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Artikel Tagged ‘Dirigent’

Mysteriös!

23. September 2009

Nun, von Orten, die nicht gefunden werden können, außer von denen, die schon wissen, wo diese Orte sich befinden, hat der geneigte Leser sicherlich schon gehört. So auch ich. Doch – dass sich so etwas in der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” findet, war mir bisher nicht bekannt.

In der Hochschule war ich nämlich heute, und im Treppenhaus der 3. Etage begegnete mir folgendes Plakat:

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Der interessierte Student begibt sich nun also in die 4. Etage, um den Raum No. 455 auf dem Etagenplan zu finden.

Etagenplan in der 4. Etage der HfM "Hanns Eisler"

Wenn sich nun jemand denkt – “mysteriös!” - dann kann ich versichern: Das war auch mein erster Gedanke. Ich stand ein paar Minuten vor diesem Plan und suchte R. 455, bis ich schließlich verzweifelt aufgab.

Sollte jemand den R. 455 auf diesem Plan finden, möge er mir dies bitte mitteilen, zum Beispiel in Kommentarform… Dankeschön!

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Neues aus der Orchesterprobe, Vol. 2

16. Juni 2009

Wie versprochen: Heute noch einmal eine kleine Anekdote zum Herrn Maestro Klemperer! :)

“Zweite Klarinette – zu tief!”

- “Aber Herr Professor, der zweite Klarinettist ist heute gar nicht da!”

- “Dann sagen Sie’s ihm, wenn er wiederkommt.”

Dazu muss ich wohl nicht mehr viel sagen – außer vielleicht – immerhin beweist der Professor Klemperer selbst im Irrtum noch Größe.

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Neues aus der Orchesterprobe, Vol. 1

15. Juni 2009

Meinungskonsistenz bei Dirigenten ist ein bekanntes Problem. So wird man als Ensembleleiter manchmal damit konfrontiert, zu einer Stelle spontan eine andere Meinung zu haben als das letzte Mal.

“Schleppen Sie doch bitte hier nicht so!”

- “Aber Herr Professor, letztes Jahr sagten Sie, wir sollen an dieser Stelle ritardieren?!”

- “Sehen Sie, dann bin ich wohl inzwischen musikalischer geworden!”

Nur entstammt diese Szenerie nicht einer x-beliebigen Orchesterprobe mit Provinzorchester und 2. Kapellmeister, sondern angeblich (der Legende zufolge) einer Probe vom Maestro Otto Klemperer.

Klemperer, geboren 1885 in Breslau und gestorben 1971 in Zürich war einer “DER” großen Dirigenten des 20. Jahrhunderts. Was weniger über den alten Otto bekannt ist: Er komponierte auch – und brachte dabei unter vielem anderen 6 Symphonien, eine Messe und eine Oper (“Das Ziel”) hervor.

Mehr über Herrn Klemperer und seine typischen Sprüchlein gibt’s morgen, wenn es wieder heißt: “Neues aus der Orchesterprobe” :)

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Servus Maestro!

2. April 2009

Was macht man, wenn man in die Generalprobe von Richard Wagners “Lohengrin” in die Berliner Staatsoper möchte, dafür aber bereits alle Karten ausverkauft sind?

Zunächst einmal zur Klärung: Ja, es wurden Karten für eine Generalprobe verkauft – schließlich feiert die Neuinszenierung des “Lohengrin” von Stefan Herheim am 4. April Premiere, weitere Vorstellungen finden lediglich am 8. und 12. April statt. Nicht viele Vorstellungen, und die Premiere auch noch im Rahmen der Festtage 2009. Restlos ausverkauft. Da lohnt es sich doch, auch die Generalprobe der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Wie bereits gesagt, war auch die Generalprobe restlos ausverkauft. Wollte man heute am frühen Abend doch noch in die Staatsoper, um sich die Probe anzusehen, musste man wohl improvisieren.

