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Artikel Tagged ‘auto’

Waghalsig

8. September 2010

Was für eine Aktion, die ich gestern beobachten durfte…:


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An dieser Kreuzung stand ich nun und wartete heiß sehnend auf grüne Leuchtsignale im oberen Teil meiner Windschutzscheibe. Kurz zuvor noch hatte ich das Teil innerlich verflucht, da es in unglaublich dreister Art und Weise von gelb auf rot sprang, als ich noch gefühlt 2,5 Meter zur Haltelinie hatte. Nun ja, Objektivität im Straßenverkehr ist überbewertet; vielleicht waren es auch 5 oder 10. Jedenfalls entschied ich, mich vorbildlich zu verhalten, denn ein Blick 45° nach links vergewisserte mir, was ich bereits aus dem Augenwinkel wahrgenommen zu haben glaubte: Polizei!

Doch wäre all das ja nicht so dramatisch, stünde da nicht direkt vor der Polizei ein Kleinbus mit ausländischem Kennzeichen als erster an der Ampel, darin scheinbar ein paar Chinesen (Nationalitätseinschätzungen ohne Gewähr), die es besonders eilig hatten. Röter ging es ja quasi nicht, offenbar aber entschied der Fahrer, den Rechtsabbiegevorgang verfrüht anzusetzen, alle anderen Autos stehen ja, da kann man schon mal losfahren.

Noch während er anfuhr, sah ich die vier Polizeibeamten im vollbesetzten Streifenwagen hinter ihm wild gestikulieren, der Fahrer des Streifenwagens starrte völlig fassungslos nach vorne und drückte ordentlich die Hupe, und zwar so, als glaubte er, viel helfe auch viel. Einen Augenblick später hatte der Kollege die Sprechanlage am Wickel und es schallte über den Platz ein deutliches “Es ist rot!!“.

Die Chinesen völlig fassungslos. Man gestikuliert nun ebenfalls wild, die hinten sitzenden neigen sich nach vorne und reden auf den Fahrer ein, der sowieso schon halb unter Schock steht, trotzdem aber mit seinem Fuß die Bremse findet. Nun steht der Kleinbus schräg auf dem Straßenstück zwischen den Fußgängerampeln. Ob er weiß, was er falsch gemacht hat? Die Ampel kann er nun auch nicht mehr sehen, so weit ist er schon vorgefahren.

Bis ich die Ampel überquert habe, ist er keinen Zentimeter zurückgefahren… allerdings hat auch keiner der Polizeibeamten Anstalten gemacht, auszusteigen, ihn zu befragen, ihn zur Rechenschaft zu ziehen, dafür, dass er völlig unverfroren, höchstvermutlich angesichts der erwarteten Zeitersparnis, entschieden hat, gewisse Verkehrsregeln zu ignorieren.

Da gäbe es also für den Otto-Normal-Autofahrer zwei verschiedene mögliche Schlussfolgerungen:

1. Der allgemeine Fachkräftemangel zieht sich bis in chinesische Dolmetscher-Kreise. Bestellte man jetzt noch einen Dolmetscher, hätte man den erst noch aus Frankfurt a.M. einfliegen müssen und das hätte garantiert den Feierabend nach hinten verschoben. Also Kinder, lernt Chinesisch! :)

oder…

2. Jeder hat ne zweite Chance. Besonders, wenn man ein Auto mit ausländischem Kennzeichen fährt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. :)

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Ein heißes Thema…

22. Juli 2010

…an einem Tag, der womöglich der letzte warme in unseren Berliner Gefilden sein wird?

Nun, es geht mir – und an dieser Stelle ein herzliches Willkommen auf AM BLOGGEN, seit langem rumoren die Browser-Artikel-Druckmaschinen mal wieder ;-) – heute nicht in erster Linie um das Wetter, sondern um dessen Grenzwertigkeiten.

