Wie im jeden Jahr begehen wir an der Rosa-Luxemburg-Oberschule den Geburtstag unserer Namensgeberin am 5. März mit der Ehrenpreisvergabe der Schule. Dort werden Schüler ausgezeichnet, die sich besonders um die Schule verdient gemacht haben. Die Preise werden in verschiedenen Kategorien vergeben, beispielsweise in Kultur, Naturwissenschaften, Schulentwicklung, Sport und Innovation. Außerdem gibt es (nicht immer) den Rosa-Luxemburg-Ehrenpreis, den höchsten sozusagen. Letztes Jahr bekam Marcus eben diesen überreicht, für seine Dienste in der musikalischen Landschaft unserer Schule. Dazu muss man sagen, dass der RL-Ehrenpreis die Jahre vorher nicht vergeben wurde. In derselben Ehrenpreisvergabe 2008 bekam ich den Ehrenpreis für Schulentwicklung verliehen, für mein Engagement in der GSV, allem Technikkrams und so… Da fühlte ich mich schon sehr geehrt, nachdem eine liebe Freundin eine wunderbare Laudatio hielt.
Dieses Jahr schaute ich Mitte Februar an den Vertretungsplan, wo die Nominiertenliste für die Ehrenpreisvergabe 2009 aushingen. Diesmal las ich, dass ich in der Kategorie “Innovation” nominiert sei. Jene Kategorie, die es 2008 zum ersten Mal gab und an die ag Aulatechnik zusammen mit der ag Studiotechnik ging.
Nachdem die Ehrenpreisvergabe dann doch auf 11 Uhr statt 13 Uhr verschoben wurde (da der ganze 13. Jahrgang um 13.05 Klausur schrieb), ging ich also Donnerstagmorgen in die Aula, um eine Ehrenpreisvergabe vorzubereiten, die dann etwas anders war als die letzten. Es war dieses Jahr bei mehreren Kategorien der Fall, dass es nur eine Nominierung gab. Das mag zwar schön für den Nominierten sein, da er ja sicher sein kann, dass er den Preis erhält (2009: Kultur, Fremdsprachen, Innovation) aber auf der anderen Seite zeigt, dass es wohl doch nicht so viele Menschen an der RLO gibt, die sich engagieren, als dass es mehrere Nominierte geben könnte.
Somit blieb dieser Teil der Überraschung bei mir aus. Was jedoch unbekannt war, war natürlich die Laudatio. Und auch wenn unser lieber Schulsprecher schon die halbe Veranstaltung über auf der Bühne stand (mit “entsprechend rosaner Krawatte”, passend zum Anlass), bekam ich erst bei der Ankündigung des zweiten Moderators Leon mit, dass eben dieser Schulsprecherkollege meine Laudatio halten würde.
Heraus kam eine, wie so oft von Leo, frei vorgetragene Lobpreisung mit schönen “Winken mit dem Zaunpfahl” wie unser Schulleiter sagen würde eben in Richtung des Hr. Treptow, da ja die Leistung, für die ich dieses Jahr ausgezeichnet wurde, eben in diese Richtung zielt: Die Aufarbeitung der Sachverhalte, die in den Gremien der RLO besprochen werden, insbesondere zum RLO Modell der Umgestaltung der gym. Oberstufe. Nach der GSV Sitzung zu dem Thema, wo ich das damalige Modell mit einer Präsentation vorstellte, wollte Hr. Treptow diese sofort haben. Somit fand ich mich in den nächsten Wochen regelmäßig in seinem Büro wieder, um die aktuellen Modifizierungen am Modell einzubauen. Das war eine spannende Aufgabe für mich.
Im Gegensatz zu Leo hatte ich mir für meine Dankesrede Notizen gemacht, um nicht so einen Stuss zu labern wie 2008, wo ich mir kaum Gedanken gemacht hatte. Allerdings fiel mir dann beim Reden auf, dass ich gerade ein Paradoxon aufbaute: Ich rede in Anlehnung an Marcus’ Dankeslied 2008 davon, dass “ich weder singen werde, noch werde ich eine Präsentation abhalten”. Dabei fiel mir auf, dass hinter mir auf dem Beamer gerade eine lief. Nämlich Folien mit den Kategorien der Ehrenpreise. Nun ja, ich meinte dann, das sei wohl eine meiner letzten gewesen und dankte meiner Schule und allem voran der GSV für die Möglichkeit, mich zu engagieren.
Warum die Ehrenpreisvergabe anders war? Nun ja, es war schon merkwürdig, dass die Nominierten alle auf die Bühne kamen, dann neben ihnen die Laudatio abgehalten wurde und dann einer mit Ehrenpreis, die anderen Nominierten ohne wieder abgehen. Ich finde es ja gut, dass alle Nominierten geehrt werden (früher bekamen sie ja nichts), aber man kommt sich auch alleine etwas komisch da oben vor, wenn man schräg hinter dem Laudator steht und die Rede auf sich hört. Und aus irgendeinem Grund gab es keine Urkunden, das ist auch etwas schade.
Umso schöner waren die Emotionen des DS-Kurses, der nach dem Schauen des “Macbeth 2008″ Spots, den ich für sie geschnitten hatte und zur Preisvergabe nochmals zeigte, sich unter leichten Tränen für den Ehrenpreis bedankten.
Und nicht zu vergessen, die Organisatoren der PROWO, die den Rosa-Luxemburg-Ehrenpreis, sehr verdient, bekamen.

Anton, RLO
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