Es gibt Leute…

2. Juni 2010

…die offensichtlich einen untrüglichen, messerscharfen Instinkt haben. Wilfried Schmickler, bekannt als cholerischer Aufräumer in den WDR – Mitternachtsspitzen, muss ein solcher sein.

Es ist Tag 2 nach dem Rücktritt von Horst Köhler, Ursula von der Leyen soll es – so das Volk nicht allzu laut aufbegehrt – denn wohl werden. Mich aber fasziniert etwas ganz anderes.

Prophetengleich nimmt sich Wilfried Schmickler am Montagmorgen, noch weit bevor Kanzlerin, Bundestagspräsident, Verfassungsgerichtspräsident und andere von Horst Köhlers Entscheidung, zurückzutreten, erfahren dem Thema des noch amtierenden Bundespräsidenten an, geht durch seine Amtszeit und setzt in einem pointierten Finale den Schlussstrich, den auch Horst Köhler einige Stunden später ziehen wird. Meine Hochachtung!

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Peter Kuscher Peet

Der Vollhorst der Nation – Wer ist hier eigentlich gescheitert?

1. Juni 2010

Es gäbe kuscheligere Themen, um den Blog mit nurmehr 2 Autoren wieder aufzunehmen. Weniger streitbare. Bequeme. Themen, die sich runterlesen wie Seifenwasser oder die Weihnachtsansprache von Horst Köhler.

Und ausgerechnet dieser Horst, dieser Idiot, dieser “Vollhorst” tritt heute zurück. Und eine ganze Kaste, ein ganzes System, das System des politischen Berlin steht unter Schockstarre.

Die ARD befindet es für nötig, diesen historischen Moment mit Endlosschleifen und immerselben Kommentaren zu füllen, kriegt es nicht einmal zustande, eine ad-hoc-Schaltung zur Pressekonferenz der Bundeskanzlerin (wohlgemerkt 3 1/2 Stunden nach dem Rücktritt Köhlers) aufzubauen und flüchtet sich in Gespräche mit Hugo Müller-Vogg, einen Autoren der Bild-Zeitung, der wohl einflussreich ist in Berlin, der aber mit Floskeln wie “Köhler macht den Lafontaine” beweist, was Köhler vor nunmehr rund 4 Stunden beklagt hat. – Den mangelnden Respekt vor seinem Amt (und, das fügte der schüchterne und zugleich entschlossene Schwabe wortlos durch einen letzten, starren  Blick in die verdutzten Gesichter der Journalisten an, vor seiner Person).

Alle stellen sich die Frage “wieso” – und alle machen munter mit. Die einzigen, die in all der politischen Maschinerie, die nach einer Notanimation stockend wieder anläuft, halbwegs die Dimension zu erfassen scheinen, sind die Sozialdemokraten, die jetzt aus “Respekt” nicht noch am selben Tag über Namen sprechen wollen. Zumindest nicht vor der Kamera. Wenn sie aus ist, wird – so ist vielfach zu lesen – auch in den Köpfen von Sigmar Gabriel oder Frank-Walter Steinmeier eine mächtige Rotation wirken.

Der Rücktritt von Horst Köhler entblößt Berlin. Entblößt die Journalisten. Fast zwei Stunden lang wird es heißen, dass Deutschland nun “ohne Staatsoberhaupt” sei, erst am Abend wird man im Layer unter dem Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen der Zusatz “Bundespräsident” erscheinen. – Auch das ist mangelnder Respekt vor seinem Amt, aber auch vor dem Grundgesetz, dass das Amt begründet. Das Unwissen um die Verfassung und die überstürzte Verbreitung scheinbar gesicherter Tatsachen zeigen einmal mehr, dass Faktizität im Berichterstattungsprozess eine untergeordnete Rolle spielt.

Denn spätestens um 22 Uhr stehen Politikwissenschaftler und Kommentatoren aller Couleur vor dem Mikrofon und spekulieren sich den Ast ab, den sie bis eben noch zu stützen versuchten. Was denn wohl die Gründe für seinen Rücktritt seien, was das nun für das Land in dieser “schweren Krise” für dramatische Folgen habe und überhaupt, wie er wohl so verweichlicht und schwächlich sein könne, nun hinzuschmeißen. Mir schallt ein Zitat aus der letzten großen Berliner Rede von Horst Köhler in den Ohren “Wir brauchen wieder ein Gefühl: Das macht man nicht!”, dass er so ganz sicher nicht gemeint hat. Es zeigt, wie abgestumpft die politischen Eliten sind. Wie wenig Menschlichkeit und die Suche nach Wahrheit eine Rolle spielen. Wie sehr das möglichst menschliche Spielen einer Rolle zur Wahrheit wird. Und wie wenig all das mit dem zu tun hat, was uns tatsächlich Sorgen bereiten sollte.

Was für schwerwiegende Auswirkungen hat Köhlers Rücktritt für die Tagespolitik, wer lässt wen im Stich?!

Köhlers Fehlen bedeutet die Abwesenheit des letzten größeren Repräsentanten in der Bundesrepublik, der nicht nur fähig war, Kritik zu üben, sondern vielmehr sie begründet zu üben. Der Bundespräsident, der mit “Vorfahrt für Wachstum” auch für mich persönlich unsympathisch war, schien – mit Sachverstand und Auffassungsgabe ausgezeichnet – mit den Jahren zu begreifen und immer fähiger, Zusammenhänge offenzulegen. Nur, dass dies nun keiner mehr hören wollte. Sollte anfangs noch “Super-Horst” Deutschland und die Arbeitsplätze retten, wollte zuletzt wirklich niemand mehr seine messerscharfen Analysen zu fehlerhaften wirtschaftlichen Zusammenhängen in der Welt hören. Lieber fragte man sich, wo er denn bliebe?! Wann er denn was sage?!  - Horst Köhler sprach. Auf Kongressen, bei Diskussionen, mit den Bürgern. – Allerdings hatte niemand ernsthafte Ambitionen, ihm dabei zuzuhören.

