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Warum das Englisch-Zentralabitur IMMER das selbe ist…

28. April 2009

image539_smallIm Ernst, was ist das denn für ein Zentralabitur? Heißt “Zentral” jetzt etwa, dass die Klausuren immer gleich sind?

Doch zunächst zum Tagesablauf: Ich habe heute meine Abiturprüfung im Englisch Leistungskurs geschrieben. Fünf Stunden soll man da in der Aula sitzen.

8.30 Uhr: Ca. 10 SchülerInnen sitzen vor verschlossener Aulatür und bereiten sich schweigend oder tratschend aufs Englisch Abitur vor, was in einer halben Stunde beginnen soll. Nebenher wird noch über das Deutsch-Abitur vom Freitag diskutiert. Ich packe meine Banane aus und esse erst einmal was. Frühstück ist schließlich schon eine knappe Stunde her. Kleine Schüler (geschätzt 7. Klasse) kommen schnaufend die Treppe hoch, im Arm jeweils einen Stapel einsprachiger Wörterbücher. Wir bedanken uns artig und schwelgen in Erinnerung an Zeiten, in denen wir Wörterbücher aus oder in den Keller getragen haben und und freuten, ein wenig Unterricht verpassen zu dürfen.

8.45 Uhr: Die Leistungskurslehrerinnen der beiden Englisch LKs, die ihre Prüfung in der Aula verbringen, kommen die Treppe hochgestapft und bringen noch mehr Wörterbücher. Die einzige Aussage, die man ihnen entlocken konnte, war die, dass die Aufgaben sie sehr verwundert hätten. Nun ja, mal gucken was der Tag so bringt.

8.58 Uhr: Der letzte Schüler betritt die Aula, somit sind aus unseren beiden Kursen alle da. Die SchülerInnen haben sich bereits auf den großen Aulatischen augebreitet: Stifte hier, Flasche da, Essenspaket von gesund bis süß da. Wir bekommen das Papier. Abgezählt, alles protokolliert, wer mehr will muss später fragen, wird auch protokolliert. Man muss am Ende nämlich alle wieder abgeben, ob beschrieben oder nicht.

9.00 Uhr: Wir bekommen die Aufgabenvorschläge ausgeteilt. Mein Kurs bekommt Nummer 2 und 4 (2: Laura Smith, 4: Caroline irgendwas), der andere 1 und 4. Man fängt an die Aufgaben zu überfliegen. Ich stelle fest: Wie zu erwarten: Beide Klausuren haben irgendwas mit Immigration, Identity und Globalisation zu tun (die Senatsverwaltung schreibt Globalisation immer noch falsch: mit “z” ;) )

9.15 Uhr: Ich habe beide Klausuren gelesen. Der ZEIT-Artikel ist ganz interessant, das Thema der Klausur aber nicht. Außerdem ist Vorschlag 4 mit einer Mediation (die des ZEIT-Artikels). Das führt dazu, dass man vier statt drei Aufgaben machen muss, jede Aufgaben zählt dann weniger. Das gefällt mir nicht. Das Summary nur 120 Wörter? Und es zählt nur 20%? Dann kurze analysis of structure and stylistic devices, 25%. Dann mediation des ZEIT-Artikels, der im Wesentlichen das Gleiche erzählt wie der englische Artikel, wieder 25%. Dann eine Diskussionsaufgabe, eigentlich die Aufgabe, bei der man vom Leder ziehen kann, zählt aber wieder nur 30%. Das ist doch nix Halbes nix Ganzes.

9.30 Uhr: Nach dem ersten kleinen Zwischenmahl (Müsli in Joghurt) entscheide ich mich für den Vorschlag Nummer 2.Ich gebe also Nummer 4 ab und beginne mit den Notizen zum summary.

10:20 Uhr: Ich bin mit der zweiten Fassung meines summarys fertig und schreibe sie extragroß auf das Abiturpapier, damit sich keiner über meine kleine Handschrift beschweren kann ;)

10.30 Uhr: Ich beschließe, nun eine Pause zu machen, schließlich habe ich 30% hinter mir. Einmal für kleine Abiturienten aus der Aula raus (die Lehrerin notierte sich die Uhrzeit) und wieder zurück (und wieder Uhrzeit notiert).

10.45 Uhr: Ich beginne mit Aufgabe 2. Ich verzichte bei der analysis der Diagramme auf ein Konzept und schreibe sofort drauf los. Ich glaube, das merkt man beim Lesen der Klausur, ich hab öfter durchgestrichen.

11:45 Uhr: Ich glaube um diese Uhrzeit in etwa bin ich mit der 2. Aufgabe fertig. Wieder Pause. Brötchen essen, meine tolle Cadbury’s Fruit&Nut Schokoladentafel aufmachen. Auf Klo gehen, ich treffe einen Siebtklässler, den ich aus der GSV kenne und beantworte seine Frage “Wie läufts” knapp mit “gut”.

11:55 Uhr: Ich bin zurück in der Aula. Ich fange an, mir die 3 Wahlaufgaben durchzulesen, von denen ich eine nehmen muss. Sind alles Diskussionsaufgaben. Ich nehme 3C, ein Zitat aus dem Text, es geht darum “that mixed race people have become the acceptable face of the media”. Das Zitat sollte man diskutieren und Stellung dazu nehmen, insbesondere im Hinblick auf die 2008 Election Campaign und der folglichen Wahl Barack Obamas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Gut, ich mach mir Gedanken darüber. Ich schreibe wieder Notizen auf meine nun mehr fast vollen Konzeptseiten.

