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Archiv für Juli, 2010

Ein heißes Thema…

22. Juli 2010

…an einem Tag, der womöglich der letzte warme in unseren Berliner Gefilden sein wird?

Nun, es geht mir – und an dieser Stelle ein herzliches Willkommen auf AM BLOGGEN, seit langem rumoren die Browser-Artikel-Druckmaschinen mal wieder ;-) – heute nicht in erster Linie um das Wetter, sondern um dessen Grenzwertigkeiten.

Wie der geneigte Leser bestimmt nicht verhindern konnte zu erfahren, fielen in den vergangenen Wochen in gewissen Fernzügen der allseits so geliebten Deutschen Bahn gewisse Anlagen aus, die ursprünglich dazu konstruiert waren, Extremwerte in Sachen Lufttemperatur zu verhindern: Die Klimaanlagen in ICEs. Mittlerweile ist auch geklärt, dass die Standards, nach denen diese Geräte entwickelt wurden, lediglich verlangten, bis 32°C hitzetauglich zu sein. Überdies munkelt man in der elektronischen Bauteilbranche, dass Bauteile, die bis 60°C ausgelegt sind, um ein Vielfaches teurer sind; ein solcher ICE wäre womöglich nicht bezahlbar, nun braucht man die Züge aber, also baut man erstmal das billigste. Man macht ja nach Vorschrift alles richtig, es wird schon nix passieren… Warum auch sollte so eine Klimaanlage das aushalten, wozu sie (vom ideellen Konzept her) gemacht ist, es zu verhindern? Fragen über Fragen…

Und eben da es so viel kosten würde, diese Teile auszutauschen, präsentiere ich im Folgenden die einzig wahre und brilliante Lösung:

Fahrt einfach offen!

ICE offen

Ich selbst fahre noch ein Auto aus dem letzten Jahrtausend (das klingt gut museal, oder?) – einen Toyota mit drei Vorteilen:
1. Er hat eine Bremse (und das ist bei Toyota in den letzten Monaten nicht selbstverständlich)!
2. Er hält die Hitze aus, jedenfalls scheint es so, denn noch ist er mir bei 37°C nicht weggeschmolzen.
3. Er hat keine Klimaanlage, dafür aber ein Dachfenster.

Der dritte Punkt mag nicht jedem ad hoc als Vorteil einleuchten, doch ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass das Fahr- und Reisegefühl viel unmittelbarer wird, wenn man auch die Lüftung ausschaltet und vor der Reise einfach sämtliche Fenster hinunterkurbelt. Der gemeine Cabrio-Fahrer (eine Art, die ich auch in dieser Saison zur Genüge in freier Wildbahn beobachten konnte, ich denke, der geneigten Leserschaft geht es ganz ähnlich) ist hier leuchtendes Vorbild. Wenigstens einmal.

Im Prinzip könnte man sich vor Beginn des Sommers auch das Dach abnehmen lassen, aber das wär’ vielleicht doch zu teuer, so jedes Jahr rauf-runter…

Nun, wie wäre das – im ICE einfach die Fenster herauszunehmen? Das bisschen Regen auf mancher Fahrt kann doch nicht so schlimm sein – im Gegenteil, da erlebt man manchmal was! Was wäre denn so eine Zugreise Berlin-München (auf der man sonst ja eh einschläft, sobald der Laptop-Akku runter ist, und manche ICEs besitzen ja die unverfrorene Frechheit, keine Steckdosen unter den Sitzen der 2. Klasse zu haben, das könnt’ man ja glatt persönlich nehmen) ohne Wind und Wetter live, ohne Fahrtunterbrechung wegen Hagelschäden? Also ich fänd’, das wär’ doch mal was anderes.

