Was macht Anton eigentlich?!

14. August 2010

Wenn ihr euch in letzter Zeit immer gewundert habt, warum nur noch ich und Marcus schreiben, kommt hier die Antwort:

Der jute Anton ist fahnenflüchtig und wir haben ihn – wenig überraschend – gefunden. Auf antonschubert.de bloggt der Schuft einfach weiter und sorgt dafür, dass das “A” in “AM BLOGen” im Moment ein sehr passives ist. Mal gucken, ob wir ihn eingefangen kriegen.

Weiter

Da lungert der Kerl also rum...

Ansonsten wird das hier ‘ne genossenschaftlich-brüderliche Blog-Kooperative. ;) – Wenn ihr wissen wollt, was der gute Anton im Moment so treibt, klickt ihr vielleicht einfach mal auf den Screenshot.

In dem Sinne, gut blog und immer ein stückweit Text unter der Wasserkante… :p

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Peter Kuscher Anton, Peet

Generation Praktikum und Spaß dabei

22. Januar 2010

Hui, hier ist ja schon ewig nix mehr geschrieben worden. Bleibt wohl festzustellen, dass wir drei allerhand zu tun haben. Marcus bereitet sich auf Hochschuldinge vor, bei Peter steht das vierte Abitursemester ins Haus und ich bin an meinem neuen Praktikumsplatz.

Pünktlich zum neuen Jahr begann ich am 3. Januar mein Praktikum an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. In der Ton & Videoabteilung ist mein neues Zuhause, welches erfolgreich die RLO als mein zweites Heim abgelöst hat. Viele mögen es vielleicht kaum glauben, aber das ist tatsächlich so. Vater und Freundin zeigten sich schon nach wenigen Tagen sehr erstaunt.

Wie der Name schon sagt, ist die Abteilung für den Sound und jegliches Video an der Volksbühne, im Roten Salon und dem Prater zuständig. Ob Musikeinspieler, Microports in Tischen verbaut, Projektionsleinwände mit Videos oder Livekameras und Beschallung von Konzerten sind alles unser. Dafür arbeiten mehrere feste Angestellte, deren Aufgabenbereich (Ton oder Video) meist festgelegt ist und mehrere freie Mitarbeiter sowie ein Azubi und ich meist projektbezogen an den Stücken oder Musikbühnen mit. Das heißt, jedeR hat so seine Projekte bzw. Stücke, an denen er mitarbeitet, von Proben über die Premiere bis hin zum Gastspiel (manchmal). Dazwischen werden andere Veranstaltungen gefahren (wie z.B. die Musikbühne, Konzerte im Roten Salon oder im Prater) oder im Raum der Abteilung an Geräten und Kabeln gebastelt. Man findet immer etwas zu tun. Derzeit bin ich beim neusten Gob Squad Projekt “Revolution Now” eingeplant. Das ist ein größtenteils deutsch-englisches Kollektiv von Schauspielern und Regisseuren, die gemeinsam ein interaktives Stück erarbeiten. Im Programm heißt der Untertitel Eine Inszenierung unter realen Bedingungen. Interaktiv heißt bei Gob Squad hunderte Meter Kabel, Funkmikrofone, Kameras, Lautsprecher und Monitore nicht nur im Saal, sondern vor allem auf dem Rosa-Luxemburg-Platz. Derzeit wird noch im Balletsaal geprobt, sodass wir die Kabel über das Dach des Grünen Salons zur Vorderseite der Volksbühne legen mussten. Das meiste Equipment und auch die Umsetzung kommt von Gob Squad selbst. Technische Geräte auf dem Rosa-Luxemburg-Platz bedeutet, dass im Schichtwechsel jemand in der Nähe stehen muss und bekanntermaßen ist es derzeit nicht besonders warm in Berlin…

Dieser Fakt führt natürlich auch zu Problemen. Man muss Akkus und Batterien öfter wechseln und da einige Kabel draußen bleiben sind die Stecker manchmal voll Schnee. Aber immerhin gabs noch keinen Kurzschluss oder Totalausfall.

Zurück zur Abteilung Ton-Video an sich: Es ist ausstattungsmäßig eigentlich ein Traum, von unendlich vielen BNC-Kabeln bis zum Videomischer oder dem Mac Pro mit FinalCut Studio zum Videoschnitt. Im Großen Saal steht das volldigitale Cantus Mischpult mit Nexus Base Devices. Diese Analog-Digitalwandler sind überall verteilt und schicken die analogen Signale von Mikrofonen etc. über Glasfaser an das System im Stellwerk (der Raum hinter der Glasscheibe hinter dem Tonplatz, wo Video und Licht zu Hause sind). Am Cantuspult selbst kann man dann individuell für jedes Projekt und jeden der Tonleute die Signale routen. Beim Video läuft das Ganze etwas “analoger”. An diversen Stellen auf, neben und unter der Bühne, sowie im Saal und im Foyer sind “Versatzkästen”. Das sind schwarze Kästen, an denen man diverse Audio/Video/Stromanschlüsse hat: XLR, BNC, Speakon-Multicore, XLR-Multicore sowie Anschluss zum Tonstromkreis. Die Signale kann man dann am Mischpult bzw. im Stellwerk routen (bzw. “patchen”) und auf die Lautsprecher, Effektgeräte, Beamer, Videomischer usw. schicken. Das hat den großen Vorteil, dass die Kabelwege auf der Bühne kurz sind und man nicht immer Kilometerlang Kabel über die Bühne legen muss. Irgendwo (auch im Prater) findet man immer einen Versatzkasten, in welchen man sich einklinken kann.