12:30 Uhr: Ich denke an das Ende meiner Klausur. Allerdings fehlen noch ein paar Absätze. Mir fallen noch Sachen ein, ich male Sternchen und schreibe zwei Absätze, die ich in den Text reinquetsche. Bei *2 überlege ich erst nach dem Schreiben, wo ich das dann einschiebe. Ich stelle fest, dass ich erst nach der Mittagspause (Ende: 13.05 Uhr) fertig sein werde. Nun gut, ich auch egal, geht ja um mein Abi!

13:15 Uhr: Ich bin fertig mit der letzten Aufgabe. Ich zähle die Wörter, komme summa summarum auf 1250 Wörter, Mininum waren diese komischen 700 Wörter. Das hieße ja im Durchschnitt etwas mehr als 2 Wörter pro Minute! Das ist ja schon ne Herausforderung!

13:17 Uhr: Ich gebe meine Klausur ab. Der Aufsichtslehrer guckt mich an und fragt “Na, fällt dir nüscht mehr ein?” – “Nö.”

13:20 Uhr: Ich komme erleichtert aus dem Schulgebäude heraus und berichte einigen 12. Klässlerinnen vom Englisch Abitur und helfe bei Mathe. Was für eine Vorbereitung auf mein Mathe-Abitur morgen (Mittwoch).

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Die Anfänge des Spiegels

27. April 2009

Das Magazin “Der Spiegel” ist ja nun schon eine Weile auf dem deutschen Markt und hat sich schon vor Jahrzehnten als politisches Wochenmagazin etabliert, zum Ärger der Auflagen der anderen, wie z.B. dem Focus oder dem Stern. In der Presselandschaft redet man vom Spiegel als das “Leitmedium”, so groß sei der Einfluss des Magazins.

Auch ich habe mir öfter mal den Spiegel gekauft und ihn auch mal als Probe-Studenten/Schülerabo gehabt. Seit einigen Wochen lese ich nun die “Zeit”, ein anderes bedeutendes Wochenblatt, ebenfalls wie der Spiegel aus Hamburg. Mit der Zeit fällt einem auf, dass die Zeit, die ja in Zeitungsform auf übergroßem Papier gedruckt wird, irgendwie anspruchsvoller ist. So eine Art “Spiegel” in Zeitungsform für die Intellektuellen?

Worauf ich eigentlich hinaus will, möchte ich an ein paar Beispielen aufzeigen: Man nehme eine beliebige Ausgabe des “Spiegels” der letzten Jahre (ich habe Nr. 33 / 2008 mit dem Titel “Macht das Internet doof?”) und lese sich von jedem Artikel den ersten Absatz durch:

Seite 24 “Hessisch Roulette”:

Es war ein Versuch, ein vorerst letzter, angestrengter Versuch, und er ist schief gegangen. Kurt Beck konnte sich nicht durchsetzen. Mal wieder nicht. Dabei hatte sich der SPD-Chef redlich bemüht am vergangenen Donnerstagnachmittag bei seinem vertraulichen Treffen mit der hessischen Landesvorsitzenden Andrea Ypsilanti in Mainz. [...]

Seite 28 “Heiteres Beruferaten”:

Mindestens einen Fürsprecher hat Gesine Schwan bei den Linken noch. Vor kurzem saß Parteichef Lothar Bisky mit der SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten in Frankfurt (Oder) bei einer Podiumsdiskussion und war ganz angetan von der Frau Professorin. Beim Hinausgehen entfuhr ihm ein Satz, dessen prophetischer Wert sich jetzt erst erweist. Er hoffe, murmelte der Chef, dass nun in seiner Partei niemand auf dumme Gedanken komme.

Seite 33 “Kleine Welt”:

Wenn Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, 63, ins Büro geht, führt sein Weg an der Vergangenheit vorbei. Große Fotografien seiner Amtsvorgänger schmücken das Eingangsfoyer des Dienstsitzes an der Berliner Scharnhorststraße; 13 würdevoll blickende Herren in Schwarzweiß und Sepia [...]

Seite 54: “Die Grenzen des Anstands”:

Muhammad Yunus gehört zu den Guten. Er steht in einer Reihe mit Nelson Mandela, Martin Luthner Kind, Mutter Teresa. Wie sie erhält er den Friedensnobelpreis, wie sie glaubt er an die Reformierbarkeit des Menschen. [...]

Seite 59: “Der Deutschland-Test”

Özhan K. sitzt vor seinen Richtern. Er kennt das schon. Es ist nicht das erste Mal. Vor gut drei Jahren saß er in einem ähnlichen Raum, vor ihm fünf Richter, ihnen zur Seite der Staatsanwalt. Er verlas das Verbrechen im nüchternen Jargon der Juristen. [...]

Irgendwo klingt das alles gleich. Es fängt an mit einem einfachen Satz “Person x macht irgendwas” oder “Wenn Person x morgens in sein Büro geht…” Das kann man eigentlich mit jeder beliebigen “Spiegel”-Ausgabe tun. Man wird leider kaum etwas anderes finden, vor allem nicht im Politik-Teil am Anfang. Ist irgendwie schade, aber es scheint der Stil dieses “Leitmediums” zu sein. Mittlerweile verstehe ich auch meine Tante, die über den Spiegel meinte: “Den kriegt man doch in ner halben Stunde durch”. Wenn man sich den Spiegel anguckt, stimmt das irgendwo.