Dabei hat er gewarnt. Er hat analysiert. Er hat bereits seit dem letzten Oktober gefordert, die Politik dürfe den Banken nicht schon wieder freie Hand gewähren. Die nächste Krise, so sei er sich sicher, würde mehr ins Wanken bringen als nur das Finanzwesen. Und, so immer noch Köhler im Original aus einer exemplarischen Rede, Europa brauche dringend eine einheitliche, europäische Ratingagentur. Das sagt er wohlgemerkt noch vor dem Wiederaufflammen aller Probleme, zudem geben ehemaligen Mitarbeiter beim IWF zu verstehen, er habe bereits zu seiner Amtszeit über die Idee einer Transaktionssteuer nachgedacht und Machbarkeitsstudien ausarbeiten lassen, Konzepte, auf die Dominique Strauss-Kahn – wenngleich er die prinzipielle Machtlosigkeit seiner Behörde eingestehen muss – heute wieder zurückgreift.

Das Problem ist aber, dass das niemand mehr ernstlich hören wollte. Er kam zur Unzeit. In der Krise hätte er sich doch bitte äußern sollen, dass Köhler reflektiert, vordenkt und sich – wie es aus meiner Sicht zum Amtsverständnis eines Bundespräsidenten gehören sollte – antizyklisch zu Wort meldet, wird nicht honoriert. Auch hier scheint das Amt des Bundespräsidenten wertlos zu sein, wenngleich Köhler (noch) nicht resigniert, muss er doch mit ansehen, dass seine Meinung scheints ungefragt ist.  - Dass er die Wahrheit sagt, scheint Berlin nicht zu interessieren. Mit der Wahrheit gewinnt man keine Wählerstimmen. Schon gar nicht vor einer Landtagswahl.

Und so ist dieser Horst Köhler, der neunte Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, letztlich zum Opfer dessen geworden, was ihn über seine komplette Amtzeit antrieb: Die Wahrheit.

Horst Köhler wollte es wissen. Unvergessen, wenn er sich zu Demonstranten begab, um trotz Warnungen allerseits das Gespräch mit ihnen zu suchen und ihnen – welch Unsitte – auch noch respektvoll begegnete und das vom Volk zurückbekam, was er gab. Unvergessen auch seine zahlreichen sog. “Fauxpas”, wie das Festellen der faktischen Ungleichheit zwischen Ost und West, was ihm die Unterstellung einbrachte, er wolle es so. Aber das war kein Politikum. Damals scharrten sich die Politiker alsbald hinter ihn, man tue ja alles, um das zu ändern. Außerdem seien geographische Unterschiede ja nicht ganz von der Hand zu weisen.

Sein letzter Fauxpas allerdings ist anders gelagert. Horst Köhler tut sich schwer mit Unwahrheiten, und so spricht er im Interview mit Deutschlandradio von der Sicherung wirtschaftlicher Interessen Deutschlands, während er auf dem Rückflug von Afghanistan ist. Selbst, wenn seine Äußerungen tatsächlich auf Einsätze wie den am Horn vom Afrika bezogen waren, denn in dem Fall käme erschwerend hinzu, dass Köhlers Worte nahezu deckungsgleich sind mit Stellungnahmen des schwarz-roten Verteidigungsministeriums, diesmal ging Köhler so oder so zu weit.

Er hatte die Chuzpe, den Finger in die Wunde zu legen, er wagte es, über das Sakrosankt Krieg offen und ehrlich zu reden. Das war zu viel für die Berliner Meinungsmacheindustrie. Sofort waren neben – zurecht – empörten Bürgerstimmen auch Rücktrittsforderungen laut geworden, er argumentiere verfassungswidrig. Es gehört zu diesem merkwürdigen Spektakel, dass der Bundesverteidigungsminister kurz darauf völlig folgenlos gegenüber der Nachrichtenagentur AFP angeben durfte, dass Wirtschaftsinteressen und Sicherheitspolitik „in Verbindung stehen“ könnten.

Ein kriegsähnlicher Zustand, eine hypothetische Verknüpfung wirtschaftlicher mit kriegsähnlichen Interessen, all das schultert das politische Berlin mit links. Wehe aber, wenn der Präsident den Konjunktiv weglässt. Dann ist es egal, ob die Soldaten ihm dankbar waren für die Gespräche, die ihnen mehr Mut gemacht hätten als jeder andere Besuch bislang, denn er sei immerhin ehrlich gewesen. Das zählt nicht mehr.

Sicherlich ist es lächerlich, wegen einer solchen Debatte zurückzutreten. Die Summe aller bisherigen Schüsse gegen den Bundespräsidenten, der mal Gesetze nicht unterschrieb und sich dafür anraunzen lassen musste, er solle sich “nicht in die Tagespolitik” einmischen, an anderem Ort dann in genau dieser Tagespolitik wieder vehement gefordert wurde, der mal diplomatisch schwierige Missionen mit Bravour leistete und maßgeblich zur vorläufigen Aussöhnung zwischen Deutschland und Israel beigetragen hat, aber dann doch bitte nicht zu sehr an internationalem Profil gewinnen und dann doch lieber Sommerfeste ausrichten sollte, der es schaffte, was ein Polititprofi nie geschafft hätte, die Trauer nach Winnenden heilsam zu kanalisieren und Menschen halt zu geben und doch nie zu viel Kontakt mit den Bürgern haben sollte, sondern jetzt doch endlich wieder in Bellevue zu anderen Themen stellen sollte, diese Summe rechtfertigt seinen Rücktritt und nebenbei auch den Rücktrittsgrund.