Für mich also ein Paradies! Allerdings eines mit vielen versteckte Gängen und Räumen, die man alle erst einmal kennenlernen muss. Am Anfang war ich froh, wenn ich irgendwie wieder zurück in unser Lager kam. Mittlerweile komme ich mit Übung und Schlüssel schnell an die wichtigen Orte. Das lernt man schließlich ziemlich schnell. Dann weiß man, was der “30er Zug” (die Lichttraverse, die im Saal hängt), die “Z-Brücke” (die Brücke über den ersten Zuschauerreihen, wo Lautsprecher und viele Profilscheinwerfer sind) oder “das Ei” (ein Lagerraum von Ton-Video) sind und findet schnell hin. Denn die Volksbühne ist ein Haufen netter Leute, die einen schnell aufnimmt. Und tatsächlich: Ich habe gestern zum ersten Mal Kaffee in der Volksbühne gekocht! Das hat sonst unser Azubi gemacht ;)

Gob Squad Kameras vor der VB

Gob Squad Kameras vor der VB

Videolager

Videolager

Digitalpult

Digitalpult

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Anton Anton, Technik, Volksbühne

St. Oberholz ist nicht in Bayern!

9. Dezember 2009

Es ist nicht einfach nur ein Café wie Starbucks oder Café Nord, sondern eher eine Institution unter der jüngeren Generation in Prenzelberg und Mitte: Das St. Oberholz. Und natürlich auch über diese Bezirksgrenzen hinaus. Aber Jungen und Kreativen in Berlin wohnen ja schließlich supergerne in den schicken Szenebezirken, vor allem wenn sie von außerhalb her ziehen. An sich hab ich nichts dagegen, im Gegenteil. Ich gebe offen zu, auch gerne dort wohnen zu wollen, aber ich bin ja immerhin selbst Pankower und seit der Bezirksreform Anfang der 2000er dürfen wir Pankower den Prenzlberg auch “unser” nennen. Und kreativ nenne ich mich auch mal. Zumindest etwas.

Und das St. Oberholz ist das Café für diese Szene. Perfekt gelegen im nordöstlichen Teil Mittes direkt am Rosenthaler Platz. Fährt man den Weinberg hoch kommt man auf die Kastanien-(bzw. Casting)allee in den Prenzlauer Berg. Zwei Etagen, verschiedene kleine und große Tische mit alten gepolsterten Holzstühlen oder hohe Bänke. Klingt an sich nicht so spannend, aber jetzt kommt der Trick: Abgesehen vom äußerlichen Ambiente bietet das St. Oberholz kostenloses W-LAN und Steckdosen-Veteiler überall auf dem Holzboden. Keine Suche nach den drei versteckten Steckdosen wie bei Starbucks oder Enttäuschung durch die überteuerten Preise von T-Mobile Hotspots (wobei ich Starbucks zugute halten muss dass man jetzt immerhin 1Std. gratis W-LAN pro Tag bekommt).

Bild: studiblogger.de

Bild: studiblogger.de

Das passt nahtlos zu den Kreaturen, die sich hier beim Latte Macchiato mit MacBook und iPhone in der Hand treffen. Ja, und ich gehöre auch dazu. Je nach Tag und Uhrzeit ist es hier mal leerer, mal voller, aber das Bild ist immer das gleiche: Ein MacBook steht neben einem iBook und irgendwo findet man noch einen iPod. Auf dem Boden liegen Crumpler-Taschen rum.Hinter der Bar spielt ein iMac munter passende Musik in die Lautsprecher im Café. Okay, irgendwo findet man auch ein Netbook. Schließlich ist das Mitbringen eines Macs keine Einstiegsbedingung. Es gibt nur eine Bedingung, die die Leute vom St. Oberholz in einen heiteren Spruch verbaut haben: Komm rein, nutze die Steckdosen und unsere VDSL-Leitung, aber wunder dich nicht, wenn wir dich nach einer Stunde mit leerem Glas auf dem Tisch ansprechen, ob du nicht noch etwas trinken willst. Und da solltest du so nett sein und “ja” sagen.

Und das mach ich dann auch. Ich will ja schließlich wiederkommen.

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Anton Anton, Technik

Was die Grüne Jugend so alles vertickt…

27. Oktober 2009

photoMan kann inzwischen scheinbar alle möglichen Merchandising-Artikel erwerben, von T-Shirts über Buttons bis hin zu USB-Sticks mit Firmen- oder Vereinslogo drauf. Was ich heute beim Aktiventreffen der Grünen Jugend in einer Kiste im Regal mit Flyern, Aufklebern, Brausepulver etc. entdeckt hab, lehrt eines Neuen. Jetzt also auch kleine Plastiktütchen mit schicken Sprüchen drauf. Ich weiß jetzt nicht, ob diese Tüten von diversen Dealern im Simon-Dach-Kietz verwendet werden, aber vielleicht nutzen ein paar Konsumenten das schicke Tütchen für ein Tütchen. Und nein, das ist nicht einfach ein Marketing-Gag einer Jubeltruppe einer Partei. Sondern vielmehr die politische Forderung eines grünen Jugendverbandes, der sich für die kontrollierte Abgabe von Drogen, kurz, die Legalisierung von Drogen einsetzt. Dazu muss ich mir erst mal noch Gedanken machen. Ob wirklich alle Drogen legalisiert werden sollten…

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Anton Anton, Politik, Pro's & Con's

Weiß-grüne Schilder in Pankow!

28. August 2009

Schilder RadwegZum Teil gab es sie schon in der Innenstadt: rechteckige weiße Schilder mit grüner Schrift, welche die den Weg zu Sehenswürdigkeiten, Bezirken und Orten wiesen. Manchmal sieht man sie in klein, mit einem grünen Fahrradlogo und Pfeilen.