Das ist wiederum das Schöne an der “Zeit”. Wie der Titel schon erkennen lässt, braucht man seine Zeit, um durch die “Zeit” zu kommen. Man fühlt sich immer etwas schuldig, wenn man es nicht einmal geschafft hat, durch die wichtigsten Teile (Politik, Dossier, Wirtschaft, teilweise Wissen) zu kommen. Das sagen auch andere befreundete Leser (“Die Zeit ist das Geld wert, wenn ich die ersten vier Teile komme”). Feuilleton und Literatur gucke ich meist nur in der Inhaltsliste nach, “Chancen” ist eigentlich nicht viel, das meiste sind ja Stelleninserate für Professuren. Eigentlich müsste man das schaffen. Nun ja, ich hoffe, ich schaffe das jetzt in meiner schulfreien, jedoch nicht prüfungsfreien Zeit ;)

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huch!

21. April 2009

T-Mobile Logo

Huch, da hat wohl jemand zu tief im Magenta-Konzern gespitzelt oder wie soll man erklären, dass die knapp 40

Millionen T-Mobile-Kunden seit ca. 16 Uhr kaum noch zu erreichen sind?? Ich wünsche Nutzern des pinken Netzes viel Glück beim Telefonieren.

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Die taz ist doch ne Satirezeitung!

21. April 2009
taz Titelbild vom 11. April, Foto: taz.de

taz Titelbild vom 11. April, Foto: taz.de

Um dieses Titelbild drehte sich Bayern-Trainer Jürgen Klinsmanns Antrag auf Veröffentlichungsverbot gegen die taz, welche obiges Bild auf ihrer Osterausgabe am 11. April abdruckte.

Der fand das gar nicht lustig und wollte die Veröffentlichung verbieten. Abgesehen davon, dass die taz an diesem Tag ja wie jeden Tag 57.000 Mal gedruckt wurde und damit ja in aller Munde war, verlor er diesen Rechtstreit heute in München. Klinsmann war zwar der Meinung, er fühle sich in seinem Persönlichkeitsrecht und ”in seiner religiösen Ausprägung auf das Massivste und Unerträglichste verletzt”, aber das Landgericht München befand, es läge “eine satirische Meinungsäußerung vor, deren Kernaussage sich nicht auf religiösem Gebiet bewegt, sondern den beruflichen Erfolg des Antragstellers als Fußballtrainer behandelt”.

Schließlich sei es eine Satire auf die Schulssszene des satirischen Films “Das Leben des Brian” von Monty Python. Die taz ist also doch ne Satirezeitung, zumindest zeugen die Überschriften jedes Mal aufs Neue von Humor. Ein Beispiel wieder heute:

“Althaus ist wieder auf der Piste”

zur Aufnahme der Regierungsgeschäfte von Dieter Althaus als Ministerpräsident von Thüringen.

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Glückwünsche an die taz

20. April 2009

Hier einige der Geburtstagsanzeigen für die taz zum 30. Geburtstag. Neben den Grünen und verschiedenen taz-Druckereien befinden sich interessanterweise auch der Axel Springer Verlag und Porsche sowie der Spiegel.

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Apropos Axel Springer Verlag: Seit einiger Zeit heißt die Kochstraße ja auf dem Abschnitt, in dem die taz ihre Redaktion hat, Rudi-Dutschke-Straße, in Gedenken an den Studentenführer der 68er. Darüber gab es heftige Auseinandersetzungen mit dem Axel-Springer-Verlag, denn eben jene Rudi-Dutschke-Straße kreuz dessen Axel-Springer-Straße. Wohl gemerkt mit Rechts-vor-links-Vorfahrt ;) .

Rudi-Dutschke-Straße im Stadtplan

Rudi-Dutschke-Straße im Stadtplan

PS.: Dieses WordPress System ist doch korrupt! Oder warum funzt die Bildereinbindung über NexGallery so schlecht dass ich es nicht verwenden kann? aaaargh. Aber das Problem haben wir ja schon länger^^

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Die taz ganz in bunt – wo gibt’s denn sowas?

19. April 2009
Seite 1 der neuen und der alten taz, Quelle: taz.de bzw. blogs.taz.de

Seite 1 der neuen und der alten taz, Quelle: taz.de bzw. blogs.taz.de

Zum 30. Geburtstag gönnt sich die tageszeitung (“taz”) ein neues Layout. War sie doch als eines der wenigen Blättchen in Berlin durchweg schwarzweiß (bis auf die erste Seite), so ist die Wochenendausgabe durchweg bunt. Wo bleibt das grüne Bewusstsein der taz-Leute, könnte man da fragen. Mir als normaler Leser gehts dann doch eher um das neue, nun bunte Layout an sich.

Schön ist die neue Seite 1 (s. oben), das “die tageszeitung” wird durch die weiße Schrift auf rotem Grund (also umgekehrt zu vorher) noch mehr hervorgehoben und es sind mehr Artikel auf der ersten Seite, nicht nur der Kommentar zum Titelthema. Somit erhält man einen schnellen Überblick über die wichtigsten Themen, aber nicht bloß als Inhaltsverzeichnis, sondern schon einen guten kurzen Artikel (rechte Spalte). Die tolle Rubrik “verboten” ist auf die linke Spalte in die Mitte gerückt, da war der Platz davor (unten rechts) besonderer, es verschwindet jetzt über dem Impressum “taz muss sein”. Der tolle “verboten” Beitrag daraufhin heute:

Guten Tag,
meine Damen und Herren.
verboten, Ihre Seite-1-Rubrik und Stimme der Vernunft in einer absurden Welt, wird heute 8 Jahre, 1 Monat und 14 Tage alt. Das wollten wir feiern. Doch dann der Schock. Wo sind wir hier eigentlich? Erst standen wir oben links auf der Seite. Topp. Dann unten rechts. Na ja. Und wo stehen wir jetzt? Irgendwo links in der Mitte.Das ist ja Steinmeier-Niveau. Um das mal klar zu sagen: Dafür wurde verboten nicht gegründet. Und, hey, schauen Sie mal nach unten. Unser lebenswichtiger Zusatz fehlt: “verboten darf nicht tagesschauheißen.” Er wurde brutal ausgelöscht. Weil man angeblich “nicht versteht”, was das soll. Pfff. Als ob es darum ginge.