Das tat ich mit Erfolg und gelangte, (unauffällig) an einem Künstlereingang vorbei, schließlich in den Korridor vor dem Zuschauerraum. Nun wurde man hier sogleich von einem Einlass-Helfer befragt “Haben Sie eine Karte?” – “Jein” – “Dann muss ich Sie leider hinausbitten”, sagte der Herr und verwies mich auf das Treppenhaus, 5 m weiter im Korridor…

Ich begab mich sogleich, brav wie man ja ist, in die gewiesene Richtung, und traute mittendrin meinen Augen kaum…: Da begegnete mir ein Mann; nach erneuter Überprüfung stand fest: Das war DANIEL BARENBOIM!

Natürlich nahm ich die Treppe anschließend nach oben statt nach unten und machte es mir im 2. Rang bequem :)

Interessant, wem man während man vor einer Generalprobe so im Korridor begegnet, nicht wahr? Ich war beeindruckt…

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Jetzt kommt de Frühling, de Schimmel isht blaun!

19. März 2009

Dieser wunderschöne Satz beschreibt nicht nur die aktuelle Situation vor meiner Haustür, nein, es handelt sich hier auch um ein Zitat vom vergangenen Sonntag.

Da sang und dirigierte ich um 11 Uhr im Curt-Sachs-Saal des Musikinstrumentenmuseums an der Philharmonie in der “Deutsch-Japanischen Matinee” Lieder, Duette und einen Chor, allesamt von Felix Mendelssohn-Bartholdy – auch dabei waren meine Gesangsklasse (Klasse von Prof. Faltin) der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” und die Gesangsklasse (Prof. Ogura) von der Elisabeth Universität in Hiroshima. Japaner und Deutsche also in einem Konzert. (Kasse öffnete 60 Minuten vor Beginn… Karten waren 35 Minuten vor Konzertbeginn vergriffen!)

Ein japanischer Bass suchte sich im Vorfeld das Mendelssohn-Lied “Jetzt kommt der Frühling” aus, erste Liedzeile lautet hier: Jetzt kommt der Frühling, der Himmel ist blau.

Ich habe mir von einem absoluten Experten sagen lassen, dass der Laut “Hi” im Japanischen nicht existiert, genauso wenig gibt es dort den Laut “U” isoliert.

Und so wurde daraus dann “Jetzt kommt de Frühling, de Schimmel isht blaun”… :)

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Marcus hat den kürzesten…

16. März 2009

… Taktstock gekauft, der bei Dussmann zu kriegen war. Ich weiß, nicht sehr konsequent, sich einige Wochen nach dem längsten Stöckchen (45 cm) gleich das kürzeste (38 cm) zu Gemüte zu führen, aber man ist ja jung und darf noch ausprobieren.

Fotos gab’s ja gestern schon, deshalb erspar ich euch diesen Teil heute und lass in den nächsten Tagen Erfahrungsberichte folgen :)

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Nicht der Dirigent wählt den Taktstock, der Taktstock wählt den…

11. Februar 2009

Freitag, der 23. Januar 2009, war ein historisches Datum. Es sollte sich an diesem Tag mein Leben mehr oder weniger grundsätzlich ändern. An diesem Tag nämlich war ich zum ersten Mal in meinem Leben bei Dussmann in der Noten- & Musikalienabteilung.

Für Unwissende & Ahnungslose: Das ist die Abteilung, für deren Erreichung man zunächst einen kleinen Innenhof überqueren muss. Dann jedoch – unverhoffterweise – taucht man ein in eine Welt voller Noten – und offensichtlich auch vieler Dinge, die das Musikerherz sonst noch begehrt, das kann ich mittlerweile aus eigener Erfahrung sagen.

Am Eingang geht man vorbei an einer im Vergleich zum restlichen Hause von der Größe her geradezu niedlichen Kasse, bis man zu den in vielfältigen Regalen befindlichen Tonnen von Musikalien gelangt.