Es bleibt zu wünschen, dass die Politik nun den Schuss Köhlers gehört hat und bei der Suche nach einer:m NachfolgerIn im Amt der:s Bundespräsidentin:en nun nicht versucht, die Fehler am letzten Bundespräsidenten (zu ehrlich, zu bürgernah, zu unbequem, “zu wenig Politiker” (womit eigentlich eine mangelnde Skrupellosigkeit begklagt wurde)) bei dem:r neuen AmtsinhaberIn  abzustellen, sondern jemanden sucht, der eine gesellschaftlich annerkannte Person ist, die für ihr Querdenkertum und ihren Mut zu reden bekannt ist. Eine:n die sich auch nicht zu schade ist, im Kreuzfeuer zu stehen. Die Politik muss jetzt unter Beweis stellen, dass sie in der Lage ist, jemanden in das Amt der Bundespräsidentin zu heben, der stärker ist oder zumindest so stark, dass sie ein Gegengewicht zur “Tagespolitik” bilden kann. Das können nicht gescheiterte MP’s wie Rüttgers oder Koch sein, dass können keine Minister sein, die aufrücken wie Von der Leyen oder Schäuble. Dieses Amt muss jetzt mit zivilgesellschaftlichen Personen besetzt werden, der Name Margot Käßmann ist gewagt, aber zurecht genannt, auch über Petra Roth kann man streiten, ich persönlich würde auch Personen vom Profil Klaus Töpfers befürworten – die Hauptsache ist nun, dass der Posten “BundespräsidentIn der Bundesrepublik Deutschland” nun nicht zum Witz verkommt, sondern mit Profil gefüllt wird. Das kann kein etablierter Bundespolitiker. Der Bundespräsident ist von der Verfassung als (wenn auch ruhiger) Gegenpol vorgesehen. Und nicht nur als nur lächelnder Mitläufer. Sollte die Wahl, die in den nächsten 30 Tagen zu treffen sein wird (und damit prekärerweise genau in die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft gefällt werden muss, in der normalerweise ungeliebte Gesetze durchgewunken werden, wohl auch deshalb die Verärgerung der Politik) auf eine:n profillose:n KandidatIn fallen, wäre Horst Köhler auch dieses Mal mit seiner Klage vor mangelndem Respekt vor dem Amt prophetisch in Erscheinung getreten. Sollte die Wahl auf eine:n starke:n Kandidatin fallen, hat er der Bundesrepublik in seiner letzten Amtshandlung seinen vielleicht größten Dienst erwiesen.

Horst Köhler ist zurückgetreten. Er hat sein Amt verloren. Nicht aber seine Ehre. Denn die war, Deutschland zu dienen.

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Peter Kuscher Peet

Die Zahl des Tages

26. Januar 2010

Heute: Die gefühlte Wahrscheinlichkeit, dass die Fußgängerampel am Rosa-Luxemburg-Platz zur U-Bahn Insel hin auf grün steht, egal ob von oder zur U-Bahn: 95%. Das ist eine gute Bilanz für mich, schließlich muss ich da jeden Tag langlaufen.

Warum ich das heute schreibe? Weil vorhin die restlichen 5% eintrafen…

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Anton Allgemeines, Volksbühne

Generation Praktikum und Spaß dabei

22. Januar 2010

Hui, hier ist ja schon ewig nix mehr geschrieben worden. Bleibt wohl festzustellen, dass wir drei allerhand zu tun haben. Marcus bereitet sich auf Hochschuldinge vor, bei Peter steht das vierte Abitursemester ins Haus und ich bin an meinem neuen Praktikumsplatz.

Pünktlich zum neuen Jahr begann ich am 3. Januar mein Praktikum an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. In der Ton & Videoabteilung ist mein neues Zuhause, welches erfolgreich die RLO als mein zweites Heim abgelöst hat. Viele mögen es vielleicht kaum glauben, aber das ist tatsächlich so. Vater und Freundin zeigten sich schon nach wenigen Tagen sehr erstaunt.

Wie der Name schon sagt, ist die Abteilung für den Sound und jegliches Video an der Volksbühne, im Roten Salon und dem Prater zuständig. Ob Musikeinspieler, Microports in Tischen verbaut, Projektionsleinwände mit Videos oder Livekameras und Beschallung von Konzerten sind alles unser. Dafür arbeiten mehrere feste Angestellte, deren Aufgabenbereich (Ton oder Video) meist festgelegt ist und mehrere freie Mitarbeiter sowie ein Azubi und ich meist projektbezogen an den Stücken oder Musikbühnen mit. Das heißt, jedeR hat so seine Projekte bzw. Stücke, an denen er mitarbeitet, von Proben über die Premiere bis hin zum Gastspiel (manchmal). Dazwischen werden andere Veranstaltungen gefahren (wie z.B. die Musikbühne, Konzerte im Roten Salon oder im Prater) oder im Raum der Abteilung an Geräten und Kabeln gebastelt. Man findet immer etwas zu tun. Derzeit bin ich beim neusten Gob Squad Projekt “Revolution Now” eingeplant. Das ist ein größtenteils deutsch-englisches Kollektiv von Schauspielern und Regisseuren, die gemeinsam ein interaktives Stück erarbeiten. Im Programm heißt der Untertitel Eine Inszenierung unter realen Bedingungen. Interaktiv heißt bei Gob Squad hunderte Meter Kabel, Funkmikrofone, Kameras, Lautsprecher und Monitore nicht nur im Saal, sondern vor allem auf dem Rosa-Luxemburg-Platz. Derzeit wird noch im Balletsaal geprobt, sodass wir die Kabel über das Dach des Grünen Salons zur Vorderseite der Volksbühne legen mussten. Das meiste Equipment und auch die Umsetzung kommt von Gob Squad selbst. Technische Geräte auf dem Rosa-Luxemburg-Platz bedeutet, dass im Schichtwechsel jemand in der Nähe stehen muss und bekanntermaßen ist es derzeit nicht besonders warm in Berlin…

Dieser Fakt führt natürlich auch zu Problemen. Man muss Akkus und Batterien öfter wechseln und da einige Kabel draußen bleiben sind die Stecker manchmal voll Schnee. Aber immerhin gabs noch keinen Kurzschluss oder Totalausfall.