Nun, ich kann noch nicht einschätzen, wie sich das neue taz-Layout im schwarzweiß macht, das werde ich erst Montag sehen, aber das bunte ist irgendwie merkwürdig. Es wirkt etwas boulevardesk, nur mit dem seriösen Inhalt, da war das Auftreten der alten taz aber irgendwie noch seriöser. Warten wir auf die wochentägliche Version, aber man kann jetzt schon sagen, dass die taz moderner wirkt und ohne ihren Charakter wirklich zu verlieren, gerade auf der Titelseite, die ja als “Gesicht” der Zeitung agiert. Es bleibt das große Titelbild mit hineingeschriebener Überschrift und Titelunterschrift. Und weiterhin ist die Titelgeschichte nicht zwangsweise das wichtigste Thema der Nachrichten des Tages. Das ist und bleibt die taz.

Morgen werde ich mir erst einmal die neue “sonntaz” zu Gemüte führen, dem Wochenendteil der taz, der der Samstag/Sonntagausgabe beiliegt. Die Themenschwerpunkte darin sind Politik, Gesellschaft, “Konsum”, Kultur und Medien. Sie soll die Woche abschließen und die LeserInnen in die neue Woche führen. Ach ja, das Binnen-I ist weiter auf dem Rückzug bei der taz. Ich habe auf den ersten drei Seiten beim Überfliegen gerade lediglig ein “jedermann/frau” entdeckt. Aber das hat die taz auch schon angekündigt, es sei halt praktischer.

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Amok an der RLO

18. April 2009

Okay, der Titel lässt schlimmes erwarten und bevor jemand einen Herzinfarkt bekommt, möchte ich klarstellen, dass es sich um eine Filmproduktion an meiner Schule handelt!

Phoenix Film dreht im Auftrag des ZDF eine neue Krimiserie, welche den alten “Der letzte Zeuge”-Sendeplatz erhält. In der Serie, die derzeit den Arbeitstitel “Flemming” hat (an unserer Schule heißt es immer “Der Trickser”, vielleicht ist aber auf die Folge gemeint), geht es um einen Polizeipsychologen und eine Kommissarin. Also hauptsächlich nicht um die Ermittlung, sondern um die psychologische Betreuung.

Im März bekamen wir über die GSV eine E-Mail von unserem Schulleiter, der kurz über die Produktion informierte, in den Osterferien werde eine Folge dieser Serie an der RLO gedreht, es handle sich um das derzeit sensible Thema Amok an einer Schule. Er habe aber nach Lesen des Drehbuchs entschieden, dass es okay sei, wenn die RLO das Hauptgebäude für Dreharbeiten in Klassenräumen, Gängen, Kellergängen, dem Hof und der Aula zur Verfügung stelle. Außerdem suche die Produktionsfirma Statisten aus der Schülerschaft.

Da die Aula für Dreharbeiten benötigt wurde, war wieder einmal die Aulatechnik der RLO gefragt. Es sollte am Freitag gedreht werden, Donnerstag wurde vorbereitet werden. So kam ich Donnerstagmorgen zur Schule gefahren und wenn man die Warnschilder “Filmarbeiten” übersehen hätte, hätte man leicht auf die Idee kommen können, an der RLO seit etwas passiert. Überall Polizeiwagen, ein Feuerwehrauto, Bereitschaftspolizisten, Polizisten/Statisten in SEK Uniform mit Waffen(attrappen) in der Hand  marschierten vor der Schule in der Kissingenstraße hin und her.

Im Foyer standen kann mehrere Wagen mit Kameraequipment, große Scheinwerfer und allerhand anderer Kram herum. Ein wenig später kamen dann die Lichtleute vom Film in die Aula und berieten die Lichtausrüstung für den Dreh in der Aula. Man wollte unsere Lichtanlage mitnutzen sowie eigene Scheinwerfer an die höchsten Traversen montieren, welche die Grundbeleuchtung der Aula darstellen sollten.

Gedreht wurde ab Freitagmorgen in der Aula mit rund 20 Statisten, Nebendarstellern und dem Hauptdarsteller, dem Psychologen Flemming. Die Lichtleute nutzen unsere Scheinwerfer zum Ausleuchten der einzelnen Leute in der Aula. Wir beiden von der Aulatechnik halfen bei den leichteren Dingen: Unsere Lichtanlage steuern, Fensterblenden in den Pausen herunterfahren bzw. wenn nicht gedreht wurde die Tür zum Lager aufreißen, in welchem alle Fenster offen waren. So kam wenigstens etwas Sauerstoff in die Aula, in der es zunehmend stickig und warm wurde. Kein Wunder, wenn sechs 2kW Scheinwerfer sowie eine zwei Dutzend PAR-Scheinwerfer dauerhaft eingeschaltet sind.