Die Objekte meiner Begierde musste ich nicht lange suchen, sie präsentierten sich mir aufdringlicherweise gleich, nachdem ich von meiner Begleitung auf die Treppe hingewiesen wurde und ich damit die zweite Etage der Einrichtung entdeckte. An einem dennoch unscheinbaren Holzschrank mit mehreren (mit Schlössern versehenen) Schubladen fand sich neben mehreren Beschriftungen wie “Stimmgeräte”, “Metronome”, “Stimmgabeln” auch das magische Wort: “Taktstöcke”.

Damit kann ich’s ja jetzt sagen: Wir befinden uns mitten in der heiß ersehnten Folge 2 der Serie “Marcus & sein Taktstock”.

Fast noch nicht glauben könnend, was ich da entdeckt hatte, fragte ich einen nicht weit entfernten Verkäufer, ob er mir diese spezielle Schublade vielleicht öffnen würde, vorausgesetzt natürlich, er besitzt einen Schlüssel…

…und dann stand ich auch schon neben der Schublade, die offene Schublade zwischen mir und dem Verkäufer, dem Mann meines Vertrauens.

Es gibt da noch etwas, was du, geneigter Leser, über Taktstöcke wissen solltest: Taktstöcke sind nicht wie Pinsel – man sucht sich nicht einfach einen aus, der einem gefällt und legt sich eine Riesensammlung an, weil man ja noch einen breiteren und einen flacheren braucht… Eher lässt sich die Wahl eines Taktstocks mit der Wahl des Zauberstabs in der allgemein recht beliebten Bestseller-Reihe “Harry Potter” vergleichen. Dort heißt es, nicht der Zauberer sucht sich den Zauberstab, sondern der Zauberstab sucht sich den Zauberer. Vergleichbar sagte ich, nicht wahr? Na ja, vielleicht übertreibe ich auch ein wenig. Vielleicht…

Der Verkäufer fragte, mich aus den inneren philosophischen Abhandlungen über Wahl von Taktstöcken reißend, was ich mir denn vorgestellt hätte, ob ich überhaupt eine genauere Vorstellung von meinem Wunschmodell hätte. Da ich in den letzten 17,5 Jahren lediglich zwei Taktstöcke besessen hatte, hatte ich – milde ausgedrückt – nicht ausreichend Ahnung, um die Frage des werten Herren Verkäufer erschöpfend zu beantworten. Ich sagte, dass es wohl am besten für mich wäre, etwas auszuprobieren, bis ich den richtigen gefunden hätte.

Natürlich hatte ich mir schon etwas vorgestellt: Am Tag davor sah ich im Konzert einen Dirigenten (Sakari Oramo war es) mit einem unheimlich langen Taktstock und wollte es nun mit einem etwas längeren Modell versuchen. Und nun ja, kein Anspruch an die Qualität des Taktstocks, aber an die Quantität seiner finanziellen Gewichtung: Zu teuer sollte er auch nicht sein.

Ich schaute mich in den schier unendlichen Weiten dieser zugegeben nicht allzu großen Schublade um und führte mir die Preisschilder zu Gemüte. Bei etwa 5€ ging’s los, arm konnte man an Taktstöcken für etwa 80€ aber auch werden. Stell dir mal vor, so ein Ding für 80€ zerbricht… Da machst du dir ja lebenslang Vorwürfe!

Qualitativ – nun, da gab es Taktstöcke aus unterschiedlichen Materialien (Holz und Kunststoff), verschiedenartige Griffe (von der kleinen Kugel bis zur dünnen, langgezogenen Eierform alles dabei), verschiedene Griffmaterialien (Kork oder Holz), und natürlich verschiedene Längen…

Einen durchschnittlich langen Taktstock griff ich aus der Schublade heraus, ich wollte keine Holzkugel am Ende als Griff, deshalb nahm ich einen mit dünnem, längeren Holzgriff. Natürlich bringt das Ansehen wenig, man muss sein “Instrument” schon in der Hand halten, um es beurteilen zu können – daher ließ ich die Versiegelung öffnen – dann den Stock einmal in die Hand gelegt und sehr schnell gewusst: Der ist es nicht – daher gleich zurück zur offenen Schublade.

