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Artikel Tagged ‘2009’

Zurück aus Sardinien!

15. September 2009

Liebe Freunde des aufgehenden Halbmondes, geneigter AM-BLOGgen-Leser,

ich kann nun aus eigener Erfahrung sagen – das Gefühl, bei 34°C am weißen sardischen Strand zu sitzen respektive im ortsansässigen türkis-blauen (badewanne-warmen) Wasser zu baden, während in Berlin geradezu eisige Temperaturen herrschen, ist ein – milde ausgedrückt – angenehmes.

Mangels Internetanschluss auf der Insel blieb mir bisher die Möglichkeit verwehrt, Eindrücke aus meinen diversen Urlaubsaktivitäten hier auf AM BLOGgen zu hinterlassen – das wollen wir dafür aber in den nächsten Tagen nachholen. Hier ein erstes Beispiel! :)

Nun, Sardinien war nicht das einzige Ziel dieses Sommers – zuvor besuchte ich noch die Ostseeküste in Boltenhagen sowie die Hauptstadt einer anderen Insel – London.

Bis alle entstandenen Fotos ausgewählt, sortiert und publizierfähig sind, wird es sicherlich noch ein wenig dauern: Bis dahin gibt’s hier immer mal wieder den ein oder anderen Ausschnitt meiner fotografischen Tätigkeit.

Viel Spaß damit!

Liebe Grüße und wilkommen zurück im Tagesgeschäft bei AM BLOGgen!

Euer Marcus

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Kaum ist Hr. Lammert mal außer Haus…

24. Mai 2009

… da tanzen die Mäuse. Nun ist Nobert Lammert nicht die Katze, sondern der Bundestagspräsident und sitzt damit auch der Bundesversammlung vor, welche am Samstag den Bundespräsidenten wählte.

Nun, wie man der unüberschaubaren Berichterstattung der deutschen Medien entnehmen konnte, wird der Bundespräsident alle fünf Jahre von der Bundesversammlung am “Verfassungstag”, dem 23. Mai gewählt. Warum auch immer “Verfassungstag”, das heißt doch bei uns “Grundgesetz” und ich erspare mir die üblichen angehängten Sätze von wegen ursprünglich Provisorium blabla. Toll wie der Zufall ist, fällt dieser Tag in diesem Jahr auf die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag unseres lieben Vaterlandes (also gut, ich nenn das jetzt mal so auch wenn ich offiziell noch DDR-Kind bin) auf eben diese Bundespräsidentenwahl. Und das ist auch der Grund dafür, dass Genosse Merkel bzw. sein Lehrer, der Gewehrmündung ins Auge blicken durfte: Der Festakt zum 60. fand im Konzerthaus statt – und zwar einen Tag vorher, wegen der Wahl. Dabei soll man doch nicht zu früh gratulieren!

Zurück zur Bundesversammlung. Damit die Bundestagsverwaltung mal was zu tun bekommt, wurden zwecks der Behausung von über 1200 Abgeordneten bzw. Wahlmännern/frauen sämtliche Tische und Stühle aus dem Plenarsaal entfernt, lediglich die Regierungsbank, das Präsidium und die erste Tischreihe blieben verschont. Dort versammelte sich die Politprominenz des Bundestages, währen der Plebs dicht gedrängt auf den Stühlen dahinter Platz nehmen musste.

ARD und ZDF: Jeder darf mal ne Frage stellen.

ARD und ZDF: Jeder darf mal ne Frage stellen.

Zuerst war alles normal. Phoenix begann drei Stunden vor der Eröffnung der BV mit der Berichterstattung aus der Lobby des Reichstagsgebäudes um mit den Politikern über immer die selben Fragen zu reden: Wer wird gewinnen? Wird die Linke Peter Sodann nach einem ersten Wahlgang herausnehmen? Wie viele Grüne wählen Horst Köhler und nicht Gesine Schwan? Den ganzen Tag lang. Und natürlich: “Was hieße die Wiederwahl Köhlers für die Bundestagswahl? Was hieße eine Wahl von Gesine Schwan? Dabei ist es doch wohl offensichtlich, dass sich die Bundesversammlung aus den derzeitigen politischen Verhältnissen zusammensetzt, nicht aus dem derzeitigen Volkswille. Wenn man das Volk fragt, wen sie gerne zum Bundespräsidenten hätten und daraus Schlüsse für September ziehen würden, müssten ja CDU/CSU die 2/3-Mehrheit locker knacken. Lediglich die Möglichkeit, Gesine Schwan würde mit den Stimmen der Linken gewählt, wäre ein Linksrutsch für die SPD, zumindest in den Augen mancher Wähler und der Medien.

Kurz nach 12 Uhr ging es dann also los. Norbert Lammert, bekannt für seine nicht gerade kurzen Formulierungen der einfachsten Dinge (was aber Spaß macht) hielt sich an seine 15 Minuten, und stellte die alles entscheidende Frage: “Die Bundesversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Zweifelt da jemand dran, sonst würde das natürlich alles ein wenig verzögern.” Daran zweifelte glücklicherweise niemand und so verlas er prompt die Kandidatenliste. Und nach dem Beschluss, die 60 SchriftführerInnen des Bundestages für die Bundesversammlung zu ernennen, durften jene zwei Beisitzer Lammerts die nächste dreiviertel Stunde damit verbringen, über 1200 Namen zu verlesen. Und da Hr. Westerwelle wusste, dass W sehr spät im Alphabet kommt, ging er erst einmal zu Phoenix um sich den bekannten Fragen zu stellen. Und danach zur ARD und zum ZDF. Ein wenig später war Ottfried Fischer (nominiert über die SPD Bayern) beim Interview um sich für Fr. Schwan auszusprechen. Das ging so weiter und weiter bis es irgendwann auf die 14 Uhr zuging und langsam das Ende der Auszählung erwartet wurde. Weiterhin kein Zeichen Lammerts.