Für mich war der Tag zweischneidig: Einerseits kann Rumsitzen extrem anstrengend sein (sagten auch die Statisten), vor allem als angefangen wurde, von der Bühne aus zu filmen, sodass wir Aulatechniker im Bild waren und somit nicht schlafen, lesen oder am Laptop fernsehen konnten. Schade auch. Aber andererseits war ich zum ersten Mal bei einem richtigen Filmdreh dabei und habe gut beobachten können, wie da gearbeitet wird, wie aufwändig das Ganze ist und wie oft in zig verschiedenen Kameraperspektiven eine Szene gedreht wird. Zu Anfang mit den beiden 16mm Arriflex 16SR Kameras von hinten Richtung Bühne, jeweils mit einer Art Minikran, an welchem der Kameramann die Kamera sehr leicht und flexibel in der Hand bewegen konnte, Gleichzeitig konnte der Kran auf Rädern gezogen werden. Die andere Kamera war auf einem Dolly befestigt, auf dem zweite Kameramann selbst saß. Später wurde von der Bühne aus, teilweise von sehr weit oben (Kamerastativ auf einen Tisch gestellt usw.), später dann mit zwei Steadycams (bzw. eine als Schulterkamera). Der Steadycam-Dreh war sehr spannend, weil teilweise in 360° gedreht wurde, sodass nur die Darsteller und wir in der Aula waren, die Regisseurin versteckte sich hinter der Bühne. Und dann waren da noch 4 Leute, die um die Kamera herum waren: 1. Der Kameramann (das Steadycam-Ding muss s****** schwer sein), 2. ein Focus-Puller (der scharf stellt), 3. ein “Wegscheucher”, der die herumstehenden Statisten wegscheuchte, wenn der Kameramann rückwärts lief und 4. ein Tonmann mit der Angel. Die letzteren drei mussten natürlich immer mitrennen, sodass sie nicht im Bild waren :D  Effektiv wurde eine ca. 3 minütige Szene gedreht, in welche der Psychologe mit Schülern über das, was an der Schule geschehen ist, redet. Gedreht wurde von 9 bis 13 sowie von 14 bis 20 Uhr. Also ein harter Tag für alle.

Ach ja, das Mittagessen auf dem Hof war richtig lecker: Kartoffeln mit Spargel, Wiener Schnitzel und Sauce Hollandaise, toll :)

Mehr Bilder findet ihr derzeit noch nur auf einer bekannten pinken Social Community Plattform.

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letzte Prüfung geschafft…

18. April 2009

Ich weiß, der Witz ist schlecht. Aber gleichzeitig ist es ja schon ironisch, dass man die 5. Prüfungskomponente als erstes ablegt bevor man die ersten vier überhaupt anfängt. Außerdem muss ich doch eigentlich noch zum Abitur zugelassen werden, das passiert erst in der Woche nach den Osterferien. Auch egal.

In meiner Präsentastionsprüfung befasste ich mich mit der Fragestellung “Warum verwenden Filmschaffende trotz moderner digitaler Technik vorzugsweise analoge Kameras?” in der Kombination Physik mit Kunst..

Es geht also um den Vergleich von analogen und digitalen Filmkameras. Obwohl es schon seit Jahren hochauflösende (HD) Kameras gibt, nutzen die meisten Filmemacher Kameras mit richtigem Film. Woran kann das liegen? Nach einer Einführung in Aufbau und Funktionsweise beider Kameratypen ging ich auf die Gestaltungsmöglichkeiten ein. Denn neben dem Handling geht es den Kameraleuten und Regisseuren um die Schärfentiefe, Farben und Licht sowie die Auflösung. Mehr…

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Weißes Papier an der RLO gesichtet!

25. März 2009

Die Rosa-Luxemburg-Oberschule verwendet seit jeher das recycelte umweltfreundliche, jedoch bräunliche Papier. Wir Schüler sind an die Farbe, die Qualität und das Kratzen des Füllers (vor allem bei Linkshändern wie mir) gewöhnt. Doch in den letzten Tagen bekommen wir Schüler Arbeitsblätter öfter auf frischem weißem Papier, manchmal sogar in Farbe bedruckt!

Nein, die RLO hat nicht zu viel Geld und kauft gerade massig weißes Papier und lässt in Farbe kopieren. Das Gegenteil ist der Fall: Wir haben einfach kein Papier mehr. Beziehungsweise so wenig, dass nur noch dringendste Dinge kopiert werden. So drucken die Lehrer teilweise ihre Arbeitsblätter zu Hause aus oder kopieren auf den restlichen A3 Blättern. Der Toner im Risographen (dem Massenkopierer im Keller) scheint auch zur Neige zu gehen.

Das ist aber übrigens kein RLO-Problem, der Schulleiter unseres geschätzten Carl-von-Ossietzky Gymnasium in der Görschstraße ließ unlängst in der Gesamtkonferenz verkünden, es gäbe kein Kopierpapier mehr. Nur scheinbar ist deren Quelle noch nicht versiegt, Schüler berichten, dass noch ausreichend Arbeitsblätter im Umlauf seien. Schien also eher so eine prophylaktische Ansage gewesen zu sein. Der Fakt dass bei uns tatsächlich auf Privatpapier gedruckt wird lässt aber auf echten Papiermangel schließen.

Schulen brauchen Papier um zu kopieren und die Schüler benötigen Arbeitsblätter, da das Anschaffen von Büchern in ähnlicher Qualität und Quantität Unsummen kosten würde. Aber vielleicht lässt sich der Senat ja im Rahmen der Abschaffung der Lernmittelfreiheit noch mehr Lustiges einfallen, eine Papierprämie oder so. Schon vor Jahren konnte man in der Zeitung lesen, dass Schüler an manchen Schulen keine Arbeitsblätter mehr erhalten würde, da das Kopieren zu teuer sei. Und ich erinner mich noch daran, dass wir früher mal einen kleinen Unkostenbeitrag für die Materialien in Kunst entrichten mussten. Aber es bleibt dabei: Bildung und damit Lernmittel und Schulausstattung ist nicht Sache der Schüler, nicht Sache der Eltern und auch nicht Sache der Lehrer sondern bleibt Sache des Schulträgers!

