Die Praxisnähe des Mathe-Abiturs

Quelle: sbflehrgang.de
Nicht für die Schule lernen wir, sondern für’s Leben, heißt es ja immer so schön. Demnacht sollte man im Unterricht auch immer etwas fürs Leben lernen, ebenso in den Arbeiten. Ein tolles Beispiel für Praxisnähe bot das diesjährige Berliner Mathe-Grundkurs Zentralabitur im 3. Prüfungsfach (schriftlich).
Eine der beiden Wahlaufgaben zur Analysis (Kurvendiskussion) drehte sich um rechts stehendes Zeichen. Es ist das Zeichen “Sog und Wellenschlag vermeiden!” der Binnenschifffahrts-Ordnung der Bundesrepublik Deutschland. Abgesehen davon, dass in der Zeichnung der rote Schrägstrich fehlte, war die Aufgabe, die Funktion der untersten Linie der unteren Welle zu erstellen. Es sei eine Funktion vierter Ordnung (also ax^4+bx^2+c).
Nach diversen sinnlosen Funktionsberechnungen hieß dann eine Aufgabe, man solle den Farbbedarf in Liter für das Malen dieser Schilder errechnen. Man musste also die Fläche der beiden “Wellen” errechnen und über die Angabe “Ergiebigkeit ist laut Hersteller 5m^2 pro Liter Farbe” die Literzahl der benötigten Farbe für eine Anzahl von Schildern errechnen. Sehr praxisordientiert!
Die Aufgabe, so lauten Gerüchte, stammen von einem unserer Mathelehrer, der mit für Aufgaben verantwortlich ist. Aus diesem Grund durften wir bisher auch immer schwerere Aufgaben rechnen, damit nichts verdächtiges passiert…

Anton (20), bald Student in Mittweida und leidenschaftlicher Filmemacher, (derzeit unserer Fahne entflohen unter antonschubert.de), Peter (20), Mensch im Übergangsjahr und leidenschaftlicher Textmacher und Marcus (19), Kompositionsstudent und leidenschaftlicher Musikmacher, sind die Autoren dieses kleinen Blogs. Wir schreiben über alles, was uns interessiert, oder wovon wir denken, dass es euch interessieren könnte. Jeder ist herzlich eingeladen, nach Herzenslust zu kommentieren und/oder Beiträge anderer Art zu leisten. Wir freuen uns!
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