Nach 14 Uhr füllte sich der Plenarsaal wieder und man konnte erahnen, dass es was gibt. Auf Schloss Bellevue wehte fleißig die Flagge des Bundespräsidenten, er war noch daheim. Man sollte meinen, das Ergebnis dieser Wahl ist geheim, bis der Präsident Lammert es verliest. Doch denkste!

Norbert Lammert wartet...

Norbert Lammert wartet...

Ohne weitere Anzeichen betrat die Blasmusikkapelle den Saal und setzte sich auf die Stühle vorne. CDU/CSU und FDP standen schon mal auf und applaudierten. Ein wenig später kamen Saaldiener und reichten den Fraktionschefs Blumen, die diese möglichst schnell unter ihrem Tisch versteckten (dazu haben sie die also drin gelassen!). Üüüüüberhaupt nicht auffällig liebe Bundesversammlung! Und derweil wartete Norbert Lammer, von einer Kamera begleitet, vor dem Eingang des Reichstagsgebäudes und wartete. Und wartete. Kaum ist man mal außer Haus, geht im Saal alles schief muss der wohl im Nachhinein über die Aktionen im Plenarsaal denken… Doch warum wartete er noch draußen?

Herzlichen Glückwunsch, Herr neuer/alter Bundespräsident?

Herzlichen Glückwunsch, Herr neuer/alter Bundespräsident?

Ein einsamer Gang des Präsidenten...

Ein einsamer Gang des Präsidenten...

Applaus  für Köhler, der etwas merkwürdig alleine vor dem Tisch der Kanzlerin steht.

Applaus für Köhler, der etwas merkwürdig alleine vor dem Tisch der Kanzlerin steht.

Das Ergebnis könnte doch auch lauten: 49% Köhler, auf in den zweiten Wahlgang! Weiterhin angespannte Gesichter bei SPD, Grünen und Linken…

Und langsam sollte man erwarteten, dass das Ergebnis da ist aber Lammert wartet weiterhin vorm Reichstagsgebäude. Worauf denn?

Irgendwann kam dann doch eine Autokolonne und der Bundespräsident kam heraus. Ein wenig später betrat Norbert Lammert wieder den Plenarsaal, Köhler nahm nicht wie vorher auf der Tribüne Platz, ganz im Gegensatz zu seiner Frau Eva. Lammert begründete die Verzögerung mit einer dritten Auszählung der Stimmen.

Nun denn, der Präsident verlas das Ergebnis: “Auf Prof. Horst Köhler entfielen 613 Stimmen…”. Tosender Applaus von CDU/CSU und FDP, die anderen machen irgendwann doch mit, klatschen aber etwas müde. Dann noch schnell die Ergebnisse der anderen KandidatInnen, bei Fr. Schwan Applaus von SPD und Grünen. Tja. Knapper ging es wohl kaum, 613 Stimmen waren bekanntlich die Mehrheit der Stimmen.

Somit haben die Mitglieder der Bundesversammlung ihr Ziel erreicht: Bundesliga-Finale pünktlich und live gucken zu können! :)

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Die Praxisnähe des Mathe-Abiturs

29. April 2009
Quelle: sbflehrgang.de

Quelle: sbflehrgang.de

Nicht für die Schule lernen wir, sondern für’s Leben, heißt es ja immer so schön. Demnacht sollte man im Unterricht auch immer etwas fürs Leben lernen, ebenso in den Arbeiten. Ein tolles Beispiel für Praxisnähe bot das diesjährige Berliner Mathe-Grundkurs Zentralabitur im 3. Prüfungsfach (schriftlich).

Eine der beiden Wahlaufgaben zur Analysis (Kurvendiskussion) drehte sich um rechts stehendes Zeichen. Es ist das Zeichen “Sog und Wellenschlag vermeiden!” der Binnenschifffahrts-Ordnung der Bundesrepublik Deutschland. Abgesehen davon, dass in der Zeichnung der rote Schrägstrich fehlte, war die Aufgabe, die Funktion der untersten Linie der unteren Welle zu erstellen. Es sei eine Funktion vierter Ordnung (also ax^4+bx^2+c).

Nach diversen sinnlosen Funktionsberechnungen hieß dann eine Aufgabe, man solle den Farbbedarf in Liter für das Malen dieser Schilder errechnen. Man musste also die Fläche der beiden “Wellen” errechnen und über die Angabe “Ergiebigkeit ist laut Hersteller 5m^2 pro Liter Farbe” die Literzahl der benötigten Farbe für eine Anzahl von Schildern errechnen. Sehr praxisordientiert!

Die Aufgabe, so lauten Gerüchte, stammen von einem unserer Mathelehrer, der mit für Aufgaben verantwortlich ist. Aus diesem Grund durften wir bisher auch immer schwerere Aufgaben rechnen, damit nichts verdächtiges passiert…

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Warum das Englisch-Zentralabitur IMMER das selbe ist…

28. April 2009

image539_smallIm Ernst, was ist das denn für ein Zentralabitur? Heißt “Zentral” jetzt etwa, dass die Klausuren immer gleich sind?

Doch zunächst zum Tagesablauf: Ich habe heute meine Abiturprüfung im Englisch Leistungskurs geschrieben. Fünf Stunden soll man da in der Aula sitzen.

8.30 Uhr: Ca. 10 SchülerInnen sitzen vor verschlossener Aulatür und bereiten sich schweigend oder tratschend aufs Englisch Abitur vor, was in einer halben Stunde beginnen soll. Nebenher wird noch über das Deutsch-Abitur vom Freitag diskutiert. Ich packe meine Banane aus und esse erst einmal was. Frühstück ist schließlich schon eine knappe Stunde her. Kleine Schüler (geschätzt 7. Klasse) kommen schnaufend die Treppe hoch, im Arm jeweils einen Stapel einsprachiger Wörterbücher. Wir bedanken uns artig und schwelgen in Erinnerung an Zeiten, in denen wir Wörterbücher aus oder in den Keller getragen haben und und freuten, ein wenig Unterricht verpassen zu dürfen.