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Ich werd’ sentimental!

14. März 2009

Ich weiß, das haben Leute höheren Alters auch schon gesagt aber auch ich mit meinen 18 Jahren erlebe das heute.

Ich räume gerade mein Zimmer etwas um. Zwei schmale weiße Regale bekannten Namens aus einem großen schwedischen Möbelhaus sowie ein weiteres weißes Regals benanntem Hause wurden gestern aufgebaut. Also ich hab sie aufgebaut. Und so durfte ich mir wieder die hübschen Comic-Aufbauanleitungen angucken (von durchlesen kann keine Rede sein) und den Hinweis, dass man dafür zwei Leute bräuchte einfach ignoriert. Ich hatte den zweiten Mann nun mal nicht grad rumstehen.?Heute kam nun Teil zwei: Um-, Aus- und Einräumen. Der Plan war, dass ich dabei noch Ausmiste.

Das hab ich sogar getan, aber gerade diese Tätigkeit führte dazu, dass ich öfter mal in Erinnerungen stecken blieb. Das meiste Zeug ist aus den letzten drei Jahren, also viel Englandkrams und Oberstufe an der RLO. Da hab ich zum ersten Mal das ursprüngliche neue Stundenplanraster gesehen, wo die 1. Stunde um 8.45 Uhr begann und ich danach fast jeden Tag erst um 10.10 (statt 9.50 jetzt) hätte antanzen müssen, zur 2. Stunde. Aber daneben ließ mich vieles in Erinnerung schwelgen (Exam results, half term tests, timetable vom Warwickshire College in Leamington, Prospekte von britischer Unis und und und…).?Vieles hab ich dann doch aufgehoben, man will ja noch eine Erinnerung an die tollen letzten Jahre der Schulzeit haben.?

Apropos Schulzeit: Mir bleiben noch ganze drei (!!!) Wochen Schule. Das erschreckt mich immer wieder. Nur noch wenig Unterricht und vor allem wegen des Abi Films. Wir müssen unbedingt die Leistungskursvideos machen. Das wird ja lustig die nächsten 3 Wochen, von denen auch noch 3 Tage frei sind wegen 5. PK. Von jeder Präsentationsprüfung mal gaaaanz zu schweigen ;)

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Anton

Ehrenpreisvergabe der RLO

7. März 2009

Wie im jeden Jahr begehen wir an der Rosa-Luxemburg-Oberschule den Geburtstag unserer Namensgeberin am 5. März mit der Ehrenpreisvergabe der Schule. Dort werden Schüler ausgezeichnet, die sich besonders um die Schule verdient gemacht haben. Die Preise werden in verschiedenen Kategorien vergeben, beispielsweise in Kultur, Naturwissenschaften, Schulentwicklung, Sport und Innovation. Außerdem gibt es (nicht immer) den Rosa-Luxemburg-Ehrenpreis, den höchsten sozusagen. Letztes Jahr bekam Marcus eben diesen überreicht, für seine Dienste in der musikalischen Landschaft unserer Schule. Dazu muss man sagen, dass der RL-Ehrenpreis die Jahre vorher nicht vergeben wurde. In derselben Ehrenpreisvergabe 2008 bekam ich den Ehrenpreis für Schulentwicklung verliehen, für mein Engagement in der GSV, allem Technikkrams und so… Da fühlte ich mich schon sehr geehrt, nachdem eine liebe Freundin eine wunderbare Laudatio hielt.

Dieses Jahr schaute ich Mitte Februar an den Vertretungsplan, wo die Nominiertenliste für die Ehrenpreisvergabe 2009 aushingen. Diesmal las ich, dass ich in der Kategorie “Innovation” nominiert sei. Jene Kategorie, die es 2008 zum ersten Mal gab und an die ag Aulatechnik zusammen mit der ag Studiotechnik ging.

Nachdem die Ehrenpreisvergabe dann doch auf 11 Uhr statt 13 Uhr verschoben wurde (da der ganze 13. Jahrgang um 13.05 Klausur schrieb), ging ich also Donnerstagmorgen in die Aula, um eine Ehrenpreisvergabe vorzubereiten, die dann etwas anders war als die letzten. Es war dieses Jahr bei mehreren Kategorien der Fall, dass es nur eine Nominierung gab. Das mag zwar schön für den Nominierten sein, da er ja sicher sein kann, dass er den Preis erhält (2009: Kultur, Fremdsprachen, Innovation) aber auf der anderen Seite zeigt, dass es wohl doch nicht so viele Menschen an der RLO gibt, die sich engagieren, als dass es mehrere Nominierte geben könnte.

Somit blieb dieser Teil der Überraschung bei mir aus. Was jedoch unbekannt war, war natürlich die Laudatio. Und auch wenn unser lieber Schulsprecher schon die halbe Veranstaltung über auf der Bühne stand (mit “entsprechend rosaner Krawatte”, passend zum Anlass), bekam ich erst bei der Ankündigung des zweiten Moderators Leon mit, dass eben dieser Schulsprecherkollege meine Laudatio halten würde.