Folgendes Fazit also: Spart das Geld für die Klimaanlagen, nehmt die raus, verschrottet sie und baut aus dem Schrottgeld lieber Steckdosen in die 2. Klasse. Falls doch noch jemand umfällt – und da frage ich mich, warum man auch in den akuten Fällen der letzten Wochen nicht darauf kam – geht mit Wassereimern umher und lasst die Leute trinken, denn die Logik sagt mir, wenn jemand dehydriert, dann gib ihm halt Wasser. Wenn sie nicht mehr trinken können, weil sie schon völlig fertig im Sitz hängen, einfach drüber kippen.

Ich wünsche einen angenehmen Sommer mit erfrischenden Bahnfahrten in den zweitklassigen ICEs – oh, Verzeihung – in den ICEs der zweiten Klasse, oder besser in der zweiten Klasse der ICEs (jetzt hammer’s!) und einen wunderschönen Urlaub!

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Marcus, Technik , , , , , , , , , , , ,

So werden wir doch noch einen Titel holen!

8. Juli 2010

Raab Bundestrainer_mod

…okay. ‘Ne Idee war’s wert…

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Peet , , ,

Vorbei.

5. Juli 2010

Nun ist es vollbracht, der letzte Fuß symbolisch aus der Schwelle gesetzt, die mir 14 Jahre ein Stück weit Heim war. Anlass genug also, um einige törichte Gedanken hervorzubringen.

:

“alles im lot!”

sagst du und grinst mich an.

“aber ich bin in not!”

sag’ ich und du fragst: “woran?”

:

ich kann dir dies grad

nicht einfach so schildern

die reue folgt der tat

und ach so aussagekräftigen bildern.

:

komisch die zeit,

da wir wehmut im überfluss haben

sind wir doch nicht so weit

unseren überdruss an demut zu laben.

______________________________

pergament ist sehr geduldig

fast so geduldig wie die zeit

beiden wird gottgleich gehuldigt

auch wenn am ende

nichts mehr bleibt.

:

und wohlbekannt ist uns die wirkung

ist nachzulessen alle konsistenz

doch ewigkeit  ist blanker irrtum

wie das “wissen” um des universums herzfrequenz.

:

magst du, mensch, dich zeigen,

dich monstrieren voll gewalt

alleine zeit will anderes beleiben

macht uns wesen  alt und kalt.

:

und eh ich noch in feuchtem flügelschlage

meine füße in die welt gesetzt

bin ich wie die hilflose wespe in ihrer wabe

schon das erste mal durch pein benetzt.

________________________

wenn zum tage hingewandt

unsereins die zeiten frisst

wenn hochgejazzt und abgedankt

ein jeder jeden bald vergisst

:

wenn das tal uns längst durchschritten,

wenn das leben uns zu lieben scheint,

hat’s gerade nur ein anderer durchlitten,

ist’s nur ein fremdes auge, das so heftig weint.

:

wenn der morgen uns geboren,

uns die welt zu füßen liegt -

ist die frucht der menschlichkeit vergoren

hat der mensch die menschlichkeit besiegt.

____________________________

wer sich noch retten will, der fliehe jetzt,

der breche aus und komme frei,

der wehre sich an ort und stelle gegen zeitgeschwätz

und die verflixte ruhmanbeterei.

:

wer lieben kann, der starte auf der stelle

und errichte mit aller kraft und macht

einen damm aus herzlichkeit vor der nidertrachtswelle

die aus menschen willfährige bestien macht.

:

wer noch ein ideal sein eigen nennt,

der halte es nun stolz in den wind;

verteidige es notfalls wie das letzte hemd

und zeige, dass menschen aufrechte wesen sind.

:

*kein anspruch an ordnung und ästhetik, keine gewähr, nicht gut.*

:

Zum Abschluss denn noch dieses kleine hier:

:

Es sind trübe Momente -

die Erinnerung verblasst;

sind letzte Spurenelemente

und Vergessenswut die rast.

:

Es sind ziellose Töne

die wie Nebelschwaden schwingen.

Es sind triste und sind schöne

Erinnerungen, die das Herz zum Klingen bringen.

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Peet

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