8.45 Uhr: Die Leistungskurslehrerinnen der beiden Englisch LKs, die ihre Prüfung in der Aula verbringen, kommen die Treppe hochgestapft und bringen noch mehr Wörterbücher. Die einzige Aussage, die man ihnen entlocken konnte, war die, dass die Aufgaben sie sehr verwundert hätten. Nun ja, mal gucken was der Tag so bringt.

8.58 Uhr: Der letzte Schüler betritt die Aula, somit sind aus unseren beiden Kursen alle da. Die SchülerInnen haben sich bereits auf den großen Aulatischen augebreitet: Stifte hier, Flasche da, Essenspaket von gesund bis süß da. Wir bekommen das Papier. Abgezählt, alles protokolliert, wer mehr will muss später fragen, wird auch protokolliert. Man muss am Ende nämlich alle wieder abgeben, ob beschrieben oder nicht.

9.00 Uhr: Wir bekommen die Aufgabenvorschläge ausgeteilt. Mein Kurs bekommt Nummer 2 und 4 (2: Laura Smith, 4: Caroline irgendwas), der andere 1 und 4. Man fängt an die Aufgaben zu überfliegen. Ich stelle fest: Wie zu erwarten: Beide Klausuren haben irgendwas mit Immigration, Identity und Globalisation zu tun (die Senatsverwaltung schreibt Globalisation immer noch falsch: mit “z” ;) )

9.15 Uhr: Ich habe beide Klausuren gelesen. Der ZEIT-Artikel ist ganz interessant, das Thema der Klausur aber nicht. Außerdem ist Vorschlag 4 mit einer Mediation (die des ZEIT-Artikels). Das führt dazu, dass man vier statt drei Aufgaben machen muss, jede Aufgaben zählt dann weniger. Das gefällt mir nicht. Das Summary nur 120 Wörter? Und es zählt nur 20%? Dann kurze analysis of structure and stylistic devices, 25%. Dann mediation des ZEIT-Artikels, der im Wesentlichen das Gleiche erzählt wie der englische Artikel, wieder 25%. Dann eine Diskussionsaufgabe, eigentlich die Aufgabe, bei der man vom Leder ziehen kann, zählt aber wieder nur 30%. Das ist doch nix Halbes nix Ganzes.

9.30 Uhr: Nach dem ersten kleinen Zwischenmahl (Müsli in Joghurt) entscheide ich mich für den Vorschlag Nummer 2.Ich gebe also Nummer 4 ab und beginne mit den Notizen zum summary.

10:20 Uhr: Ich bin mit der zweiten Fassung meines summarys fertig und schreibe sie extragroß auf das Abiturpapier, damit sich keiner über meine kleine Handschrift beschweren kann ;)

10.30 Uhr: Ich beschließe, nun eine Pause zu machen, schließlich habe ich 30% hinter mir. Einmal für kleine Abiturienten aus der Aula raus (die Lehrerin notierte sich die Uhrzeit) und wieder zurück (und wieder Uhrzeit notiert).

10.45 Uhr: Ich beginne mit Aufgabe 2. Ich verzichte bei der analysis der Diagramme auf ein Konzept und schreibe sofort drauf los. Ich glaube, das merkt man beim Lesen der Klausur, ich hab öfter durchgestrichen.

11:45 Uhr: Ich glaube um diese Uhrzeit in etwa bin ich mit der 2. Aufgabe fertig. Wieder Pause. Brötchen essen, meine tolle Cadbury’s Fruit&Nut Schokoladentafel aufmachen. Auf Klo gehen, ich treffe einen Siebtklässler, den ich aus der GSV kenne und beantworte seine Frage “Wie läufts” knapp mit “gut”.

11:55 Uhr: Ich bin zurück in der Aula. Ich fange an, mir die 3 Wahlaufgaben durchzulesen, von denen ich eine nehmen muss. Sind alles Diskussionsaufgaben. Ich nehme 3C, ein Zitat aus dem Text, es geht darum “that mixed race people have become the acceptable face of the media”. Das Zitat sollte man diskutieren und Stellung dazu nehmen, insbesondere im Hinblick auf die 2008 Election Campaign und der folglichen Wahl Barack Obamas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Gut, ich mach mir Gedanken darüber. Ich schreibe wieder Notizen auf meine nun mehr fast vollen Konzeptseiten.

12:30 Uhr: Ich denke an das Ende meiner Klausur. Allerdings fehlen noch ein paar Absätze. Mir fallen noch Sachen ein, ich male Sternchen und schreibe zwei Absätze, die ich in den Text reinquetsche. Bei *2 überlege ich erst nach dem Schreiben, wo ich das dann einschiebe. Ich stelle fest, dass ich erst nach der Mittagspause (Ende: 13.05 Uhr) fertig sein werde. Nun gut, ich auch egal, geht ja um mein Abi!

13:15 Uhr: Ich bin fertig mit der letzten Aufgabe. Ich zähle die Wörter, komme summa summarum auf 1250 Wörter, Mininum waren diese komischen 700 Wörter. Das hieße ja im Durchschnitt etwas mehr als 2 Wörter pro Minute! Das ist ja schon ne Herausforderung!

13:17 Uhr: Ich gebe meine Klausur ab. Der Aufsichtslehrer guckt mich an und fragt “Na, fällt dir nüscht mehr ein?” – “Nö.”

13:20 Uhr: Ich komme erleichtert aus dem Schulgebäude heraus und berichte einigen 12. Klässlerinnen vom Englisch Abitur und helfe bei Mathe. Was für eine Vorbereitung auf mein Mathe-Abitur morgen (Mittwoch).

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Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker

9. Februar 2009

Nun schon vor ein paar Tagen kam ich in den unglaublichen Genuss eines Saisontickets für die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker.

Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker

DIE sagenumwobene Digital Concert Hall. Nicht nur in der Philharmonie hatte ich davon und darüber gelesen (im Backstage-Bereich des großen Saals hingen Zeitungsartikel darüber im Schaukasten), auch im Medium Internet fand diese Innovation aus dem Hause Philharmonie allgemeine Bewunderung.