Heraus kam eine, wie so oft von Leo, frei vorgetragene Lobpreisung mit schönen “Winken mit dem Zaunpfahl” wie unser Schulleiter sagen würde eben in Richtung des Hr. Treptow, da ja die Leistung, für die ich dieses Jahr ausgezeichnet wurde, eben in diese Richtung zielt: Die Aufarbeitung der Sachverhalte, die in den Gremien der RLO besprochen werden, insbesondere zum RLO Modell der Umgestaltung der gym. Oberstufe. Nach der GSV Sitzung zu dem Thema, wo ich das damalige Modell mit einer Präsentation vorstellte, wollte Hr. Treptow diese sofort haben. Somit fand ich mich in den nächsten Wochen regelmäßig in seinem Büro wieder, um die aktuellen Modifizierungen am Modell einzubauen. Das war eine spannende Aufgabe für mich.

Im Gegensatz zu Leo hatte ich mir für meine Dankesrede Notizen gemacht, um nicht so einen Stuss zu labern wie 2008, wo ich mir kaum Gedanken gemacht hatte. Allerdings fiel mir dann beim Reden auf, dass ich gerade ein Paradoxon aufbaute: Ich rede in Anlehnung an Marcus’ Dankeslied 2008 davon, dass “ich weder singen werde, noch werde ich eine Präsentation abhalten”. Dabei fiel mir auf, dass hinter mir auf dem Beamer gerade eine lief. Nämlich Folien mit den Kategorien der Ehrenpreise. Nun ja, ich meinte dann, das sei wohl eine meiner letzten gewesen und dankte meiner Schule und allem voran der GSV für die Möglichkeit, mich zu engagieren.

Warum die Ehrenpreisvergabe anders war? Nun ja, es war schon merkwürdig, dass die Nominierten alle auf die Bühne kamen, dann neben ihnen die Laudatio abgehalten wurde und dann einer mit Ehrenpreis, die anderen Nominierten ohne wieder abgehen. Ich finde es ja gut, dass alle Nominierten geehrt werden (früher bekamen sie ja nichts), aber man kommt sich auch alleine etwas komisch da oben vor, wenn man schräg hinter dem Laudator steht und die Rede auf sich hört. Und aus irgendeinem Grund gab es keine Urkunden, das ist auch etwas schade.

Umso schöner waren die Emotionen des DS-Kurses, der nach dem Schauen des “Macbeth 2008″ Spots, den ich für sie geschnitten hatte und zur Preisvergabe nochmals zeigte, sich unter leichten Tränen für den Ehrenpreis bedankten.

Und nicht zu vergessen, die Organisatoren der PROWO, die den Rosa-Luxemburg-Ehrenpreis, sehr verdient, bekamen.

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One week later…und was die Briten so alles vergessen…

3. März 2009

Nun, Marcus’ neuestes Spielzeug scheint ihn ja gut zu beschäftigen. Immerhin ist er am Donnerstag, als das Paket mit seinen Häschen etc. ankam, trotz alledem mit mir zu Chorprobe gegangen :D Dafür hatte er dann etwas, auf das er sich freuen konnte. Jetzt muss ich nur hoffen, dass Marcus’s Spieglein nicht meine £3, die noch auf meiner Oyster Card drauf sind, zerstört hat. Ansonsten freut sich Transport for London über gewonnene £3 und nochmal £3 Pfand für die kaputte Karte. Aber ich denke mal nicht, dass die kaputt ist, obwohl man bei den Briten ja durchaus auf die Idee kommen kann, dass sie es nicht so mit der Datensicherheit haben.

Hier nur ein paar Beispiele: Allein 2007 und 2008 schafften es britische Behörden gleich mehrmals, sensible bis militärisch wichtige Daten einfach irgendwo rumliegen zu lassen.

November 2007: Zwei CDs mit den persönlichen Daten von über 7 Millionen Familien, die Kindergeld empfangen, macht insgesamt über 25 Millionen Briten werden von Nordengland nach London geschickt. Per Post, ohne Einschreiben. Nun ja, die Royal Mail hats nicht so richtig mit der Ordentlichkeit. Jedenfalls kamen die CDs nie an. Zu den Daten gehörten Bankkonten und Sozialversicherungsnummern.

Dezember 2007: Die Daten von 3 Millionen Kandidaten für den theoretischen Führerscheintest werden zu einer Firma in den Iowa (USA) gesendet (elektronisch), dort landen sie auf einer Festplatte und werden in einen anderen Staat geschickt. Irgendwie kam sie nie wieder nach Iowa zurück… Aber es seien wohl keine finanziellen Daten drauf und die Festplatte sei verschlüsselt.

Januar 2008: Ein Militärangestellter der Royal Navy lässt sich seinen Laptop aus dem Auto klauen. Auf der Festplatte die Daten von 600,000 Militärangestellten und Rekruten, komplett mit Sozialversicherungsnummern, Passnummern und Kontodaten. (Keine Angst, das war nicht das einzige Mal, dass Laptops der Royal Navy abhanden gekommen sind: 2007: 68, 2006: 66, 2005: 40, 2004: 143 Laptops)

April 2008: Einem hohen Militärangestellten wird der Laptop unter dem Stuhl bei McDonald’s geklaut, als er in der Nähe des Verteidigungsministeriums in Whitehall (London) aß. Allerdings war der Laptop komplett verschlüsselt. Seitdem dürfen Ministerialangestellte keine unverschlüsselten Laptops mehr außerhalb der Büros mitnehmen.

Juni 2008: Ein hoher Geheimdienstmitarbeiter des Cabinet Office vergisst einen Briefumschlag in einem Pendlerzug in London. Inhalt:  Top Secret Papiere über Angriffsmöglichkeiten von Al Kaida und die militärische Lageberichte aus dem Irak. Das Ganze landete vergleichsweise glimpflich bei der BBC.