Die längsten Taktstöcke waren daran zu erkennen, dass sie schräg in der Schublade lagen. Einen davon nahm ich heraus, schließlich, erinnerte ich mich, wollte ich ein längeres Modell. Abermals ließ ich die Versiegelung öffnen, und schwang die Neuentdeckung einmal hin und her.

Ein wunderbares Gefühl. So ausgeglichen.

45 cm Länge, als Stabmaterial Holz, dazu ein relativ langer Holzgriff (der für meine Begriffe von der Form her einem Halbkugelkegel, also einem Kreiskegel, an dessen Kreisgrundfläche eine Halbkugel angesetzt ist, ähnelt), und dermaßen perfekt ausbalanciert… Legt man den Taktstock an genau der Stelle, wo der Griff endet, auf einen Finger, befindet er sich im Gleichgewicht. Und da man den Stock an dieser Stelle meist mit den Fingerspitzen berührt, hat man dieses wunderbar ausgelichene Gefühl.

Nach etwas weniger als zwei Minuten war klar: Der ist es, der soll es sein. Nun hatte man bei Dussmann gar kein Transportbehältnis, das für einen Taktstock von 45 cm lang genug gewesen wäre, deshalb besorgte ich mir einfach das längste vorhandene und ging zur Kasse. Alles zusammen 9,50€!! Dieser Taktstock hatte unfassbarerweise nur 7,50€ gekostet.

So viel also zur Auswahl- und Kaufzeremonie. Im nächsten Beitrag der Serie Marcus & sein Taktstock gibt’s Geschichten von den ersten Praxistests, die unter wissenschaftlich streng kontrollierten Normalbedingungen auf der Probenfahrt nach Pec pod snezkou vom 24. bis 31. Januar 2009 statt fanden.

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Ich hab den längsten…

10. Februar 2009

… Taktstock, den es bei Dussmann zu kaufen gab.

45 cm Länge, relativ langer Holzgriff. Genau am Ende des Griffs ausbalanciert. Ich liebe ihn.

Mehr zu meinem neuen Taktstock und ersten Praxistests in weiteren Folgen der Serie “Marcus & sein Taktstock”. Das war Folge 1 :)

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Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker

9. Februar 2009

Nun schon vor ein paar Tagen kam ich in den unglaublichen Genuss eines Saisontickets für die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker.

Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker

DIE sagenumwobene Digital Concert Hall. Nicht nur in der Philharmonie hatte ich davon und darüber gelesen (im Backstage-Bereich des großen Saals hingen Zeitungsartikel darüber im Schaukasten), auch im Medium Internet fand diese Innovation aus dem Hause Philharmonie allgemeine Bewunderung.

Und das zu Recht, wie ich jetzt herausfinden durfte.

Mit dem Kauf eines Saisontickets hat man (zum jetzigen Kaufzeitpunkt jedenfalls) die Möglichkeit, sich alle aufgezeichneten Konzerte bis zum August 2008 zurück (!) anzuschauen. Diese Konzerte fanden teilweise zwar schon vor der Eröffnung der Digital Concert Hall statt, wurden aber offensichtlich schon aufgezeichnet – in manchem Konzert, das ich beispielsweise im Oktober besucht habe, wunderte ich mich auch, dass die an den Seitenrängen befestigten Kameras sich unablässig drehten und offenbar mal auf diverse Instrumentengruppen oder -solisten, mal auf den Dirigenten zielten.

So fand das eigentliche Eröffnungskonzert für die Digital Concert Hall erst am 6. Januar 2009 statt, jedoch kann ich mir Konzerte bis zum 29. August 2008 zurück anschauen. Ich muss ehrlich sagen: Ich bin begeistert.