Und das zu Recht, wie ich jetzt herausfinden durfte.

Mit dem Kauf eines Saisontickets hat man (zum jetzigen Kaufzeitpunkt jedenfalls) die Möglichkeit, sich alle aufgezeichneten Konzerte bis zum August 2008 zurück (!) anzuschauen. Diese Konzerte fanden teilweise zwar schon vor der Eröffnung der Digital Concert Hall statt, wurden aber offensichtlich schon aufgezeichnet – in manchem Konzert, das ich beispielsweise im Oktober besucht habe, wunderte ich mich auch, dass die an den Seitenrängen befestigten Kameras sich unablässig drehten und offenbar mal auf diverse Instrumentengruppen oder -solisten, mal auf den Dirigenten zielten.

So fand das eigentliche Eröffnungskonzert für die Digital Concert Hall erst am 6. Januar 2009 statt, jedoch kann ich mir Konzerte bis zum 29. August 2008 zurück anschauen. Ich muss ehrlich sagen: Ich bin begeistert.

Nun zur Qualität

Bildtechnisch qualitativ wunderbar, alle Filme stehen in drei verschiedenen Qualitätsstufen zur Verfügung, vor der Anmeldung in der Digital Concert Hall oder dem etwaigen Kauf eines Tickets kann man sich mittels des auf der Website angebotenen Stream-Tests vergewissern, dass die eigene Internetbandbreite den Datenstrom auch vernünftig tragen kann. Ist man erst einmal dabei, sich ein Konzert anschauen, kann man auch den (von mir mittlerweile sehr begehrten, auf einem 26-Zoll-Monitor wirkt das einfach zu schön) Vollbildmodus anwählen.

Tontechnisch – nun ja. CD-reif ist der Sound nicht; nicht, dass ich das erwartet hätte, aber ein hochfrequentes Schnarren bei jedem höheren Pegel nervt auf die Dauer eines Stücks, einer Sinfonie oder ähnlichem von vielleicht 60 Minuten dann doch etwas. Es klingt, als würde man eine Sound-Datei über Handylautsprecher eines älteren Handys abspielen, da tritt das gleiche Phänomen auf – natürlich ist in der Digital Concert Hall bei weitem nicht so dramatisch und im Umfang nicht zu vergleichen! Es scheint sich mir nur – allein aufgrund der Klangcharakteristik – um das gleiche Grundphänomen zu handeln.

Insgesamt jedoch…

…bin ich ausgesprochen zufrieden, das kann ich einfach nicht anders sagen. Bisher habe ich mir ausnahmslos jeden Tag 1-4 Konzerte angeschaut, Tendenz sogar eher noch steigend.

Allein die Möglichkeit, sich ein Konzert mehrmals ansehen zu können – oder auch Konzerte, die man selbst besucht hat, wieder erleben (und damit auch spontane Höreindrücke überprüfen) zu können – ist atemberaubend, finde ich.

Die Digital Concert Hall hilft mir persönlich in Sachen Werkkunde. In den Programmen der angebotenen Konzerte sind mitunter Werke dabei, die ich nicht auf CD besitze – hier sind also Neuentdeckungen möglich.

Nicht zu unterschätzen ist auch die Tatsache, dass man nun von vielen Stücken sofort eine Aufnahme der Berliner Philharmoniker griffbereit hat – auch, wenn es die noch nicht auf CD gibt. Man stöbert einfach nach dem Konzert im Archiv und kann dann auch Interpretationen vergleichen (für mich momentan extrem interessant: Vergleich der Brahms-Interpretationen von Carlos Kleiber, Herbert von Karajan und Sir Simon Rattle)!

Ich kann ein Abonnement also nur wärmstens empfehlen und hoffe, dass jeder, der sich jetzt von meiner Begeisterung anstecken ließ, an der Digital Concert Hall mindestens genauso viel Freude hat wie ich! :)

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We’re finally back… …und Anton wieder weg!

2. Februar 2009

Blick aus der Chata Seibert in das Tal & nach Pec pod snezkou

Nun ist eine Woche vergangen und wir sind wieder da: Am Samstag, etwa um 18.10, durften wir uns wieder am (nicht halb so verschneiten) heimischen Berliner Boden erfreuen.

Ein ganz merkwürdiges Gefühl. Auf der Rückwanderung von der Chata Seibert (die sich übrigens in genau 998 m Höhe auf den Berg pflanzt) Richtung Tal rutschte man noch hier und da aus oder sackte mal ein, weil unter der vermeintlich stabilen Schneedecke doch ein Bächlein floss – und nun in Berlin der feste Boden!? Wir denken doch, mittlerweile werden sich alle Fahrtteilnehmer daran gewöhnt haben.

Zurück aus Pec – das heißt auch, Bilanz für unsere Blogleistung ziehen, die nun zugegebenermaßen nicht sehr berauschend ausfiel.

Ehrlicherweise muss man sagen, dass wir in der Chata Seibert WLAN zur Verfügung hatten, uns das aber erst am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes auffiel (weil uns das wiederum nicht rechtzeitig von den kleinen Orchesterkindern verraten wurde – aber die warten sowieso noch auf ihre gerechte Strafe). Bekanntermaßen sind die Pecfahrer in der Chata Seibert in zwei verschiedenen Etagen untergebracht – für alle 12/13er (und älter) ist die obere Etage Heimathafen, für alle kleineren gilt es, den Schlafplatz in der unteren Etage aufzusuchen. Man sollte an dieser Stelle noch dazu sagen, dass alle, die in der oberen Etage wohnen, auch nach 22 Uhr noch mehr oder weniger machen dürfen, was sie wollen (solange sie leise sind), die Gestraften der unteren Etage aber Punkt 22 Uhr in ihren Zimmern zu sein haben und dort am besten auch nicht mehr laut atmen dürfen… das wär schließlich Ruhestörung/Hausfriedensbruch!