August 2008: Eine Firma, die für das Innenministerium arbeitet, verliert einen USB Stick mit den Daten aller 84,000 Gefängnisinsassen in England und Wales

September 2008: Es kommt heraus, dass im vergangenen Juli eine Festplatte abhanden kam, auf der die Daten der Mitarbeiter des National Offender Management Service, inklusive der Gefängnisangestellten waren. Wieder einmal war eine private Firma schuld.

Oktober 2008: Wieder einmal das Verteidigungsministerium.Eine Festplatte mit möglicherweise unverschlüsselten Daten von 100,000 Mitarbeitern der Streitkräfte sowie 600,000 Rekruten geht verloren. Wieder handelt es sich um persönliche Daten, teilweise Bankdaten, Passnummern, Sozialversicherungsnummern, Führerscheinnummern, Telefonnummern etc…

November 2008: Ein Mitarbeiter einer Firma verliert den USB Stick mit Passwörtern für Regierungscomputersysteme. Darüber käme man an die Systeme der Kindergeldstelle und der Steuerrückzahlungsstelle.

Tja, also wenn jemand in England Briefumschläge, Laptops oder USB Sticks einfach rumliegen sieht, einfach raufgucken, man findet interessante Sachen!

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Anton , , , ,

“You’re online” – “Oh thanks, didn’t notice^^”

24. Februar 2009

Jedes dieser ganzen tollen Betriebssystem für Computer spuckt auch mal Fehlermeldungen aus. Da mag Windows vielleicht Spitzenreiter in überflüssigen Hinweisen sein (“Ein Stecker wurde eingesteckt” wenn man einen Kopfhörer anschließt) aber mein MacOS X 10.5 spuckt auch ab und zu mal lustige Sachen aus, so auch heute, als ich eine sich im Internet befindliche WMV-Datei (ja, die gibt’s noch) mit dem Flip4Mac PlugIn abspielen wollte:

 

Fehlermeldung von QuickTime mit Flip4Mac WMV PlugIn

Fehlermeldung von QuickTime mit Flip4Mac WMV PlugIn

 

 

 

 

 

 

 

Uiii, ich bin online!! Wow.

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Anton, Technik , , , ,

9 Stunden Mathematik – ohne Bezahlung!

24. Februar 2009

Mathematik ist nicht gerade das Lieblingsfach der meisten Schüler, egal ob SEK I oder SEK II. Dennoch schreiben beachtlich viele Schülerinnen und Schüler schriftliches Abitur in genau diesem Fach. Das liegt wohl daran, dass Mathe ein zentral geprüftes Fach ist und vielen RLO-Schülern die Aufgaben im Vergleich zu unseren Klausuraufgaben leichter vorkommen mögen. Aber das heißt noch lange nicht, dass es allen liegt.

Und so kommt es, dass jedes Jahr ca. 35 Schülerinnen und Schüler des vierten Semesters in die beschauliche Mecklenburger Stadt Burg Stargard fahren, um sich freiwillig neun Stunden lang der Mathematik zu widmen. Natürlich nicht am Stück, sondern drei mal drei Stunden, verteilt auf Samstag und Sonntag. Das Ganze ist eine von ein paar Mathematiklehrer selbst organisierte (nicht Schul-)Fahrt und fand dieses Mal zum 48. Mal statt. Es gibt jedes Jahr zwei Fahrten (3. und 4. Semester) und seit letztem Jahr auch für die Zweitsemester eine Fahrt im März.

Man fährt Samstagmorgen mit dem Zug nach Burg Stargard, nimmt Mittag zu sich und macht erst einmal eine Wanderung zur Burg, nach der das Städtchen benannt ist. Diese führte letztes Wochenende durch Schnee so weit das Auge reichte. Und schon fingen die ersten Lehrer (!!) an, Schneebälle zu werfen und so entwickelte sich aus einer Wanderung zunehmend eine Schneeballschlacht. Das gipfelte in dem Angriff einiger Schüler auf zwei Lehrer in der Burg selbst. Hr. B. konnte in eine Ecke gedrängt werden, doch dann griff Fr. M. aus dem Hinterhalt an und die Schlacht endete ein wenig später.

Gegen 15 Uhr begannen wir mit den 11 Aufgaben, die zum Teil aus vergangenen Abituraufgaben bestanden und um 12 Uhr am nächsten Tag war die Gruppe, bei der ich saß, bei Aufgabe 8. Aufgelockert wird das Seminar durch Teller voll Süßigkeiten ;)

Im Gegensatz zum Seminar von Marcus blieb uns das Handabschlecken durch Blu-Luuh erspart :D

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Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!

23. Februar 2009

So erzählte es Walter Ulbricht im Juni 1961 den Pressevertretern in der DDR und somit seinem Völkchen. Knapp zwei Monate später stand der “antifaschistische Schutzwall”.

Aber ich will hier keine Geschichtsstunde abhalten, sondern nur auf eine Aktion einiger Schüler meiner Schule hinweisen:

Abriss der Mauer

Abriss der Mauer

Der Rest der Mauer heute

 
Die “Mauer” zwischen Villa und kleiner Turnhalle konnte Freitagmorgen vorgefunden werden und schon gegen 11 war der Hausmeister mit einem bestellten Räumfahrzeug zur Stelle, um die knapp 60cm hohe Mauer niederzureißen, denn die Schüler mussten natürlich notgedrungen über die Mauer steigen. Die 12er und 13er, die vor der Villa standen, beobachteten das Spektakel gespannt, filmten es und eine Lehrerin kam vorbei und rief “Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!”. Das kann natürlich nur eine Geschichte / Politikwissenschaftenlehrerin sein. 

Das ist also die neue Art, wie Schüler Geschichte und Politik erlebbar machen ;)

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