Zurück zur Abteilung Ton-Video an sich: Es ist ausstattungsmäßig eigentlich ein Traum, von unendlich vielen BNC-Kabeln bis zum Videomischer oder dem Mac Pro mit FinalCut Studio zum Videoschnitt. Im Großen Saal steht das volldigitale Cantus Mischpult mit Nexus Base Devices. Diese Analog-Digitalwandler sind überall verteilt und schicken die analogen Signale von Mikrofonen etc. über Glasfaser an das System im Stellwerk (der Raum hinter der Glasscheibe hinter dem Tonplatz, wo Video und Licht zu Hause sind). Am Cantuspult selbst kann man dann individuell für jedes Projekt und jeden der Tonleute die Signale routen. Beim Video läuft das Ganze etwas “analoger”. An diversen Stellen auf, neben und unter der Bühne, sowie im Saal und im Foyer sind “Versatzkästen”. Das sind schwarze Kästen, an denen man diverse Audio/Video/Stromanschlüsse hat: XLR, BNC, Speakon-Multicore, XLR-Multicore sowie Anschluss zum Tonstromkreis. Die Signale kann man dann am Mischpult bzw. im Stellwerk routen (bzw. “patchen”) und auf die Lautsprecher, Effektgeräte, Beamer, Videomischer usw. schicken. Das hat den großen Vorteil, dass die Kabelwege auf der Bühne kurz sind und man nicht immer Kilometerlang Kabel über die Bühne legen muss. Irgendwo (auch im Prater) findet man immer einen Versatzkasten, in welchen man sich einklinken kann.

Für mich also ein Paradies! Allerdings eines mit vielen versteckte Gängen und Räumen, die man alle erst einmal kennenlernen muss. Am Anfang war ich froh, wenn ich irgendwie wieder zurück in unser Lager kam. Mittlerweile komme ich mit Übung und Schlüssel schnell an die wichtigen Orte. Das lernt man schließlich ziemlich schnell. Dann weiß man, was der “30er Zug” (die Lichttraverse, die im Saal hängt), die “Z-Brücke” (die Brücke über den ersten Zuschauerreihen, wo Lautsprecher und viele Profilscheinwerfer sind) oder “das Ei” (ein Lagerraum von Ton-Video) sind und findet schnell hin. Denn die Volksbühne ist ein Haufen netter Leute, die einen schnell aufnimmt. Und tatsächlich: Ich habe gestern zum ersten Mal Kaffee in der Volksbühne gekocht! Das hat sonst unser Azubi gemacht ;)

Gob Squad Kameras vor der VB

Gob Squad Kameras vor der VB

Videolager

Videolager

Digitalpult

Digitalpult

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Anton Anton, Technik, Volksbühne

Frohe Weihnacht!

19. Dezember 2009

Na Bravo! Endlich vollbracht!

Frohe Weihnacht!

Tönt es allethalben! Zumindest in meinem unmittelbaren Umfeld, dem Umfeld der Schule. Wohl geht es vielen nicht anders, die langsam, aber mit zunehmender Sicherheit ein Licht oder zumindest die Funzel des Weihnachtsbaumes am Ende des schwarzen, arbeitsbeladenen Tunnels glimmen sehen.

Heimeligkeit will sich einstellen und man freut sich darauf, nach langer Zeit endlich mal wieder die – mal mehr, mal weniger – geliebte Sippschaft zu sehen und im allgemeinen Weihnachtstaumel unterzugehen und allen Comedynummern, die uns Glauben machen wollen, Weihnachten sei wie jedes andere Fest auch nur eine einzige zwischenmenschliche Katastrophe, zu trotzen, indem man die paar Sekunden Gemeinsamkeit, die man im Jahr hat, auch wirklich genießt.

Wir leben nicht zuletzt auch, um zu geben, was wir zu geben vermögen und zu nehmen, was wir zu nehmen vermögen. Ist der Spruch “Frohe Weihnacht” da eigentlich der richtige?! Natürlich steht außer Frage, dass Weihnachten auch ein christliches Fest ist und gerade überzeugte Christen das Recht haben, diesen Tag zu feiern und – in der ihrer Relegion innewohnenden Demut – zu zelebrieren. Aber ist Weihnachten nicht eigentlich auch etwas anderes, etwas zweites geworden? Sehe ich nicht jedes Jahr aufs Neue große, kleine, alte, junge, glückliche und nachdenkliche Menschen am Bahnsteig stehen und alle tragen drei oder mehr Rucksäcke mit sich herum? Einmal den, indem sie ihre Kleidung und das nötigste tragen, was man halt braucht für die kalte Jahreszeit, einen, in dem sie die Geschenke für ihre Liebsten haben und einer, der die Geschehnisse des letzten Jahres in sich birgt und aufhebt, wohl behütet und liebevoll geschützt vor den Blicken der Welt, egal ob gute oder schlechte Erinnerung, bereit dafür, dieses eine Mal im Jahr entrümpelt zu werden?!