Nun ja: Frau Eva Seibert, unsere alljährliche Gastgeberin, hat offenbar einen wlan-Router im Erdgeschoss, wo sich auch ihre Wohnung befindet, platziert. Man weiß nicht, ob daran noch gekurbelt werden muss, um die Sendeleistung zu steigern, sicher ist aber, dass das so verheißungsvolle kabellose Internetsignal gerade so bis in das erste Obergeschoss reicht. Und auch nicht jeder Computer kann in das Netzwerk eindringen: Anton und ich sind mit Apple-Laptops ganz gut gefahren, Windows-Laptops jedoch wiesen nur eine Erfolgsquote von geschätzt 40% auf. Etwas zu dürftig, um das als stabilen Internetzugang zu bezeichnen. Immerhin aber besser als gar nichts.

So viel zum WLAN, über das dann auch der Beitrag “Erste Probe mit Chor UND Orchester” erschienen ist – wie Anton aber bereits schrieb, geschah all das bereits nach 22 Uhr, sodass wir, die dort unten saßen und uns elektronischerweise vergnügten, bald durch die Autoritäten vertrieben wurden. So blieb das der einzige Beitrag dieser Art.

Man sollte auch zugeben, dass man in Pec (wir sind ja nicht zum Vergnügen da, sondern zum Arbeiten!!) nicht ständig die Zeit hat, einen ganzen Beitrag auf den paar Handytasten zu tippen – außer vielleicht im Bus, wo Anton das auf der Hinfahrt auch noch einige Male tat.

Für alle Schülerinnen und Schüler der RLO (was sag ich, Berlins sogar) beginnen jetzt jedenfalls die Ferien und deshalb startet der Anton heute seinen kleinen Ferienausflug auf diese etwas abseits liegende Insel Great Britain.

Er wird erst Ende der Woche wieder zurück sein und vielleicht das ein oder andere von da drüben zu berichten haben… Möglicherweise überkommt ihn ja die Lust, hier etwas darüber zu schreiben – nein, das ist keine Ankündigung… ;)

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Erste Probe mit Chor UND Orchester (:

29. Januar 2009

So, wir haben jetzt unsere erste Probe mit Chor und Orchester hinter uns: Adiemus. Das Orchester probte nämlich von 19:30 bis 20:15, der Chor stieß zur gleichen Zeit hinzu und der Spaß begann. Ein Problem haben wir Tenöre allerdings derzeit: Ludwig und Ingo machen Percussion, Alex hat wenig Stimme und Matthias krank. Somit blieben ganze zwei. Aber das schaffen wir trotzdem alles (:

Wir sitzen derzeit im Flur der 1. Etage (und das NACH 22:00 Uhr^^) und quatschen… Hr. Henkel steht derweil am Treppenhaus und überwacht den Flur. Normalerweise ist ja Punkt 22 Uhr Schluss hier. Hr. Römer beschwert sich noch dass das WLAN an seinem Laptop nicht funktioniert während es bei Marcus und mir geht. Er will das abschalten lassen ;)

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Neues aus dem bus

24. Januar 2009

Die zimmerverteilung bereitet marcus und ingo (bzw leo) probleme.die
taktik ‘zuerst die 13er,dann die ganz kleinen und dann erst die
12.denn in der oberen etage ist zu wenig platz für alle 12/13. Somit
müssen einige 12er und auch auf freiwilliger basis 13er nach unten.
Zum schluss ging alles auf,auch ohne losen zu müssen. Derweil lesen
laura,maria,leonie und ingo die fotoromane der bravo girl mit
verteilten rollen…mittlerweile sind sie beim horoskop.ingo scheint
sich hoffnungen für die liebe zu machen,neptun soll ihm helfen.ob mal
sehen.


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gesendet aus Pec (Tschechien) von Anton und Marcus.

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5km vor Bautzen

24. Januar 2009

Wir sind wenige Kilometer vor der ersten Pause in bautzen. Ingo,laura
und leonie machen die ‘welcher typ passt zu dir?’ spiele aus der bravo
girl…derweil fragt ingo regelmäßig nach der kilometerzahl bis
bautzen damit er drehen kann.andere spielen noch uno oder hören musik.
Und leo erfreut sich derweil an einem artikel in der glamour: ‘wie
krieg ich leo rum?’. Noch 1km bis zum großen m :D


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gesendet aus Pec (Tschechien) von Anton und Marcus.

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10h 15m left

23. Januar 2009

Recht hat er, der Hr. Merkel in seiner Annahme, dass es Knödel geben müsste. Aber Obacht! Letztes Jahr sind wir am Sonntag einma… reingeschneit und DA gab es Knödel. Wenn wir ‘Pech’ haben, gibt es erst Sonntagabend Knödel. Aber wir werden sehen. Verhungert tut man bei Frau Seibert jedenfalls nie.
Und ebenfalls werden wir am ersten Abend zu einer Runde mit dem Gesangsverein der RLO zusammenkommen.

Also um mal von vorne anzufangen:
Ich bin noch nicht weit mit dem Packen. Meine Skier und Skischuhe sind oben und sehen auch soweit gut aus (: Ebenfalls liegt in meinem Zimmer eine große Reisetasche und Klamotten rum. Die restlichen Klamotten hängen noch auf der Heizung, in der Hoffnung, sie morgen trocken mitnehmen zu können. Ansonsten hab ich mich eingedeckt für die Fahrt und mit Dingen, die man nicht so leicht auf 1000m Höhe bekomme (Krügerol, Haribo etc.). Vieles werde ich erst morgen früh packen können, weil sie derzeit noch benötige (Laptop, Kamera lädt noch, Festplatte ist in Betrieb usw.)
Nun, dann werden wir morgen in aller Herrgotsfrühe den Bus an der Schule besteigen, die Keyboards, Verstärker und Instrumente des hochgeschätzten Orchesters einladen und Hr. Bergen wird sich wieder auf seinen Job als “Ausweiskontrolleur” freuen dürfen. Dann begibt sich der Doppelstockbus auf die Fahrt erst durch Berlin, dann auf die Autobahn Richtung Dresden und irgendwann kommen wir dann sicher auch im Riesengebirge an. Letztes Jahr klappte das so gut, dass Hr. Römer auf der Rückfahrt die Busfahrer gesondert erwähnte, schließlich wäre keinem der Schüler(INNEN) übel geworden. Hoffen wir das Beste für morgen.
Zu Guter letzt kommt man auf dem Parkplatz in Pec Downtown an, von wo die Skier und Taschen auf eine große Schneeraupe verladen werden. Um die Instrumente kümmert sich “Raupen-Willi”, wie wir den Mann (Sohn?) von Fr. Seibert nennen, der diese dann zur Baude fährt und dort aus seinem (sehr nach Diesel stinkenden) Schneegefährt die Instrumente entlädt (oder soll ich sagen ‘wirft’??).