Wie der geneigte Leser bestimmt nicht verhindern konnte zu erfahren, fielen in den vergangenen Wochen in gewissen Fernzügen der allseits so geliebten Deutschen Bahn gewisse Anlagen aus, die ursprünglich dazu konstruiert waren, Extremwerte in Sachen Lufttemperatur zu verhindern: Die Klimaanlagen in ICEs. Mittlerweile ist auch geklärt, dass die Standards, nach denen diese Geräte entwickelt wurden, lediglich verlangten, bis 32°C hitzetauglich zu sein. Überdies munkelt man in der elektronischen Bauteilbranche, dass Bauteile, die bis 60°C ausgelegt sind, um ein Vielfaches teurer sind; ein solcher ICE wäre womöglich nicht bezahlbar, nun braucht man die Züge aber, also baut man erstmal das billigste. Man macht ja nach Vorschrift alles richtig, es wird schon nix passieren… Warum auch sollte so eine Klimaanlage das aushalten, wozu sie (vom ideellen Konzept her) gemacht ist, es zu verhindern? Fragen über Fragen…

Und eben da es so viel kosten würde, diese Teile auszutauschen, präsentiere ich im Folgenden die einzig wahre und brilliante Lösung:

Fahrt einfach offen!

ICE offen

Ich selbst fahre noch ein Auto aus dem letzten Jahrtausend (das klingt gut museal, oder?) – einen Toyota mit drei Vorteilen:
1. Er hat eine Bremse (und das ist bei Toyota in den letzten Monaten nicht selbstverständlich)!
2. Er hält die Hitze aus, jedenfalls scheint es so, denn noch ist er mir bei 37°C nicht weggeschmolzen.
3. Er hat keine Klimaanlage, dafür aber ein Dachfenster.

Der dritte Punkt mag nicht jedem ad hoc als Vorteil einleuchten, doch ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass das Fahr- und Reisegefühl viel unmittelbarer wird, wenn man auch die Lüftung ausschaltet und vor der Reise einfach sämtliche Fenster hinunterkurbelt. Der gemeine Cabrio-Fahrer (eine Art, die ich auch in dieser Saison zur Genüge in freier Wildbahn beobachten konnte, ich denke, der geneigten Leserschaft geht es ganz ähnlich) ist hier leuchtendes Vorbild. Wenigstens einmal.

Im Prinzip könnte man sich vor Beginn des Sommers auch das Dach abnehmen lassen, aber das wär’ vielleicht doch zu teuer, so jedes Jahr rauf-runter…

Nun, wie wäre das – im ICE einfach die Fenster herauszunehmen? Das bisschen Regen auf mancher Fahrt kann doch nicht so schlimm sein – im Gegenteil, da erlebt man manchmal was! Was wäre denn so eine Zugreise Berlin-München (auf der man sonst ja eh einschläft, sobald der Laptop-Akku runter ist, und manche ICEs besitzen ja die unverfrorene Frechheit, keine Steckdosen unter den Sitzen der 2. Klasse zu haben, das könnt’ man ja glatt persönlich nehmen) ohne Wind und Wetter live, ohne Fahrtunterbrechung wegen Hagelschäden? Also ich fänd’, das wär’ doch mal was anderes.

Folgendes Fazit also: Spart das Geld für die Klimaanlagen, nehmt die raus, verschrottet sie und baut aus dem Schrottgeld lieber Steckdosen in die 2. Klasse. Falls doch noch jemand umfällt – und da frage ich mich, warum man auch in den akuten Fällen der letzten Wochen nicht darauf kam – geht mit Wassereimern umher und lasst die Leute trinken, denn die Logik sagt mir, wenn jemand dehydriert, dann gib ihm halt Wasser. Wenn sie nicht mehr trinken können, weil sie schon völlig fertig im Sitz hängen, einfach drüber kippen.

Ich wünsche einen angenehmen Sommer mit erfrischenden Bahnfahrten in den zweitklassigen ICEs – oh, Verzeihung – in den ICEs der zweiten Klasse, oder besser in der zweiten Klasse der ICEs (jetzt hammer’s!) und einen wunderschönen Urlaub!