Berlin baut also sein Fahrradwegenetz nicht nur fahrbahntechnisch aus, sondern zeigt den Fahrradfahrern auch mal die Richtung, in die sie fahren sollen. Neuerdings auch in Pankow. So erfährt man bei Einfahrt in den Schlosspark von der Ossietzkystraße aus, dass man in Niederschönhausen landet. und selbst die Trampelpfade, die Asphaltstrecke im Park mit

blau: schnelle Route, rot: Radroute, Quelle: GoogleMaps (bearbeitet)

blau: schnelle Route, rot: Radroute, Quelle: GoogleMaps (bearbeitet)

der Ossietzkystraße verbinden, stehen Schilder, die einem zeigen, wo das Schloss Schönhausen ist. Na Prima. Pankow wird also fahrradtauglich. Vor einigen Jahren wurde das Schlagloch-Desaster des Schlossparks mit EU-Geldern beseitigt, denn der Radfernweg Berlin-Usedom führt hier durch. Die Fahrradfahrer und Inline-Skater freuts, nur leider hat man (wohl aus Gründen “der Verkehrssicherheit” vor der Pankebrücke und vor der Ausfahrt aus dem Schlosspark zur Ossietzkystraße hin 2er-Kopfsteinpflasterreihen eingelassen, damit man wohl nicht zu schnell fährt und in der Pankow landet. Ich persönlich finde das totalen Unsinn, weil dadurch nur die Unfallgefahr für Inlineskater steigt (man muss schließlich vier Kopfsteinpflasterreihen im Fahren “überlaufen”) und dem Fahrradfahrer tut der Hintern weh oder muss befürchten, dass brüchiges Transportgut kaputt geht. Viel gefährlicher ist eher die mangelnde Sicht für die Fahrradfahrer, wenn sie aus dem Schlosspark fahren:

Man fährt zuerst kurz auf die Straße Am Schlosspark rauf und landet nach 10m an der Kreuzung zur Ossietzkystraße. Genau diese Einfahrt ist durch Bäume und hecken behindert und Autofahrer kommen gerne mit mehr als der erlaubten 30 km/h aus der Straße geschossen. So viel zum fahrradfreundlichen Pankow.

Apropos fahrradfreundlich: Offiziell gehört auch die Berliner Straße zwischen Breiter Str. und S+U Pankow (Florastraße) zum Radfernweg. Dort gibt es gar keinen Radweg oder Fahrradstreifen. Man muss auf der Straße zwischen Straßenbahnen, 4 (derzeit 5) Buslinien und den Autos fahren. Spitze. Mir ist zu Ohren gekommen, dass im Rahmen der Umbauarbeiten am S+U Pankow ein Fahrradweg eingerichtet werden soll: Aber nur auf dem Abschnitt unter den Bahnbrücken (Granitzstr. bis Hadlichstr.). Spitze! Ist ja nebenbei nur der Schulweg für einige Schüler, nicht nur meiner alten Schule.

Doch zurück zur Beschilderung: Dieses Desaster wird aber mit einer anderen Wegführung retuschiert: Wenn man aus Mitte kommend nach Niederschönhausen fährt, wird man zunächst über den Berliner Mauerweg geführt, also durch den Mauerpark, durch den die alte Schwedter Straße führt, Kopfsteinpflaster und überall Fußgänger. Das ist aber nicht so das Problem, denn der Mauerpart lädt schließlich zum Verweilen und Langsamfahren ein. Wer es eilig hat, sollte die Schönhauser Allee benutzen. Dann fährt über den Behmsteg auf die Behmstraße, dort über eine weitere Rampe rechts unter Brücke Behmstraße hinunter und Fährt dann auf einer Fahrradstraße neben der S-Bahn entlang. Ab der Bornholmer Brücke, die man ebenfalls unterquert, kommt man auf den ehemaligen Grenzstreifen, der noch aus alten Zeiten betoniert ist, links und rechts sind Baumreihen gepflanzt. Dann zweigt die Ausschilderung vom Mauerweg ab, man fährt rechts statt links auf die Dolomitenstraße, biegt dann links in die Maximilianstraße, die wird unter der Brücke zur Heynstraße (Kopfsteinpflaster für 100m). Man überquert die Florastraße in die Neue Schönholzer Straße, eine schön neu asphaltierte Straße. Dann kommt man am Rathaus Pankow heraus und biegt rechts in die Breite Straße ab, fährt bis zur Kreuzung Berliner Straße, dort muss man sich durch die Fahrradregelung durchwurschteln und kommt dann in die Ossietzkystraße. Dort beginnt der Schlosspark.

Ich muss zugeben, der Radweg ist gut ausgeschildert, das habe ich von meiner Fahrradtour nach Usedom (Abschnitt Nechlin-Usedom) nicht so in Erinnerung. Die Wegführung ist etwas kompliziert, man könnte genauso gut einfach die Schönhauser Allee auf dem Fahrradweg hochfahren, aber die Wegführung ist gemütlicher und angenehmer zu fahren. Im Schlosspark selbst die Ausschilderung fast etwas übertrieben, werden doch selbst Strecken durch Trampelpfade zum “0,1 km” entfernten Schloss Schönhausen ausgewiesen. Wenn jetzt noch der Rest des Radfernweges so gut beschildert und ausgebaut ist, kann es eigentlich losgehen in Richtung Usedom per Fahrrad!

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Anton Allgemeines, Anton

Nicht nur ARD und ZDF switchen auf HD…

23. August 2009

…sondern auch meine Wenigkeit. Seit nicht allzu langer Zeit kann ich eine Canon HF S100 Videokamera mein Eigen nennen. Diese nimmt FullHD Video (1920×1080 px) im AVCHD-Format auf SDHC-Karten auf. Also ein Riesenunterschied gegenüber meiner guten alten Sony DCR-HC40, die lediglich SD (720×576 bzw. 1025×576 in 16:9)  auf miniDV aufnahm. Die Zeiten des Kassettenwechsels, Spulen und capturen in Echtzeit sind vorbei. Aber natürlich bleibt diese noch in Betrieb, da ich ja öfter mal meine Videokamera ausleihe und da ist mir die neue etwas zu wertvoll. Außerdem habe ich noch knapp 60cm nebeneinander aufgestellte DV-Tapes, von denen manche nicht gecaptured sind.