Ach ja, eins hab ich vergessen: Die Zimmerverteilung muss im Bus erledigt werden. Meistens machen das die Ehemaligen, in diesem Fall also Ingo und Marcus (wobei Hr. Römer mir gegenüber heute verlangte, das ein Mädchen dabei sein müsse). Dann gibt es wieder Streit und ich sage für dieses Jahr besonderen Streit voraus: Es gibt nämlich oben weniger Betten als es Schüler der 12. und 13. (sowie Ehemalige) gibt. Nämlich insgesamt 4 zu wenig! 2 Davon gehen freiwillig nach unten (zu den Gründen sage ich nichts), mal schaun, was noch wird…

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Theooo, wir fahr’n nach Pec!

23. Januar 2009

So, nach deutscher Zeit ist es jetzt etwa 20 Uhr und damit noch genau 11 Stunden, bis sich der geheime Bund der Mitfahrenden zur Abfahrt zur legendären Chor- und Orchesterfahrt nach Pec des Jahres 2009 trifft.

Ich selbst bin gerade dabei, die letzten Vorkehrungen für die Zeit meiner Abwesenheit (zum Beispiel Zimmer aufräumen, bevor die Ableser des Heizungsstands nächste Woche hereinschneien) zu treffen und gleichzeitig alles, was mir noch einfällt, in Richtung Koffer zu befördern.

In 11 Stunden treffen, in 11 Stunden und 30 Minuten geht es dann endlich los. Noch einmal schnell trauern um die Kolleginnen und Kollegen, die dieses Jahr aus verschiedenen Gründen, sei es Schulabgang, sei es Prüfungs- oder auch Abiturvorbereitung, der Fahrt nicht beiwohnen können. In den Bus steigen, noch einmal kontrollieren, ob man denn auch den Pass dabei hat (oder im umgekehrten Falle doch eher an der Grenze aussteigt), Platz suchen, bequem machen, los fahren. Und sich schon einmal seelisch darauf einstellen, am Nachmittag in einer endlos lang erscheinenden Zeitspanne den Berg hinaufstiefeln zu dürfen – bis man als Lohn endlich seinen Zimmerschlüssel entgegennehmen darf und sich bereits nach dem Abendessen sehnt. Gab es nicht am ersten Abend immer Knödel?

Natürlich wird auch am ersten Abend schon geprobt! Wir sind ja nicht nur zum Spaß da.

Doch dazu in den nächsten Tagen mehr – dann nicht mehr aus der Perspektive des Vorausschauenden, sondern aus der des sich bereits in der Bauda Seibertova zurücklehnenden und in die selige Vergangenheit schauenden…

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Marcus, Pec '09, RLO , , , , ,

TEQUILA… FERTIG!!

23. Januar 2009

Liebe Freunde der leichten Unterhaltung und des zeitgenössischen Crossovers,

ich darf hiermit stolz verkünden, mein Arrangement zu “Tequila” gestern vollständig fertig gestellt und bereits (samt Instrumentalstimmen) ausgedruckt zu haben.

Die Partitur umfasst nun 21 Seiten (wobei die Noten sehr klein gedruckt sind) und die Stimmen sind, je nach Menge des zu spielenden, 2 bis 7 Seiten lang. Mein “Tequila” bringt es auf eine Länge von nun knapp 7 Minuten.

Ich wünsche allen beteiligten Instrumentalisten viel Spaß beim Spielen und Proben in der kommenden Woche (mit mir als unerbittlichem Probenleiter und Dirigenten) – und der werten Zuhörerschaft viel Spaß beim Frühlingskonzert der rlo, wo dieses Stückchen Musik zu Gehör gebracht werden wird!

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Was nimmt der Durchschnitts Pec-Fahrer so alles mit?

20. Januar 2009

marcuslaptoppecAlso wenn ich mir so angucke, was Marcus und ich letztes Jahr nach Pec mitgenommen haben und was wir vorhaben, dieses Jahr mitzunehmen, dann sieht das in etwa so aus:

Neben den Klamotten, bei mir zusätzlich Skiausrüstung, und der Waschtasche (auch “Kulturbeutel” genannt) sind das Laptop, Digitalkamera, meine Videokamera mit Netzteil, Basisstation und Firewire Kabel, massenweise DV-Tapes, externe Festplatte für das DV-Material, Sicherheitsschloss für den/das Laptop, Aktivboxen, evtl. Grafiktablett für Videoschnitt, iPod und Kabel, Videokabel für den Fernseher im Essenraum, CD und DVD Rohlinge (falls man auf einmal noch ein Geburtstagsgeschenk braucht (was gut passieren kann^), Taschen für alle möglichen Geräte (Laptop, Digitalkamera, iPod, Videokamera). Mal gucken, wo ich noch schnell ein Kamerastativ herbekomme… Ich drehe sonst immer alles aus der Hand (ich weiß Bildstabilisatoren sind meist elektronisch aber der von SONY ist recht gut) aber für das Abschlusskonzert ist das immer ganz praktisch, wenn man sich da nicht ein Stativ aus Papierkörben und Bierdeckeln bauen muss :D

