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Die Befreiung

27. Januar 2011

Heute war ein wundervoller Tag. Ich habe meinen Bleistift befreit. Einfach so. Monate war er gefangen, ich bin sein Retter. Welch ein Glück! Ob sich unsere persönliche Beziehung dadurch maßgeblich geändert hat, kann ich nicht sagen. Aber ich bin froh. Und er lebt in Freiheit, im Einflussbereich des Tageslichts.

Was ist passiert?

So ein Flügel (wir reden von einem Musikinstrument, es soll hier nicht um Vogelkunde gehen) ist ein wahrlich perfekt konstruiertes Ding, nur hat es einen winzigen Haken: Die unter Kennern berühmt-berüchtigte Bleistiftfalle. Das muss so ein Konzept im Klavierbau sein, das schon sehr früh erdacht und eingebaut wurde; wahrscheinlich schon, bevor sich jemand die Saitenaufhängung genau überlegt hat, dachte der geniale Mensch an die Bleistiftfalle.

Wenn man nämlich den Klavierdeckel eines Flügels, das ist das Stück Holz, das in heruntergeklapptem Zustand die schwarz-weiße Tastatur vollständig bedeckt und so zum Beispiel vor Staubeindringung schützt, herunter oder hoch klappt, tut sich auf halbem Wege ein Zwischenraum zwischen Klavierdeckel und senkrechter Wand hinter der Tastatur auf. Dieser Zwischenraum ist nun etwa 3 cm breit. Genau so also, dass ein kleiner, schlanker Druckbleistift gut hindurch passt.

Nun passiert es dem armen Klavierschüler, der sich natürlich beflissentlich Fingersätze in die Noten einträgt, ab und an, dass ihm der Bleistift vor Aufregung über den gerade gefundenen brillanten Fingersatz aus der Hand fällt – und in 80% aller Fälle fällt der natürlich geradewegs in die erwähnte Spalte.

Ich hatte Glück, lange lange Zeit: Mir ist dieses Malheur in den letzten 6 Jahren, seit ich diesen Flügel habe, anno 2010 zum ersten und letzten Mal widerfahren.

Es war so weit: Eines schönen Augenblicks im letzten Jahr wurde ich jäh aus meinem Alltag gerissen, als mein geliebter Bleistift sich in die Spalte verabschiedete. Was nun? Normalerweise ist das kein Problem, da man bei vielen Flügeln den Klavierdeckel einfach nach oben herausziehen kann und Zugriff auf dahinter verborgene Schätze erhält. Bei meinem Modell jedoch hat sich der geniale Konstrukteur entschieden, eine weitere Hürde einzubauen: Der Klavierdeckel ist vor Herausziehen durch Verschraubung geschützt. Und die Schraube ist so klein, dass man sie unmöglich mit einem herkömmlichen Schraubenzieher hinauszuziehen vermag.

Es denkt vielleicht mancher, Junge, wo liegt das Problem, dann nimmst du dir einen anderen Bleistift, die Welt ist in Ordnung, spiel weiter… Nun – das dachte ich auch. Ersatzbleistift geholt und das Glück war fast vollkommen. Ich spielte und spielte, als wäre der Bleistift nie auf dem Pult gelegen und auch nie in die Falle gefallen.

Dieses Jahr jedoch, nach monatelanger Gefangenschaft, entschied er, sich bemerkbar zu machen. Da der Stift auf der Verlängerung der Tasten (in den Flügel hinein) lag, unterlag er kleinen Bewegungen und Höhenunterschieden, erzeugt durch die Bewegung der Tasten. So langsam schienen die wiederholten Impulse den Bleistift ein Stück nach vorne bewegt zu haben. Die ganze Zeit schon konnte man den Stift durch die Spalte hindurch sehen, ihn aber mit der Hand nicht erreichen, da man damit Hand und Handgelenk kaum hindurch passte und die Spalte in einem äußerst ungünstigen Winkel lag. Jetzt lag der Bleistift eben noch ein wenig weiter vorne. Das hatte auch zur Folge, dass er neuerdings Nebengeräusche beim Spielen erzeugte – so ein kleines, aber doch kontinuierlich nervendes Klappern entstand.