DV-Tapes

Zuerst hatte ich mit den schicken großen HDV-Kameras geliebäugelt (z.B. Canon XH-A1 oder Sony HDR-FX1), schließlich durfte ich die FX1 schon mal beim Filmen des letzten DS-Stücks ausleihen. Doch die Preise machen einem da dann doch einen Strich durch die Rechnung. Außerdem haben sie ja weiterhin DV-Tapes. Doch die Bildqualität dieser Kameras ist selbst im “alten” DV-Format um ein vielfaches besser als mit meiner kleinen HC40. Das ist nur natürlich, schließlich sind Objektiv und Bildsensor um einiges größer und es gibt mehr Einstellungsmöglichkeiten.

antoncanonDann fand ich die Alternativen: AVCHD-Kameras. Diese sind deutlich günstiger (sie beginnen unter 1000€) und haben meist semi-professionelle Einstellungsmöglichkeiten. So lassen sich bei meine Canon wie bei einer Spiegelreflex Kamera Shutter (Belichtungszeit) und Blende regeln. Außerdem kann man im 25-Volbilder Modus aufnehmen (statt 50 Halbbilder). Auch alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden, die ich vorher nicht hatte: Mikrofon mit manueller Lautstärkeregelung, Kopfhörerbuchse. Einige Funktionn kann ich auf ein kleines Drehrad neben dem Objektiv legen, z.B. Mikrofonpegel, Belichtung oder Fokus. Umgewöhnen muss ich mich lediglich dahingehend, dass meine Canon im Gegensatz zu meiner Sony keinen Touchscreen, sondern einen Joystick am Display hat. Das kann beim Filmen Geräusche verursachen, aber ansonsten super.

iMovie 8Doch nicht nur das Filmen soll gelingen, sondern auch der Schnitt. Im Vorraus stattete ich Marcus’ Familie einen Besuch hab, da diese seit ein paar Monaten über eine kleinere Canon mit AVCHD Video besitzen und mir von Problemen beim Schnitt in Premiere Pro berichteten. Ich schloss deren Kamera an mein MacBook Pro mit FinalCut Express 4 (FCE) an und importierte eine 5minütige Sequenz. Das gelingt erst einmal komfortabler, da man alle gefilmten Sequenzen einzeln anschauen und importieren kann. Doch der Import dauert auf Grund der notwendigen Umwandlung länger als das Capturen von DV. Danach konnte ich das Video problemlos im Viewer von FCE anschauen, doch sobald ich es in die Timeline schob ruckelte es selbst bei niedrigster Darstellungsqualität. Das Problem löste sich jedoch schnell, als ich die Importeinstellungen von “Apple ProRes Codec” in “Apple Intermediate Codec” änderte. Nur: Obwohl in AVCHD knapp 60min auf eine 8GB Speicherkarte passen, benötigt das importierte Video ein Vielfaches an Platz auf der Festplatte. Doch letztens fing ich dann doch mal an, mich etwas mit Apples merkwürdig neuen iMovie 8 zu beschäftigen, welches auch AVCHD unterstützt. Und dort kann man das Video auch in geringerer Auflösung umwandeln lassen, nämlich auf 960x540px Größe. Das ist zwar eine merkwürdige Größe und etwas kleiner als DV, aber es spart radikal Speicherplatz und Rechenleistung beim Schnitt. Also ab sofort läuft der Import über iMovie, dann wird die ferige Datei in FCE hinzugefügt (FCE kann nur in FullHD importieren). Und es entfällt die Größenreduzierung beim Brennen auf DVD, da ich eh keinen Bluray-Brenner habe. Höchstens für Projekte, wo FullHD wichtig ist, werde ich die volle Auflösung verwenden. Schließlich hab ich kein Speicherraid mit mehreren Terabytes zu Hause.

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Anton Anton, Foto, How-to, Technik

Shake your iPhone!

22. August 2009

NiPhoneein, mein erster Blogeintrag seit Wochen wird kein Ich-hab-jetzt-ein-(altes)-iPhone-und-das-ist-so-geil-Eintrag (auch wenn es das ja ist). Denn es gibt schon einige Funktionen an diesem Wundergerät aus Cupertino, die im Alltag auch hinterlich sein können.

Eine davon ist die “Shake to shuffle”-Funktion (in der deutschen Sprachversion “Schüttelfunktion”), welche standardmäßig in den iPod-Einstellungen aktiviert ist. Man schüttelt sein iPhone einmal kräftig und die derzeitige Playlist (bzw. Bibliothek) wird auf zufällige Wiedergabe (Shuffle) geschaltet.

Diese Funktion, welche mithilfe des Beschleunigungssensors im iPhone funktioniert, war bei mir auch eingeschaltet. Wenn man dann mit dem iPhone am Gürtel auf dem Fahrrad durch Berlin fährt, wird man die Musik nicht durchgängig genießen dürfen. Denn bekanntermaßen gibt es in Berlin nicht nur hohe Ränder am Bürgersteig/Fahrradweg, sondern auch Schlaglöcher. Und auf diese weist einen nicht nur der Hintern hin, sondern auch das iPhone, denn kaum fährt man durch eins durch macht es “pling” und man hört einen neuen Titel. Und der kann nach fünf Sekunden auch schon wieder vorbei sein. Schon wieder ein Schlagloch. Danke.

Anmerkung: Diese Funktion gibt es meines Wissens nach auch mittlerweile an anderen iPods, z.B. dem iPod Nano. Also wer (unerlaubterweise) beim Fahrradfahren Musik hört, sollte sie lieber ausschalten.

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Anton Anton, Technik

HAPPY BIRTHDAY, ANTON!

18. Juli 2009

Es ward so weit: Unser Anton hat Geburtstag und wird 19 Jahre alt… Herzlichen Glückwunsch!