Also gut, Marcus und ich sind vielleicht nicht die durchschnittlichen Pec-Fahrer, vor allem wenn man sich Marcus’ Technikarsenal von 2008 anschaut:

Laptop, MIDI-Keyboard, MIDI-Box, Drucker (!!), Boxen und knapp 500 Blatt Papier. Das führte dann dazu, dass das MIDI-Keyboard zum Teil auf meinem Teil des Bettes lag, wenn Marcus nachts bis halb 4 komponiert hat. Aber dank Kopfhörern konnte ich trotzdem schlafen (:

Gleichzeitig hoffe ich darauf, alles wieder unbeschädigt wieder mit nach Berlin nehmen zu können, letztes Jahr waren ein paar Schüler der Meinung gegen unser Zimmerfenster Schneeballschlacht führen zu müssen und wir haben es auch noch provoziert und ein paar Bälle landeten auf dem Fensterbrett oder weiter drinnen… Aber Laptops können das ja ab :D

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich mit meiner Videokamera mache, wenn ich Skifahren bin. Ich hätte schon Lust, sie einen Tag mal mit auf die Piste zu nehmen, wenn schönes Wetter ist. Bei den Pisten in Pec kann man das auch noch verantworten (sind ja schließlich hellblau auch wenn rot dransteht). Andererseits kann ich sie auch in der Baude bei den nicht-Skifahrern lassen und sie filmen lassen. Mal schauen, was rauskommt^^

Fest steht: ich hab schon den Anfang des Filmes angefangen zu planen (im Gegensatz zum Film von 2008, der komplett im Schnitt entstanden ist). Wahrscheinlich “Barfuß” von Clueso, vielleicht mit erweitertem Anfang oder “New York Awakes” aus dem Soundtrack von “World Trade Center” von Craig Armstrong. Wo allerdings das mit dem WTC nicht so ganz passt… Na mal sehen.

Ich gehe davon aus, dass andere Pec Fahrer mit ihrer Digitalkamera ausreichend ausgestattet sind (:

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Pec '09 , , , , , , , , ,

Ankündigung: Pec – Der Live-Blog hier auf »AM BLOGgen«

19. Januar 2009

Am Samstag, den 24. Januar 2009, wird es soweit sein: Ab geht’s für insgesamt 60 Mitglieder vom großen Chor und Orchester der rlo mit dem Bus auf die alljährliche Chor- und Orchesterfahrt nach Pec. Normalerweise sind die Ereignisse aus Pec, zumindest während der Fahrt, ein gut gehütetes Geheimnis, da die Informationswege nach außen beschränkt sind. Wie gesagt, normalerweise…

…doch: Dieses Jahr wird all das anders.

Denn seit letzter Woche gibt es »AM BLOGgen« und wir haben eine recht zuverlässige Verbindung zur Außenwelt.

Deshalb werden wir in der nächsten Woche nach Möglichkeit jeden Tag für alle Zuhausegebliebenen oder ehemalige Pecfahrer oder jeden anderen, der sich für das Tagesgeschehen aus Pec interessiert.

Um keine Mitteilung aus dem Riesengebirge zu verpassen, empfehlen wir, entweder mit einem geeigneten RSS-Reader unseren RSS-Feed zu abonnieren (http://feeds.feedburner.com/AmBloggen) oder, solltest du keinen RSS-Reader besitzen, unseren Email-Service für neue Artikel abonnieren.

Also dann… Wir wünschen viel Freude im Voraus beim Lesen nächste Woche!

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Anton, Marcus , , , , , , , , , , , ,

Der Tag ist noch JUNG!

19. Januar 2009

gsv_logo_for_protoDie Gesamtschülervertretung der Rosa-Luxemburg-Oberschule, der ich ja nun seit knapp eineinhalb Jahren angehöre, fuhr dieses Januarwochenende auf die, nun ja seit zwei Schuljahren regelmäßige, GSV-Fahrt nach Flecken-Zechlin.

Diese Fahrt findet auch zum zweiten Mal mit dem Carl-von-Ossietzky Gymnasium statt, mit welchem wir nun seit letzte Schuljahr zusammenarbeiten. Allerdings war die letzte “gemeinsame” GSV Fahrt im Dezember 2007 eher zwei einzelne Fahrten, denn die einzige Verbindung beider Schulen war unser Schulsprecher und der jetzige FSJler des CvO.

Das sollte dieses Jahr anders werden. Es sollte eine gemeinsame Fahrt werden,

Schüler beim SV-Seminar

Schüler beim SV-Seminar

zumal sich nun schon einige Rosas und Ossis kannten, nicht nur auf kollegialer, sondern auch auf persönlicher Ebene und vor allem die Jüngeren alte Grunschulklassenkameraden/innen wiedertrafen. Nach einigen, nicht ernst zu nehmenden Anfeindungen zwischen Rosa und Ossi im Bus (bzw. in Flecken) per SMS (Rosa: “Haltet uns die 3er Zimmer frei, wir sind quantitativ klar überlegen” – Ossi: “Arroganz war schon immer Tugend eurer Schülerschaft. Dem Tribut zu zollen viel eurem Schulsprecher wohl leicht.”)

Auch die Themen der Seminare sollten anders werden: Es sollte weniger Methodenarbeit (wie Dezember 2007) gemacht werden, sondern vor allem inhaltlich gearbeitet werden, da uns das letztes Mal zu kurz kam. Und so haben es unsere wunderbaren Teamer geschafft, beides auch noch clever zu verknüpfen, ohne dass es groß auffällt. So beschäftigt man sich mit verschiedenen Themen und wendet jedes Mal eine andere Methode an, ob das ein Plakat ist, Moderationskarten oder das “open space” Modell für Projektarbeit, wo jeder mal bei einer Gruppe vorbeischauen soll. Letzteres ging nicht so gut auf,

Stuhlpogowir blieben alle mehr oder weniger in unseren einzelnen Gruppen und wurden gleich noch vor ein anderes Problem gestellt: Wir, das Rosa, begannen Samstag mit der Projektarbeit um 16.28 Uhr. Die Ossis mussten aber um 16:30 Uhr wieder in ihrem Seminar sein, was die Arbeit der RLO-CvO-Kooperationsgruppe erschwert. Aber gut, unsere Gruppe hat sich am Abend noch einmal getroffen, über die Projekte diskutiert und zu guter Letzt noch eine dreiviertel Stunde Stuhlpogo gespielt (dazu mehr in einem anderen Beitrag).