Heute fiel deshalb der Entschluss: Der Bleistift muss raus, koste es, was es wolle!

Dünnen Schraubenzieher organisiert, Schrauben unter größten Anstrengungen gezogen, Bleistift freigelegt, oder besser: extrahiert! Das Bild als Zeugnis meines Triumphes:

Bleistift-Befreiung

Dieses Triumphgefühl war unbeschreiblich, wie sich mancher vorstellen kann. Nach Monaten ist er nun wieder da. So ein Bleistift ist ja nicht nur ein Bleistift, sondern gleichzeitig Symbol für gefühlt unendlich viele Eintragungen in tausende Noten. Wahnsinn. Was der Welt womöglich abhanden gekommen wäre, hätte der Ärmste weiter da drinnen geschmort – was zum Glück aber abgewendet ward.

Ihr seht: Es bringt einen an die Grenzen. Aber es lohnt sich… :)

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Wenn das Publikum im Konzert einschläft, …

7. Oktober 2010

… muss das nicht die Schuld des Publikums sein. Auch nicht die des Komponisten.

Oft sind nämlich die Interpreten schuld! :)

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Waghalsig

8. September 2010

Was für eine Aktion, die ich gestern beobachten durfte…:


Größere Kartenansicht

An dieser Kreuzung stand ich nun und wartete heiß sehnend auf grüne Leuchtsignale im oberen Teil meiner Windschutzscheibe. Kurz zuvor noch hatte ich das Teil innerlich verflucht, da es in unglaublich dreister Art und Weise von gelb auf rot sprang, als ich noch gefühlt 2,5 Meter zur Haltelinie hatte. Nun ja, Objektivität im Straßenverkehr ist überbewertet; vielleicht waren es auch 5 oder 10. Jedenfalls entschied ich, mich vorbildlich zu verhalten, denn ein Blick 45° nach links vergewisserte mir, was ich bereits aus dem Augenwinkel wahrgenommen zu haben glaubte: Polizei!

Doch wäre all das ja nicht so dramatisch, stünde da nicht direkt vor der Polizei ein Kleinbus mit ausländischem Kennzeichen als erster an der Ampel, darin scheinbar ein paar Chinesen (Nationalitätseinschätzungen ohne Gewähr), die es besonders eilig hatten. Röter ging es ja quasi nicht, offenbar aber entschied der Fahrer, den Rechtsabbiegevorgang verfrüht anzusetzen, alle anderen Autos stehen ja, da kann man schon mal losfahren.

Noch während er anfuhr, sah ich die vier Polizeibeamten im vollbesetzten Streifenwagen hinter ihm wild gestikulieren, der Fahrer des Streifenwagens starrte völlig fassungslos nach vorne und drückte ordentlich die Hupe, und zwar so, als glaubte er, viel helfe auch viel. Einen Augenblick später hatte der Kollege die Sprechanlage am Wickel und es schallte über den Platz ein deutliches “Es ist rot!!“.

Die Chinesen völlig fassungslos. Man gestikuliert nun ebenfalls wild, die hinten sitzenden neigen sich nach vorne und reden auf den Fahrer ein, der sowieso schon halb unter Schock steht, trotzdem aber mit seinem Fuß die Bremse findet. Nun steht der Kleinbus schräg auf dem Straßenstück zwischen den Fußgängerampeln. Ob er weiß, was er falsch gemacht hat? Die Ampel kann er nun auch nicht mehr sehen, so weit ist er schon vorgefahren.

Bis ich die Ampel überquert habe, ist er keinen Zentimeter zurückgefahren… allerdings hat auch keiner der Polizeibeamten Anstalten gemacht, auszusteigen, ihn zu befragen, ihn zur Rechenschaft zu ziehen, dafür, dass er völlig unverfroren, höchstvermutlich angesichts der erwarteten Zeitersparnis, entschieden hat, gewisse Verkehrsregeln zu ignorieren.

