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Nicht nur ARD und ZDF switchen auf HD…

…sondern auch meine Wenigkeit. Seit nicht allzu langer Zeit kann ich eine Canon HF S100 Videokamera mein Eigen nennen. Diese nimmt FullHD Video (1920×1080 px) im AVCHD-Format auf SDHC-Karten auf. Also ein Riesenunterschied gegenüber meiner guten alten Sony DCR-HC40, die lediglich SD (720×576 bzw. 1025×576 in 16:9)  auf miniDV aufnahm. Die Zeiten des Kassettenwechsels, Spulen und capturen in Echtzeit sind vorbei. Aber natürlich bleibt diese noch in Betrieb, da ich ja öfter mal meine Videokamera ausleihe und da ist mir die neue etwas zu wertvoll. Außerdem habe ich noch knapp 60cm nebeneinander aufgestellte DV-Tapes, von denen manche nicht gecaptured sind.

DV-Tapes

Zuerst hatte ich mit den schicken großen HDV-Kameras geliebäugelt (z.B. Canon XH-A1 oder Sony HDR-FX1), schließlich durfte ich die FX1 schon mal beim Filmen des letzten DS-Stücks ausleihen. Doch die Preise machen einem da dann doch einen Strich durch die Rechnung. Außerdem haben sie ja weiterhin DV-Tapes. Doch die Bildqualität dieser Kameras ist selbst im “alten” DV-Format um ein vielfaches besser als mit meiner kleinen HC40. Das ist nur natürlich, schließlich sind Objektiv und Bildsensor um einiges größer und es gibt mehr Einstellungsmöglichkeiten.

antoncanonDann fand ich die Alternativen: AVCHD-Kameras. Diese sind deutlich günstiger (sie beginnen unter 1000€) und haben meist semi-professionelle Einstellungsmöglichkeiten. So lassen sich bei meine Canon wie bei einer Spiegelreflex Kamera Shutter (Belichtungszeit) und Blende regeln. Außerdem kann man im 25-Volbilder Modus aufnehmen (statt 50 Halbbilder). Auch alle wichtigen Anschlüsse sind vorhanden, die ich vorher nicht hatte: Mikrofon mit manueller Lautstärkeregelung, Kopfhörerbuchse. Einige Funktionn kann ich auf ein kleines Drehrad neben dem Objektiv legen, z.B. Mikrofonpegel, Belichtung oder Fokus. Umgewöhnen muss ich mich lediglich dahingehend, dass meine Canon im Gegensatz zu meiner Sony keinen Touchscreen, sondern einen Joystick am Display hat. Das kann beim Filmen Geräusche verursachen, aber ansonsten super.

iMovie 8Doch nicht nur das Filmen soll gelingen, sondern auch der Schnitt. Im Vorraus stattete ich Marcus’ Familie einen Besuch hab, da diese seit ein paar Monaten über eine kleinere Canon mit AVCHD Video besitzen und mir von Problemen beim Schnitt in Premiere Pro berichteten. Ich schloss deren Kamera an mein MacBook Pro mit FinalCut Express 4 (FCE) an und importierte eine 5minütige Sequenz. Das gelingt erst einmal komfortabler, da man alle gefilmten Sequenzen einzeln anschauen und importieren kann. Doch der Import dauert auf Grund der notwendigen Umwandlung länger als das Capturen von DV. Danach konnte ich das Video problemlos im Viewer von FCE anschauen, doch sobald ich es in die Timeline schob ruckelte es selbst bei niedrigster Darstellungsqualität. Das Problem löste sich jedoch schnell, als ich die Importeinstellungen von “Apple ProRes Codec” in “Apple Intermediate Codec” änderte. Nur: Obwohl in AVCHD knapp 60min auf eine 8GB Speicherkarte passen, benötigt das importierte Video ein Vielfaches an Platz auf der Festplatte. Doch letztens fing ich dann doch mal an, mich etwas mit Apples merkwürdig neuen iMovie 8 zu beschäftigen, welches auch AVCHD unterstützt. Und dort kann man das Video auch in geringerer Auflösung umwandeln lassen, nämlich auf 960x540px Größe. Das ist zwar eine merkwürdige Größe und etwas kleiner als DV, aber es spart radikal Speicherplatz und Rechenleistung beim Schnitt. Also ab sofort läuft der Import über iMovie, dann wird die ferige Datei in FCE hinzugefügt (FCE kann nur in FullHD importieren). Und es entfällt die Größenreduzierung beim Brennen auf DVD, da ich eh keinen Bluray-Brenner habe. Höchstens für Projekte, wo FullHD wichtig ist, werde ich die volle Auflösung verwenden. Schließlich hab ich kein Speicherraid mit mehreren Terabytes zu Hause.

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