Nun zur Qualität

Bildtechnisch qualitativ wunderbar, alle Filme stehen in drei verschiedenen Qualitätsstufen zur Verfügung, vor der Anmeldung in der Digital Concert Hall oder dem etwaigen Kauf eines Tickets kann man sich mittels des auf der Website angebotenen Stream-Tests vergewissern, dass die eigene Internetbandbreite den Datenstrom auch vernünftig tragen kann. Ist man erst einmal dabei, sich ein Konzert anschauen, kann man auch den (von mir mittlerweile sehr begehrten, auf einem 26-Zoll-Monitor wirkt das einfach zu schön) Vollbildmodus anwählen.

Tontechnisch – nun ja. CD-reif ist der Sound nicht; nicht, dass ich das erwartet hätte, aber ein hochfrequentes Schnarren bei jedem höheren Pegel nervt auf die Dauer eines Stücks, einer Sinfonie oder ähnlichem von vielleicht 60 Minuten dann doch etwas. Es klingt, als würde man eine Sound-Datei über Handylautsprecher eines älteren Handys abspielen, da tritt das gleiche Phänomen auf – natürlich ist in der Digital Concert Hall bei weitem nicht so dramatisch und im Umfang nicht zu vergleichen! Es scheint sich mir nur – allein aufgrund der Klangcharakteristik – um das gleiche Grundphänomen zu handeln.

Insgesamt jedoch…

…bin ich ausgesprochen zufrieden, das kann ich einfach nicht anders sagen. Bisher habe ich mir ausnahmslos jeden Tag 1-4 Konzerte angeschaut, Tendenz sogar eher noch steigend.

Allein die Möglichkeit, sich ein Konzert mehrmals ansehen zu können – oder auch Konzerte, die man selbst besucht hat, wieder erleben (und damit auch spontane Höreindrücke überprüfen) zu können – ist atemberaubend, finde ich.

Die Digital Concert Hall hilft mir persönlich in Sachen Werkkunde. In den Programmen der angebotenen Konzerte sind mitunter Werke dabei, die ich nicht auf CD besitze – hier sind also Neuentdeckungen möglich.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache, dass man nun von vielen Stücken sofort eine Aufnahme der Berliner Philharmoniker griffbereit hat – auch, wenn es die noch nicht auf CD gibt. Man stöbert einfach nach dem Konzert im Archiv und kann dann auch Interpretationen vergleichen (für mich momentan extrem interessant: Vergleich der Brahms-Interpretationen von Carlos Kleiber, Herbert von Karajan und Sir Simon Rattle)!

Ich kann ein Abonnement also nur wärmstens empfehlen und hoffe, dass jeder, der sich jetzt von meiner Begeisterung anstecken ließ, an der Digital Concert Hall mindestens genauso viel Freude hat wie ich! :)

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TEQUILA… FERTIG!!

23. Januar 2009

Liebe Freunde der leichten Unterhaltung und des zeitgenössischen Crossovers,

ich darf hiermit stolz verkünden, mein Arrangement zu “Tequila” gestern vollständig fertig gestellt und bereits (samt Instrumentalstimmen) ausgedruckt zu haben.

Die Partitur umfasst nun 21 Seiten (wobei die Noten sehr klein gedruckt sind) und die Stimmen sind, je nach Menge des zu spielenden, 2 bis 7 Seiten lang. Mein “Tequila” bringt es auf eine Länge von nun knapp 7 Minuten.

Ich wünsche allen beteiligten Instrumentalisten viel Spaß beim Spielen und Proben in der kommenden Woche (mit mir als unerbittlichem Probenleiter und Dirigenten) – und der werten Zuhörerschaft viel Spaß beim Frühlingskonzert der rlo, wo dieses Stückchen Musik zu Gehör gebracht werden wird!