Nun, dann wollen wir von der Weisheit des Ältesten im Autorenteam weiter profitieren und freuen uns auf weitere Artikel… :)

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Marcus Anton, Marcus

Die grüne Hölle mit retuschiertem Apfel

17. Juli 2009

Ab heute, 19 Uhr, werden alle Nachrichtensendungen des ZDF (heute, heute-journal etc.) aus dem neuen, 30 Millionen Euro teuren Nachrichtenstudio in Mainz gesendet. Ursprünglich wollte man damit schon vor knapp einem Jahr fertig sein, doch nun ist der Termin der 17. Juli geworden.

Viel Realität findet man in der “grünen Hölle” nicht mehr. Es ist ein großer Raum, der beinahe zu 360° in einer grünen Wand verkleidet ist. Diese Fläche wird am Computer mit dem Hintergrund oder sonstigen virtuellen Dingen ersetzt. So gibt es dann “Erklärräume”, wo Claus Kleber dann eine große Afrikakarte neben sich zu stehen hat und dort Dinge erklärt. Das einzig reale wird der lange y-förmige geschwungene Tisch sein, an dem die Moderatoren und Sprecher stehen, nicht mehr sitzen. Claus Kleber zeigte sich erleichtert über diesen Fakt.

Gefilmt wird mit zwei Roboterkameras sowie mit zwei weiteren von Hand bedienten Kameras, alle detailgenau positioniert und mit sehr exakten Positionsmessgeräten ausgestattet, schließlich muss der Computer wissen, wo sich die Kamera im Raum befindet, um den Hintergrund und ähnliches entsprechend richtig einzusetzen.

Ich muss zugeben, bislang fand ich diese Virtual Reality Idee im heute-Studio nicht so dolle, weil die Studios der privaten Sender (most notably RTL und früher ITN News Channel in GB) extrem übertrieben aussehen, das virtuelle sticht quasi heraus. Beim ZDF wird das nicht so sein, es wirkt alles sehr homogen. Mehr gibts von mir dazu dann nach besagter Erstsendung und auf heute.de

Interessant ist der neue Laptop im heute-journal. In einem Video der ZDF-Mediathek zum neuen Studio meinte er “ein Laptop einer nicht näher benannten Firma… Es ist jedenfalls keine… Birne.” Man sehe selbst: Das ZDF übt sich nicht nur in VR, sondern auch gleich im digitalen Retuschieren, wie folgende Standbilder der Vorschau-Clips zeigen:

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Da sieht man noch das schicke Logo... // Quelle: ZDF Mediathek

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Und Schwupps! Verschwunden! // Quelle: ZDF Mediathek

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Anton Allgemeines, Anton, Medien, Technik

Vorschlag: Neue Wahlzettel!

9. Juni 2009

Die Generalsekretäre und Parteichefs aller Parteien proklamieren immer “Inhalte” zählten. Aus “Inhalten” sind spätestens zur diesjährigen Europawahl eher “Sprüche” geworden. Die CDU waren “WIR in Europa”, die SPD redete lieber CDU, FDP und LINKE schlecht (anstatt sich zu profilieren und nebenbei die Grünen ‘vergaß’, was wohl eher zur Abwanderung der Wählerschaft zu statt von den Grünen beitrug) und die FDP… ach ja das war Silvana Koch-Mehrin. Die FDP setzte also auf das Bild. Die anderen Parteien können sich das wohl nicht leisten, die SPD animierte lieber. Und die

FDP Plakat 2009

Grünen machten “wuMS!” – ‘Politik mit Geräusch’, wie ZDF Toll kommentierte und glatt noch “Zack!” (Zukunft & Arbeit, Clever & Kompetent) oder “Peng!” (Perspektive & Engagement, Natürlich & Gewissenhaft) hinzufügte.

Da liegt es doch fast nahe, auf den Wahlzetteln gar nicht mehr über Parteien und irgendwelche langweiligen Kandidatenlisten abzustimmen sondern einfach über die Sprüche:

SIE HABEN EINE STIMME (x) :

1. WIR in Europa (für alten Politikkenner vllt. in schwarz geschrieben)

2. wuMS! (in grün)

3. keine Mindestlohn-Gegner, keine Finanzhaie, keine heiße Luft! (in rot)

4. [Foto Silvana Koch-Mehrin] (in gelb)

5. Gegen den Rest! (nun ja, in den Meinungsumfragen sind sie ja immer lila, aber das ist ja den Violetten vorbehalten… hmm… vielleicht tiefrot, aber bitte nicht braun!)

usw.

Ach ja, und dass das ne Europawahl war, braucht man ja auch nicht mehr darüberschreiben. Hat weder die meisten Parteien, noch die Wähler interessiert.

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Anton Anton, Politik

Die lange Wahl…

8. Juni 2009
94 Zentimeter!

94 Zentimeter!

Wie Peter schon schrieb, hatten knapp dreiviertel der Deutschen die Wahl, knapp 42 gingen hin. Man hatte aber auch eine lange Wahl vor sich. Nicht zeitlich gesehen, sondern wenn man sich die Länge des Wahlzettels anschaut: 94 Zentimer misst der Wahlzettel zur Europawahl 2009, 26 Parteien und politische Vereinigungen standen drauf. Angefangen wie eh und je mit der CDU, dann kamen die Grünen. Moment, die Grünen als zweites auf dem Wahlzettel? Nun, das rührt daher, dass die Wahlzettel immer die Ergebnisse der Parteien in dem Bundesland bei der letzten gleichen Wahl berücksichtigt. Und schon bei der Europawahl 2004 kamen die Grünen auf Platz 2 in Berlin. Deshalb so weit oben.

Da ich nicht genau wusste, ob ich Sonntag bis 18 Uhr in Berlin sein werde, entschloss ich mich Donnerstag kurzerhand zur “Briefwahl”. Briefwahl muss nicht heißen, dass irgendwas per Post verschickt wird. Man kann auch einfach ins Briefwahllokal im lokalen Rathaus gehen, seinen Antrag zur Briefwahl ausfüllen und sich die Stimmzettel abholen. Dann geht man wählen. Das darf der mündige Bürger überall – nur nicht im Briefwahllokal außerhalb der Kabine. Also ab in einer der drei Klapp-Aufsteller-Wahlkabinen und schnell Kreuzchen machen.