Würde es auch keiner von uns zugeben wollen, so kann man es zumindest fühlen, wie sich die Menschen (und ich zähle mich dazu), egal ob junger oder alter, greiser Mann, egal ob junge Frau am Beginn eines blütevollen Lebens oder alte, weise Frau, die weiß, dass ihre Blüte schön war und ihre Blüten nunmehr im Herzen trägt, all diese Menschen sehen sich ein wenig eingeschüchtert um, atmen ein letztes Mal die Fremde der großen, weiten Welt, ehe sie vielleicht schon in Kürze wie jedes Jahr einmal ihren Fußstapfen dorthin in den Schnee setzen, wo sie es als Kind auch schon getan haben, und sie werden sich schmerzvoll erinnern, dass damals noch andere der Szenerie beiwohnten, die mittlerweile ihren Eingang in die Beinahe-Vergessenheit gefunden haben und die dieses eine Mal im Jahr für wenige Wimpernschläge wieder mit Leben erfüllt werden.

Und hier kommen wir hin, uns erinnernd und besinnend einer besseren, weil früheren Zeit und uns gleichzeitig sehend vor der Tatsache, dass wir dem albernen Brauch des gegenseitigen Geschenkes längst überdrüssig sind und doch jedes Jahr ums Neue bis zum Moment, da jeder das – mal mehr, mal weniger – liebevoll angelegte Geschenkpapier vom Gegenstand, den es zieren soll, ein innerliches Zittern hinsichtlich des Wohlgefallens der ausgewählten Stücke herrscht, dass man manchmal meint, ganze Straßenzüge beben zu hören. Einige Augen leuchten noch besonders hell. Ihnen ist der Glanz nicht zu nehmen. Und insgeheim beneiden wir sie, die Kinder, die noch voller Hoffnung sind auf ein gutes, erfülltes Leben und die sich den Glauben an das Gute noch nicht haben nehmen lassen. Gerne wären wir so wie sie. Und wir behüten ihr Geheimnis einer besseren Welt wie unseren Augapfel und verteidigen die Existenz des Weihnachtsmannes so lange vor der kindlichen Neugierde, bis der letzte Damm gebrochen ist und manchmal sogar darüber hinaus.

Haben wir nicht manchmal auch im Geheimen noch einen Wunschzettel in unserem Kopf? Schwirren nicht auch uns noch Hoffnungen durchs Hirn, die mindestens genauso utopisch sind, wie die Hoffnung auf ein echtes Pferd oder den supertollen aber eben auch superteuren Legobausatz, den der Weihnachtsmann am Ende doch nicht im Gepäck hatte. Und wie sich das Kind im Stillen allem zur Schau gestellten Unmut zum Trotz insgeheim doch fragt, ob es auch artig genug war, um das Geschenk zu verdienen sollten wir uns auch manchmal fragen, ob wir das, was wir uns so sehnlich wünschen wirklich verdienen, ganz gleich, ob es an der Machbarkeit scheitert oder nicht.

Der Mensch existiert zuerst im Herzen, dann im Hirn und erst zuletzt als Körper. Wem das Modell nicht esoterisch genug ist, darf hier die indische Schakren-Lehre oder sonstwas heranziehen, um es zu erweitern, wem es zu esoterisch ist, darf das Herz weglassen, am Grundtatbestand vermag das eh wenig zu ändern. Wenn wir anders handeln als wir denken und zweierlei ausstrahlen, das heißt am Ende auf so vielen Ebenen neunmalklug daherreden, dass wir aus der alltäglichen Shizophrenie des Menschengeschlechtes sogar noch deutlich herausragen,  brauchen wir uns nicht wundern, wenn unsere Träume niemals wahr werden.

Deswegen sollte es nicht nur “Frohe Weihnachten!” heißen, sondern allzumal “besinnliche Weihnachten”, ja ich würde so weit gehen und wirklich guten Freunden “denksame Weihnachten” wünschen. Auf dass wir unsere dritten Rucksäcke, die wir mit uns herumschleppen gründlich ausrümpeln und uns nicht vor unangenehmen Fragen scheuen, am Ende staunend vor dem stehen, was uns im letzten Jahr wiederfahren ist, wenn uns der Turm der angestauten Erlebnisse so groß anmutet wie einst der scheinbar riesige Weihnachtsbaum unserer Kindheitstage. Und wenn wir ihn dann ausgerümpelt haben, unseren Rucksack, sollten wir auch mutig sein und uns die paar Tage Zeit nehmen, intensiver nachzudenken, vielleicht auch ein gutes Gespräch zu suchen, mit der liebevollen Mutter, dem wachsamen Papa, der weisen Großmutter oder dem gebrechlichen, aber dennoch vom Herzen aus strahlenden Großvater und zuhören, was uns andere zu sagen haben, so lange wir nur zuhören können und von diesem großen Privileg fremden Wissens gebrauch machen, wohl wissend, dass auch dieses in naher Zeit schon in Beinahe-Vergessenheit geraten könnte.

Im Idealfalle nehmen wir am Ende der Festtage mindestens 3 Dinge mit auf unseren Weg zurück in der Fremde, teils unheimliche Welt: Den Rucksack, in dem wir unsere Kleidung und das Nötigste mit uns tragen, und zwei Flügel, die uns im kommenden Jahr tragen mögen: Die Hoffnung, die wir den leuchtenden Kinderaugen entliehen haben und die Weisheit, die uns die Herzen und/oder Hirne unserer Nächsten geschenkt haben. Unsere Aufgabe wäre es dann, in diesem Geiste die Welt aufs Neue zu beseelen, ehe wir wieder einkehren, einmal im Jahr die Bahnsteige bevölkern zu dem, was einige der wenigen mir bekannten Amerikaner “Christmas Homecoming” nennen und in unseren Taschen nesteln und irgendwie auch in unseren Köpfen mit einem Schuss kleinkindlicher und naiver Vorfreude, die wir uns bis zuletzt nicht nehmen lassen.

