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Vorbei.

Nun ist es vollbracht, der letzte Fuß symbolisch aus der Schwelle gesetzt, die mir 14 Jahre ein Stück weit Heim war. Anlass genug also, um einige törichte Gedanken hervorzubringen.

:

“alles im lot!”

sagst du und grinst mich an.

“aber ich bin in not!”

sag’ ich und du fragst: “woran?”

:

ich kann dir dies grad

nicht einfach so schildern

die reue folgt der tat

und ach so aussagekräftigen bildern.

:

komisch die zeit,

da wir wehmut im überfluss haben

sind wir doch nicht so weit

unseren überdruss an demut zu laben.

______________________________

pergament ist sehr geduldig

fast so geduldig wie die zeit

beiden wird gottgleich gehuldigt

auch wenn am ende

nichts mehr bleibt.

:

und wohlbekannt ist uns die wirkung

ist nachzulessen alle konsistenz

doch ewigkeit  ist blanker irrtum

wie das “wissen” um des universums herzfrequenz.

:

magst du, mensch, dich zeigen,

dich monstrieren voll gewalt

alleine zeit will anderes beleiben

macht uns wesen  alt und kalt.

:

und eh ich noch in feuchtem flügelschlage

meine füße in die welt gesetzt

bin ich wie die hilflose wespe in ihrer wabe

schon das erste mal durch pein benetzt.

________________________

wenn zum tage hingewandt

unsereins die zeiten frisst

wenn hochgejazzt und abgedankt

ein jeder jeden bald vergisst

:

wenn das tal uns längst durchschritten,

wenn das leben uns zu lieben scheint,

hat’s gerade nur ein anderer durchlitten,

ist’s nur ein fremdes auge, das so heftig weint.

:

wenn der morgen uns geboren,

uns die welt zu füßen liegt -

ist die frucht der menschlichkeit vergoren

hat der mensch die menschlichkeit besiegt.

____________________________

wer sich noch retten will, der fliehe jetzt,

der breche aus und komme frei,

der wehre sich an ort und stelle gegen zeitgeschwätz

und die verflixte ruhmanbeterei.

:

wer lieben kann, der starte auf der stelle

und errichte mit aller kraft und macht

einen damm aus herzlichkeit vor der nidertrachtswelle

die aus menschen willfährige bestien macht.

:

wer noch ein ideal sein eigen nennt,

der halte es nun stolz in den wind;

verteidige es notfalls wie das letzte hemd

und zeige, dass menschen aufrechte wesen sind.

:

*kein anspruch an ordnung und ästhetik, keine gewähr, nicht gut.*

:

Zum Abschluss denn noch dieses kleine hier:

:

Es sind trübe Momente -

die Erinnerung verblasst;

sind letzte Spurenelemente

und Vergessenswut die rast.

:

Es sind ziellose Töne

die wie Nebelschwaden schwingen.

Es sind triste und sind schöne

Erinnerungen, die das Herz zum Klingen bringen.

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Peter Kuscher Peet


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