Nach eingehender Begutachtung des ca. drei A4-Seiten messenden, auf schönem grauen Öko-Papier gedruckte Wahlzettel machte ich mein Kreuzchen und war zunächst mit der Aufgabe konfrontiert, diesen Zettel wieder zusammenzufalten, wie ich ihn bekommen hatte – also knapp drei Mal. Und als wenn  das nicht genug wäre, musste man den Zettel ein weiteres Mal falten, um ihn einigermaßen in den blauen Stimmzettelumschlag zu bekommen. Das passte immer noch nicht ganz, der Umschlag ging knapp zu. Einmal anlecken, zuhalten, fertig. Ach nee, noch die “Erklärung von Eides statt” dass man selbst derjenige war, der wählt und blauer Umschlag und die Erklärung zusammen in den roten Umschlag, den Wahlumschlag. Wieder anlecken, zukleben, fertig. Ab in die Wahlurne.

Und für die, die sich grad fragen, ob sie vielleicht was falsch gemacht haben: Auf der Rückseite des Wahlzettel stand nichts. Keine Angst ;)

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Anton Anton, Politik

Barack schüttelt nicht jede Hand

6. Juni 2009

Viele träumen davon, dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama einmal die Hand zu schütteln. Manche haben Glück, andere nicht.
So geschehen heute bei Obamas Besuch in Dresden. Beim Hinausgehen aus der Frauenkirche denkt die Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass er ihr die Hand schütteln wird und hält ihre Hand hin – schüttelt jedoch ins Leere.
Anders hingegen in Großbritannien: Als Obama und der Premierminister Gordon Brown beim G20 Gipfel in die 10 Downing Street laufen, schüttelt Obama dem Polizisten vor der Tür im Vorbeigehen die Hand. Dieser hält danach auch dem vorbeikommenden Gordon Brown die Hand hin – und schüttelt ins Leere.
Nun ja, ob man derzeit dem Premierminister die Hand schütteln möchte, ist fraglich. Höchstens zum Dank nach einem Rücktritt.

Obama in 10 Downing Street. Quelle: BBC

Obama und Merkel in Dresden. Quelle: tagesschau

Obama mit Gordon Brown in 10 Downing Street. Quelle: BBC

Obama mit Gordon Brown in 10 Downing Street. Quelle: BBC

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Anton Anton, Medien

Einmal neu mischen, bitte!

5. Juni 2009

Alle reden von der Europawahl. Gut, ich werde demnächst noch einen Artikel dazu schreiben, aber nebenbei gibt es in Europa Länder, die besseres zu tun haben. Zum Beispiel das Vereinigte Königreich.

Dort wird zwar diese Woche auch das Europäische Parlament gewählt, aber wie wir wissen, haben es die Briten eher ein gespaltenes Verhältnis zur Gemeinschaft. Das viel wichtigere sind die Local Elections, die Kommunalwahlen in 34 Gemeinden des Landes. Das sind gar nicht mal so viele, aber dennoch werden sie ein Stimmungsbarometer für die Politiker auf der Insel sein. BBC News berichtet live von den Auszählungen als seien es die Parlamentswahlen und man hört immer das Gleiche: “massive loss for Labour”, “Conservatives up”, “Lib Dems take xx council”. Labour ist derzeit offiziell Regierungspartei im Unterhaus, die Conservatives und die Liberal Democrats (“Lib Dems”) die Opposition. Die anderen Parteien spielen eigentlich keine Rolle (außer in Schottland, Wales und Northern Ireland). Großbritannien wird derzeit vielmehr von einer Regierung Gordon Brown regiert, die derzeit bei um die zwanzig Prozent in Umfragen liegt.

Karte mit den Kommunalwahlergebnissen

Blau steht für die Conservatives, schwarz für keine Mehrheit für niemanden, grau für "wurde nicht gewählt". Man sieht deutlich den Absturz von Labour (Tabelle rechts). Quelle: guardian.co.uk

Es ist zu erwarten, dass Labour dritt- oder sogar viertstärkste Kraft bei der Europawahl in Großbritannien landen wird. Überall hört man Forderungen nach Neuwahlen, die von Gordon Brown jedoch gerne überhört werden. Dabei ist er ja an sich kein gewählter Premierminister, er profitierte vom Rücktritt Tony Blairs im Juni 2007, ohne dass es Neuwahlen gab.Damals änderte Brown natürlich Tony Blairs Kabinett, einige “Blairites” (also feste Blair-Leute) wurden aussortiert oder bekamen andere Ministerposten.

Nun hört man in diesen Tagen sogar in den deutschen Nachrichten vermehrt von der britischen Regierungskrise. Angefangen hat es mit dem “expenses scandal”. Abgeordnete aller Parteien, nicht nur Labour, haben alle möglichen Ausgaben als notwendige Arbeitsausgaben für ihren Zweitwohnsitz in London deklariert und zig Pfünde eingesackt. So wurden Klopapier für £2, Entenhäuschen für £1000 und Pornofilme für den Ehemann der Innen

ministerin Jaqui Smith als notwendige Ausgaben deklariert. Über diesen Skandal sind viele Abgeordnete und sogar Minister und der Vorsteher des Unterhauses (Speaker) gestürzt, traten zurück, treten bei der nächsten Wahl nicht mehr an oder dürfen nicht mehr kandidieren. Dieser Skandal wurde nur Schritt für Schritt über Zeitungen aufgedeckt, sodass die Briten nur noch sehr wenig Vertrauen in ihre Politiker haben.