In diesem Sinne wünsche ich allen mit ganzem Hirn und ganzem Herz eine frohe, besinnliche und besonders glückliche weil denksame Weihnachtszeit und ein wunderbares Neues Jahr, das nicht nur ein weiteres, sondern ein besseres in unserer Zeit auf Erden wird!

Also dann doch: Frohe Weihnacht! :)

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Peter Kuscher Peet

St. Oberholz ist nicht in Bayern!

9. Dezember 2009

Es ist nicht einfach nur ein Café wie Starbucks oder Café Nord, sondern eher eine Institution unter der jüngeren Generation in Prenzelberg und Mitte: Das St. Oberholz. Und natürlich auch über diese Bezirksgrenzen hinaus. Aber Jungen und Kreativen in Berlin wohnen ja schließlich supergerne in den schicken Szenebezirken, vor allem wenn sie von außerhalb her ziehen. An sich hab ich nichts dagegen, im Gegenteil. Ich gebe offen zu, auch gerne dort wohnen zu wollen, aber ich bin ja immerhin selbst Pankower und seit der Bezirksreform Anfang der 2000er dürfen wir Pankower den Prenzlberg auch “unser” nennen. Und kreativ nenne ich mich auch mal. Zumindest etwas.

Und das St. Oberholz ist das Café für diese Szene. Perfekt gelegen im nordöstlichen Teil Mittes direkt am Rosenthaler Platz. Fährt man den Weinberg hoch kommt man auf die Kastanien-(bzw. Casting)allee in den Prenzlauer Berg. Zwei Etagen, verschiedene kleine und große Tische mit alten gepolsterten Holzstühlen oder hohe Bänke. Klingt an sich nicht so spannend, aber jetzt kommt der Trick: Abgesehen vom äußerlichen Ambiente bietet das St. Oberholz kostenloses W-LAN und Steckdosen-Veteiler überall auf dem Holzboden. Keine Suche nach den drei versteckten Steckdosen wie bei Starbucks oder Enttäuschung durch die überteuerten Preise von T-Mobile Hotspots (wobei ich Starbucks zugute halten muss dass man jetzt immerhin 1Std. gratis W-LAN pro Tag bekommt).

Bild: studiblogger.de

Bild: studiblogger.de

Das passt nahtlos zu den Kreaturen, die sich hier beim Latte Macchiato mit MacBook und iPhone in der Hand treffen. Ja, und ich gehöre auch dazu. Je nach Tag und Uhrzeit ist es hier mal leerer, mal voller, aber das Bild ist immer das gleiche: Ein MacBook steht neben einem iBook und irgendwo findet man noch einen iPod. Auf dem Boden liegen Crumpler-Taschen rum.Hinter der Bar spielt ein iMac munter passende Musik in die Lautsprecher im Café. Okay, irgendwo findet man auch ein Netbook. Schließlich ist das Mitbringen eines Macs keine Einstiegsbedingung. Es gibt nur eine Bedingung, die die Leute vom St. Oberholz in einen heiteren Spruch verbaut haben: Komm rein, nutze die Steckdosen und unsere VDSL-Leitung, aber wunder dich nicht, wenn wir dich nach einer Stunde mit leerem Glas auf dem Tisch ansprechen, ob du nicht noch etwas trinken willst. Und da solltest du so nett sein und “ja” sagen.

Und das mach ich dann auch. Ich will ja schließlich wiederkommen.

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Anton Anton, Technik

Ein bisschen Neues…

27. November 2009

Man soll es ja nicht glauben, aber ich versuche jetzt mal das Experiment Bloggen wieder aufzunehmen, an dieser Stelle auch herzliche Grüße an meine Freunde Marcus und Anton! ;)

Man könnte jetzt – nicht zu unrecht fragen – was bei mir so groß passiert ist. Nunja. Der Schulsprecherwahl ging zwar knapp – aber dennoch – verloren, ca. 35 Stimmen gaben am Ende den Ausschlag. Aber so ist die Demokratie, es gibt Gewinner und die Verlierer. Meine Hoffnung ist, dass die Wahl der Schüler eine kluge war und sich dennoch möglichst viel von meinen Wahlzielen umsetzen lässt.

Auf sportlicher Ebene passiert im Moment herzlich wenig, um nicht zu sagen nichts, des Wochenends bin ich zwar immer noch auf dem Sportplatz, aber spannend ist was anderes.

Nunja.  Trotz allem ist viel los im Moment, unter anderem bin ich mittlerweile Vorsitzender des Bezirksschülerausschusses Pankow und ja auch voll im Abiturstress. Ihr merkt schon, langweilig wird mir nicht….

Da ich jetzt nichts bloggen will, was eh keinen interessiert: Machen wir es interaktiv: Sollte es noch Leser geben, darf dieser Artikel kurz kommentiert werden, sollte Interesse zu einzelnen Punkten bestehen, immer einfach kommentieren, mir fällt schon ne Geschichte ein! ;) Ansonsten wird demnächst von der Vorbereitung des Weihnachtskonzertes gebloggt.