Da gäbe es also für den Otto-Normal-Autofahrer zwei verschiedene mögliche Schlussfolgerungen:

1. Der allgemeine Fachkräftemangel zieht sich bis in chinesische Dolmetscher-Kreise. Bestellte man jetzt noch einen Dolmetscher, hätte man den erst noch aus Frankfurt a.M. einfliegen müssen und das hätte garantiert den Feierabend nach hinten verschoben. Also Kinder, lernt Chinesisch! :)

oder…

2. Jeder hat ne zweite Chance. Besonders, wenn man ein Auto mit ausländischem Kennzeichen fährt. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. :)

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Ein heißes Thema…

22. Juli 2010

…an einem Tag, der womöglich der letzte warme in unseren Berliner Gefilden sein wird?

Nun, es geht mir – und an dieser Stelle ein herzliches Willkommen auf AM BLOGGEN, seit langem rumoren die Browser-Artikel-Druckmaschinen mal wieder ;-) – heute nicht in erster Linie um das Wetter, sondern um dessen Grenzwertigkeiten.

Wie der geneigte Leser bestimmt nicht verhindern konnte zu erfahren, fielen in den vergangenen Wochen in gewissen Fernzügen der allseits so geliebten Deutschen Bahn gewisse Anlagen aus, die ursprünglich dazu konstruiert waren, Extremwerte in Sachen Lufttemperatur zu verhindern: Die Klimaanlagen in ICEs. Mittlerweile ist auch geklärt, dass die Standards, nach denen diese Geräte entwickelt wurden, lediglich verlangten, bis 32°C hitzetauglich zu sein. Überdies munkelt man in der elektronischen Bauteilbranche, dass Bauteile, die bis 60°C ausgelegt sind, um ein Vielfaches teurer sind; ein solcher ICE wäre womöglich nicht bezahlbar, nun braucht man die Züge aber, also baut man erstmal das billigste. Man macht ja nach Vorschrift alles richtig, es wird schon nix passieren… Warum auch sollte so eine Klimaanlage das aushalten, wozu sie (vom ideellen Konzept her) gemacht ist, es zu verhindern? Fragen über Fragen…

Und eben da es so viel kosten würde, diese Teile auszutauschen, präsentiere ich im Folgenden die einzig wahre und brilliante Lösung:

Fahrt einfach offen!

ICE offen

Ich selbst fahre noch ein Auto aus dem letzten Jahrtausend (das klingt gut museal, oder?) – einen Toyota mit drei Vorteilen:
1. Er hat eine Bremse (und das ist bei Toyota in den letzten Monaten nicht selbstverständlich)!
2. Er hält die Hitze aus, jedenfalls scheint es so, denn noch ist er mir bei 37°C nicht weggeschmolzen.
3. Er hat keine Klimaanlage, dafür aber ein Dachfenster.

Der dritte Punkt mag nicht jedem ad hoc als Vorteil einleuchten, doch ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass das Fahr- und Reisegefühl viel unmittelbarer wird, wenn man auch die Lüftung ausschaltet und vor der Reise einfach sämtliche Fenster hinunterkurbelt. Der gemeine Cabrio-Fahrer (eine Art, die ich auch in dieser Saison zur Genüge in freier Wildbahn beobachten konnte, ich denke, der geneigten Leserschaft geht es ganz ähnlich) ist hier leuchtendes Vorbild. Wenigstens einmal.