Doch was haben wir eigentlich gemacht außer ein verlängertes Wochenende in einem Dorf in der Nähe von Rheinsberg an einem zugefrorenen See zu verbringen und alle paar Stunden zu essen?

Wir haben am Freitag Plakate zum Thema “der perfekte Klassensprecher” (für die, die zum ersten Mal dabei waren) bzw. “der perfekte SV-Vorstand” (für die, die 2007 mit dabei waren) erstellen. Dazu bekamen wir einen Stapel Magazine (Spiegel, Focus, IKEA Katalog, connect etc.^^) und sollten nur mit Hilfe von Zeitungsausschnitten aus genannten Magazinen und Zeichnungen das Thema behandeln. Also keine Stichpunkte oder irgendwas. Dann nimmt man Bilder, Werbungen oder Überschriften aus den Magazinen und klebt sie intelligent auf das Plakat. Das war eine schöne Aktion, für die wir nur leider etwas wenig Zeit hatten. Und wir hätten sie mit dem Ossi gemeinsam machen können.

Dann konnten wir uns Samstagvormittag an einem von 4 Workshops teilnehmen. Diep1080896se gab es zu Themen wie “SV-Leitung / Schulsprecher”, “Rhetorik”, “Schulrecht” und “Öffentlichkeitsarbeit”. Da waren wir wieder Rosa/Ossi gemischt und ich habe in meinem Workshop zur SV-Leitung sehr viel gelernt. Das wird mir sicher viel helfen, denn schließlich muss ich als stellvertretender Schulsprecher der RLO auch SV Sitzungen vorbereiten und mit leiten. Dazu gehört, mit dem Schulleiter und/oder Lehrern zu reden, den Klassen- und Jahrgangssprechern komplizierte Sachverhalte wie z.B. das neue Modell für die Oberstufe nahe zu bringen und die Diskussion in der GSV zu moderieren, was nicht gerade leicht ist.

Zu guter letzt ging es um Projektmanagement. Wir haben das SMART (bzw. auf deutsch “SMERZ”) Vorgehen kennengelernt, wonach man bei der Projektorganisation vorgehen sollte. Allerdings hab ich die genaue Bedeutung der Buchstaben nicht mehr im Kopf… Wir haben dann GSV-Projekte, RLO-Projekte und was gerade so läuft auf Moderationskarten geschrieben und gesammelt. Daraus entstanden dann Projektgruppen im “open space” Modell. Meine “Rosa-Ossi-Kooperationsgruppe” hat sich dann am Nachmittag in der Projektzeit (leider ohne die Ossi-Leuts, die wieder in ihrem Seminar waren) über die 4 Projekte verständigt, die wir durchführen wollen. Das sind der Klassentausch, ein Fußballturnier mit zwei weiteren Schulen, ein Freundschaftskonzert und eine Fortsetzung des Schülerballs in einer anderen Form (Open-Air Konzert etc.). Die haben wir dann am Abend in kleiner Runde mit den Ossietzky Leuten besprochen und die stimmen da überein.

Daneben haben wir über die Meinungen der Schüler beider Schulen über die jeweils andere diskutiert, vor allem angesichts eines MORON-Artikels (Schülerzeitung des CvO) über unsere Schule, der sehr einseitig war. Allerdings steht für uns fest, dass, egal wer welche Vorurteile gegenüber der anderen Schule hat, wir diese beseitigen wollen und zwar langfristig, sodass Schüler beider Schulen vom Anfang ihrer Schulzeit am Gymnasium gar nicht in das “alte Schema” verfallen. Da steht einiges vor uns.

Sonntag gab es dann nochmals Zeit für die Projekte und am Mittag eine außerordentliche GSV Sitzung, die allerdings nur zum Vorstellen des neuen Modells der Oberstufe und zur Vorstellung der Projekte gedient hat, da wir nicht beschlussfähig waren (es waren ja nur 39 von 58 GSV-Mitgliedern auf der Fahrt).

Insgesamt war diese GSV Fahrt eine tolle Fahrt, die mir schon (um es mal übertreibend zu schreiben) etwas die Tränen in die  Augen laufen lässt, schließlich war es das letzte Jahr mit dieser GSV für mich. Es ist toll, dass wir so nette und engagierte Klassen- und Jahrgangssprecher haben, die sich, so denke ich, nach dieser GSV Fahrt noch mehr einbringen werden, weil sie wissen, dass sie etwas tun müssen und können. Sie sollen nicht einfach nur zu den Sitzungen erscheinen und zuhören sondern mitmachen. Um das zu Erreichen habe ich die letzten eineinhalb Jahre sehr viel Kraft und Zeit in die GSV hineingesteckt.

Aber Schluss mit dem Abschiedsgeplänkel, es sind noch fünfeinhalb Monate bis ich nicht mehr Schüler der RLO bin, also ist noch Zeit!

Die Ossietzky Leute verdienen besondere Erwähnung; es ist einfach toll, dass wir mit euch zusammenarbeiten, denn ihr seid sehr nette und engagierte Leute, die den notwendigen Realismus für ihren

 Job haben. Danke dass ich euch seit März letzten Jahres kenne!

PS.: Ach ja, da schreibt man einen Artikel mit einem tollen Titel und geht nicht mal drauf ein: Der Spruch kommt vom Samstagabend, wo wir gemeinsam mit unseren Begleitlehrern, darunter Hr. Jung in gemütlicher Runde gesungen haben. Und wenn er uns ins Bett schicken wollte, kam dieser Wortwitz “der Tag ist doch noch jung!”. Daher.

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