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Peter Kuscher Peet

Was die Grüne Jugend so alles vertickt…

27. Oktober 2009

photoMan kann inzwischen scheinbar alle möglichen Merchandising-Artikel erwerben, von T-Shirts über Buttons bis hin zu USB-Sticks mit Firmen- oder Vereinslogo drauf. Was ich heute beim Aktiventreffen der Grünen Jugend in einer Kiste im Regal mit Flyern, Aufklebern, Brausepulver etc. entdeckt hab, lehrt eines Neuen. Jetzt also auch kleine Plastiktütchen mit schicken Sprüchen drauf. Ich weiß jetzt nicht, ob diese Tüten von diversen Dealern im Simon-Dach-Kietz verwendet werden, aber vielleicht nutzen ein paar Konsumenten das schicke Tütchen für ein Tütchen. Und nein, das ist nicht einfach ein Marketing-Gag einer Jubeltruppe einer Partei. Sondern vielmehr die politische Forderung eines grünen Jugendverbandes, der sich für die kontrollierte Abgabe von Drogen, kurz, die Legalisierung von Drogen einsetzt. Dazu muss ich mir erst mal noch Gedanken machen. Ob wirklich alle Drogen legalisiert werden sollten…

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Anton Anton, Politik, Pro's & Con's

Motto des Tages I

24. Oktober 2009

Hiermit eröffne ich eine neue Artikel-Serie auf AM BLOGGEN: Das “Motto des Tages”, kurze, knappe Beiträge, mit denen wir dem geneigten Leser kleine Lebensweisheiten näher bringen wollen. Viel Spaß! :)

Fünf sind geladen,
Zehn sind gekommen,
Gieß Wasser zur Suppe,
Heiß alle willkommen!


gefunden in Brandenburg. ;)

Bis zum nächsten Mal!

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Marcus Marcus

Eine andere Perspektive…

20. Oktober 2009

… bot mir in den vergangenen Stunden und Tagen nicht nur der Besuch der Donaueschinger Musiktage (ein international bekanntes und recht angesehenes Festival für Neue Musik), sondern auch dieser Artikel, den ich eben zufällig fand:

Kontra: Wir müssen unser Klima nicht retten

Nun, mich interessiert jetzt eure Meinung dazu!

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Marcus Marcus, Politik

Begegnung die zweyte

7. Oktober 2009

Geschichten vom ahnungslosen Studenten, Teil Zwey.

Nun ja, liebe Leser, der Schock ist noch ganz frisch.

Soeben komme ich aus der Hochschulmensa, um sogleich Richtung U-Bahn den Gendarmenmarkt zu überqueren. Wie jeden Tag. Auf dem Gendarmenmarkt ist es ruhig. Die üblichen Touristen und eine Schülergruppe.

Nun, plötzlich strömt aus dem Konzerthaus zu meiner Linken eine kleine Gruppe von Menschen und läuft unbeirrt in Richtung Deutschen Dom. Männer in Anzügen. Männer mit Funkgeräten. Und in der Mitte… na?

Ein Foto konnte ich leider nicht mehr machen. Meine Handykamera war einfach zu langsam. Vom Aufklappen des Objektivs bis Kamerabereitschaft vergingen gefühltermaßen Stunden.

So entging mir ein Bild vom regierenden Bürgermeister Berlins, Herrn Klaus Wowereit, das ich ansonsten jetzt hier stolz präsentiert hätte.

An meiner Paparazzo-Karriere muss ich ein anderes Mal arbeiten. Tja – shit happens! :)

PS: Was war das eigentlich für eine Veranstaltung im Konzerthaus heute? Der Festakt zur Eröffnung der Asien-Pazifik-Wochen!

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Marcus Foto, Marcus, Politik

Tach, Tantchen!

6. Oktober 2009

Da geht man als ahnungsloser und pflichtbewusster Student montags, zum Semesterbeginn, in Richtung Hochschule und muss dabei den Gendarmenmarkt passieren.

Man kommt aus der U-Bahn und es begrüßt einen ein einziges Meer schwarzer Limousinen. Nun, man richtet den Blick in die Ferne und erspäht ein Plakat: “60 Jahre DGB” – man beging im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin den 60. Jahrestag der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Aus den Nachrichten wird man später erfahren, dass zu diesem Festakt unter anderem auch die Frau Bundeskanzlerin Merkel und der Herr Bundespräsident Köhler anwesend waren.

Davon weiß der Ahnungslose Passant jedoch noch rein gar nichts.

Er begegnet auf dem Platz – nachdem er an den ersten 20 Limousinen rechts und links neben sich vorbei ist – diesem Fahrzeug:

Hübsches Auto! Kennzeichen: 0-1

Ich dachte mir nun, wo Onkel Köhler da ist, kann Tantchen Merkel nicht weit sein. Ihr Auto, das das Kennzeichen 0-2 trägt, war jedoch nirgends zu sehen.

Mysteriös, nicht wahr? Vielleicht hat das jemand am Montag irgendwo in Berlin entdeckt? :) Genauso gut mag es jedoch möglich sein, dass ich ob meiner Eile in der Flut der schwarzen Wägelchen das ihrige übersah…

Update: Vielleicht musste sie auch auf ihren neuen BMW-Dienstwagen warten, der am 23. September 2009 vorgestellt wurde und mit dem Ulla Schmidt gerade noch nen Kurzausflug wagt… Spanien soll schon schön sein.

Ach ja – wo wir schon bei Kosten von 400 000 Euro für diesen neuen BMW 7er sind, könnte man sich doch zum gleichen Geld auch ne schön ausgestattete Cessna leisten.

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Marcus Marcus, Politik

Mysteriös!

23. September 2009

Nun, von Orten, die nicht gefunden werden können, außer von denen, die schon wissen, wo diese Orte sich befinden, hat der geneigte Leser sicherlich schon gehört. So auch ich. Doch – dass sich so etwas in der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” findet, war mir bisher nicht bekannt.