Im Prinzip könnte man sich vor Beginn des Sommers auch das Dach abnehmen lassen, aber das wär’ vielleicht doch zu teuer, so jedes Jahr rauf-runter…

Nun, wie wäre das – im ICE einfach die Fenster herauszunehmen? Das bisschen Regen auf mancher Fahrt kann doch nicht so schlimm sein – im Gegenteil, da erlebt man manchmal was! Was wäre denn so eine Zugreise Berlin-München (auf der man sonst ja eh einschläft, sobald der Laptop-Akku runter ist, und manche ICEs besitzen ja die unverfrorene Frechheit, keine Steckdosen unter den Sitzen der 2. Klasse zu haben, das könnt’ man ja glatt persönlich nehmen) ohne Wind und Wetter live, ohne Fahrtunterbrechung wegen Hagelschäden? Also ich fänd’, das wär’ doch mal was anderes.

Folgendes Fazit also: Spart das Geld für die Klimaanlagen, nehmt die raus, verschrottet sie und baut aus dem Schrottgeld lieber Steckdosen in die 2. Klasse. Falls doch noch jemand umfällt – und da frage ich mich, warum man auch in den akuten Fällen der letzten Wochen nicht darauf kam – geht mit Wassereimern umher und lasst die Leute trinken, denn die Logik sagt mir, wenn jemand dehydriert, dann gib ihm halt Wasser. Wenn sie nicht mehr trinken können, weil sie schon völlig fertig im Sitz hängen, einfach drüber kippen.

Ich wünsche einen angenehmen Sommer mit erfrischenden Bahnfahrten in den zweitklassigen ICEs – oh, Verzeihung – in den ICEs der zweiten Klasse, oder besser in der zweiten Klasse der ICEs (jetzt hammer’s!) und einen wunderschönen Urlaub!

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Motto des Tages I

24. Oktober 2009

Hiermit eröffne ich eine neue Artikel-Serie auf AM BLOGGEN: Das “Motto des Tages”, kurze, knappe Beiträge, mit denen wir dem geneigten Leser kleine Lebensweisheiten näher bringen wollen. Viel Spaß! :)

Fünf sind geladen,
Zehn sind gekommen,
Gieß Wasser zur Suppe,
Heiß alle willkommen!


gefunden in Brandenburg. ;)

Bis zum nächsten Mal!

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Eine andere Perspektive…

20. Oktober 2009

… bot mir in den vergangenen Stunden und Tagen nicht nur der Besuch der Donaueschinger Musiktage (ein international bekanntes und recht angesehenes Festival für Neue Musik), sondern auch dieser Artikel, den ich eben zufällig fand:

Kontra: Wir müssen unser Klima nicht retten

Nun, mich interessiert jetzt eure Meinung dazu!

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Begegnung die zweyte

7. Oktober 2009

Geschichten vom ahnungslosen Studenten, Teil Zwey.

Nun ja, liebe Leser, der Schock ist noch ganz frisch.

Soeben komme ich aus der Hochschulmensa, um sogleich Richtung U-Bahn den Gendarmenmarkt zu überqueren. Wie jeden Tag. Auf dem Gendarmenmarkt ist es ruhig. Die üblichen Touristen und eine Schülergruppe.

Nun, plötzlich strömt aus dem Konzerthaus zu meiner Linken eine kleine Gruppe von Menschen und läuft unbeirrt in Richtung Deutschen Dom. Männer in Anzügen. Männer mit Funkgeräten. Und in der Mitte… na?

Ein Foto konnte ich leider nicht mehr machen. Meine Handykamera war einfach zu langsam. Vom Aufklappen des Objektivs bis Kamerabereitschaft vergingen gefühltermaßen Stunden.

So entging mir ein Bild vom regierenden Bürgermeister Berlins, Herrn Klaus Wowereit, das ich ansonsten jetzt hier stolz präsentiert hätte.

An meiner Paparazzo-Karriere muss ich ein anderes Mal arbeiten. Tja – shit happens! :)

PS: Was war das eigentlich für eine Veranstaltung im Konzerthaus heute? Der Festakt zur Eröffnung der Asien-Pazifik-Wochen!

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Tach, Tantchen!

