Vorbei.
Nun ist es vollbracht, der letzte Fuß symbolisch aus der Schwelle gesetzt, die mir 14 Jahre ein Stück weit Heim war. Anlass genug also, um einige törichte Gedanken hervorzubringen.
:
“alles im lot!”
sagst du und grinst mich an.
“aber ich bin in not!”
sag’ ich und du fragst: “woran?”
:
ich kann dir dies grad
nicht einfach so schildern
die reue folgt der tat
und ach so aussagekräftigen bildern.
:
komisch die zeit,
da wir wehmut im überfluss haben
sind wir doch nicht so weit
unseren überdruss an demut zu laben.
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pergament ist sehr geduldig
fast so geduldig wie die zeit
beiden wird gottgleich gehuldigt
auch wenn am ende
nichts mehr bleibt.
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und wohlbekannt ist uns die wirkung
ist nachzulessen alle konsistenz
doch ewigkeit ist blanker irrtum
wie das “wissen” um des universums herzfrequenz.
:
magst du, mensch, dich zeigen,
dich monstrieren voll gewalt
alleine zeit will anderes beleiben
macht uns wesen alt und kalt.
:
und eh ich noch in feuchtem flügelschlage
meine füße in die welt gesetzt
bin ich wie die hilflose wespe in ihrer wabe
schon das erste mal durch pein benetzt.
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wenn zum tage hingewandt
unsereins die zeiten frisst
wenn hochgejazzt und abgedankt
ein jeder jeden bald vergisst
:
wenn das tal uns längst durchschritten,
wenn das leben uns zu lieben scheint,
hat’s gerade nur ein anderer durchlitten,
ist’s nur ein fremdes auge, das so heftig weint.
:
wenn der morgen uns geboren,
uns die welt zu füßen liegt -
ist die frucht der menschlichkeit vergoren
hat der mensch die menschlichkeit besiegt.
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wer sich noch retten will, der fliehe jetzt,
der breche aus und komme frei,
der wehre sich an ort und stelle gegen zeitgeschwätz
und die verflixte ruhmanbeterei.
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wer lieben kann, der starte auf der stelle
und errichte mit aller kraft und macht
einen damm aus herzlichkeit vor der nidertrachtswelle
die aus menschen willfährige bestien macht.
:
wer noch ein ideal sein eigen nennt,
der halte es nun stolz in den wind;
verteidige es notfalls wie das letzte hemd
und zeige, dass menschen aufrechte wesen sind.
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*kein anspruch an ordnung und ästhetik, keine gewähr, nicht gut.*
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Zum Abschluss denn noch dieses kleine hier:
:
Es sind trübe Momente -
die Erinnerung verblasst;
sind letzte Spurenelemente
und Vergessenswut die rast.
:
Es sind ziellose Töne
die wie Nebelschwaden schwingen.
Es sind triste und sind schöne
Erinnerungen, die das Herz zum Klingen bringen.

Anton (20), bald Student in Mittweida und leidenschaftlicher Filmemacher, (derzeit unserer Fahne entflohen unter antonschubert.de), Peter (20), Mensch im Übergangsjahr und leidenschaftlicher Textmacher und Marcus (19), Kompositionsstudent und leidenschaftlicher Musikmacher, sind die Autoren dieses kleinen Blogs. Wir schreiben über alles, was uns interessiert, oder wovon wir denken, dass es euch interessieren könnte. Jeder ist herzlich eingeladen, nach Herzenslust zu kommentieren und/oder Beiträge anderer Art zu leisten. Wir freuen uns!
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