Nun wird das Ganze eine Regierungskrise für den Premierminister. Man redet allgemein schon davon, dass die Ratten das sinkende Schiff verlassen. Das geschieht in Form von Rücktritten mehrerer Minister (bisher vier): Jaqui Smith (Innenministerin), James Purnell (Arbeits- und Rentenminister), Hazel Blears (Gemeindeministerin) und heute habe noch John Hutton (Verteidigungsminister). Wobei letzterer behauptet, das hätte nichts mit Gordon Bron zu tun, sondern seinem persönlichen Wunsch, bei der nächsten Wahl nicht mehr anzutreten.

James Purnel packte bei seinem Rücktritt gestern noch einen drauf: Er forderte Gordon Brown in einem öffentlichen Brief auf, zurückzutreten, “for the sake of Labour”. Diese Aktion bestimmte die heutigen Schlagzeilgen und BBC News berichtet seit heute morgen ununterbrochen über das “cabinet reshuffle” und die Kommunalwahlen.

Heute morgen ging das Spiel dann los: Von “reshuffle” ist die Rede. Man mischt das Kabinett ordentlich durch und hofft, dass was Gute bei raus kommt, was das Wahlvolk mag. Nun ja, bei den Umfragewerten derzeit… Aber das funktioniert dann so: Der Gesundheitsminister wird Innenminister, die Finanzstaatssekretärin wird Arbeitsministerin, der Finanzminister darf in 11 Downing Street wohnen bleiben, ebenso bleiben der Justizminister und der Außenminister. Derzeit fragt man sich noch, wer Verteidigungsminister und wer Gesundheitsminister wird. Es bleibt spannend auf der Insel…

Aktualisierung: Wäre jetzt eine General Election (Unterhauswahl), dann kämen die Conservatives auf 38%, die Lib Dems auf 28% und Labour auf 23% kommen. Verdammt wenig für eine Partei, die derzeit mir absoluter Mehrheit der Sitze im Parlament regiert (wobei dafür auch 35% der absoluten Stimmen ausreichen. Das liegt am first-past-the-post-System Großbritanniens, wonach es nur Direktmandate in den Wahlbezirken gibt. Wer die meisten Stimmen in einem Wahlbezirk bekommt, ist gewählt, und 35% können locker die Mehrheit sein. Labour kommt derzeit auf  über 50% der Sitze im House of Commons.)

Aktualisierung 2: Ein Teil der freien Ministerposten wurde verteilt. Bleibt nur die Frage, ob noch mehr Minister (UK: “Secretaries”) das Schiff verlassen. Die nächsten Wahlen müssen spätestens 2010 stattfinden, diese Zeit wird Gordon Brown sicher noch nutzen, da Labour derzeit desaströs abschneiden würde.)

Aktualisierung 3: Inzwischen ist ein fünfter Minister zurückgetreten. Damit haben acht Regierungsmitglieder Gordon Brown innerhalb von 5Tagen verlassen.

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Anton Anton

Kaum ist Hr. Lammert mal außer Haus…

24. Mai 2009

… da tanzen die Mäuse. Nun ist Nobert Lammert nicht die Katze, sondern der Bundestagspräsident und sitzt damit auch der Bundesversammlung vor, welche am Samstag den Bundespräsidenten wählte.

Nun, wie man der unüberschaubaren Berichterstattung der deutschen Medien entnehmen konnte, wird der Bundespräsident alle fünf Jahre von der Bundesversammlung am “Verfassungstag”, dem 23. Mai gewählt. Warum auch immer “Verfassungstag”, das heißt doch bei uns “Grundgesetz” und ich erspare mir die üblichen angehängten Sätze von wegen ursprünglich Provisorium blabla. Toll wie der Zufall ist, fällt dieser Tag in diesem Jahr auf die Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag unseres lieben Vaterlandes (also gut, ich nenn das jetzt mal so auch wenn ich offiziell noch DDR-Kind bin) auf eben diese Bundespräsidentenwahl. Und das ist auch der Grund dafür, dass Genosse Merkel bzw. sein Lehrer, der Gewehrmündung ins Auge blicken durfte: Der Festakt zum 60. fand im Konzerthaus statt – und zwar einen Tag vorher, wegen der Wahl. Dabei soll man doch nicht zu früh gratulieren!

Zurück zur Bundesversammlung. Damit die Bundestagsverwaltung mal was zu tun bekommt, wurden zwecks der Behausung von über 1200 Abgeordneten bzw. Wahlmännern/frauen sämtliche Tische und Stühle aus dem Plenarsaal entfernt, lediglich die Regierungsbank, das Präsidium und die erste Tischreihe blieben verschont. Dort versammelte sich die Politprominenz des Bundestages, währen der Plebs dicht gedrängt auf den Stühlen dahinter Platz nehmen musste.

ARD und ZDF: Jeder darf mal ne Frage stellen.

ARD und ZDF: Jeder darf mal ne Frage stellen.

Zuerst war alles normal. Phoenix begann drei Stunden vor der Eröffnung der BV mit der Berichterstattung aus der Lobby des Reichstagsgebäudes um mit den Politikern über immer die selben Fragen zu reden: Wer wird gewinnen? Wird die Linke Peter Sodann nach einem ersten Wahlgang herausnehmen? Wie viele Grüne wählen Horst Köhler und nicht Gesine Schwan? Den ganzen Tag lang. Und natürlich: “Was hieße die Wiederwahl Köhlers für die Bundestagswahl? Was hieße eine Wahl von Gesine Schwan? Dabei ist es doch wohl offensichtlich, dass sich die Bundesversammlung aus den derzeitigen politischen Verhältnissen zusammensetzt, nicht aus dem derzeitigen Volkswille. Wenn man das Volk fragt, wen sie gerne zum Bundespräsidenten hätten und daraus Schlüsse für September ziehen würden, müssten ja CDU/CSU die 2/3-Mehrheit locker knacken. Lediglich die Möglichkeit, Gesine Schwan würde mit den Stimmen der Linken gewählt, wäre ein Linksrutsch für die SPD, zumindest in den Augen mancher Wähler und der Medien.