6. Oktober 2009

Da geht man als ahnungsloser und pflichtbewusster Student montags, zum Semesterbeginn, in Richtung Hochschule und muss dabei den Gendarmenmarkt passieren.

Man kommt aus der U-Bahn und es begrüßt einen ein einziges Meer schwarzer Limousinen. Nun, man richtet den Blick in die Ferne und erspäht ein Plakat: “60 Jahre DGB” – man beging im Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin den 60. Jahrestag der Gründung des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

Aus den Nachrichten wird man später erfahren, dass zu diesem Festakt unter anderem auch die Frau Bundeskanzlerin Merkel und der Herr Bundespräsident Köhler anwesend waren.

Davon weiß der Ahnungslose Passant jedoch noch rein gar nichts.

Er begegnet auf dem Platz – nachdem er an den ersten 20 Limousinen rechts und links neben sich vorbei ist – diesem Fahrzeug:

Hübsches Auto! Kennzeichen: 0-1

Ich dachte mir nun, wo Onkel Köhler da ist, kann Tantchen Merkel nicht weit sein. Ihr Auto, das das Kennzeichen 0-2 trägt, war jedoch nirgends zu sehen.

Mysteriös, nicht wahr? Vielleicht hat das jemand am Montag irgendwo in Berlin entdeckt? :) Genauso gut mag es jedoch möglich sein, dass ich ob meiner Eile in der Flut der schwarzen Wägelchen das ihrige übersah…

Update: Vielleicht musste sie auch auf ihren neuen BMW-Dienstwagen warten, der am 23. September 2009 vorgestellt wurde und mit dem Ulla Schmidt gerade noch nen Kurzausflug wagt… Spanien soll schon schön sein.

Ach ja – wo wir schon bei Kosten von 400 000 Euro für diesen neuen BMW 7er sind, könnte man sich doch zum gleichen Geld auch ne schön ausgestattete Cessna leisten.

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Mysteriös!

23. September 2009

Nun, von Orten, die nicht gefunden werden können, außer von denen, die schon wissen, wo diese Orte sich befinden, hat der geneigte Leser sicherlich schon gehört. So auch ich. Doch – dass sich so etwas in der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” findet, war mir bisher nicht bekannt.

In der Hochschule war ich nämlich heute, und im Treppenhaus der 3. Etage begegnete mir folgendes Plakat:

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Wegweiser zum Studiengang Dirigieren

Der interessierte Student begibt sich nun also in die 4. Etage, um den Raum No. 455 auf dem Etagenplan zu finden.

Etagenplan in der 4. Etage der HfM "Hanns Eisler"

Wenn sich nun jemand denkt – “mysteriös!” - dann kann ich versichern: Das war auch mein erster Gedanke. Ich stand ein paar Minuten vor diesem Plan und suchte R. 455, bis ich schließlich verzweifelt aufgab.

Sollte jemand den R. 455 auf diesem Plan finden, möge er mir dies bitte mitteilen, zum Beispiel in Kommentarform… Dankeschön!

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Revolution

21. September 2009

Liebe Freunde der gepflegten Halbmondfotografie,

wie Martin Gommel schon gestern berichtete, sind die Gebete der Fotografen auf dem Planeten Erde erhört worden: Die neue Canon EOS 0D kommt. (Click -> full size.)

Die neue Canon EOS 0D

Die neue Canon EOS 0D

Es ist einfach nur der Wahnsinn, welche Features Canon damit anbietet:

  • Nikon mount
  • Inspiration
  • voreingebauter Batteriegriff mit CD-ROM-Laufwerk
  • Image-Stabilizer im Kamera-Body
  • HDR-Funktion
  • Nero vorinstalliert
  • Photoshop vorinstalliert!
  • das ganze natürlich unter Windows Vista!
  • Mouse-Joystick
  • TV und Radio, zusätzlich mp3
  • Telefonfunktion
  • eMule
  • PS3
  • 3x 1GB HDD
  • als Prototyp ein Windows Vista Restart Button

Mein persönlicher Favorit ist der Windows Vista Restart Button.