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How-to: Wie man einen Chor weich einsetzen lässt

17. Januar 2009

Einerseits erstaunt einen die ein oder andere Erfahrung beim Arbeiten mit einem Männerchor, andererseits hat man vieles erwartet. Erwartet habe ich beispielsweise, dass gemeinsame Einsätze oft wie beim Trinklied am Stammtisch nach 6 Bier klingen…

…so klang der Einsatz zum “Ännchen von Tharau” eher wie der zu “Bringt mir doch den Humpen her”. Und wie bekommt man das weg?

Erstaunlicherweise sehr einfach.

  1. Die Herren in ein Gedankenspiel versetzen: “Stellt euch vor, es ist kurz vor zwölf, ihr seid seit sechs Uhr am Stammtisch und habt schon den ein oder anderen auf den Geburtstag vom Kollegen aus dem ersten Tenor gekippt.”
  2. Einen Einsatz auf diese Weise proben.
  3. Das Spielchen weitertreiben: 10 Bier dazu.
  4. Wieder Einsetzen lassen.
  5. Die Herren auf die Brutalität des Gehörten hinweisen und sich dessen bewusst werden lassen.
  6. Das Experiment verlassen – “Singt nun so, wie ihr es immer gewohnt wart.” – und einsetzen lassen.

Und unglaublicherweise hörte ich den lieblichsten, weichsten Klang, den dieser Männerchor jemals hervorzubringen gewagt hatte. Jetzt erst weiß ich, was “dolce” (ital.: mild, sanft, süß) bedeutet. ;)

Natürlich bringt das alles nichts, wenn die Herren nicht im vollen Bewusstsein des Klangunterschieds waren… deshalb werde ich, wenn die nächste Probe vorüber ist, über nachhaltige oder kurzfristige Erfolge berichten. ;)

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Marcus: Leitung zweier Chöre übernommen

16. Januar 2009

Amicitia Männergesangsverein 1880

Amicitia Männergesangsverein 1880

Unheimlich wichtig ist es, im Ensemble-Leiten praktische Erfahrung zu sammeln – es ist eben etwas ganz anderes, vor dem Klangkörper zu stehen oder zuhause “trocken” zu üben. Deshalb bin ich für die Gelegenheit sehr dankbar, die Leitung von zwei Laienchören übernehmen zu können.

Seit Anfang des Jahres habe ich für einige Monate die Leitung des Bad Wilsnacker Männergesangsvereins “Amicitia 1880″ e.V. und des Wittenberger Chores “Arion” e.V. übernommen. Beide Chöre singen stets vierstimmig, im Amicitia-Chor in den Stimmen Tenor 1 & 2 sowie Bass 1 & 2, im Arion Chor als Sopran, Alt, Tenor, Bass.

Nach einigen kleineren Gastdirigaten im Dezember 2008 gab ich am 6. Januar 2009 mein erstes öffentliches Konzert als Dirigent des Männergesangsvereins Amicitia, gefüllt mit altdeutschem Liedgut, das sich von lokalen Heimatliedern (“Märkische Heide”), deutschen Volksliedern (“Wenn ich ein Vöglein wär”) über verschiedenste Liebeslieder bis hin zu Trinkliedern (“Aus der Traube, in die Tonne”) erstreckt. Eine erste Probe für dieses Konzert fand noch im letzten Jahr statt.

Mein Konzertdebüt mit dem Arion Chor Wittenberge dagegen lässt noch auf sich warten, in der Woche des 12. Januar hatten wir das erste Mal das Vergnügen in der Probe miteinander.

Während sich der Wilsnacker Männerchor eher dem altdeutschen Lied widmet, öffnet sich der Wittenberger Chor im Repertoire neuerdings auch älteren Berliner Liedern, beispielsweise aus der Umgebung Paul Linckes kommend (“Ja ja ja, daaas ist die Berliner Luft, Luft, Luft!”).

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