In der Hochschule war ich nämlich heute, und im Treppenhaus der 3. Etage begegnete mir folgendes Plakat:

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Der interessierte Student begibt sich nun also in die 4. Etage, um den Raum No. 455 auf dem Etagenplan zu finden.

Etagenplan in der 4. Etage der HfM "Hanns Eisler"

Wenn sich nun jemand denkt – “mysteriös!” - dann kann ich versichern: Das war auch mein erster Gedanke. Ich stand ein paar Minuten vor diesem Plan und suchte R. 455, bis ich schließlich verzweifelt aufgab.

Sollte jemand den R. 455 auf diesem Plan finden, möge er mir dies bitte mitteilen, zum Beispiel in Kommentarform… Dankeschön!

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Marcus Foto, Marcus

Revolution

21. September 2009

Liebe Freunde der gepflegten Halbmondfotografie,

wie Martin Gommel schon gestern berichtete, sind die Gebete der Fotografen auf dem Planeten Erde erhört worden: Die neue Canon EOS 0D kommt. (Click -> full size.)

Die neue Canon EOS 0D

Die neue Canon EOS 0D

Es ist einfach nur der Wahnsinn, welche Features Canon damit anbietet:

  • Nikon mount
  • Inspiration
  • voreingebauter Batteriegriff mit CD-ROM-Laufwerk
  • Image-Stabilizer im Kamera-Body
  • HDR-Funktion
  • Nero vorinstalliert
  • Photoshop vorinstalliert!
  • das ganze natürlich unter Windows Vista!
  • Mouse-Joystick
  • TV und Radio, zusätzlich mp3
  • Telefonfunktion
  • eMule
  • PS3
  • 3x 1GB HDD
  • als Prototyp ein Windows Vista Restart Button

Mein persönlicher Favorit ist der Windows Vista Restart Button.

Bitte schreibt mir, falls ihr aus dem Canon-Kosmos neue Gerüchte gehört habt oder auf neuen, bisher unveröffentlichten Bildern neue Features entdeckt!

Ich werde auf jeden Fall zusehen, dass ich eine Canon EOS 0D in die Hände bekomme. Wie auch Martin Gommel schon sagte – meine Traumkamera. :)

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Marcus Foto, Marcus

Ja, er lebt noch…

20. September 2009

Hallo, liebe AM BLOGgen-Leser,

nach langer, verschiedenst begründeter Abstinenz vom Bloggen melde ich mich zurück! ;) Mittlerweile als Schulsprecherkandidat der RLO und Wahlkämpfer – unter www.es-geht-um-euch.de könnt ihr euch einen Überblick verschaffen –  aber eben auch als Mensch. Das ist das tolle an Blogs, dass man seine ganz persönliche Meinung und Stimmung loswerden kann.

Und die persönliche Situation ist eine sehr im Umbruch befindliche. Natürlich sind da die Wahlen, aber ich versuche, sie nicht Oberhand über mein Leben gewinnen zu lassen. Nur so kann man mit kühlem Kopf wahlkämpfen. Auch hat sich meine Mannschaft gehörig umformiert, das Personal wurde mehrfach gewechselt in den letzten Monaten, mittlerweile arbeite ich mit 2 Co-Trainern.  Viele Spieler sind gegangen, aber auch neue, vielversprechende Talente zu uns gestoßen. Allerdings haben diese noch keine oder wenig Spielerfahrung und müssen jetzt gefördert werden. Ein langer, ein müßiger, ein schwieriger Prozess, der viel Geduld und Aufopferungsbereitschaft fordert. Also nicht so einfach. Aber wir machen das… ;)

Auch steht bei mir das Abitur an, aber bis auf die Tatsache, dass ich meine Prüfungen in Deutsch, Philosophie, Mathe, ? und Musik absolvieren werde, weiß ich noch recht wenig. Ferner bürge ich im Moment für rund 1600 €, die fällig werden, wenn das mit unserem Abiball schiefgeht. Ich hoffe also nicht… Drückt mir die Daumen und kauft fleißig Karten für unseren diesjährigen Abiball, der erstmals in der Geschichte der RLO in den Loewe-Sälen stattfinden wird. Das alles wird sein am 04.07.2009! Merkt euch diesen Tag also vor und haltet euch den Montag danach frei, denn dort steigt – zwischen Viertel- und Halbfinale der WM platziert – die Party des Jahres! ;)

Der Chor nimmt wie jedes Jahr einen neuen Anlauf mit dem Ziele, alle Eltern, Schüler und Lehrer kurz vor Weihnachten endgültig auch mental in die Feiertage zu schießen. :) – Aber es wird wie jedes Jahr schwer und ein Kampf bis zur letzten Probenminute um dann das zu erreichen, das für die Zuschauer immer so leicht, so spielerisch, so beseelt wirkt.

Nicht zuletzt gilt es jetzt aber richtungweisende Entschlüsse zu fassen: Was mache ich nach der Schule? Was willst du überhaupt erreichen?! Wie setzt du das am Besten um? – Kurz: Sich ein Plan zu machen von dem, wie man es in den nächsten Jahren angehen will und von dem, was in einem Jahr eh schon wieder hinfällig ist… :)

In nächster Zeit will ich auch sehen, dass ich wieder ein bisschen häufiger blogge, wenn ich die Möglichkeit dazu finde… ;)

Auf jeden Fall wünsche ich den Lesern weiter viel Spaß und Unterhaltung auf diesem Portal! :)

p.s. : Ich bin mittlerweile recht erfolgreich umgezogen… :D – Man kann mich jetzt in der Nähe des S-Bahnhofes Wollankstraße finden! :)

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Peter Kuscher Peet

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