Bitte schreibt mir, falls ihr aus dem Canon-Kosmos neue Gerüchte gehört habt oder auf neuen, bisher unveröffentlichten Bildern neue Features entdeckt!

Ich werde auf jeden Fall zusehen, dass ich eine Canon EOS 0D in die Hände bekomme. Wie auch Martin Gommel schon sagte – meine Traumkamera. :)

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Und des Rätsels Lösung…

19. September 2009

Nun, gestern hat sich die Bevölkerung ja noch kollektiv gewundert, woher die SPD unsere Adressen, am Ende noch samt Wohnungsnummer, nimmt.

Heute gibt’s dazu die Auflösung – lassen wir doch den Partei- und Bürgerservice des SPD-Vorstands selbst sprechen:

Sehr geehrter Herr Merkel,

vielen Dank für Ihre E-Mail, die uns am 18.09.2009 erreicht hat.

Sicherlich haben Sie Verständnis dafür, dass der SPD-Kanzlerkandidat und Außenminister, Herr Frank-Walter Steinmeier, nicht alle an ihn gerichteten Zuschriften persönlich beantworten kann. Er hat mich gebeten, auf Ihre Nachricht zu antworten.

Politische Parteien haben die gesetzlich erlaubte Möglichkeit, beim Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten Adressen von Wahlberechtigten zu erwerben – Gesetz über das Meldewesen in Berlin (Meldegesetz) vom 26. Februar 1985, § 29 Melderegisterauskünfte in besonderen Fällen.

Der SPD Landesverband Berlin hat dies – in Abstimmung mit den Kandidatinnen und Kandidaten der SPD zur Bundestagswahl – zentral für alle Bezirke für die Altersgruppe der 18-25jährigen getan. Aus Datenschutzgründen gelangen die Adressen jedoch weder an die Abgeordneten – noch an die SPD-Kreisbüros, sondern werden ausschließlich für den Druck und den Versand des, in diesem Falle, Jungwählerbriefes verwandt.

Der Landesverband hat die Adressdaten nur zur einmaligen Nutzung erworben. Die Sorge, dass die Adressen weiterhin genutzt werden ist somit unbegründet.

Jede Bürgerin und jeder Bürger hat grundsätzlich die Möglichkeit, der Weitergabe seiner Daten an politische Parteien dauerhaft zu widersprechen. Dies kann persönlich im Bürgeramt oder in einem formlosen Schreiben dem Bürgeramt oder dem Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten mitteilt werden.

Bitte haben Sie Verständnis, dass die SPD, wie viele anderen Parteien auch, die Möglichkeit der direkten und persönlich adressierten Wahlwerbung nutzt. Sie ermöglicht eine sehr gezielte Ansprache bestimmter Altersgruppen und erlaubt es uns, z. B. mit einer Einladung zu einer Veranstaltung für Jungwählerinnen und Jungwähler diese direkt zu erreichen.

Freundliche Grüße

SPD Parteivorstand
Partei- und Bürgerservice

Nun wissen wir ja Bescheid. Mir ist’s immer noch unheimlich.

Man beruft sich hier auf “Melderegisterauskünfte in besonderen Fällen” sowie Erwerb der Adressen “zur einmaligen Nutzung”. Ist ein besonderer Fall dann auch, wenn ich meinem angeblichen Cousin dritten Grades gern einmalig zum Geburtstag gratulieren möchte und dafür doch bitte gern seine Adresse samt Wohnungsnummer hätte?

Wahrscheinlich, hoffentlich!, nicht. Dennoch werde ich darüber nachdenken, der Weitergabe meiner Daten in Zukunft zu widersprechen.

PS: Danke an Ben für den folgenden freundlichen Hinweis!

ben :

hier das formular zum wiedersprechen: http://tr.im/z47I. gab auch gestern eine aktion der piratenpartei zu diesem thema (http://www.optoutday.de/)

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Woher hat denn Herr Steinmeier meine Adresse?

