer betritt (interessanterweise telefonieren stets etwa 60% all dener, die dort sitzen – ist diese Stetigkeit nicht etwas beunruhigend?), den allergrößten Teil der Bewerber.

Nun kam mir heute folgendes zu Ohren:

Ich habe heute die Anmeldelisten für die Aufnahmeprüfung Klavier gesehen. Kim, Kim, Kim, Kim, Kim, Kim, Kim, Kim, Kim, [...], Hong, Hong, Hong, Hong, Hong, Hong, Hong, Hong [...]

Und das ist leider nicht nur ein Witz, sondern auch noch traurige Wahrheit.

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