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Tach, Tantchen!

6. Oktober 2009

Da geht man als ahnungsloser und pflichtbewusster Student montags, zum Semesterbeginn, in Richtung Hochschule und muss dabei den Gendarmenmarkt passieren.

Man kommt aus der U-Bahn und es begrüßt einen ein einziges Meer schwarzer Limousinen. Nun, man richtet den Blick in die Ferne und erspäht ein Plakat: “60 Jahre DGB” – man beging im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin den 60. Jahrestag der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Aus den Nachrichten wird man später erfahren, dass zu diesem Festakt unter anderem auch die Frau Bundeskanzlerin Merkel und der Herr Bundespräsident Köhler anwesend waren.

Davon weiß der Ahnungslose Passant jedoch noch rein gar nichts.

Er begegnet auf dem Platz – nachdem er an den ersten 20 Limousinen rechts und links neben sich vorbei ist – diesem Fahrzeug:

Hübsches Auto! Kennzeichen: 0-1

Ich dachte mir nun, wo Onkel Köhler da ist, kann Tantchen Merkel nicht weit sein. Ihr Auto, das das Kennzeichen 0-2 trägt, war jedoch nirgends zu sehen.

Mysteriös, nicht wahr? Vielleicht hat das jemand am Montag irgendwo in Berlin entdeckt? :) Genauso gut mag es jedoch möglich sein, dass ich ob meiner Eile in der Flut der schwarzen Wägelchen das ihrige übersah…

Update: Vielleicht musste sie auch auf ihren neuen BMW-Dienstwagen warten, der am 23. September 2009 vorgestellt wurde und mit dem Ulla Schmidt gerade noch nen Kurzausflug wagt… Spanien soll schon schön sein.

Ach ja – wo wir schon bei Kosten von 400 000 Euro für diesen neuen BMW 7er sind, könnte man sich doch zum gleichen Geld auch ne schön ausgestattete Cessna leisten.

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Einmal nach Polen und zurück…

1. April 2009

Marcus war heut’ in Polen. Nicht lange, aber kurz…

Der Hintergrund der ganzen Geschichte: Fahrschule. Irgendwann kommt der geneigte Fahrschüler an den Punkt, wo er gewisse Sonderfahrten zu bewältigen hat. Eine davon ist die sogenannte “Überlandfahrt”. Die war heute dran. Man plane dafür lediglich etwa 5 Zeitstunden und die entsprechenden finanziellen Mittel ein.

Meine Überlandfahrt heute ging um 8.30 Uhr los. 8.30 Uhr hier in Mitte. Selten bin ich so früh aufgestanden, zuletzt muss das vor Jahren gewesen sein… So jedenfalls kam mir das vor, als ich mich quasi mitten in der Nacht auf den Weg zur besagten Fahrschule gemacht hab.

Nun habe ich heute zum ersten Mal den 5. Gang meines lieben Wagens benutzt und habe mit Geschwindigkeiten bis 100 km/h experimentieren dürfen. Landstraße ist schon wat feinet, weiße Bescheid, Schätzelein…

Der eigentliche Spaß ergab sich dann aber erst auf der Rückfahrt aus Polen: Die Route führte über Hohenwutzen, Schiffmühle und Bad Freienwalde zurück nach Berlin. Hohenwutzen ist der Ort, in den man, Polen verlassend, einfährt, anschließend gelangt man an eine Ampelkreuzung zweier Landstraßen bei Schiffmühle.