Kurz nach 12 Uhr ging es dann also los. Norbert Lammert, bekannt für seine nicht gerade kurzen Formulierungen der einfachsten Dinge (was aber Spaß macht) hielt sich an seine 15 Minuten, und stellte die alles entscheidende Frage: “Die Bundesversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Zweifelt da jemand dran, sonst würde das natürlich alles ein wenig verzögern.” Daran zweifelte glücklicherweise niemand und so verlas er prompt die Kandidatenliste. Und nach dem Beschluss, die 60 SchriftführerInnen des Bundestages für die Bundesversammlung zu ernennen, durften jene zwei Beisitzer Lammerts die nächste dreiviertel Stunde damit verbringen, über 1200 Namen zu verlesen. Und da Hr. Westerwelle wusste, dass W sehr spät im Alphabet kommt, ging er erst einmal zu Phoenix um sich den bekannten Fragen zu stellen. Und danach zur ARD und zum ZDF. Ein wenig später war Ottfried Fischer (nominiert über die SPD Bayern) beim Interview um sich für Fr. Schwan auszusprechen. Das ging so weiter und weiter bis es irgendwann auf die 14 Uhr zuging und langsam das Ende der Auszählung erwartet wurde. Weiterhin kein Zeichen Lammerts.

Nach 14 Uhr füllte sich der Plenarsaal wieder und man konnte erahnen, dass es was gibt. Auf Schloss Bellevue wehte fleißig die Flagge des Bundespräsidenten, er war noch daheim. Man sollte meinen, das Ergebnis dieser Wahl ist geheim, bis der Präsident Lammert es verliest. Doch denkste!

Norbert Lammert wartet...

Norbert Lammert wartet...

Ohne weitere Anzeichen betrat die Blasmusikkapelle den Saal und setzte sich auf die Stühle vorne. CDU/CSU und FDP standen schon mal auf und applaudierten. Ein wenig später kamen Saaldiener und reichten den Fraktionschefs Blumen, die diese möglichst schnell unter ihrem Tisch versteckten (dazu haben sie die also drin gelassen!). Üüüüüberhaupt nicht auffällig liebe Bundesversammlung! Und derweil wartete Norbert Lammer, von einer Kamera begleitet, vor dem Eingang des Reichstagsgebäudes und wartete. Und wartete. Kaum ist man mal außer Haus, geht im Saal alles schief muss der wohl im Nachhinein über die Aktionen im Plenarsaal denken… Doch warum wartete er noch draußen?

Herzlichen Glückwunsch, Herr neuer/alter Bundespräsident?

Herzlichen Glückwunsch, Herr neuer/alter Bundespräsident?

Ein einsamer Gang des Präsidenten...

Ein einsamer Gang des Präsidenten...

Applaus  für Köhler, der etwas merkwürdig alleine vor dem Tisch der Kanzlerin steht.

Applaus für Köhler, der etwas merkwürdig alleine vor dem Tisch der Kanzlerin steht.

Das Ergebnis könnte doch auch lauten: 49% Köhler, auf in den zweiten Wahlgang! Weiterhin angespannte Gesichter bei SPD, Grünen und Linken…

Und langsam sollte man erwarteten, dass das Ergebnis da ist aber Lammert wartet weiterhin vorm Reichstagsgebäude. Worauf denn?

Irgendwann kam dann doch eine Autokolonne und der Bundespräsident kam heraus. Ein wenig später betrat Norbert Lammert wieder den Plenarsaal, Köhler nahm nicht wie vorher auf der Tribüne Platz, ganz im Gegensatz zu seiner Frau Eva. Lammert begründete die Verzögerung mit einer dritten Auszählung der Stimmen.

Nun denn, der Präsident verlas das Ergebnis: “Auf Prof. Horst Köhler entfielen 613 Stimmen…”. Tosender Applaus von CDU/CSU und FDP, die anderen machen irgendwann doch mit, klatschen aber etwas müde. Dann noch schnell die Ergebnisse der anderen KandidatInnen, bei Fr. Schwan Applaus von SPD und Grünen. Tja. Knapper ging es wohl kaum, 613 Stimmen waren bekanntlich die Mehrheit der Stimmen.

Somit haben die Mitglieder der Bundesversammlung ihr Ziel erreicht: Bundesliga-Finale pünktlich und live gucken zu können! :)

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Anton Anton, Medien

Wir sind überall – nur nicht AM BLOGgen…

20. Mai 2009

Hallo, werte Leserschaft,

ja, in der Tat, es gibt uns noch. Mich zumindest. Beim Anton bin ich mir auch noch halbwegs sicher und vom Marcus hoffe ich, dass es ihn noch gibt… ;)

Nun fragt sich der geneigte Leser: Wie konnte es so weit kommen? Wie kann es sein, dass wir eine Woche lang keinen Artikel veröffentlichen? – Nun – Die Antwort setzt sich aus zwei prägnanten Worten zusammen: ZU TUN! ;) Was Marcus im Konkreten so treibt, vermag ich nicht zu beurteilen, in jedem Falle jedoch scheint es anstrengend zu sein… (Oder er ist auf der Treppe in seiner Hochschule elendig verreckt, nachdem der Fahrstuhl außer Betrieb ging… Hmmmm… :D ). Die zwei Stellvertretenden Schulsprecher in unserem Team jedenfalls waren mit dem herrlichen Klassentauschprojekt beschäftigt, bei dem je 2 achte Klassen vom Ossietzky-Gymnasium und der RLO zwei Tage lang die Möglichkeit hatten, sich gegenseitig kennen zu lernen. Ich hoffe, wir können hier demnächst genaueres folgen lassen. In jedem Falle aber war es überaus anstrengend, weil zu jedem Tag gehörten entsprechende Vor- und Nachbereitung (denn – by da way – wir waren Teamer! ;) ).

In der Hoffnung, nun endlich wieder mehr für den Leser da zu sein, verbleibt im Namen des gesamten AM BLOGgen-Teams

Der Peter

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Peter Kuscher Anton, Marcus, Peet, RLO, gsv

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