18. September 2009

… fragt sich der denkende Mensch, der in Berlin-Mitte wohnt, wenn er Post von Frau Dr. Eva Högl und Herrn Frank-Walter Steinmeier im Kasten findet.

Nun, für einen Moment ganz unabhängig davon, wie ich zu Frau Dr. Högl, Herrn Steinmeier oder ihrer “Volks”-Partei stehe: Es stach mir doch ins Auge, dass der Umschlag neben üblichen Adresskomponenten (Straße, Hausnummer, PLZ, Stadt) auch die Wohnungsnummer trug. Seltsam – die Wahlbenachrichtigung kennt das auch.

Noch seltsamer aber wird einem zumute, wenn man bemerkt, dass beide Briefe in derselben Weise falsch adressiert sind. Auf beiden fehlte in der Wohnungsnummer ein Punkt.

Schauen wir uns das genauer an: Das Wahlamt schickt wahlberechtigten Personen eine Wahlbenachrichtigung. Wahlberechtigte Personen sind sämtlichst im Wählerverzeichnis eingetragen. Das Wählerverzeichnis wird – nach einem in der jeweiligen Wahlordnung festgelegten Termin – aus den Daten des Einwohnermeldeamts angelegt.

Und wie kommen jetzt Frau Dr. Högl, Herr Steinmeier und die SPD an meine Adresse?!

Der geneigte Leser darf spätestens hier selbst seine Schlussfolgerungen ziehen… Mir wird’s unheimlich!

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Wenn ich groß bin, möcht’ ich solche Fotos auch mal…

16. September 2009

Na ja, ich bin mir spontan nicht sicher, inwiefern das möglich ist, mit einer digitalen Spiegelreflexkamera soooo nah ranzukommen.

Aber blinder Glaube an den technischen Fortschritt des 21. Jahrhunderts verhilft dem denkenden Wesen hier zum entsprechend notwendigen Optimismus.

Oder was meint ihr?

Spiral galaxy NGC 1232

Spiral galaxy NGC 1232

- taken from http://www.eso.org/gallery/v/ESOPIA/Galaxies/phot-37d-98.tif.html -

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Zurück aus Sardinien!

15. September 2009

Liebe Freunde des aufgehenden Halbmondes, geneigter AM-BLOGgen-Leser,

ich kann nun aus eigener Erfahrung sagen – das Gefühl, bei 34°C am weißen sardischen Strand zu sitzen respektive im ortsansässigen türkis-blauen (badewanne-warmen) Wasser zu baden, während in Berlin geradezu eisige Temperaturen herrschen, ist ein – milde ausgedrückt – angenehmes.

Mangels Internetanschluss auf der Insel blieb mir bisher die Möglichkeit verwehrt, Eindrücke aus meinen diversen Urlaubsaktivitäten hier auf AM BLOGgen zu hinterlassen – das wollen wir dafür aber in den nächsten Tagen nachholen. Hier ein erstes Beispiel! :)

Nun, Sardinien war nicht das einzige Ziel dieses Sommers – zuvor besuchte ich noch die Ostseeküste in Boltenhagen sowie die Hauptstadt einer anderen Insel – London.

Bis alle entstandenen Fotos ausgewählt, sortiert und publizierfähig sind, wird es sicherlich noch ein wenig dauern: Bis dahin gibt’s hier immer mal wieder den ein oder anderen Ausschnitt meiner fotografischen Tätigkeit.

Viel Spaß damit!

Liebe Grüße und wilkommen zurück im Tagesgeschäft bei AM BLOGgen!

Euer Marcus

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HAPPY BIRTHDAY, ANTON!

18. Juli 2009

Es ward so weit: Unser Anton hat Geburtstag und wird 19 Jahre alt… Herzlichen Glückwunsch!

Nun, dann wollen wir von der Weisheit des Ältesten im Autorenteam weiter profitieren und freuen uns auf weitere Artikel… :)

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