Und genau diese Ampelkreuzung wurde am heutigen Vormittage hunderten Autofahrern zum Verhängnis. Genau dort nämlich begann ein Stau, der etwa 5-6 km bis Bad Freienwalde hinein und auch wieder hinaus führte, also tatsächlich bis über den Ortsausgang von Bad Freienwalde… Etwas derartiges hatte auch mein Fahrlehrer noch nicht gesehen. Pointe der Geschichte: Mein Fahrlehrer sah in dem Stau seinen Vater, offenbar auf dem Weg nach Polen… Live-Kommentar: “Ick gloobs ja nich, 6 km Stau und mein Vadder stellt sich hinten an… Der is Rentner, der hat die Zeit…”

So viel jedenfalls zu meiner Tagesbeschäftigung heute bis 13 Uhr. Als letztes Highlight bleibt noch zu vermelden, dass ich von einem Bus-Fahrschüler nach Hause gebracht wurde… bis vor die Haustür mit dem Riesending. Die Leute, die an der Bushaltestelle in der Köpenicker Straße sehnsüchtig die BVG herbeisehnten, staunten nicht schlecht ;)

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Das Auto, der Hagelsturm & ich.

24. März 2009

Wie sieht’s aus, kleiner Kurzfilm?

Ich in Auto. Auto in Hagelsturm. Hagelsturm in Berlin.

Ja, so war das: Kaum saß ich 10 Minuten in diesem wundervollen VW Golf, war auf dem Weg in Richtung Pankow, fuhr gemütlich die Prenzlauer Allee hoch, da verdunkelte sich langsam der Himmel und ohne Vorwarnung rauschte da ein Hagelsturm auf mich zu.

Ich entschied mich, in Absprache mit Auto und Fahrlehrer, zum entschlossenen Kampf: Das Auto und ich gegen den Hagel. Gut, der Hagel schien zunächst im Vorteil, denn ich konnte nach etwa 10 sec rein gar nichts mehr durch meine Windschutzscheibe erkennen, doch fand ich wenig später die ultimative Waffe, mit der ich zum Gegenschlag ausholte – den Scheibenwischer.

Wie konnte es anders sein, natürlich blies der Hagelsturm, der gar keine andere Wahl hatte, obwohl er von einem Gewitter kurzfristig Verstärkung erhielt (Feigling!), nach wenigen Minuten zum Rückzug, ich und mein Fahrlehrer hielten zur Feier des Tages erstmal bei Konnopke in Weißensee und ließen ‘ne ordentliche Currywurst kommen… :)

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Sollte man sich Sorgen machen, wenn…

4. März 2009

…man zu Fuß unterwegs ist und trotzdem versucht, beim Richtungswechsel mit der linken Hand den Blinker zu betätigen? :)

Mehr zum Thema Fahrschule in den nächsten Wochen… ;)

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Automatische Updates

13. Februar 2009

Dass man tagelang nicht viel von uns hört, liegt nicht etwa daran, dass einer von uns Schule hat und sich der andere kränkelnd zu Hause auszukurieren versucht – nein, wir versuchen seit grob geschätzt 48 Stunden quasi ununterbrochen ein System-Update durchzuführen…

Zwar ist WordPress seit der Version 2.7 so freundlich, einem das Update der WordPress-Installation (von 2.7 auf 2.7.1) erleichtern zu wollen, indem es anbietet, das Update selbst zu übernehmen (der geneigte Leser sollte wissen: Normalerweise darf der Administrator einer WordPress-Installation zu diesem Zwecke jede einzelne Datei selbst mit der Datei der neueren Version ersetzen), dennoch sind wir, Anton und Marcus, mangels Kleingelds für die Beschäftigung von 1-Euro-Jobbern im Admin-Bereich, seit geraumer Zeit damit zugange, diesem Mechanismus und (vor allem) seinen Fehlern auf die Schliche zu kommen.

Wie es aussieht, werden wir uns bald im Kampfe ergeben und doch manuell updaten, da es bisher einfach nicht funktionieren will, wie es scheint – und im ganzen großen weiten Internet scheint es auch niemanden zu geben, der das gleiche Problem hat(te) und uns jetzt weiterhelfen könnte – oder unsere Suchbegriffe bei Google sind nicht pfiffig genug.

Hoffen wir also, dass eines schönen sonnigen Februarmorgens der Update-Hinweis am oberen Rand des Admin-Fensters verschwunden ist… :)

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